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Villingen-Schwenningen

Outing angedroht: OB-Kandidatin wollte FDP-Politiker erpressen

In Baden-Württemberg droht eine OB-Dauerkandidatin, "pikante Details" zur Homosexualität eines Bundestagsabgeordneten zu veröffentlichen – der FDP-Politiker reagiert mit einem Appell für Toleranz.


Marcel Klinge reagierte gelassen auf die Drohungen von Fridi Miller (Bild: Deutscher Bundestag / Achim Melde)

Der Oberbürgermeister-Wahlkampf in Villingen-Schwenningen wird von einem Erpressungsskandal überschattet: Die parteilose Kandidatin Fridi Miller hat offenbar versucht, den 37-jährigen FDP-Politiker Marcel Klinge mit einer Outing-Androhung zu erpressen. Miller hatte im ersten Wahlgang 0,5 Prozent der Stimmen erzielt. Klinge ist dagegen kein OB-Kandidat, sondern Mitglied des Gemeinderates der Doppelstadt an der ehemaligen Grenze zwischen Baden und Württemberg als auch des Deutschen Bundestages; Miller war aber offenbar sauer auf Klinge, weil dieser zu Beginn des Wahlkampfes die aus Sindelfingen bei Stuttgart stammende Bewerberin nicht als ernstzunehmende Bewerberin anerkannte.

Klinge veröffentlichte auf seiner Facebook-Seite eine Mail Millers mit dem Betreff: "Pikante Details über ihr Sexuelleben (sic)". Klinge, hieß es in der Mail, solle anerkennen, dass Miller "die menschenfreundlichste OBin für Villingen-Schwenningen wäre", oder sie werde "alles" öffentlich machen. In einer Sofortnachricht fügte Miller an, dass ihre Kontakte "überall" hin gingen, "bis ins Milieu und auch in die höchsten politischen und auch homosexuellen Ebenen". Ferner schrieb die OB-Kandidatin: "Viel Spaß bei ihrem Outing oder soll ich es für Sie tun?"

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"Jeder Mensch sollte leben und lieben dürfen, wie er möchte"

Klinge reagierte auf seiner Facebook-Seite offensiv auf die Androhung. "In einer persönlichen Nachricht hat sie mir gedroht, mich als homosexuell zu outen", schrieb er am Montag. "Interessante Drohung. Ich bin der Meinung, jeder Mensch sollte leben und lieben dürfen, wie er möchte. Dieses Recht nehme ich auch für mich in Anspruch." Er könne in der sexuellen Orientierung eines Menschen "überhaupt kein Kriterium dafür sehen, wie gut er oder sie für ein Amt geeignet ist". Für sich selbst habe er nie die Notwendigkeit gesehen, sein Privatleben "ins Schaufenster zu stellen".

Dauerkandidatin Fridi Miller mischt den OB-Wahlkampf in VS mit immer absurderen Manövern auf. Nach ihren diffamierenden…

Gepostet von Marcel Klinge am Montag, 15. Oktober 2018
Facebook / Marcel Klinge

Ein Aspekt sei ihm besonders wichtig: "Gerade junge Menschen, die in ihrer Orientierungsphase sind, sollten nicht den Zwang verspüren, sich vor der Öffentlichkeit verstecken oder rechtfertigen zu müssen", so Klinge. "Ich schreibe hier heute nicht nur für mich, sondern möchte zeigen, dass Mobbing, Erpressung, Nötigung und Ausgrenzung egal mit welchem Hintergrund gar nicht gehen und wir alle aufgerufen sind, unsere Stimme dagegen zu erheben." Dazu fügte der Liberale die Hashtags #loveislove und #respect an.


Fridi Miller nahm vor einigen Jahren auch bei Günther Jauchs "Wer wird Millionär" teil (Bild: RTL)

Laut "Südkurier" will Klinge auch Anzeige gegen Miller erstatten, auch wenn er damit das "Geschäftsmodell" der Kandidatin bediene, die bereits wiederholt mit beleidigenden Äußerungen aufgefallen war. Miller hatte sich in der Region mehrfach für OB-Wahlen beworben – und dabei immer wieder Konkurrenten beleidigt und die Wahl nach ihrer Niederlage gerichtlich angefochten.

Erst im Juli drohte sie etwa dem Oberbürgermeister ihrer Heimatstadt Sindelfingen mit dem Tod und rief in einem Video ihre "russischen, polnischen und arabischen Freunde" dazu auf, gegen Rathauschef Bernd Vöhringer vorzugehen. Die Stadt musste daraufhin Bodyguards für Vöhringer engagieren. (dk)



#1 BarnyProfil
  • 19.10.2018, 11:13hKoblenz / Miehlen
  • Kann man sowas in der heutigen Zeit ernsthaft kommentieren? LOL
    Oder muss ich jetzt meinen Ehemann verleugnen?
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#2 qwertzuiopüAnonym
  • 19.10.2018, 12:12h
  • Ich merke grade, wie schön ich es finde, dass solche Outing-Drohungen mittlerweile der totale Witz geworden sind. Es interessiert einfach niemanden mehr :)
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#3 Gerlinde24Profil
  • 19.10.2018, 12:30hBerlin
  • Erpressung von Homosexuellen funktioniert heute nur, wenn die Betroffenen sich erpressen lassen, anstatt in die Öffentlichkeit zu gehen. Nun hat die Kandidatin das geerntet, was sie gesät hat.
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#4 JamboAnonym
  • 19.10.2018, 12:54h
  • Normalerweise gehörte dieser Frau eine Sperre für ihre Aktion.
    Wie beim Führerschein. Und erst nach Besuch eines "Aufbauseminars", das übrigens genügend andere auch nötig hätten, wie Demokratie funktioniere.
    Und erst dann sich wieder auf einen politischen Posten bewerben könnte.

    Liebe Frau, falls Sie das irgendwie lesen sollten.
    Scheiße sind Sie doof und so seltenst primitiv noch dazu.
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#5 swimniAnonym
  • 19.10.2018, 13:34h
  • ich denke und hoffe: im Sindelfinger fall:

    das gibt ne saftige Geldstrafe für sie...bin gespannt wie es ausgeht.

    im wiederholungsgsfall ist ein psychiatrisches gutachten sicher kein fehler.

    im Villinger fall: mutet fast schon archaisch an....
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#6 Homonklin44Profil
  • 19.10.2018, 14:05hTauroa Point
  • ""Klinge, hieß es in der Mail, solle anerkennen, dass Miller "die menschenfreundlichste OBin für Villingen-Schwenningen wäre", oder sie werde "alles" öffentlich machen. In einer Sofortnachricht fügte Miller an, dass ihre Kontakte "überall" hin gingen, "bis ins Milieu und auch in die höchsten politischen und auch homosexuellen Ebenen". Ferner schrieb die OB-Kandidatin: "Viel Spaß bei ihrem Outing oder soll ich es für Sie tun?""

    Die Dame 'outet' sich dadurch ja eigentlich selbst als Person, die für ein Amt wie das einer Oberbürgermeisterin gewiss nicht geeignet sein kann. Wenn sie zu solchen Methoden greift, und auch öfter schon so ähnlich aufgefallen ist, sind das ja doch Hinweise auf eine möglicherweise psychische Problematik oder sogar -störung. Irgendwas in Richtung Geltungsbedürfnis signifikant erhöht wird da schon dahinter stecken. Das scheint ja jemand zu sein, die vor allem an sich denkt, und an ihrer Karriere-Wunschverwirklichung arbeitet. Oberbürgermeister/in sollte aber Jemand werden, wer eine soziale Grundeinstellung beweist und sich für die Themen der Bürger interessieren kann.
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#7 Religioten-WatchAnonym
  • 19.10.2018, 14:46h
  • Die Frau schmeißt mit Bibelzitaten um sich und sie beruft sich auf ihre sog. zehn Gebote und ihren eingebildeten Freund.
    Passt also alles nahtlos zusammen.

    donotlink.it/k31j
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#8 TommAnonym
  • 19.10.2018, 14:50h
  • Es amüsiert mich sehr ... :-)

    Ein Blick in Fridi Millers FB-Profil mit dem Zusatz "Aufdeckungspolitikerin" sagt doch schon alles ... :-)
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#9 LillyComptonAnonym
  • 19.10.2018, 19:49h
  • " und auch in die höchsten politischen und auch homosexuellen Ebenen"

    Wie ist die denn an die Daten und Kontakte unserer höchst geheimen Schattenweltregierung gekommen?

    Sie hat doch nicht etwa? Oh meine Göttin, ist das jetzt ihr outing?

    *schmunzel*
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#10 Patroklos
  • 19.10.2018, 19:58h
  • Gut, daß die Millerin die OB-Wahl verloren hat! Das Verhalten dieser Ische ist einfach nur unterirdisch!
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