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Polizeibericht

Berlin: Schwules Paar homophob beschimpft

In der Nacht zum Montag wurden die 33- und 44 Jahre alten Männer in Mitte von drei Unbekannten beleidigt.


In der Nacht zum Montag ist es laut der Berliner Polizei zu einem mutmaßlich homophoben Zwischenfall gekommen. Unbekannte beleidigten demnach ein schwules Paar in Mitte.

Den Angaben der beiden 33- und 44 Jahre alten Männer zufolge standen sie gegen 1.30 Uhr an einer Straßenbahn-Haltestelle in der Oranienburger Straße, als drei Unbekannte auf sie zukamen und sie homophob beleidigt haben sollen. Anschließend flüchtete das Trio in Richtung Monbijoupark.

Wie bei Taten, die als Hasskriminalität eingestuft werden können, üblich hat der Polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Weitere Angaben zu Opfern und Tätern machte die Polizei zunächst nicht, ebenfalls wie üblich.

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Anders als in anderen deutschen Städten werden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten Berlins publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI.

Laut einer vorläufigen Statistik der Berliner Polizei kam es im letzten Jahr in der ganzen Stadt zu insgesamt 164 angezeigten Taten im Bereich "sexuelle Orientierung"; die Statistik umfasst unter anderem auch Beleidigungen und Propagandadelikte. Im Vorjahr waren es ebenfalls 164 Vorfälle, darunter 44 Gewalttaten (2015: 105/38, 2014: 80/26, 2013: 132/46). Untersuchungen der Fälle zeigten sehr unterschiedliche Motive. Die Tatorte lagen vorwiegend in den Bezirken Mitte, Schöneberg und Neukölln.

Das Anti-Gewalt-Projekt Maneo meldete nach eigenen Rückmeldungen und anderer Berechnung für 2017 insgesamt 324 Fälle mit homo- oder transphobem Hintergrund, ein Anstieg von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr (queer.de berichtete). Bei der Verleihung des Respektpreis am 2. November will die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik die aktuelle Kriminalitätsstatistik zu homophoben und transphoben Übergriffe in diesem Jahr vorstellen.



#1 ClemensAnonym
  • 29.10.2018, 22:33h
  • Es wird höchste Zeit, dass die Politik endlich etwas unternimmt.

    Umso skandalöser, dass die SPD in ihrem neuen Fahrplan LGBTI-Themen komplett ausklammert und nicht mal mehr das im Koalitionsvertrag verhandelte umsetzen will. Nur, um die Bedingungen für den Verbleib in der Groko so gering wie möglich zu halten und weiter am Stuhl kleben zu können, während man den Wählern weismachen kann, man hätte was erreicht.
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#2 Patroklos