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Kommentare zu:
Bolsonaro gewinnt Präsidentenwahl in Brasilien


#1 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 29.10.2018, 00:16h
  • Gründungsaufruf von ALL OUT Brazil.
    Link zum Spenden:
    bit.ly/2z8YUK2

    ***
    The Presidential election results in Brazil are just in. And, I'm afraid I don't have good news at all.

    Our newly elected next President is a man called Jair Bolsonaro. He is unapologetically racist, misogynistic, homophobic, transphobic, and authoritarian.

    And this win has empowered people who think like him to start acting violently on his behalf. When questioned about it, he just said "I can't control my supporters."

    There have been at least 50 attacks just in the three weeks between the election turns. It's only getting worse. LGBT+ people and other marginalised groups are being rounded up, cornered, verbally, and physically abused. Two trans women were murdered, even!

    This is exactly why we're launching All Out Brazil. We can train local LGBT+ activists, help fund grassroots projects to protect and improve LGBT+ lives, pressure authorities, and fight alongside the local movement against whatever threats come our way.

    Brazil is one of the most dangerous countries for LGBT+ people in the world. Trans women are expected to live to just 35 years old. One of us is killed for being LGBT+ every 20 hours or so.

    But we're a people-powered movement, so we need your help to make that happen.

    Can you donate to become a founding member of All Out Brazil today?
    ***

    Wer etwas spenden kann, möge das in dieser dunklen Stunde der Weltgeschichte tun.

    Mein tiefstes Mitgefühl mit allen Menschen in Brasilien. - Minha mais profunda simpatia com todas as pessoas no Brasil.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 hmmmAnonym
#3 AuntieBioticEhemaliges Profil
#4 SarahAnonym
#5 TomDark
  • 29.10.2018, 01:35h
  • Wäre es nicht schon schlimm genug, dass ein weiteres Land den Rechtsruck vollzieht, wählt sich Brasilien einen ultrarechten, rassistischen, demokratie-, frauen- und homofeindlichen Psychopathen zum Präsidenten.

    Andersdenkende, Schwarze, Indigene und Homosexuelle sind für ihn Abschaum.

    Seinen sozialdemokratischen Gegnern drohte er bereits in einem Youtube-Video vom 20.10.: Diese roten Verbrecher werden aus unserem Heimatland verbannt. Es wird eine Säuberung werden, wie sie in Brasiliens Geschichte noch nie vorgekommen ist.

    "Einer Schätzung zufolge wurden allein in diesem Jahr bis Anfang September 300 LGBTI ermordet."

    Im Frühjahr wurde bereits die offen lesbisch lebende schwarze Stadträtin Marielle Franco erschossen.

    Was noch alles folgen wird, mag ich mir bei diesem kranken Macho-Despoten nicht vorstellen.

    Gute Nacht, Brasilien!
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#6 maenneAnonym
  • 29.10.2018, 02:58h
  • Mich nerven diese dauernde Umschreibungen wie ultrarechts, äußerer rechter Rand, rechts außen. Das klingt für mich immer irgendwie beschönigend. Faschisten sind Faschisten sind Faschisten. Punkt. Dann kann man das auch so benennen.
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#7 WhatAnonym
#8 AuntieBioticEhemaliges Profil
#9 WhatAnonym
#10 TomDark
#11 WechselnickAnonym
#12 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 29.10.2018, 10:37h
  • Antwort auf #11 von Wechselnick
  • Ob Du es glaubst oder nicht: es gibt Menschen, die haben trotzdem Mitgefühl mit allen Menschen.

    Abgesehen davon:
    Wenn irgendwo eine Naturkatastrophe geschieht, wird auch meistens gesagt, man habe nun Mitgefühl mit den Menschen in dem Land... kein Mensch sagt dazu, dass dieses Mitgefühl nun aber nicht für Nepper, Schlepper, Bauernfänger, Messerstecher und Schwerverbrecher gilt.

    Also jetzt seid gefälligst mal nicht so kleinlich. Ihr wisst ganz genau, wie es gemeint war. Wer meine Kommentare mitliest, weiß genau, dass ich kein Mitgefühl mit Faschisten habe - ganz im Gegenteil.

    Kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass man mich hier wieder mal zum generellen Schweigen bringen will. Verdammt, konzentriert Euch doch bitte auf wirklich Wichtiges. Einmal zu viel Mitgefühl geäußert, und schon gibt's eins obendrauf. Das ist echt Kindergarten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#13 Julian SAnonym
  • 29.10.2018, 11:02h
  • Nur die dümmsten Kälber
    wähl'n den Schlächter selber.

    Dann hat Brasilien auch nichts besseres verdient als was jetzt kommt. Mir tun nur die Leute leid, die das verhindern wollten und anders gewählt haben. Die anderen haben sich ihr Schicksal selbst zuzuschreiben.
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#14 jochenProfil
  • 29.10.2018, 11:35hmünchen
  • Aufgeklärte Menschen können eigentlich nicht homophob wählen.
    Es braucht wieder mehr Aufklärung! ...mein Wunsch an die LGBT Verbände. Bitte schlaft nicht ein! Wir dürfen uns n auf den hart erkämpften Erfolgen der letzten Jahren nicht weiter nur ausruhen.
    Wir haben in den letzten Jahren Millionen Menschen hierher bekommen, die aus z. T. homophoben Ländern kommen. Diese Menschen behalten meist erstmal ihre Einstellungen und ihre Erziehung auch wenn sie die deutsche Grenze passiert haben!!
    Bitte ! Klärt wieder mehr auf!

    Rechtspopulisten fallen nicht so einfach mal vom Himmel.
    Sie entstehen und wachsen meist sehr gut auf dem Boden der sozialen Ungerechtigkeiten. Diese werden oft mitverursacht von einem kapitalistischem Wirtschaftssystem.
    Man darf die Sprengkraft die soziale Ungerechtigkeiten verursachen können nicht unterschätzen.
    Trump wurde gewählt , weil viele Arbeitnehmer in den USA es offensichtlich satt hatten seit den 80er Jahren immer weniger Geld in der Tasche zu haben , und gleichzeitig von den Politikern vertröstet zu werden , sie würden sich für den Mittelstand einsetzen,. in der Realität zeigte sich das aber nicht.
    Auch hier in Deutschland hat der Staat in den letzten 20 Jahren die sozialen Versprechungen der sozialen Marktwirtschaft schrittweise nicht mehr eingehalten, z. T. sogar aufgekündigt. Bei Rente, beim bezahlbarem Wohnen, bei gerechten und menschenwürdigen Bezahlung. Eine der Folgen ist , dass 40 % der Deutschen Haushalte heute weniger Geld haben als noch vor 20 Jahren, und steigende Armut in der Bevölkerung.
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#15 Alexander_FAnonym
  • 29.10.2018, 12:56h
  • Antwort auf #13 von Julian S
  • Auch wenn die Bolsonaro-Wähler es sich selbst zuzuschreiben haben, wenn sie die eventuellen negativen Folgen der künftigen Präsidentschaft zu spüren bekommen, ändert es nichts daran, dass auch sie davon betroffen sein werden. Fest steht nur, dass es für sie definitiv länger dauern wird, als für unsereinen.

    Wie bei der Trump-Wahl stellt sich hier auch die Frage, wie tief ein Land schon vorher gesunken sein muss, dass so einer eine Wahl gewinnen kann.
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#16 Boy CottbrazilAnonym
  • 29.10.2018, 13:15h
  • Mir tun die 45% Menschen Leid, welche Bolsonaro nicht gewählt haben und nun in einem Land leben müssen, welches von einem faschistischen Psychopathen regiert wird.

    Die Mehrheit hat wider besseres Wissen aber Bolsonaro gewählt und scheint ebenso zu denken wie er.

    Deshalb kommt Brasilien nun auf meine Liste der Länder, in welchen ich nie Ferien verbringen werde (die also auf mein Touristengeld verzichten müssen), solange sie eine gegen die Menschenrechte gerichtete Politik betreiben.
    Ich werde ebenfalls keine brasilianischen Produkte (beispielsweise Früchte, Orangensaft etc) kaufen.
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#17 Shi-ttAnonym
  • 29.10.2018, 16:01h
  • Oh mann, diese Entwicklungen werfen Südamerika wieder zurück in die Vergangenheit. Venezuela und nun Brasilien, Peru, Argentinien, Paraguay. Und Chile ist auf dem rechten Kurs.
    Sehr, sehr bedenklich.
  • Antworten » | Direktlink »
#18 Traurig aber wahrAnonym
#19 Shi-ttAnonym
  • 29.10.2018, 17:37h
  • Antwort auf #18 von Traurig aber wahr
  • Ja, das hab ich auch schon seit längerem festgestellt. Es ist ein Kreislauf, der nicht aufzuhalten ist. Und es ist mit so vielen Faktoren verbunden, dass man es gar nicht pauschalisieren kann. Prognosen können auch nur eher auf kurze Sicht gestellt werden.
    Das einzige, was man tun kann, ist, dass die Bürger immer wieder aufgeklärt werden und dass darauf hingewiesen wird, was rechte Politik verursachen kann. Und selbst dann gibt es noch einige, die trotzdem rechts wählen.

    Es tut mir leid für diese Länder und vor allem für diejenigen, die in diesen Ländern die Rechtsentwicklung nicht wollten. Die berufliche Perspektive ist eh eher schwieriger dort und wenn nun der Rechtsruck kommt, dann ist es ganz übel.

    Vor einer Zeit war ich in einem türkischen Imbiss, als der "Demo für alle" Bus in Stuttgart war und die Inhaber sahen mein Plakat. Sie wollten wissen, welche Demonstration geplant sei. Als ich es erklärte, sagte einer: "Rechte Parteien gibt es fast überall, auch in der Türkei." Meine Antwort war: "Ja, leider. Ich möchte lieber etwas dagegen tun als zuzuschauen." Der zweite sagte: "Es gibt immer Phasen: eine Phase mit Rechtspolitik und eine Phase ohne." Dazu sagte ich dann: "Die Phase ohne Rechtspolitik ist dann manchmal eine, nachdem ein Unheil geschehen ist." Ein dritter kam noch dazu und brachte schließlich alles auf den Punkt:
    "Ich glaube, viele Deutsche haben Angst davor, weil sie schon Erfahrungen damit machen mussten."

    Bingo, so ist es.
    Und das sehe ich als einzigen Vorteil in Deutschland. Wir kennen die Auswirkungen bereits, und aus Angst davor, gibt es gerade die Demos und politischen Bewegungen, und deshalb stellt sich auch der Bundestag gegen die AfD. Das ist zumindest was positives, wenn man die Situation der Regierung mal beiseite schiebt. Gleichzeitig ist es aber wiederum paradox, dass die CDU weiterhin den Geldhahn bei der AfD offen lässt und zuwenig gegen diese Partei aktiv ist.

    Ich höre besser auf zu schreiben, es nimmt ja kein Ende bei diesem Thema....man könnte Romane schreiben.
    :-)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#20 TheDadProfil
  • 29.10.2018, 21:39hHannover
  • Antwort auf #11 von Wechselnick
  • ""So einfach, wie du es dir machen möchtest, ist es nicht. Die Mehrheit der brasilianischen Bevölkerung hat faschistisch gewählt,""..

    So einfach wie Du es Dir hier machen willst, ist es dann aber immer noch nicht, denn nicht "die Mehrheit der Bevölkerung" hat faschistisch gewählt, sondern die Mehrheit derjenigen, die Gewählt haben !

    Darin liegt ein entscheidender Unterschied, vor allem wenn man bedenkt das von 200 Millionen Bürgern nur etwa 147,3 Millionen Wahlberechtigte sind, und damit fast 25 Prozent der Bevölkerung hier nicht beteiligt sind..
    Darunter die Jugendlichen und vor allem viele Indigene Gruppen..

    In Brasilien herrscht übrigens Wahlpflicht..
    Trotzdem hatten sich beim 1.Wahlgang rund
    29 % der über 147,3 Millionen Wahlpflichtigen

    ""entweder durch Nichterscheinen oder Abgabe von weißen (Brancos) oder Nullstimmen (Nulos) von der Wahl distanziert. Insgesamt gab es 107.050.637 gültige Stimmen.""..

    Sprich :
    Der neue Präsident hat in etwa 25 Prozent Zustimmung unter der Gesamtbevölkerung..

    Mit dem was Dein Satz hier suggerieren will, hat das wenig zu tun..
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#21 TheDadProfil
  • 29.10.2018, 21:42hHannover
  • Antwort auf #16 von Boy Cottbrazil
  • ""Mir tun die 45% Menschen Leid, welche Bolsonaro nicht gewählt haben und nun in einem Land leben müssen, welches von einem faschistischen Psychopathen regiert wird.""..

    Die Partei dieses Faschisten verfügt über 50 von 513 Sitzen im Parlament..
    Es bedarf starker Unterstützung aus anderen Lagern damit der seine Politik durchsetzen kann..
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#22 PatroklosEhemaliges Profil
  • 29.10.2018, 22:53h
  • Daß sich die Partei von Bolsonaro Partido Social Liberal (PSL) nennt, aber mittlerweile nach rechts gerückt ist, ist schon sehr paradox, demnach wäre es besser, wenn sie sich einen anderen Namen gibt:

    de.wikipedia.org/wiki/Partido_Social_Liberal

    Haddad hatte das Pech, daß die Korruptions- und Schmiergeldaffären ihm die Niederlage bescherten.
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