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Kampf um Anerkennung

Warum sich Netta der LGBTI-Bewegung verbunden fühlt

Wie Lesben und Schwule habe sie ständig Ausgrenzung erfahren, erklärte die israelische ESC-Siegerin. Im November geht sie auf Europa-Tour


Netta während ihres Auftritts Anfang Juli beim CSD Köln (Bild: Raimond Spekking / wikipedia)

  • 21. Oktober 2018, 15:45h, noch kein Kommentar

Die israelische Sängerin Netta ("Toy") fühlt sich wegen ihrer persönlichen Geschichte der homosexuellen Bewegung sehr nahe. Die 25-jährige Gewinnerin des diesjährigen Eurovision Song Contest erzählte, sie habe früher ständig Ausgrenzung erfahren.

"Mir wurde mein ganzes Leben lang gesagt, was ich tun und wie ich mich anziehen soll, wie viel ich essen soll, dass ich abnehmen muss", sagte die für ihre schrillen Outfits bekannte, mollige Sängerin der Deutschen Presse-Agentur. Wie Lesben und Schwule habe sie dafür kämpfen müssen, "anerkannt zu werden, so wie ich bin, ohne Vorbedingungen".

In ihrer Siegesansprache in Lissabon hatte sich Netta dafür bedankt, dass das Publikum für Verschiedenheit gestimmt habe. Im Sommer war sie bei mehreren CSDs, darunter dem Cologne Pride, aufgetreten.

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Konzerte in Wien, Zürich, Paris und London

Im kommenden Monat unternimmt Netta eine Europa-Tournee mit Stationen in Berlin und Köln. Bei der Tour, die sie auch nach Wien, Zürich, Paris und London führt, will sie allein mit ihrem elektronischen Looper auftreten. Dass sie das Instrument, das besondere Klangeffekte schafft, beim ESC-Wettbewerb in Portugal nicht benutzen durfte, sei "furchtbar" für sie gewesen.

Direktlink | Netta mit "Toy" beim ESC – die Stimmeffekte mussten von den Background-Sängerinnen gesungen werden, da bei der Show aufgrund der knappen Umbauzeit keine Instrumente genutzt werden dürfen

Die anti-israelische Boykottbewegung mache ihr keine Sorgen, auch nicht vor dem ESC-Wettbewerb im Mai 2019 in Tel Aviv. "Ich bin mehr damit beschäftigt, dort eine verrückte Nummer abzuziehen", sagte sie lachend. Zum ESC in Israel "werden viele Menschen kommen und sehen, wie toll es hier ist", betonte sie. "Kunst ist stärker als Politik." (cw/dpa)

Auftrittstermine

12. November Wien
13. November Zürich
15. November Berlin
17. November Paris
18. November Köln
21. November London