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Ankündigung von Netflix

"Orange Is the New Black" endet mit Staffel 7

Vorzeitig entlassen: Nach sieben Staffeln endet die Netflix-Erfolgsserie, die mit ihrer Darstellung von Lesben und Trans-Frauen neue Standards gesetzt hat.


"Orange is the New Black": Die letzten Folgen werden nächstes Jahr veröffentlicht (Bild: Netflix)

Der Streamingdienst Netflix hat am Mittwoch mitgeteilt, dass seine amerikanische Webserie "Orange Is the New Black" mit dem Ende der siebten Staffel eingestellt wird. Seit 2013 sind 78 Folgen produziert worden – die letzten voraussichtlich 13 Folgen sollen im kommenden Jahr gezeigt werden.

Die Frauengefängnis-Serie ist eine Art amerikanische Version des RTL-Klassikers "Hinter Gittern", behandelt aber Themen wie Sexualität, Rassismus oder Drogensucht ernsthafter. Die Sendung beruht auf dem Memoiren der bisexuellen Autorin Piper Kerman, die 2004 knapp über ein Jahr wegen Drogenschmuggels in einer amerikanischen Justizvollzugsanstalt verbracht hatte. Über ihre Erlebnisse schrieb sie im 2010 veröffentlichen Buch "Orange Is the New Black: My Year in a Women's Prison". Nur drei Jahre später begann die Webserie bei Netflix.

Netflix verbreitete die Nachricht in einem einminütigen Video auf Twitter, in dem die Hauptdarstellerinnen über das Ende reden. Dazu schrieb der Streamingdienst: "Eine Warnung: Das könnte euch zum Weinen bringen. Die letzte Staffel 2019."

Twitter / OITNB

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Viele Fans haben nach der Bekanntgabe in Online-Netzwerken ihr Bedauern über die Entscheidung ausgedrückt und sich bei den Machern der Serie bedankt. Eine Twitter-Nutzerin schrieb etwa: "Danke für die vielen Lacher. Danke für die vielen Tränen. Danke, dass ihr uns gezeigt habt, dass die Liebe uns alles erreichen lässt, sogar im Gefängnis. Diese Sendung wird niemals vergessen werden."

Die Schauspielerinnen von "Orange Is the New Black" hatten sich in den vergangenen Jahren auch politisch engagiert. So gründeten sie vor den Präsidentschaftswahlen 2016 die Gruppe "Vaginas gegen Trump" und warben für die später unterlegene demokratische Kandidatin Hillary Clinton (queer.de berichtete).

Außerdem setzt sich Autorin Piper Kerman bereits seit Jahren für eine weitgehende Justizreform ein, um die Zahl der Gefängnisinsassen zu verringern. Die USA haben weltweit die meisten Menschen hinter Gittern – sowohl in Relation zur Bevölkerung als auch in absoluten Zahlen. Insgesamt befinden sich derzeit in Amerika über 2,1 Millionen Menschen im Gefängnis – weit mehr als in Autokratien wie China (1,6 Millionen), Russland (580.000) oder Saudi-Arabien (60.000). (dk)



#1 InteressantAnonym
  • 18.10.2018, 18:12h
  • Ganz gute Serie, wenn auch oft zu überzogen.
    Das ist auch nicht nur eine Spartenserie im lgbti Bereich, sondern im Mainstream Bereich von Netflix geschaltet. Was auch von Anfang an so geplant war.

    Eine sexuell aufgeladene Serie mit Männern im Knast ( bei Oitnb hat die Mehrheit der Frauen lesbische Liasons) und das noch explizit in Sprache und Bild dargestellt, wird es wohl nie geben. Eine Produktion mit explizitem und häufigem schwulen Sex für den Mainstream wäre den Producern zu riskant?
    Man fragt sich schon warum, denn bei OITNB ist die lesbische Erotik queer dargestellt und die meisten der Darstellerinnen sind keine typischen Porno- Pseudolesben- Lookalikes. Das gängige Argument, Frauen beim Sex sorgen für Einschaltquoten insbesondere von Heteromännern, greift hier deswegen zu kurz. Es muss also schon an der Handlung liegen dass es dem Mainstream gefällt.
    Daher könnte das auch in ähnlicher Aufmachung mit schwulen Männern im Mainstream klappen, aber da fehlt der Mut das groß zu produzieren.
    Das ist sehr schade, da ich der Meinung bin das Sichtbarkeit die Gewohnheit fordert und Sprüche wie, Iiih da küssen sich zwei Männer/ oder haben was miteinander, abgebaut werden wenn schwule Erotik präsenter ist.
    Freut mich aber für die lesbischen und bisexuellen Frauen, dass wenigstens bei denen was für die Sichtbarkeit durch solche Serien erreicht wurde.
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#2 Patroklos
#3 AntifantAnonym
  • 19.10.2018, 11:09h
  • Antwort auf #1 von Interessant
  • Oder in der Serie wird lesbische Liebe gezeitgt, weil das Buch von Piper Kerman, auf der sie beruht, in einem Frauenknast spielt? Die Serie ist einer der wenigen, die Lesben und Trans*Frauchen Sichtbar macht und das kann man auch als Schwuler Mann einfach mal anerkennen, ohne Schappatmung zu bekommen und wieder in die Lesben vs. Schwule Kerbe einzuschlagen. Immerhin gibt es im Mainstream auch Serien wie American Horror Story, Ru Pauls Drag Race oder Modern Family, in der männliche Homosexualität eher eine Rolle spielt als weibliche.
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