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- 01. August 2005 2 Min.
Die Webseite Aljazeera berichtet über einen Streit des 25-jährigen Prinzen in einer Londoner Homodisko.
Von Norbert Blech
Die Webseite Aljazeera.com aus Katar hat den Thronfolger des Landes als schwul geoutet. Der Nachrichtendienst, der nichts mit dem gleichnamigen Nachrichtensender zu tun hat, berichtete, Prinz Tamim Bin Hamad Al-Thani sei in eine Rauferei in der Londoner Homo-Disko G.A.Y. beteiligt gewesen.
Der 25-jährige Prinz, ältester Sohn des Scheichs, sei zusammen mit zwei anderen Männern (von denen einer als sein "Partner" ausgegeben wurde) für 30 Tage aus der Disko verbannt worden. Im Gegenzug sei es zu keiner Anzeige gekommen. Der Prinz wurde in Großbitannien in einer High School und in der Militärakademie Sandhurst ausgebildet und verbringt laut Aljazeera.com noch immer jeden Sommer in London. Es ist der Vorsitzende des Olympischen Komitees seines Landes und damit auch Vertreter im IOC.
Der Bericht ist brisant, denn in Katar gilt teilweise Scharia-Recht. Sollte der Prinz aufgrund von Homosexualität angeklagt werden, drohen ihm nach dem staatlichen Strafgesetz bis zu fünf Jahre Haft, laut einigen Berichten in einigen Regionen auch die Todesstrafe. Der TV-Sender berichtet von Userkommentaren auf der Seite www.islamonline.net, in der diese Strafe für den Prinzen gefordert wird. Aljazeera.com zitiert den Gelehrten Scheif Yusuf Al-Qaradawi, viele Gelehrte seien der Auffassung, aufgrund des Verbechens der Homosexualität sollten Verurteilte gesteinigt werden.
Aus Katar bekannt geworden sind hingegen nur wenige Verurteilungen aufgrund von Homosexualität. Im Mai 1996 wurde ein Amerikaner zu sechs Monaten Haft und 90 Peitschenhieben verurteilt. Im Oktober 1997 wurden 36 schwule Filipinos deportiert, weitere folgten später. Die Tageszeitung "Today" aus Manila berichtete, einige Männer hätten sich bei der Polizei einer rektalen Untersuchung unterziehen müssen, um eventuellen Geschlechtsverkehr ausfindig zu machen.













