https://queer.de/?32149
"X-Men"-Regisseur
Bryan Singer bestreitet Missbrauchsvorwürfe
Erneut weist der bisexuelle "X-Men"-Regisseur Vorwürfe sexueller Übergriffe zurück – und kritisiert präventiv ein Männermagazin, das einen "negativen Artikel" über ihn veröffentlichen wolle.

Bryan Singer 2013 bei einer Diskussionsrunde bei der weltgrößten Comicmesse (Comic-Con) im kalifornischen San Diego (Bild: Gage Skidmore / flickr)
- 16. Oktober 2018, 13:16h 2 Min.
Hollywood-Regisseur Bryan Singer hat Vorwürfe sexueller Übergriffe vor der Veröffentlichung eines entsprechenden Artikels im Männermagazin "Esquire" zurückgewiesen. Auf Instagram schrieb der 53-Jährige am Montag: "Ich wusste schon seit einiger Zeit, dass das Magazin 'Esquire' möglicherweise einen negativen Artikel über mich veröffentlichen will." Journalisten hätten Freunde, Kollegen und andere Personen kontaktiert, so der Regisseur von Blockbustern wie "Die üblichen Verdächtigen" und der "X-Men"-Filmserie.
"Im heutigen Klima, wenn die Karriere von Menschen wegen der bloßen Anschuldigung beschädigt wird, ist der Versuch von 'Esquire' eine rücksichtslose Missachtung der Wahrheit." Die Journalisten würden erfundene und unverantwortliche Hypothesen" aufstellen.
Der Artikel des Monatsmagazins werde versuchen, "falsche Beschuldigungen und betrügerische Klagen" wiederzukäuen. Tatsächlich ist der Regisseur 2014 von zwei jungen Männer beschuldigt worden, sie sexuell missbraucht zu haben – eines der angeblichen Opfer gab später zu, gelogen zu haben und entschuldigte sich bei Singer. Der andere Mann zog seine Klage ebenfalls zurück (queer.de berichtete).
Im Rahmen der MeToo-Debatte reichte Ende letztes Jahres ein Mann eine Klage ein, der den Starregisseur beschuldigte, ihn im Jahr 2003 vergewaltigt zu haben, als er erst 17 Jahre alt gewesen sei. Singer ließ damals über einen Sprecher alle Anschuldigungen dementieren und kündigte eine Gegenklage wegen falscher Anschuldigungen an (queer.de berichtete). Einen Gerichtstermin gibt es in diesem Fall bislang noch nicht.
Singer verärgert über Timing des Artikels
Singer erklärte in seinem Statement, der "Esquire"-Artikel werde anonyme Quellen zitieren, die Lügen verbreiteten. "Sie werden versuchen, eine Karriere kaputt zu machen, die ich 25 Jahre lang aufgebaut habe." Er zeigte sich außerdem verärgert, dass der Artikel kurz vor der Veröffentlichung seines neuen Filmes "Bohemian Rhapsody" erscheinen solle (Kinostart in Deutschland: 31. Oktober). Auf diesen Biografie-Film über die Band Queen sei er "sehr stolz".
Bislang hatte Singer nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er sich von Männern angezogen fühlt. 2014 überraschte er mit einem Coming-out als Bisexueller. Gegenüber dem Magazin "Out" sagte er, er habe mehrere Freundinnen gehabt, erklärte aber auch: "Am Ende wird's wohl ein Kerl sein" (queer.de berichtete). (dk)
Mehr zum Thema:
» Große Zweifel an Missbrauchsvorwürfen gegen George Takei (28.05.18)















Was ich allerdings nicht glaube ist seine angebliche Bisexualität. Ja, es gibt Bisexualität, aber er ist es nicht. Vielleicht ne Schutzbehauprung oder was auch immer.
Er umgibt sich permanent mit jungen Männern und auch nur jene berichten mit ihm was gehabt zu haben. Vielleicht Bisexualität in dem Sinne dass er früher mal eine Freundin hatte. Aber sexuell ist er eindeutig jungen ( sehr jungen) Männern zugeneigt. Für die Frauen hat er auf seinen speziellen Partys jedenfalls keine Augen übrig.