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Protestmarsch

Großes Polizeiaufgebot schützt zweiten CSD im Kosovo

Auch der deutsche Botschafter beteiligte sich am Mittwoch an der Pride-Demonstration in der Hauptstadt Pristina unter dem Motto "Im Namen der Freiheit".


Viele CSD-Teilnehmer schwenkten Regenbogenfahnen (Bild: Balkan Insight / twitter)

Schwule und Lesben im Kosovo haben zum zweiten Mal mit einem großen Protestmarsch für ihre Rechte demonstriert. Unter starkem Polizeischutz zogen am Mittwoch mehrere hundert Menschen durch die Hauptstadt Pristina, die Kundgebung verlief jedoch ohne Zwischenfälle.

Die Teilnehmer forderten mehr Freiheit und Gleichberechtigung, schwenkten Regenbogenfahnen und trugen ein Banner mit der Aufschrift "Im Namen der Freiheit".

Anders als beim ersten Gay Pride in Pristina im vergangenen Jahr nahmen
diesmal keine ranghohen Politiker daran teil – mit Ausnahme der Ministerin für
europäische Integration, Dhurata Hoxha. Dafür nahmen unter anderen die
Botschafter Deutschlands und Frankreichs sowie ein Vertreter der Europäischen Union daran teil.

Minderheitenfeindlichkeit weit verbreitet

Die Republik Kosovo hat erst im Jahr 2008 ihre Unabhängigkeit erklärt und versucht seither, sich der Europäischen Union anzunähern – dazu gehört auch die Achtung von Minderheitenrechten. Das EU-Parlament lobte 2016 in ihrem Fortschrittsbericht den Kosovo dafür, "dass die Rechte von LGBTI-Personen auf höchster politischer Ebene unterstützt werden". Allerdings kritisierten die Abgeordneten, dass "in LGBTI-Kreisen Angst nach wie vor weit verbreitet" sei (queer.de berichtete).

Auch LGBTI-Aktivisten beklagten, dass die gesellschaftliche Situation im mehrheitlich muslimischen Kosovo noch mangelhaft sei. So seien Minderheitenfeindlichkeit und Vorurteile noch weit verbreitet, wie etwa bei einer LGBTI-Konferenz in Pristina festgestellt wurde (queer.de berichtete). (cw/AFP)



#1 Patroklos
  • 11.10.2018, 08:29h
  • Im Kosovo ist auf die Polizei Verlaß und deshalb auch einen herzlichen Dank, daß sie die Teilnehmer vor dem homophoben Pöbel abgeschirmt hat.

    Übrigens: Heute ist Coming-Out-Day und der jährt sich in diesem Jahr zum 30. Mal:

    de.wikipedia.org/wiki/Coming_Out_Day

    Zeit, für Schrankschwule und -lesben, sich endlich zu ihrer sexuellen Orientierung zu bekennen! Das gilt insbesondere für die deutschen Profifußballer!
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#2 Simon HAnonym
  • 11.10.2018, 16:58h
  • Nach den Erfahrungen mit Polen & Co ist die EU gut beraten, sich nicht auf irgendwelche Versprechen oder Hoffnungen zu berufen, sondern Minderheitenrechte zur nicht verhandelbaren Bedingung zu machen ohne die es definitiv keinen Beitritt geben wird.
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#3 michael008
  • 11.10.2018, 17:23h
  • Antwort auf #2 von Simon H
  • Der augenblickliche Zustand der EU lässt nicht nur aus dieser Perspektive heraus an Beitritte weiterer Staaten nicht wirklich denken.
    Bevor neue Beitritte stattfinden sollten, muss sich die EU erst reformieren.
    Weniger Einstimmigkeitsprinzip, mehr Mehrheitsbeschlüsse.
    Weniger Ministerrat, mehr Parlament.
    Geregelte Sanktionsmöglichkeiten bei Verstößen,
    Gemeinsame Außenpolitik, gemeinsame Finanzpolitik, gemeinsame Sozialpolitik.
    Diese Reformen wurden und werden aber auch von Deutschland nicht wirklich unterstützt.
    Sie scheinen auch deshalb Wunschdenken zu bleiben.
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#4 Albaboy
  • 11.10.2018, 17:40h
  • Antwort auf #1 von Patroklos
  • Leider wurde von albanischen Medien berichtet, dass sich unter den Teilnehmern sich auch Serben befanden die "serbisch" sprachen. Da es viel Gerede gab wegem Motto "Im Namen der Freiheit", da die Freiheit im albanischen eine sehr hohe Bedeutung hat. Die Albaner müssen verstehen, dass die Freiheit die uns unsere Kriege brachten für alle Albaner da ist egal wenn er/sie liebt.

    Sobald es dem Kosovo wie auch Albanien wirtschaftlich besser geht verbessert sich auch die Situation der LGBTI.

    Eine Zusammenarbeit mit Serbien oder Mazedonien lehne ich stark ab, egal ob LGBTI oder Hetero.
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