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Vandalismus

Berliner Gedenktafeln für Homo-Bewegung erneut beschädigt

Unbekannte haben die Augen in den Porträts von Anita Augspurg und Karl Heinrich Ulrichs ausgekratzt.


Das beschädigte Porträt von Anita Augspurg (Bild: LSVD Berlin-Brandenburg)

Die beiden Gedenktafeln am Berliner Magnus-Hirschfeld-Ufer direkt gegenüber dem Bundeskanzleramt, die an die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung erinnern, sind erneut beschädigt worden. Wie der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg am Donnerstag mitteilte, wurden die Augen von Anita Augspurg (1857-1943) und Karl Heinrich Ulrichs (1868-1935) ausgekratzt. Außerdem gebe es weitere Beschädigungen auf der Oberfläche der Tafeln.

Das ist nicht der erste Vorfall dieser Art für die 2011 eingerichteten Gedenktafeln: Bereits im letzten Jahr hatten Unbekannte ebenfalls Augen auf den Gedenktafeln ausgekratzt (queer.de berichtete). Im Mai 2015 waren die Gedenktafeln mit Schriftzeichen und Symbolen beschmiert worden (queer.de berichtete). Zwei Mal waren die Tafeln außerdem verbogen worden.

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Auch Vandalismus am Mahnmal für Nazi-Verfolgung

Erst vor zwei Wochen war außerdem die 2008 errichtete Berliner Gedenkstätte für von den Nazis verfolgte Homosexuelle beschädigt worden. Unbekannte brannten in die Steinplatte vor dem Sichtfenster des Mahnmals den Schriftzug "HIV" ein (queer.de berichtete). Auch bei diesem Betonquader im Berliner Tiergarten gab es in den letzten zehn Jahren bereits mehrere Fälle von Vandalismus. Ebenso wurde die Gedenktafel für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen am U-Bahnhof Nollendorfplatz mehrfach beschädigt.

Der LSVD Berlin-Brandenburg hat wegen des neuen Falles bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt gestellt. Die Aussichten auf Erfolg sind allerdings überschaubar: Bislang konnte noch nie ein Täter gestellt werden, der derartige Beschädigungen an Homo-Denkmalen zu verantworten hatte. (pm/dk)



#1 dellbronx51069Anonym
#2 AnonymAnonym
  • 18.10.2018, 19:43h
  • "Bislang konnte noch nie ein Täter gestellt werden, der derartige Beschädigungen an Homo-Denkmalen zu verantworten hatte."

    Eine paar Kameras im Umfeld des Regierunsgviertels an den beiden Orten sollten doch möglich sein.
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#3 Patroklos
#4 JamboAnonym
  • 19.10.2018, 05:49h
  • Es ist doch total egal wo Vandalismus stattfindet.
    Vandalismus ist immer scheiße.
    Egal ob Denkmal, Bushaltestelle oder Fahrscheinautomat.
    Da ist die Gesellschaft gefordert um das schon zu verhindern und nicht erst danach nach Tätern zu suchen.
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#5 niccinicciAnonym
  • 19.10.2018, 11:29h
  • videoüberwachung wäre die lösung für strafverfolgung. schade, das die grünen so vehement dagegen sind. bei der dieselproblematik mit hardware nachrüstung haben die ja durchaus gute ansätze. warum nicht auch bei der inneren sicherheit?
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#6 TheDadProfil
  • 19.10.2018, 11:47hHannover
  • Antwort auf #5 von niccinicci
  • Weil es einen signifikanten Unterschied macht ob eine Hardware-Nachrüstung zu sauberer Luft führt, oder die "innere Sicherheit" die Bürger kontrolliert, und so rein gar nichts allein mit Strafverfolgung zu tun hat..

    ""bei der dieselproblematik mit hardware""..

    Vielleicht hilft es hier mal die Probleme dann auch richtig zu benennen, denn mit dem Dieselmotor selbst gibt es ja gar keine "Probleme"..
    Die Probleme hat die Gesellschaft mit Firmen die vorsätzlich betrügen, und damit gegen Gesetze verstoßen..
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#7 Homonklin44Profil
  • 19.10.2018, 13:53hTauroa Point
  • Meine auch, das könnte man durch Kameras oder entsprechend auf den unmittelbaren Berührungsbereich gerichteten Fotofallen eventuell verfolgen, wer da rum kratzt. Aber wenn das alle Schaltjahre mal vorkommt, ist wohl der Aufwand zu hoch.

    Vielleicht wäre es eine Idee, dasselbe Foto als Plakat zig Hunderte Male zu verteilen und anzuplakatieren. Der/Die TäterInnen könnten sich dazu verlockt fühlen, auch Solche zu zerkratzen. Na ja, an sich wäre das aber Entrapment. ;o)
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