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Antisemitismus und Homophobie

AfD-Politiker: "Ich finde auch Schwule in der AfD nicht gut"

Der antisemitische AfD-Politiker Wolfgang Gedeon kritisierte die Gründung der Gruppe "Juden in der AfD" mit der Bemerkung, dass er auch Schwule in der Partei "nicht gut" finde.


Wolfgang Gedeon schockierte viele Menschen mit antisemitischen Behauptungen, die selbst für einen AfD-Politiker radikal erscheinen (Bild: Screenshot SWR)

Der baden-württembergische Landtagsabgeordnete Wolfgang Gedeon hat die Gründung der Gruppe "Juden in der AfD" als "problematische Angelegenheit" kritisiert und vor einer "zionistische Lobbyorganisation" gewarnt, "die den Interessen Deutschlands und der Deutschen zuwider läuft." Am Donnerstag fügte er laut der Nachrichtenagentur dpa bei einer Pressekonferenz an: "Ich finde auch Schwule in der AfD nicht gut." Selbst eine Gruppe für Christen in der Partei sei "nicht zielführend", so der 71-Jährige weiter. Die Pressekonferenz hatte er gemeinsam mit dem AfD-Landtagsabgeordneten Stefan Räpple abgehalten.

Gedeon ist bereits seit seinem Einzug in den baden-württembergischen Landtag umstritten, weil er in einem Buch aus dem Jahr 2012 antisemitische Thesen aufgestellt hatte. So bezeichnete er das Judentum als "inneren" und den Islam als "äußeren" Feind des "christlichen Abendlandes" und warnte vor "Zionismus durch die Hintertür". Diese Äußerungen waren selbst vielen AfD-Politikern zu viel, was zur vorübergehenden Spaltung der Fraktion führte. Inzwischen ist Gedeon fraktionslos, arbeitet aber im Landtag immer wieder bei Anträgen mit seinen Parteifreunden zusammen.

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Bereits seit Jahren "Show"-Ausschlussverfahren gegen Gedeon

Sowohl der Landes- als auch der Bundesvorstand der AfD kündigten als Reaktion auf die neuen Äußerungen Gedeons an, den Abgeordneten aus der Partei ausschließen zu wollen. Bereits in den letzten beiden Jahren hatte die Partei mit Ausschluss gedroht, ihn bislang aber noch nicht vollzogen – Politikwissenschaftler Hajo Funke hatte die Ankündigungen des Parteiausschlusses in der Vergangenheit als "Show" für die Öffentlichkeit bezeichnet. In Online-Netzwerken machte sich Gedeon über die Ankündigungen des Parteiausschlusses lustig: "Schon Lucke und später Petry wollten mich aus der Partei raushaben. Die beiden sind weg, ich bin noch da", schrieb er am Dienstag auf Facebook.

Der Fall erinnert an den des fraktionslosen Berliner Abgeordneten Kay Nerstheimer, der Homosexuelle als "degeneriert" bezeichnet hatte und daher zu einer Geldstrafe verurteilt wurde. Der 54-Jährige ist zwar aus der Fraktion ausgeschlossen worden, aber weiterhin AfD-Parteimitglied.

Knobloch: AfD ist judenfeindlich

Die Gründung der Gruppe "Juden in der AfD" wurde in der jüdischen Community teils scharf kritisiert. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, hatte etwa kritisiert, dass die gesamte AfD judenfeindlich sei und die Mitglieder dieser Gruppierung daher "irrgeführt" seien. "Wenn man sich das Wahlprogramm der AfD in Bayern ansieht, heißt es: Juden raus aus Deutschland", so Knobloch, die zwischen 2006 und 2010 auch Chefin des Zentralrats der Juden der Deutschland war.

In ihrer Grundsatzerklärung unterscheiden sich die "Juden in der AfD" kaum von der Gesamtpartei – auch sie machen als Hauptfeinde Muslime und Homosexuelle aus. So wurden als Auslöser für die Gründung der Gruppe die "unkontrollierte Masseneinwanderung" junger Männer aus dem "islamischen Kulturkreis" sowie die angebliche Zerstörung der monogamen heterosexuellen Familie durch "Gender-Mainstreaming" und "Frühsexualisierung" genannt. (dk)



#1 Alexander_FAnonym
  • 19.10.2018, 12:56h
  • Sie können beruhigt sein, Herr Gedeon. Ich selbst finde Juden und Schwule in der AfD auch nicht gut. Da sind wir uns wohl einig.

    Nur liegt das bei mir eher daran, dass sie in der AfD sind, nicht, dass sie Juden und Schwule sind.

    Wenn Ihnen die AfD zu lasch ist, gibt es aber sicher viele andere Organisationen noch weiter rechts und außerhalb des legalen Parteienspektrums, die Sie mit offenen Armen empfangen. Seien Sie nur nicht überrascht, wenn Sie da auch so einige selbsthassende Schwule und Juden vorfinden werden.
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#2 Roman BolligerAnonym
  • 19.10.2018, 13:04h
  • Endlich einer in der AfD, der Klartext redet: Die AfD soll nur für rassenreine Nazis Platz haben. Und im Deutschland (Europa?), welches dereinst unter der Führung der AfD hergestellt werden soll, soll es genauso sein. Alle Anderen werden ausgemerzt, wie auch immer.
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#3 Homonklin44Profil
  • 19.10.2018, 13:28hTauroa Point
  • Man bekommt immer deutlicher den Eindruck, dass man, würde man um die ganze AfD herum einen Zaun ziehen, und einige Pförtner in weißen Kitteln da hin setzen, wo der Zugang ist, eine ziemlich weitläufige Psychiatrie vor sich hätte.

    Vor den Gestalten, die da rum krauchen, schüttelt's einen und die Zehennägel rollen sich hoch.
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#4 swimniAnonym
#5 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 19.10.2018, 15:04h
  • Wir müssen einfach eindeutig feststellen:

    Die AfD ist eine faschistische Partei.
    Wer sie wählt, wählt den Faschismus.

    Dazu liegen mittlerweile genügend Informationen vor. Ein Herausreden, man wolle ja nur mal ein wenig harmlos protestieren, wenn man AfD wählt, zieht nicht mehr.
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#6 Patroklos
  • 19.10.2018, 20:05h
  • Der Mann ist eindeutig in der falschen Partei! Mit seiner politischen Einstellung wäre er in einer der folgenden Parteien gut aufgehoben:

    - ARMINIUS Bund des deutschen Volkes
    - Die Rechte
    - Die Republikaner
    - NPD

    In der NSDAP hätte er auch eine passende Heimat gehabt!
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#7 WindheimerAnonym
#8 Miguel53deProfil
  • 20.10.2018, 03:19hOttawa
  • Hier geht der Bernd noch gegen Muslime. Dafür hat er ja noch die breite Zustimmung. Doch wenn wir erst mal an der Macht sind, dann wird uns niemand aufhalten können und dann wird es nicht bei den Muslimen bleiben. Dann können sich die Damen Knoblauch und Weidel aber mal so richtig warm anziehen, wenn wir auch mit dem jüdischen und schwul-lesbischen Gender-Kram aufräumen. (Freie Interpretation einer typischen Hoecke Rede, unter Berücksichtigung eigener und Partei-Genössischen Aussagen.)

    m.youtube.com/watch?v=0RnKyGMdRjo
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#9 alter schwedeAnonym
  • 20.10.2018, 08:04h
  • Es kann natürlich auch sein, daß er mit seinen Ansichten den Parteifreunden in der AfD zu weit links steht. Die wollen natürlich schon was mit Schmackes. Z. B. Pöbeleien in KZ-Gedenkstätten. (Siehe die auf Einladung von Alice Weidel in der KZ-Gendenkstätte Sachsenhausen randalierende AfD-Besuchergruppe aus dem Biodenseekreis.)
    Da ist bei der nächsten Ausfahrt sicherlich auch noch ein Plätzchen für Herrn Gedeon frei und dann klappts vielleicht auch wieder mit den Parteifreunden.
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#10 NoChanceAnonym
  • 20.10.2018, 18:44h
  • Tja, und der gesamte Bundestag ist gegen die AfD. Wer hat da nun das Wasser über dem Kopf, Herr AfD-Pokitiker? Und in wiefern sollte mich das nun beunruhigen? Wenn Ihre Partei dann mal verschwunden ist, bleiben Ihre Worte Schall und Rauch.
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