Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?3215
  • 29. Juli 2005 41 2 Min.

Düsseldorf Die Webseite http://www.diversity-in-europe.org/, die das nun umstrittene Handbuch für Lehrer zur Aufklärung über Homosexualität enthielt, ist vom Netz genommen. Statt dem umfangreichen Werk findet sich nun der Hinweis: "Die Website «Mit Vielfalt umgehen» wird zurzeit aktualisiert. Vielen Dank für Ihr Verständnis" - in vier Sprachen, denn an dem Projekt hatten auch vier weitere EU-Länder mitgewirkt. Mitte der Woche hatte das nun CDU-geführte Bildungsministerium bekannt gegeben, die Broschüre zurückzuziehen, um "keine Werbung für bestimmte sexuelle Ausrichtungen" zu machen. Die Broschüren sollten "nicht mehr unreflektiert" im Unterreicht verwendet werden. Inzwischen hat auch das mit der "Prüfung" beauftragte Generationenministerium, das bei früherem, rot-grünen Ressortzuschnitt das Projekt mitentwickelte, in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, man wolle das Handbuch erstmal einbehalten. Man prüfe, wie man die Broschüre weiterhin ausgeben könne, "ohne dass der Eindruck erweckt wird, die neue Landesregierung identifiziere sich mit jeder Wertung oder Formulierung." Ministeriumssprecherin Heike Döll-König sagte der NRW-Ausgabe der "taz", es würde "lediglich überlegt", beim Versenden der Broschüre ein Begleitschreiben beizulegen, das "Hintergründe erläutert". Die "taz" berichtet auch, Bildungsministeriumssprecher Oliver Mohr zitiere die Ministerin Barbara Sommer (CDU) mit den Worten: "Das Handbuch wird in der Schule zukünftig keine Rolle mehr spielen." Inzwischen hat auch die in NRW mit der CDU koalierende FDP ein Statement abgegeben. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Landtagsfraktion, Ralf Witzel, erklärte: "Gleichgeschlechtliche Verantwortungsgemeinschaften und Lebensformen dürfen in unserer Gesellschaft nicht diskriminiert werden" Daher sei es "selbstverständlich auch ein pädagogischer Auftrag von Schulen, für Toleranz im Umgang mit Homosexualität zu werben. Mit welchen Lehrmitteln dieses Ziel am besten zu erreichen ist, bedarf im Einzelfall einer sachgerechten Prüfung." Eine "pragmatische Entscheidung für oder gegen ein spezielles Handbuch" stelle jedoch keinen "Kulturkampf" dar, wie die GEW unterstellt habe. (nb)


Hinweis: Offenbar ist nur die Startseite (hier aus Google-Cache) von der Sperrung betroffen, Unterseiten wie die speziell deutsche Startseite sind derzeit noch online.

akt. um 16.40h

26.11.05 | Politik - Deutschland
München: Protest gegen schwule Schulplakate
26.08.05 | Politik - Deutschland
Homo-Fibel mit Disclaimer
11.08.05 | Politik - Deutschland
Weiter Streit um Homo-Fibel
09.08.05 | Politik - Deutschland
Homo-Fibel: FDP rudert zurück
08.08.05 | Politik - Deutschland
NRW-FDP: Homo-Fibel unnütz
08.08.05 | Meinung - Homo-Gurke
Ingrid Pieper-von Heiden
-w-

#1 TorstenAnonym
  • 29.07.2005, 16:21h
  • Wer als Schwuler CDU oder FDP wählt, ist selbst schuld.
  • Direktlink »
#2 KlausAnonym
  • 29.07.2005, 16:25h
  • Jetzt kann man ja wirklich von Zensur sprechen. Und das europaweit. Unglaublich. Und auch ein unglaublich schwaches Statement der FDP. Was für ein Witz(el)
  • Direktlink »
#3 wolfAnonym
  • 29.07.2005, 17:07h
  • na dann können wir uns jetzt schon freuen, wenn im herbst unsere christlichen fundis an die macht kommen !!!!
    wann macht man endlich gesellschaftlich front gegen dieses korrupte, verlogene pack ?
  • Direktlink »