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Homophobie im Sport
Ex-Lover von NFL-Star Aaron Hernandez bricht sein Schweigen
Anderthalb Jahre nach dem Selbstmord von Aaron Hernandez im Gefängnis erzählt ein Schulfreund von dem geheimen schwulen Leben des Sportlers.

Offenbar trieb das Versteckspiel um seine Person Aaron Hernandez zum Mord – und anschließend zum Suizid (Bild: Jeffrey Beall / flickr)
- 15. Oktober 2018, 15:16h 3 Min.
Der ehemalige NFL-Star Aaron Hernandez soll bereits in der Mittelstufe eine Liebesaffäre mit einem Mitschüler gehabt haben. Sein Lover Dennis SanSoucie, der mit Hernandez auf eine Schule im US-Bundesstaat Connecticut gegangen war, berichtete jetzt in einem Porträt der Tageszeitung "Boston Globe" erstmals über die geheime Beziehung.
Hernandez hatte einst als Wunderkind des American Football gegolten und spielte von 2010 bis 2013 für die New England Patriots. Nachdem er den befreundeten Footballspieler Odin Lloyd im Juni 2013 erschossen hatte, landete er im Gefängnis und wurde zu lebenslanger Haft verurteilt – und nahm sich 2017 im Alter von 27 Jahren das Leben. Laut Medienberichten soll Hernandez Lloyd getötet haben, weil er befürchtete, dass dieser ihn als bisexuell oute (queer.de berichtete).
SanSoucie erklärte nun, dass er die Mittel- und Oberstufe hindurch eine sexuelle Affäre mit Hernandez gehabt habe. Beide hatten damals zusammen im Schulteam gespielt und galten als unschlagbares Duo. Sie seien aber stets darauf bedacht gewesen, ihre Beziehung geheim zu halten. "Ich und er wollten verstecken, was wir taten", so SanSoucie, der nach der Schule zur US-Eliteeinheit Marines ging und sich erst nach dem Selbstmord seines Freundes als schwul outete.
Homophobes Elternhaus
Das Elternhaus von Hernandez sei laut dem Artikel "sehr homophob" gewesen. "Das Wort 'Schwuchtel' wurde im Haus immer verwendet", erklärte Hernandez' Bruder Jonathan. Sein inzwischen verstorbener Vater hätte einen schwulen Sohn nie akzeptiert und sei ein oft betrunkener Haustyrann gewesen, der seine Kinder brutal verprügelt habe. Jonathan sagte auch, dass ihm Aaron nach der Schulzeit anvertraut habe, im Kindesalter sexuell belästigt worden zu sein.
Wie viele andere versteckt lebende schwule Sportler spielte Hernandez in der Öffentlichkeit ein heterosexuelles Leben vor. Seit 2007 ging er mit seiner Freundin aus, 2012 brachte diese ein gemeinsames Kind zur Welt. Nach seinem Suizid schrieb die Frau im Vorwort eines Buches über Hernandez: "Ich sah keine Anzeichen, dass er schwul oder homosexuell sein könnte." Seinen Anwälten blieb die Homo- oder Bisexualität ihres Klienten aber nicht verborgen, auch wenn diese beim Prozess keine Rolle spielte; einer der Anwälte erklärte im Frühjahr diesen Jahres in einer TV-Dokumentation, sein Klient sei "ganz klar schwul" gewesen. (dk)
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Ich verstehe nicht, weshalb ausgerechnet viele Regierungen so anti-LSBTTIQ sind. Klar, da steckt auch der religiöse Glaube dahinter, aber irgendwann muss doch auch mal dem dümmsten ein Licht aufgehen. Und das ganze Übel auch noch in der Familie. Oh mann, das wünsche ich niemandem :-/
Die Lernresistenz einiger scheint sehr stark ausgeprägt zu sein. Aufklärung alleine bringt da nichts. Ich weiß wirklich nicht wie man denen begreiflich machen kann, dass sie ihren Kindern schaden (?)