Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?32149

"X-Men"-Regisseur

Bryan Singer bestreitet Missbrauchsvorwürfe

Erneut weist der bisexuelle "X-Men"-Regisseur Vorwürfe sexueller Übergriffe zurück – und kritisiert präventiv ein Männermagazin, das einen "negativen Artikel" über ihn veröffentlichen wolle.


Bryan Singer 2013 bei einer Diskussionsrunde bei der weltgrößten Comicmesse (Comic-Con) im kalifornischen San Diego (Bild: Gage Skidmore / flickr)

Hollywood-Regisseur Bryan Singer hat Vorwürfe sexueller Übergriffe vor der Veröffentlichung eines entsprechenden Artikels im Männermagazin "Esquire" zurückgewiesen. Auf Instagram schrieb der 53-Jährige am Montag: "Ich wusste schon seit einiger Zeit, dass das Magazin 'Esquire' möglicherweise einen negativen Artikel über mich veröffentlichen will." Journalisten hätten Freunde, Kollegen und andere Personen kontaktiert, so der Regisseur von Blockbustern wie "Die üblichen Verdächtigen" und der "X-Men"-Filmserie.

"Im heutigen Klima, wenn die Karriere von Menschen wegen der bloßen Anschuldigung beschädigt wird, ist der Versuch von 'Esquire' eine rücksichtslose Missachtung der Wahrheit." Die Journalisten würden erfundene und unverantwortliche Hypothesen" aufstellen.

Der Artikel des Monatsmagazins werde versuchen, "falsche Beschuldigungen und betrügerische Klagen" wiederzukäuen. Tatsächlich ist der Regisseur 2014 von zwei jungen Männer beschuldigt worden, sie sexuell missbraucht zu haben – einer der angeblichen Opfer gab später zu, gelogen zu haben und entschuldigte sich bei Singer. Der andere Mann zog seine Klage ebenfalls zurück (queer.de berichtete).

Im Rahmen der MeToo-Debatte reichte Ende letztes Jahres ein Mann eine Klage ein, der den Starregisseur beschuldigte, ihn im Jahr 2003 vergewaltigt zu haben, als er erst 17 Jahre alt gewesen sei. Singer ließ damals über einen Sprecher alle Anschuldigungen dementieren und kündigte eine Gegenklage wegen falscher Anschuldigungen an (queer.de berichtete). Einen Gerichtstermin gibt es in diesem Fall bislang noch nicht.

- Werbung - Video (60s): KLM – Wir sind eine Airline

Singer verärgert über Timing des Artikels

Singer erklärte in seinem Statement, der "Esquire"-Artikel werde anonyme Quellen zitieren, die Lügen verbreiteten. "Sie werden versuchen, eine Karriere kaputt zu machen, die ich 25 Jahre lang aufgebaut habe." Er zeigte sich außerdem verärgert, dass der Artikel kurz vor der Veröffentlichung seines neuen Filmes "Bohemian Rhapsody" erscheinen solle (Kinostart in Deutschland: 31. Oktober). Auf diesen Biografie-Film über die Band Queen sei er "sehr stolz".

Bislang hatte Singer nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er sich von Männern angezogen fühlt. 2014 überraschte er mit einem Coming-out als Bisexueller. Gegenüber dem Magazin "Out" sagte er, er habe mehrere Freundinnen gehabt, erklärte aber auch: "Am Ende wird's wohl ein Kerl sein" (queer.de berichtete). (dk)



#1 Von wegenAnonym
  • 16.10.2018, 19:43h
  • Keine Ahnung was an den Vorwürfen dran ist. Zumindest habe ich nie etwas diesbezüglich mitbekommen, habe ihn aber nur 3 mal gesehen.
    Was ich allerdings nicht glaube ist seine angebliche Bisexualität. Ja, es gibt Bisexualität, aber er ist es nicht. Vielleicht ne Schutzbehauprung oder was auch immer.
    Er umgibt sich permanent mit jungen Männern und auch nur jene berichten mit ihm was gehabt zu haben. Vielleicht Bisexualität in dem Sinne dass er früher mal eine Freundin hatte. Aber sexuell ist er eindeutig jungen ( sehr jungen) Männern zugeneigt. Für die Frauen hat er auf seinen speziellen Partys jedenfalls keine Augen übrig.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Patroklos
#3 Homonklin44Profil
  • 17.10.2018, 06:15hTauroa Point
  • Antwort auf #1 von Von wegen
  • Das kann er selbst wahrscheinlich am besten bestimmen, und wenn er sich als Bisexueller sieht, dürfte das seine Gründe haben.

    Natürlich gibt es genug Leute, die hinter so etwas Ephebophilie, möglicherweise auch Pädophilie zu verbergen suchen. Auf sich vermehrt als Bisexuelle bezeichnende katholische Geistliche scheint man dennoch vergeblich zu warten.

    Das Absägen von Karrieren im Zuge der #metoo-Bewegung hat allerdings schon dafür auch gesorgt, dass bereits Mutmaßung und hypothetische Anschuldigungen ausreichen können, um Leute da in arge Schwierigkeiten zu dirigieren. Kollateralschäden, oder so ähnlich.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 FttrSknhdProfil
  • 19.10.2018, 15:56hFFM
  • Antwort auf #1 von Von wegen
  • Du hast Bryan Singer mal gesehen, aber kannst seine Identität besser beurteilen als er selbst. Super! Genau das mögen wir Bisexuellen so gerne, wenn man uns sagt, wie wir zu sein haben und was wir angeblich für hinterhältige Beweggründe haben um uns zu outen. Und was für eine Schutzbehauptung soll das denn sein? Vor was soll er sich da schützen? Diese ständige Behauptung, wir hätten es einfacher ist einfach eine dreiste Beleidigung. Wir werden nicht nur von Heteros angefeindet, sondern eben auch aus der LGTIQ-Community. Wir haben keine Stimme in der Community. In Beiträgen werden wir ständig vergessen und wir müssen uns immer den Verdacht anhören, wir seien ja nur "zu feige für ein echtes Coming Out". Bitte überkommt mal Eure verfluchte Biphobie, das ist echt unerträglich.
  • Antworten » | Direktlink »