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Katholische Kirche

"Homosexuellen Menschen helfen, in Freiheit und Verantwortung ihre Tauf-Berufung zu leben"

Nach der Jugendsynode haben die im Vatikan versammelten Bischöfe ein lauwarmes Abschlussdokument veröffentlicht – Papst beklagt "andauernde Anklagen" gegen die Kirche.


Papst Franziskus begrüßt englische Bischöfe bei der Jugendsynode im Vatikan (Bild: Cardinal Nichols / twitter)

Die zur Jugendsynode im Vatikan versammelten Bischöfe haben nach mehr als dreiwöchigen Beratungen ihr Abschlussdokument vorgelegt. Der am Samstagabend veröffentlichte Bericht (nichtoffizielle englische Übersetzung) befasst sich mit einer Reihe von Themen, ohne jedoch konkrete Neuerungen vorzuschlagen oder eine zentrale Botschaft an die Jugend zu enthalten.

Für Lesben und Schwule gibt es im Abschlussdokument vor allem warme Worte. "Gott liebt alle Menschen und so macht es die Kirche", heißt es darin. Niemand dürfe wegen seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden. Homosexuellen müsse geholfen werden, in "Freiheit und Verantwortung ihre Tauf-Berufung zu leben", so der Bericht der Bischöfe. Versuche, das Kürzel LGBT im Dokument zu verankern, scheiterten allerdings.

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Kirche stehe vor "unausweichlichen Wandel"

Der Text geht auch auf die Rolle der Frau in der Kirche ein. Ihnen müsse eine größere Rolle zugestanden werden, heißt es darin. Die Kirche stehe in diesem Punkt vor einem "unausweichlichen Wandel". In dem Abschlussdokument der Synode wird zudem zum Kampf gegen verschiedene Formen des Missbrauchs aufgerufen. Zudem wird ein Mangel an "Verantwortung und Transparenz" im Umgang mit Missbrauchsfällen beklagt.

Papst Franziskus sprach nach der Abstimmung über das Synodendokument von einem "schwierigen Moment" für die katholische Kirche. "Derzeit klagt man uns sehr heftig an, sagte der Pontifex am Samstagabend im Vatikan. Diese Anklage "wird auch zur Verfolgung". Die Kirche werde kontinuierlich angeprangert, um sie zu "beschmutzen". "Doch die Kirche darf nicht beschmutzt werden, wir Kinder sind schmutzig, aber die Mutter nicht." Deshalb müsse sie vor dem Teufel verteidigt werden.

Beratungsorgan des Papstes

Die Bischofssynode ist ein Beratungsorgan des Papstes, das im Gegensatz zum Konzil allerdings keine Entscheidungen trifft. In der Regel finden Synoden alle drei Jahre statt, daneben kann es auch außerordentliche Versammlungen geben. An der Synode im Vatikan hatten 267 Bischöfe aus aller Welt sowie dutzende Jugendliche, Experten und Gasthörer teilgenommen.

Aus dem deutschen Lager gab es Kritik am Abschlussdokument: "Beim Thema Sexualmoral hätten wir uns mehr erhofft", sagte Thomas Andonie, Vorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, "da sind wir enttäuscht". (cw/AFP/dpa)



#1 Homonklin44Profil
  • 28.10.2018, 03:41hTauroa Point
  • """Doch die Kirche darf nicht beschmutzt werden, wir Kinder sind schmutzig, aber die Mutter nicht." Deshalb müsse sie vor dem Teufel verteidigt werden.""

    Wenn man in dieser kindischen Symbolsprache bleiben will, und die "Mutter" die Kirche/kirchliche Lehre sein soll, kann man das auch so beantworten :
    Ihr seid schmutzige Kinder, weil ihr von einer versifften Mutter kommt (verquasten, in Teilen falsch transkriptierten, nach Belieben zurecht gefeilten, faschistoid imprägnierten Lehre) und den "Teufel" könnt ihr sehen, wenn ihr in Spiegel blickt. "Er" grinst euch direkt aus den Gesichtern!

    Und diese "Anklagen" werden nicht aufhören, die Stimme wird immer lauter. Umso mehr ihr euch weigert, ehrlich zu werden, und für eure Verbrechen an zigtausenden ehemaliger Kinder und noch Kinder, Jugendlicher grade zu stehen. Umso lauter muss die Anklage werden, und da ihr gegen euch unerwünschte natürliche Alterismen, auch gegen unerwünschte Menschen über die Jahrhunderte zu Beleidigungen, Herabwürdigungen und Verunglimpfungen, Erniedrigungen zu Felde gezogen seid, und hier keinen Unterlass zeigt, bis in die aktuelle Zeit nicht, soll euch der ganze unheilsame Spei zurück in die Gesichter befördert werden! Also, fresst schön brav wieder auf, was ihr gekotzt habt!

    Sonst kann das liebe Jesulein eurer Lieblingswahnvorstellung nicht mehr zu weinen aufhören, wenn es in eure "Seelen" blickt.

    Statt Kirche "Ki-Fi-Sekte" zu sagen, finde ich ganz passend. Wenn das verletzend wirkt, fragt euch, wie es den Opfern erging, wenn ihr hinter dem Rücken der "Mutter" mit euren Schwänzen gedacht und gehandelt habt! Wo sind des Teufels Dämonen? Kommt raus, kommt raus, ihr seid entdeckt! Rotkäppchen und der als Großmutter verkleidete Wolf, der Unfehlbare, jaha.
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#2 Gerlinde24Profil
  • 28.10.2018, 04:15hBerlin
  • Soso, der Papst beklagt also die "dauernden Anklagen" gegen die katholische Kirche? Franzl, schon mal darüber nachgedacht, dass die meisten der Anklagen berechtigt sein könnten? Ich sage nur:

    Kindesmissbrauch durch katholische Geistliche und deren Vertuschung durch Vorgesetzte (darunter auch Sie, Papa Franzl).

    Heuchelei bei Priestern, die heimlich in einer Beziehung leben, Kinder haben, oder schwul sind. Da darf man das nämlich so lange sein, bis es öffentlich wird.

    Abtreibungsverbot auch in Fällen, wo eine Frau vergewaltigt wurde, das Leben der Mutter in Gefahr ist, oder die Frau ihr Selbstbestimmungsrecht benutzen will.

    Drei Themen, wo die RKK eine Anklage wirklich verdient hat! Ich könnte noch mehr nennen, aber ich denke, das reicht erst einmal!
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#3 Homonklin44Profil
  • 28.10.2018, 04:57hTauroa Point
  • Antwort auf #2 von Gerlinde24
  • ""Heuchelei bei Priestern, die heimlich in einer Beziehung leben, Kinder haben, oder schwul sind. Da darf man das nämlich so lange sein, bis es öffentlich wird.""

    Dazu zählen kann man noch die heterosexuellen Priester, die auch Kinder haben, wo aber entsprechende Schweige-Vereinbarungen getroffen werden, um diese Vaterschaften verleugnen zu können, und die Mütter entsprechend bezahlt werden, damit das nie öffentlich wird. Es muss ja das Bild vom zölibatär lebenden Priester gewahrt bleiben.

    So egal sind dieser Kirche sogar die eigens fabrizierten Kinder.
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#4 KetzerAnonym
  • 28.10.2018, 05:48h
  • Mir muss niemand dabei "helfen", meine "Tauf-Berufung zu leben". Meine Taufe habe ich mir nicht selbst ausgesucht, und ich habe ihr mit Austritt aus der Kirche schon vor sehr langer Zeit widersprochen. Der Versuch, mich auf einen bestimmten "gottgewollten" Weg zu bringen und auf diesem zu halten, ist also gnadenlos fehlgeschlagen. Genau genommen, hat mich dann wohl der Teufel geholt. Uuuh, das personifizierte Böse!

    Seltsamerweise komm' ich ganz gut damit klar, irgendwann die Entscheidung getroffen zu haben, meinen EIGENEN Weg zu gehen. Einen, auf den mir keine jahrtausendealte Unterdrückerorganisation mit salbaderndem Geschwafel helfen muss.

    Willkommen im 21. Jahrhundert, in dem Vor-vor-vorgestrige immer noch mit mittelalterlichen Horrorbildern operieren, um die Menschen einzuschüchtern.

    Zum Teufel mit dem Teufel!

    www.kirchenaustritt.de/
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#5 AlexAnonym
#6 CattAnonym
  • 28.10.2018, 07:06h
  • Ich verstehe wie wütend einige über den Artikel oder die Kirche sind, ich bin es ja auch immer wieder. Aber manche Kommentare hier könnten ein wenig empathischer mit LGBTQ Christ*innen umgehen. Wir wissen schon was wir tun.
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#7 QueerblickAnonym
  • 28.10.2018, 07:33h
  • " Freiheit, Verantwortung, Tauf-Berufung." Das sind für mich entscheidende, ausdruckstarke Begriffe die sehr viel Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen für GLBTI-Christen/innen. Ich entdecke oft bei mir, dass ich in Freiheit das Leben gestalten will, aber die Verantwortung nicht übernehmen will. Beides gehört zusammen. Bin ich bereit, was ich tue auch die Konsequenzen zu übernehmen? Tauf-Berufung bedeutet für mich meine Talente zu entdecken, sinnvoll einzusetzen für das Gute in der Welt. Meine Persönlichkeit zu stärken, immer mehr zu entdecken als Lebensaufgabe. Es schmerzt wenn die Kirche den Reichtum der GLBTI- Menschen in den Pfarrgemeinden nicht sieht - oder - nicht sehen will. Konsequenzen der Kirche , für mich, nach diesem Dokument: die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Homosexualität anzuerkennen. Homosexualität Wert-frei zu begegnen und homosexuelle Christen/Innen zu unterstützen in ihrem Leben, in ihrer Sexualität mit Gestaltung der christlichen Werte. Auch Schwule, die in ihrer Persönlichkeit gestärkt sind, zum Priestertum zuzulassen. Mein persönliches Credo: " Wer die Liebe lebt, erfüllt das Gesetz." Mein Kompass und deshalb bleibe ich in der kath. Kirche.
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#8 panzernashorn
#9 stromboliProfil
  • 28.10.2018, 08:10hberlin
  • Antwort auf #7 von Queerblick
  • " Freiheit, Verantwortung, Tauf-Berufung."
    Wie man doch mit ein paar dahingeworfenen allgemein gültigen begriffen, sich selbst zum sprituell suchenden hochpreisen kann...

    "Tauf-Berufung bedeutet für mich meine Talente zu entdecken, sinnvoll einzusetzen für das Gute in der Welt. Meine Persönlichkeit zu stärken, immer mehr zu entdecken als Lebensaufgabe".
    Auf den punkt gebracht ist dies im säkular angedachten jenes "erwachsen werden", das unabhängig von "tauf-berufung" und sonstigem religiösem primborium eigentlich jeder als lebensaufgabe mit auf den weg bekommen müsste.

    Nur: freiheit ist ein gut, welches sich unabhängig macht von vorgaben die menschlich divers gelebte lebenspläne verurteilt oder gar verfolgt.
    Erwachsen sein braucht nicht die leitlinien religiöser denkmodelle, es braucht die aneignung eigenständig humanistischen denkens, dass den unterschied von religiös/weltlichen egoismen und religiös/weltlichen altruismus zu unterscheiden weiß.
    Dann erst können wir von "verantwortung" übernehmen reden!

    So übernimmst du lediglich "verantwortung" in deiner religiösen klitsche, ohne verantwortung darüber zu übernehmen , was diese deine geistige "heimat" der restmenschheit so zufügt.

    Und last but not least: "taufberufung " ist die aufforderung zu missionieren.
    Lass es bleiben.
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#10 FinnAnonym
  • 28.10.2018, 08:43h
  • Immer dieselbe perfide Taktik.

    Die reden von "Barmherzigkeit" und "Hilfe", damit LGBTI in "Freiheit und Verantwortung ihre Tauf-Berufung zu leben". Aber was die mit ihrem verschwurbelten Gerede meinen ist: wir haben keusch zu leben und uns der katholischen Kirche bedingungslos unterzuordnen, wenn wir toleriert werden wollen.

    Deren "Respekt", "Hilfe", etc. bedeutet, dass sie für unsere "Heilung" beten oder uns sogar irgendwelche Homoheilungs-Gehirnwäschen unterziehen wollen.

    www.kirchenaustritt.de/

    www.giordano-bruno-stiftung.de/

    "Kirche ist das Asyl der Dummen."
    (Spinoza)
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