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Drogenhandel

Fünfeinhalb Jahre Haft für Promi-Schneider Daniel Fendler

Der 38-jährige Modedesigner hatte Crystal Meth in der Münchner Schwulenszene verkauft – statt ins Gefängnis muss er zunächst selbst in eine geschlossene Entziehungsanstalt.


Das Urteil des Landgerichts München ist rechtskräftig (Bild: Blogtrepreneur / flickr)

Wegen Drogenhandels verurteilte das Landgericht München den stadtbekannten Promi-Schneider Daniel Fendler am vergangenen Freitag zu fünfeinhalb Jahren Haft. Gleichzeitig ordnete das Gericht einen sofortigen Entzug in einer geschlossenen Einrichtung an. Nach anderthalb bis zwei Jahren Drogentherapie könnte die Reststrafe dann zur Bewährung ausgesetzt werden.

Fendler war im vergangenen Dezember nach Ermittlungen der "AG Partydrogen" festgenommen worden, in seiner Wohnung fanden die Ermittler fast 170 Gramm Crystal Meth (queer.de berichtete). Im Prozess räumte der Designer ein, sechs Mal in Tschechien größere Mengen an Drogen gekauft zu haben, nachdem sein früherer Dealer festgenommen worden war. Das Crystal konsumierte er nicht nur selbst, sondern verkaufte es an Bekannte weiter. Die Droge soll bei schwulen Sexpartys eingesetzt worden sein.

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Mode für Florian Silbereisen und Helene Fischer

Fendler ist in der Münchner Szene vor allem durch seine Auftritte beim Oktoberfest bekannt. Viele Prominente trugen seine Kreationen, darunter die Schlagerstars Florian Silbereisen, Helene Fischer, Mireille Mathieu sowie die Ex-Eiskunstläuferin Katarina Witt. Nach einer Schneiderlehre, dem Besuch der Deutschen Modeschule und einem Engagement bei Vivienne Westwood hatte er schon im Alter von 21 Jahren ein Atelier in München eröffnet.

Direktlink | Daniel Fendler gibt Bekleidungstipps fürs Oktoberfest

Vor Gericht erklärte Fendler, die Untersuchungshaft habe ihm Zeit gegeben, über sein Leben nachzudenken. "Wenn ich nicht inhaftiert worden wäre, hätte ich die nächsten Monate nicht überlebt", sagte er über seine zunehmende Abhängigkeit von dem auch "Ice" genannten Rauschmittel. Künftig wolle er ein Leben ohne Drogen führen.

Crystal Meth bei schwulen Männern beliebt

Das synthetisch hergestellte Crystal Meth (chemischer Name: Methamphetamin) wurde in der breiten Bevölkerung vor allem durch die amerikanische Serie "Breaking Bad" bekannt. In den USA ist es eine beliebte und billige Straßendroge, die auch in Europa populärer wird. Bereits vor zwei Jahren warnte der Leiter des Berliner Drogendezernats, dass die schwule Szene von Meth "überschwemmt" werde (queer.de berichtete).

Crystal wird häufig beim Sex eingesetzt, da es euphorisierend, enthemmend und stimulierend wirken kann. Die Droge macht aber schnell abhängig und hat schwere Nebenwirkungen, etwa paranoide Wahnvorstellungen. Als chronische Folgen können Nierenschäden, Zahnausfall und Depressionen auftreten. Auch mehrere Todesfälle wurden in Deutschland in den letzten Jahren auf Crystal Meth zurückgeführt. (cw)



#1 DominikAnonym
  • 17.10.2018, 09:03h
  • Ein Fall, der zeigt: Wir LGBT sind nicht die besseren Menschen. Kriminalität findet überall statt, und harte Drogen zu verticken ist wahrlich kein Kavaliersdelikt. Drogenmissbrauch zerstört Leben.

    Das Strafmaß halte ich für angemessen. Hoffentlich ist er jetzt geläutert, so dass er nach der Verbüßung der Strafe wieder neu durchstarten kann.
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#2 Homonklin44Profil
  • 17.10.2018, 10:04hTauroa Point
  • Dieser Mistkram war aber schon lange vor "Breaking Bad" weiter um bekannt. Mal was von "Panzerschokolade" gehört? Okay, 40er Jahre, noch nicht gepanscht. In Kiel an bestimmten Orten hat man lange schon die Methmund-Fast-Leichen herum hängen gesehen, die sich mit dem Zeugs selbst zombifizieren.

    Um wirklich davon herunter zu kommen und begonnene Schäden austzuheilen sind 5 Jahre weg vom Bezug ganz gut.

    Man könnte jetzt in Frage stellen, warum sich Leute durch so einen Kram selbst unattraktiv machen müssen, aber an sich ist jeder selbst dafür verantwortlich, was er sich alles rein pfeift.
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#3 niccinicciAnonym
  • 17.10.2018, 15:56h
  • drogenmissbrauch zerstört leben....... selten so einen schwachsinn gelesen! 1. gibt es einen grossen unterschied zwischen drogenmissbrauch und drogenkonsum. 2. gibt es drogen, solange es den menschen gibt. die schlauesten menschen sind immer die militanten nichtrauchenden veganer unter uns. zum glück sind unsere richter besonders in berlin auf diesem gebiet um ein vielfaches aufgeklärter. jeder entscheidet für sich. auch, ob er sich mit der schädlichsten namens alkohol einen schönen abend macht oder mit anderen nascherein. aufklärung statt abschreckung heisst die devise, mit allen vor-und nachteilen, ohne den moralischen zeigefinger. oder man verbietet alles, dann aber auch bitte alkohol und ziggis.
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#4 JadugharProfil
  • 17.10.2018, 20:07hHamburg
  • Antwort auf #3 von niccinicci
  • Jedes getrocknete Kraut ist eine Droge! Das Wort kommt aus den Niederdeutschen dröge=trocken. Somit ist Tee aller Art, Kaffee etc. eine Droge! Drogerien betreiben Drogenhandel!
    Man kann natürlich auch giftige Kräuter oder Pilze trocknen und sich damit vergiften. Getrockneter Knollenblätterpilz massenweise eingenommen ist natürlich tödlich!
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