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Kommentare zu:
Wie LGBTI-freundlich sind die Kandidaten für die Merkel-Nachfolge?


#1 FOX NewsAnonym
#2 TimonAnonym
  • 30.10.2018, 12:56h
  • Ich bin kein Freund von Jens Spahn. Aber im Vergleich zu seinen homophoben Konkurrenten ist er immer noch besser.

    Und ein offen schwuler Politiker an der Spitze der CDU wäre doch auch mal ein schönes Zeichen.
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#3 Alexander_FAnonym
  • 30.10.2018, 12:58h
  • Dass Herr Merz, der alte Regenwurm, tatsächlich nochmal ein Comeback wagt, sagt so manches über den Zustand der CDU aus.

    Auch wenn ich die CDU ohnehin nicht wählen werde, wäre mir Herr Spahn immer noch am liebsten. Zumindest wäre er der jüngste Kandidat und damit derjenige, dem man am ehesten etwas Lernfähigkeit und frischen Wind zutrauen kann.
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#4 Bonifatius 49Anonym
  • 30.10.2018, 13:13h
  • Antwort auf #2 von Timon
  • Von allen Kandidaten wäre selbstverstaendlich Jens Spahn die beste Wahl.

    Spahn hat im Bundestag die Ehe für alle in Deutschland befürwortet.

    Und ein offen schwuler Parteivorsitzende bei der CDU wäre gesamtgesellschaftlich ein guter Fortschritt. Im Übrigen hat er in der Migrationsdebatte vollkommen Recht.

    Meine Wahl wäre sicherlich daher Spahn.
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#5 stromboliProfil
  • 30.10.2018, 13:17hberlin
  • Antwort auf #3 von Alexander_F
  • " jüngste Kandidat und damit derjenige, dem man am ehesten etwas Lernfähigkeit und frischen Wind zutrauen kann."

    Seit wann ist denn noch "jung sein" gleichzusetzen mit lernfähigkeit und "frischem wind" ?
    Der spahn fischt in den erzreaktionären wirtschaftskonstrukten seiner verknöcherten c-parteien.
    Dabei noch rechter sein wollend, als es csu momentan noch möglich ist.

    Erinnert euch doch mal an seine "ideen zur rentenfrage , bevor ihm das beruhigungsminsiterium als populismusbremse von der merkel zugeordnet wurde.
    Was sagte den das frische windei vor seinen christliuchen fundamentalisten zur "ehe für alle"... bevor er sich zum heilsbringer in einer ohnehin nicht mehr abwendbaren abstimmung hochjubeln lies.

    Das der reaktionäre sack sich als der opportunist der er zeitlebens war, einfach für seine eigenen privaten bedürfnisse sich dessen bedient, dass er zuvor inhaltlich bekämpft hat, sollte jeden auch noch so einfältig daher denkenden, endlich nachdenklich machen, statt hier glättende sätze in einer zurecht aufgewühlten diskussion über diesen schmock einbringen zu wollen...
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#6 stromboliProfil
  • 30.10.2018, 13:25hberlin
  • Antwort auf #1 von FOX News
  • nun hätte ich nur die wahl zwischen spahn und merz, würde ich sofort dem merz meine stimme geben:
    Sachbezogen ist der tatsächlich fähig und integrationsfähig, eine wenn auch weiterhin neoliberale, so doch eine auf erfahrung aufbauende einsicht in kommende zwänge politik zu betreiben.

    Spahn ist im sparkassenmilieu als kassierer wohl ertragbar, aber als vorstehender einer ministerrunde, eigentlich nur ein lauer furz.
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#7 DominikAnonym
  • 30.10.2018, 13:33h
  • Ehrlich gesagt favorisiere ich einen eher etwas konservativer eingestellten CDU-Vorsitzenden.

    Warum? Ganz einfach: Mir ist lieber, die enttäuschten Konservativen finden wieder in der CDU ihre politische Heimat, als dass sie sich vor lauter Frust der rechtsradikalen AfD zuwenden. Alles, was eine rechtspopulistische Kraft wie die AfD schwächt, ist derzeit gut.

    AKK und Laschet stehen zu sehr für den bisherigen Merkel-Kurs. Einen der beiden zum Parteichef zu machen, das würde insbesondere bei den ostdeutschen Landtagswahlen im nächsten Jahr keine Verbesserungen für die CDU zur Folge haben.

    Merz und Spahn könnten der CDU eher ein neues Profil verpassen. Meiner Meinung nach ist das wichtig für die Demokratie, wenn der Bürger unter den demokratischen Parteien wieder echte Alternativen angeboten kriegt. Unter Merkel geriet vieles zu einer Wischi-Waschi-Veranstaltung: CDU und SPD unterschieden sich in manchen Fragen kaum noch, die Grünen wurden immer beliebiger und können's heute irgendwie mit jedem, von der Beliebigkeit der FDP ganz zu schweigen.

    Also: Ich find's gar nicht mal so verkehrt, wenn ein Merz oder ein Spahn den demokratischen Konservativen wieder ein stärkeres Profil gibt. Einen gesellschaftlichen Rollback wird's in Sachen "Ehe für alle" weder mit Merz noch mit Spahn geben, das ist nicht zu befürchten. Doch in Sachen "Demokratie stärken" sollte man stets das große Ganze sehen, nicht nur ein Teilsegment.

    Schlussendlich wählen kann man ja dann auch wen anders, zum Beispiel eine hoffentlich bald auch wieder profilgeschärfte SPD oder vielleicht in Zukunft nicht mehr ganz so beliebig auftretende Grüne. Unsere Parteiendemokratie braucht eben auch Wettbewerber mit klaren Konturen, von einem Wischi-Waschi-Einheitsbrei profitieren nur die extrem Ränder.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Simon HAnonym
  • 30.10.2018, 13:33h
  • ---------------------------------
    Die in der Öffentlichkeit als liberal geltende AKK
    ---------------------------------

    Wie Kramp-Karrenbauer zu dem Image gekommen ist, wüsste ich auch mal gerne.

    Wer gleichgeschlechtliche Ehen mit Polygamie vergleicht, gleichgeschlechtliche Ehen als Gefahr für die Gesellschaft ansieht, etc. ist alles andere als liberal...

    Also Frau Kramp-Karrenbauer geht gar nicht... Und Laschet und Merz sind ähnlich homophob und deswegen auch indiskutabel.
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#9 stromboliProfil
  • 30.10.2018, 13:40hberlin
  • Antwort auf #4 von Bonifatius 49
  • " Im Übrigen hat er in der Migrationsdebatte vollkommen Recht. "
    Ach was für ein inhaltlich ignoriender unsinn von unserem missonsbeauftragten.
    Mal wieder vergessen was des spahns ausgangsthese war. Wo er zur "migrationsfrage " in afd manier "stellung bezog, und die mittlerweile komplett gewendet geführte debatte über die gewollte zuwanderung unter kontrolle der wirtschaftsinteressen, nunmehr völlig ausser seinem radarschirm liegt.

    Was du bei spahn noch zu finden glaubts, ist nur noch in den afd migrations-stellungskrieg parolen herauslesbar.
    Nicht mal mehr wahlen für die eigene reaktionäre wahlmischpoke gewinnt man damit.
    Was ihn wie dich, von den besonnen mit der flüchtlingsfrage umgehenden unterscheidet.
    Da war das reaktionäre, das nazihafte, dauernder ausdruck eures vokabulars.
    Jetzt wo euch langsam in dieser richtung die argumente ausgehen, muss natürlich die erinnerung an den mitmarschierten reichsparteitag in euren denkansätzen weiter leben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#10 stepfanAnonym
  • 30.10.2018, 13:43h
  • Ihr habt einen weiteren Kandidaten vergessen, der tatsächlich positiver rüberkommt, als die hier vorgestellten: Daniel Günther, Ministerpräsident Schleswig-Holsteins. Er hat sich schon vorher für die Eheöffnung starkgemacht und ist meilenweit weg von den Verhetzungen, die der Rest so von sich gibt.
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#11 PierreAnonym
  • 30.10.2018, 13:52h
  • Jens Spahn:
    - macht die Prep zur Kassenleistung
    - will Projekte gegen Trans-Diskriminierung fördern
    - arbeitet an einem Verbot von als Homo-"Heilung" bezeichneter Gehirnwäsche religiöser Fanatiker
    - ist offen schwul und verbirgt auch seinen Ehemann nicht
    - kämpft als Mitglied der "Wilden 13" seit Jahren für LGBTI-Akzeptanz in der Union
    - etc.

    (Übrigens die ersten 3 Punkte hat die SPD bisher stets bekämpft, auch wenn sie gerne das Gegenteil erzählen, aber die Praxis zählt.)

    Alle anderen Kandidaten haben sich mehrfach LGBTI-feindlich geäußert.

    Da brauche ich nicht lange zu überlegen, wer mein Favorit ist.

    Und zum Thema Migration:
    Er will ja keine Migranten abweisen oder so. Er fordert nur, dass sie sich integrieren und unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung achten. (Also z.B. auch LGBTI, Juden, die Gleichheit der Frau, etc. akzeptieren.) Das sollte doch wohl eine Selbstverständlichkeit sein. Oder will man diese Selbstverständlichkeit jetzt kritisieren und verlangen, dass Migranten sich nicht an unsere freiheitliche Grundordnung halten brauchen?
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#12 PierreAnonym
#13 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 30.10.2018, 14:58h
  • Antwort auf #11 von Pierre
  • "Jens Spahn:
    - macht die Prep zur Kassenleistung

    Achja? Das glaube ich erst, wenn es tatsächlich so weit ist.

    - will Projekte gegen Trans-Diskriminierung fördern

    Ein Tropfen auf den heißen Stein, ein Alibi-Projekt. Es muss dringend das Transsexuellengesetz erneuert werden, und bei der aktuellen Umsetzung der "dritten Option" muss eine freie und selbstbestimmte Entscheidung für alle ermöglicht werden. Dazu höre ich nichts von Spahn.

    - arbeitet an einem Verbot von als Homo-"Heilung" bezeichneter Gehirnwäsche religiöser Fanatiker

    Nein. Er hat rhetorisch in den Raum geworfen, er würde ja gerne, aber er wüsste nicht, wie.

    - ist offen schwul und verbirgt auch seinen Ehemann nicht

    Hurra. Eine Glanzleistung im Jahr 2018.

    - kämpft als Mitglied der "Wilden 13" seit Jahren für LGBTI-Akzeptanz in der Union"

    Wie auf Queer.de nachzulesen ist, hat er sich des öfteren gegen unsere emanzipatorischen Interessen ausgesprochen, z.B. hier:

    www.queer.de/detail.php?article_id=28669

    Was bleibt also übrig? Im Moment nur die Glanzleistung, als verheirateter Schwuler nicht versteckt zu leben.

    Natürlich liegt er vollstens im derzeitigen rechtspopulistischen Mainstream. Aber genau deshalb lehne ich ihn aufs Schärfste ab.

    Ich behaupte nicht, dass mir die anderen Kandidat_innen wesentlich besser gefallen würden. Aber bei diesem opportunistischen Emporkömmling wird mir regelmäßig übel. Aber sowas von.
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#14 NoneAnonym
  • 30.10.2018, 15:26h
  • Für mich sind alle drei gleichermaßen nicht geeignet. Und deshalb plädiere ich für gute Wahlstimmen bei verschiedenen Parteien (außer Union, SPD, und AfD). Dann muss es keinen Bundeskanzler/keine Bundeskanzlerin aus der CDU geben, sondern aus einer anderen Partei. Wer danach dann Vorsitzender der CDU ist, das wäre dann egal.

    #vote-for-social-justice
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#15 ursus
#16 saltgay_nlProfil
  • 30.10.2018, 15:46hZutphen
  • Wer als Schwuler die Parteien CDU/CSU/AfD/SPD/FDP wählt, sollte sich ernsthaft überlegen an einem Intelligenztest teilzunehmen. Inklusion wird ja heute ganz groß geschrieben und da könnte für ihn vielleicht auch eine entsprechende Lösung zu finden sein.

    Haben denn die Leute immer noch nicht verstanden, dass es sich hier um reine Propaganda handelt? Da streiten sich nun solche abgefuckten Hansels um den Unionsvorsitz und glauben ernsthaft noch etwas reißen zu können? Nein, daran glauben sie selber nicht. Sie wollen nur ihre Karrieregeilheit und Habgier ausleben.

    Man mag ja zum Karneval mit Spaßgestapo und Faschingsfleisch (Tartar!) stehen wie man will. Aber wenn man auf diesen Veranstaltungen noch nicht einmal eine gequält-möchtegern-witzige Büttenrede hinlegen kann, sondern nur eine, die geklaut ist, dann muss man an den intellektuellen Fähigkeiten eines Friedrich Merz zurecht zweifeln.

    Wenn da ein Quotenhomo mit rechtsradikalen Stammtischsprüchen seine Unionsfreunde bedient, dann soll er als Parteivorsitzender wohl eher die Koalitionsverhandlungen mit der AfD leiten um festzulegen wie das neue Homosexualitätswerbeverbotsgesetz à la Putin auszusehen hat. Das nennt man "Spähne" machen.

    Nach AKW kommt kommt AKK - also nach Tschernobyl und Fukushima folgt Krampf-Karrenbauer. Bei ihr kann man sicher sein, dass durch ihren drögen Charme, einer Sachbearbeiterin des Ordnungsamtes Merzig würdig, sich in der Union nichts bewegen wird. Allein das ist schon schlimm genug.

    Tja und der Herr Laschet mimt den Landesvater und bietet die Gewähr, dass es heißt:" Zurück zu Adenauer & Co."

    Es sind alles in Allem nur Kandidaten, welche die CDU weiter an die AfD anpassen wollen um am Ende den alles kontrollierenden Überwachungsstaat hinein bis ins Schlafzimmer zu installieren.

    Wer so etwas gut findet - sollte zum Arzt gehen - um noch einmal ein leicht abgewandeltes Zitat eines verwesenden SPD-Kanzlers zu gebrauchen.
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#17 Simon HAnonym
  • 30.10.2018, 17:21h
  • Antwort auf #13 von AuntieBiotic
  • Ja, man kann immer auch noch mehr machen. Aber man muss ja auch irgendwo mal einen Anfang machen.

    Und es ist auf jeden Fall deutlich mehr, als der Rest der Union und auch die SPD in den letzten Jahren geleistet hat. Denn die SPD macht immer erst dann etwas für uns, wenn Mutti Merkel ihr Okay gegeben hat. Aber Spahn legt sich auch mal mit Merkel an und kämpft auch für Dinge, die in der Union keineswegs einfach umzusetzen sind.

    Damit ist er weiter als weite Teile der Union, aber auch als die SPD. Und würde er Parteivorsitzender werden, könnte er natürlich noch viel mehr leisten.

    Ich finde auch gut, dass er nicht nur "der schwule" Politiker ist, sondern auch andere Themen hat. Man will ja nicht der sein, der nur Klientelpolitik macht.

    Um das klarzustellen: für mich bleibt die Union dennoch unwählbar. Aber natürlich ist mir ein Jens Spahn tausendmal lieber als Laschet, Merz, Kramp-Karrenbauer oder andere Leute, die sich wiederholt homophob und/oder transphob äußern.
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#18 remixbeb
  • 30.10.2018, 20:59h
  • Mag sein, dass Spahn LSBQT Themen am besten vertreten würde von denen (gut denke ich allerdings nicht). Insgesamt ist für mich aber Laschet der gemäßigste und wäre aus dieser Auswahl der beste
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#19 jochenProfil
  • 30.10.2018, 21:23hmünchen
  • N-tv spricht heute, dass Merz Geld bekommt von seiner Arbeit bei einem großen internationalen Heuschreckenkonzern ( Black Rock) ...unter anderen.
    Seine Meinungen über HomoPaare..
    Ich find den Merz gruselig.....
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#20 Alice
  • 30.10.2018, 22:41h
  • Zoë zu
    www.queer.de/detail.php?article_id=32237

    Man sollte beachten, dass das alles Kandidat*innen der CDU sind, d.h. Menschen die sich in den Werten der CDU (CSU) zum großen Teil wieder finden.
    Auch wenn sich die C-DU (C-SU) beim Umgang mit den Flüchtlingen mehrheitlich nicht c-hristlich benommen hat fühlen viele sich doch den Kirchen verbunden und partizipieren auch deren Vorstellung(en) - darunter nicht wenig LGBT-ablehnende.
    Ein*e CDU-Parteivorsitzend*e wird diese "Klientel" bedienen müssen.
    Außerdem wird er oder sie sich mit der CSU auseinander setzen müssen und deren "Anwandlungen" im Zaum halten.
    Gerne sähe ich eine Frau auf dieser Position, doch leider habe ich den Eindruck, dass die Kandidatin eine fest verwurzelte katholische Konservative ist und in den meisten Belangen nicht weit weg von Positionen der CSU lebt. Das Saarland habe ich als sehr aufgeschlossen kennen gelernt, was zeigt wie weit Frau Karrenbauer im Saarland von der Mitte abweicht.
    Einem Armin Laschet traue ich es zu starkem rechten Einfluss entgegenwirken zu können und auch eine klare Position bezüglich der CSU vertreten zu können.
    Mir ist nicht bekannt welche Entwicklung Herr Merz inzwischen gemacht hat. Auch seien Tätigkeit sprich Lobbyarbeit spricht nicht für ihn als Politiker - nach mehr politische netscheidungen werden durch Lobbyisten "angestoßen" bzw. verhindert?!?!, Ich kann Merz nur an Hand seiner früheren Positionierung beurteilen und das ist (war), so meine Meinung, gesellschaftlich nicht tragbar und sehr nahe an gängiger AfD Rhetorik. Auch damals war es für viele und uns schon nicht in Ordnung : was für eine kurzsichtige und auf Privilegien bedachte Vorstellung mag in ihm geherrscht haben (noch herrschen?) Über solche Vorbehalte haben jedoch viele CDUler*innen inzwischen nachgedacht wie die Pro-Ehe-Öffnungs-Abstimmungen gezeigt haben. Dabei wurde auch klar dass es nicht die jungen CDUler*innen sind, die aufgeschlossen sind. Man kann sich gerne die Auswertungen dazu (nach Altersklassen und Bundesländern) ansehen: Es sind nicht die Jungen, die mit höherem Anteil zugestimmt haben, sondern eher die Altersgruppen 30, 40 und 50!
    Offen schwul oder lesbisch zu sein ist kein Garant für LSBTI-freundliche Haltungen, das kann man an der AfD ablesen.
    Eine klare Haltung bezüglich Flüchtlingen und ihrer Integrationsfähigkeit mit der Bereitstellung und Einforderung entsprechender Möglichkeiten und Hilfen ist unabdingbar. Viele kommen nicht aus LSBTI-freundlichen Ländern. Die hier auch genannten Forderungen PrEP, Verbot von Homoheilung, Projekte gegen Trans*Diskriminierung usf. sind keine außergewöhnlichen Ansätze obwohl für einige seiner Parteikammerad*innen offensichtlich schon. PrEP schützt ja nicht nur Schwule, "Homoheilung" ist eh unmenschlich, Projekte gegen Trans*Diskriminierung sind halt Projekte - die etwas bewirken können oder auch nicht - je nachdem welche und wie man sie gestaltet. Nicht wenige Projekte sollten eh EU-Weit mit Geld gefördert werden - auch ein Anreiz an die problematischen EU Staaten im Osten.
    Was wirklich etwas brächte ist :
    * ein vorausschauendes TSG
    * das Festhalten an den Leistungen der KKs insbesondere wenn Transsexualität auch hierzu Lande keine geistige Störung mehr ist
    * Die Option Drittes Geschlecht und deren enge und entmündigende Umsetzung (so nicht!),
    * die Position gegenüber LSBTI-Flüchtlingen insbesondere aus sogenannten sicheren Staaten: Wer sich als LSBTI hier und damit auch gegenüber seinem/ihrem Staat offiziell eintragen lässt - sich outet - und nicht deutlich straffällig ist kann an Staaten in denen LSBTI verfolgt werden nicht zurückgeschoben werden,
    * Übergriffe in den "ANKER-Zentren" müssten verhindert werden.
    Es gibt Parteien die sich genau hierfür aussprechen, aber es geht ja hier um die CDU-Kandidat*innen
    Ich würde dies am ehesten Herrn Spahn zutrauen. Als schwuler Parteivorsitzender würde er auch etwas "Normalitätsgefühl" in die CDU bringen.
    Das Argument, dass die CDU wieder mehr Platz für rechte Wähler*innen durch einen entsprechend konservativen Vorsitz bieten müsse ist meines Erachtens kurzsichtig.
    Es ist nun mal Realität, dass sich derzeit etwas über 10% der Wähler*innen irgendwie durch die AfD vertreten fühlen. Was sollte es da bringen wenn diese sich in einer rechtszurechtgerückten CDU wieder heimisch fühlen könnten und so "unfassbar" würden? In dem Maße indem die CDU sich öffnet wird sie eh Unverbesserliche verprellen. Doch wer hat eigentlich warum die etablierten Parteien nicht gewählt sondern statt dessen die AfD? Alle nur wegen der rechten Parolen? Welche der in sie gesetzten Hoffnungen wird sie halten können, diese AfD? Keine!?!
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#21 Alexander_FAnonym
  • 30.10.2018, 23:24h
  • Antwort auf #5 von stromboli
  • Ich habe wohl nicht ausreichend betont, dass ich die CDU auch mit Herrn Spahn als Kanzlerkandidat und Parteivorsitzenden nicht wählen würde.

    Wir reden hier insgesamt vom kleinstmöglichen Übel. Natürlich ist Jensi ein reaktionärer Opportunist, aber in einer Partei, die 18 Jahre lang eine von Byzantinismus geprägte One-Man- bzw. One-Woman-Show war, kann man eben nicht gerade die höchsten Ansprüche an den Tag legen.

    Und bei diesen recht geringen Ansprüchen ist Jens Spahn eben doch immer noch die bessere Wahl. Und ja, ich traue ihm durchaus mehr Lernfähigkeit und Zukunftsgewandheit zu als den restlichen Kandidaten, die mit einem Bein oder gar mit beiden (wie Herr Merz) schon in der Rente sind. Mehr wohlgemerkt, relativ, nicht absolut gesehen.
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#22 Patroklos
#23 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 31.10.2018, 02:20h
  • Diese Partei war noch nie gut zu uns, und zu eng mit dem religiös-fundamentalistisch-katholischen Klüngel verbunden, als das sich daran etwas ändern würde. Wählbar sind aus meiner Sicht darum nur Grüne, Linke, und in Teilen die SPD.
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#24 Gerlinde24Ehemaliges Profil
#25 vulkansturmAnonym
  • 31.10.2018, 06:02h
  • Antwort auf #6 von stromboli
  • Da ist mir das "Sparkassenmilieu" des Herrn Spahn dann doch lieber das Hochfinanzmilieu des neoliberalen Ideologen Merz. Der Steuerexperte Merz sitzt im Aufsichtsrat der Trinkaus Bank, die mit Cum-Ex-Geschäften den deutschen Staat bestohlen hat. Dazu ist er Cheflobbyist von der weltweit grössten Fondsgesellschaft Blackrock, einem mächtigen Finanzgiganten mit zweifelhaften Ruf.
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#26 Sukram712Anonym
  • 31.10.2018, 08:47h
  • Ich bin für Merz. - Nicht, weil ich den so toll finde, sondern weil dann wider richtige Unterschiede zwischen den Parteien bestehen.

    Wenn der neoliberale konservative Merz die CDU führt, dann hat die SPD wieder eine Chance und die AfD hat ein Problem.

    An den LGBT-Rechten kann Merz nichts zurückdrehen und ich gehe auch davon aus, dass der lernfähig ist und das gar nicht will. Die Zitate sind 10-15 Jahre alt.
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#27 stromboliProfil
  • 31.10.2018, 10:20hberlin
  • Antwort auf #25 von vulkansturm
  • also wo du recht hast , hast du recht..
    Suchen wir doch einfach nach den verbindungen des herrn spahn hin zur hochfinanz und seine gönnerschaften.. da tun die beiden sich wohl kaum vonendaer unterscheiden... werden sie doch beide zu den selben bilderberg konferenzen eingeladen.
    Merx ist halt schon ein paar tage länge in dem geschäft.
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#28 NoneAnonym
  • 31.10.2018, 11:34h
  • Antwort auf #26 von Sukram712
  • Das istaber eine sehr riskante Rechnung, die du da aufstellst. Was ist, wenn sie nicht aufgeht?
    Dass er an der Eheöffnung nichts mehr tun kann, ist eine Sache, aber wird es mit ihm weiteren Fortschritt geben, nachdem er lange Zeit in der Wirtschaftslobby tätig war?
    Ich habe da so meine Zweifel bei ihm.

    Dann lieber ein/e Bundeskanzler/in einer anderen Partei.
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#29 Sukram712Anonym
  • 31.10.2018, 12:52h
  • Antwort auf #28 von None
  • Dieser Jens Spahn ist nen dicker Kumpel von dem US-Botschafter Grenell, der mit Donald Trump per Du ist und nach eigener Aussage die Rechte in Europa stärken will. Und auch ansonsten ist mit der Spahn durch und durch unsympathisch. Zeig mir deine Freunde und ich sage dir, wer du bist. Der Spahn kann kein Bundeskanzler.

    Dann lieber Friedrich Merz. Der ist auf jeden Fall kompetent und weiß seine konservative Klientel zu begeistern. Wenn der auf diese Weise AfD-Wähler zurück holt, soll mir das sehr Recht sein.

    Dass eine konservative Partei nicht an der Speerspitze der LGBT-Rechte marschiert, muss man wohl einpreisen. Das wäre auch bei Spahn nicht der Fall. Das ist aber nun wirklich nicht das einzige Kriterium, was wichtig ist.
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#30 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 31.10.2018, 13:15h
  • Harmlose Frage zwischendurch:

    Warum gehen hier alle automatisch davon aus, dass fürderhin nur noch ein CDU-Mensch als Bundeskanzler_in in Frage kommt?
  • Antworten » | Direktlink »
#31 NoneAnonym
  • 31.10.2018, 14:09h
  • Antwort auf #29 von Sukram712
  • Das mit Grenell hab ich mitbekommen, ist mir bekannt. Ich bin weiterhin gegen alle drei Kandidaten. Einbüßen möchte ich aufgrund eines neuen Vorsitzes bei der CDU gar nichts. Die LSBTTIQ Rechte sind nicht verhandelbar und ich werde da keine Abstriche machen, denn für unseren Fortschritt sind bereits viele in der Vergangenheit gestorben. Stonewall hat für mich eine große Bedeutung und das werde ich nicht wegen dem Kampf gegen rechts ignorieren oder eintauschen.
    Wenn es um Gerechtigkeit und um soziale Politik geht, ist beides gleichermaßen wichtig(!)
    Die AfD muss verschwinden und gleichzeitig ist es wichtig, die Benachteiligung zu beenden. Das hat was mit Rentner zu tun, mit Alleinerziehenden, mit der LSBTTIQ, mit Flüchtlingen, mit People of Color, mit Menschen, die körperlich eingeschränkt sind, etc.
    Denn einerseits sich über bestimmte Ungerechtigkeiten und bestimmte Diskriminierungen zu äußern und sich auch mal zu ärgern, aber dann, wenn es darauf ankommt, dies in den Wind zu blasen, weil die CDU einen neuen Vorsitz braucht, das ist weder zuverlässig noch überzeugend(!)
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#32 NoneAnonym
#33 Alexander_FAnonym
  • 31.10.2018, 14:53h
  • Antwort auf #30 von AuntieBiotic
  • Wahrscheinlich geht mensch deshalb von einem Kanzler bzw. einer Kanzlerin von der CDU aus, weil die SPD mit ihrem letzten Kandidaten eine ziemliche Bauchlandung hingelegt hat und sich derzeit im freien Fall befindet. Solange sich die Sozialdemokraten nicht zwischenzeitlich etwas sehr Gutes einfallen lassen, wird sich bis zur nächsten Wahl kaum ändern.
    Nicht, dass ein Wechsel hin auf eine SPD-Kanzlerschaft nicht durchaus wünschenswert wäre, aber er ist leider im Moment nicht abzusehen.
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#34 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 31.10.2018, 15:37h
  • Antwort auf #33 von Alexander_F
  • Du bleibst beim alten Gegensatz CDU <---> SPD.
    Ich habe nicht von der SPD gesprochen.

    Es gibt außer CDU und SPD noch andere Parteien im Bundestag. In Hessen wurde um die Landtagswahl herum kurzzeitig auch über eine Grünen-geführte Landesregierung spekuliert. Bei der derzeitigen politischen Entwicklung erscheint mir nicht unwahrscheinlich, dass eines Tages auch ein_e Grüne_r Bundeskanzler_in werden könnte.

    Alle schimpfen auf die GroKo, aber kaum jemand schert aus der engen Gedankenwelt "Es kommen ja nur CDU/CSU oder SPD in Frage" aus. So KANN das ja nix werden.

    (P.S. Nicht, dass ein_e Grüne_r mein_e absolute_r Wunschkandidat_in wäre - mein Herz schlägt immer noch weit links -, aber mehr Chancen für frischen Wind sähe ich auf jeden Fall bei einer Grünen-geführten Regierung, im Gegensatz zu den Stagnationsparteien CDU und SPD.)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#35 Alexander_FAnonym
#36 Sukram712Anonym
  • 31.10.2018, 17:21h
  • Antwort auf #32 von None
  • Weil Merz nicht für eine soziale Politik bekannt ist, sondern als eher konservativ und schneidig-eloquent, besteht mit ihm die Hoffnung, dass AfD-Wähler wieder CDU wählen und sozial einsgestellte Menschen wieder SPD wählen, wenn die sich auch etwas ändert.

    Jedenfalls ist Merz nicht so Wischi-Waschi wie Merkel mit ihrer bräsigen "asymmetrischen Demobilisierung".
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#37 NoneAnonym
  • 31.10.2018, 17:34h
  • Antwort auf #36 von Sukram712
  • Was erhoffst du dir denn von der CDU und von der SPD? Diese Koalition gibt es gerade und was hat es uns tolles gebracht?
    Die CDU ist ja Teilverantwortlich für dafür, dass die AfD überhaupt entstehen konnte.

    "Schneidig-eloquent"
    Das klingt nun eher nach einer emotionalen Entscheidung. Für mich sind politische Inhalte entscheidend und nicht der "Sex-Apeal" eines Politikers. Was nutzt den Bürgern ein schneidig-eloquenter Vorsitzender der CDU, wenn er sich genauso wenig um soziale Politik kümmert wie Merkel??
    Es überrascht mich immer wieder mit welchen haarsträubenden Argumenten manche wählen wollen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#38 Sukram712Anonym
  • 31.10.2018, 17:41h
  • Antwort auf #37 von None
  • Wir diskutieren um den Vorsitz einer Partei, die wir sowieso nicht wählen werden. ;)

    Nach Merkel sollte die CDU etwas polarisierender und konservativer werden.
    Nicht damit sie die Regierung stellt, sondern damit Unterschiede zu anderen Parteien sichtbar werden. Das kann dem Land nur gut tun.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#39 NoneAnonym
#40 NoneAnonym
  • 31.10.2018, 17:58h
  • Antwort auf #38 von Sukram712
  • Das lässt sich so im Voraus gar nicht sagen. Wenn bei den nächsten Bundestagswahlen die Union wieder stärkste Kraft sein sollte, dann wäre es denkbar schlecht, eine noch mehr konservative CDU zu haben als es bereits der Fall war.

    Wen meinst du mit "wir?"
    Leider gibt es paar verschwurbelte LSBTTIQ, die noch meinen, der Union Hoffnung schenken zu müssen.
    Deshalb finde ich, haben alle eine Verantwortung darüber, wie sie hier schreiben und auch darüber, ob wir weiterhin eine demokratische Politik haben werden.
    Sich lustig zu machen und herum zu witzeln ist hier mehr als unpassend(!)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #38 springen »
#41 Sukram712Anonym
#42 AternalAlmanAnonym
  • 31.10.2018, 19:28h
  • Antwort auf #41 von Sukram712
  • Die meisten neuen Rechten wollen aber Revolution und die CDU ist alles andere als revolutionär.

    AFD-Anhänger sind eher Unterschichtler, CDUler Leute die ihr Geld vor den "Bösen Chaoten" beschützen wollen, und daher alles tun, damit es keine Revolution geben wird.

    Unvereinbare Positionen.
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#43 TheDadProfil
  • 31.10.2018, 22:16hHannover
  • Antwort auf #8 von Simon H
  • ""Wie Kramp-Karrenbauer zu dem Image gekommen ist, wüsste ich auch mal gerne.""..

    Das hat einen sehr einfachen Grund..

    Denn nicht die Personen entsprechen den Begriffen denen man sie zuordnet, sondern die Begriffe erodieren unter anderem auch dadurch, daß sich Leute anmaßen ihre Bedeutung einfach umzupolen..

    Ähnliches hat die UNION versucht indem sie sich in den vergangenen Jahren unter der Führung von Frau Merkel als Parteichefin angeblich einer "Mitte" näherte, oder in der Wahrnehmung der Presse gar "sozialdemokratisierte"..

    Hat sie nicht..
    Die Union hat schon immer aus rein Wahl-taktischen Erwägungen die Themen anderer Parteien aufgesogen, wie man auch an der Bayern-Wahl und der dort geführten "Einwanderungs-Diskussion" einmal wieder sehen konnte, und sich damit virtuell "um-positioniert", ihren rechts-konservativen Standort aber niemals verlassen..

    Und wenn man die deutsche Sprache ersatzlos abschaffte, eines wir eine Frau Kramp-Karrenbauer auch als Mitgliedin des Zentralkomitees der Katholiken niemals sein :
    "liberal"..
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#44 TheDadProfil
  • 31.10.2018, 22:22hHannover
  • Was in der gesamten Diskussion um den Kandidaten-Schaulauf vergessen wird zu erwähnen :

    Der oder die kommende Partei-Vorsitzende ist der Kanzler-Kandidat der UNION für das Jahr 2021 !

    Die Wahl im Dezember bestimmt auch den Kurs der GroKO bis dahin, und vor allem beginnt die Union ihren Wahlkampf um das Kanzler-Amt schon HEUTE mit der Diskussion darüber, wen das Wahl-Volk wohl "am liebsten" an der Spitze der CDU sehen wollte..
  • Antworten » | Direktlink »
#45 TheDadProfil
  • 31.10.2018, 22:27hHannover
  • Antwort auf #11 von Pierre
  • ""(Übrigens die ersten 3 Punkte hat die SPD bisher stets bekämpft,""..

    Äh ?

    ""Jens Spahn:
    - macht die Prep zur Kassenleistung""..

    Diese behauptete Gegnerschaft dazu Seitens der SPD kannst Du dann sicher auch irgendwie belegen ?

    Die so genannten "Wilden 13" sind seit Jahren Geschichte und keine echte Konstante die Partei-intern immer noch Wirkungen entfaltete..
    Aber inwieweit qualifiziert eigentlich ein
    ""- ist offen schwul und verbirgt auch seinen Ehemann nicht""
    zur Führung einer Partei als Vorsitzenden verbunden mit der Wahl zum Kanzler-Kandidaten und einer möglichen Kanzlerschaft ?
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#46 TheDadProfil
  • 31.10.2018, 22:35hHannover
  • Antwort auf #11 von Pierre
  • Nachtrag..

    ""Und zum Thema Migration:""..

    Entgegen Deiner Auffassung ist die Ablehnung der Positionen IN DER FORM wie er sie vorträgt NICHT die Ablehnung der Positionen insgesamt !

    Deshalb wurde und wird Herr Spahn auch zu keiner Zeit irgendwie damit konfrontiert, seine "Forderung nach Integration" sei falsch !

    Die von ihm dazu vorgeschlagenen Wege allerdings sind es nach wie vor, denn von Menschen einfach zu erwarten bei Übertritt der Deutschen Grenzen die IMMER NOCH NICHT formulierten "WERTE" dieser Gesellschaft zu kennen und zu akzeptieren, entspräche einem Zaubertrick..

    Denn Menschen die als Zuwanderer/Flüchtlinge/Asylbewerber zu uns kommen müssen GENAUSO gebildet werden wie alle anderen bereits im Land befindlichen !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#47 TheDadProfil
  • 31.10.2018, 22:46hHannover
  • Antwort auf #17 von Simon H
  • ""Ja, man kann immer auch noch mehr machen. Aber man muss ja auch irgendwo mal einen Anfang machen.""..

    Ein hübsches Argument aus der Schublade des "weiter so"..

    Politik kann aber mehr als nur
    ""irgendwo mal einen Anfang""
    zu machen, um dann Jahrelang, oder Teils über Jahrzehnte hinweg, immer wieder "Anpassungen" vornehmen zu müssen !

    Beispiel gefällig ?
    Mit der Ehe-Öffnung verbunden ist die Anpassung des Abstammungsrechtes..
    Das wußte man vorher !
    Die Zeit die "man sich genommen hat" um die Ehe-Öffnung durchzusetzen wäre also gut damit angefüllt gewesen das Abstammungsrecht darauf vorzubereiten, denn dann wären solche Urteile obsolet :

    www.queer.de/detail.php?article_id=32238
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#48 TheDadProfil
  • 31.10.2018, 22:53hHannover
  • Antwort auf #26 von Sukram712
  • ""Ich bin für Merz. - Nicht, weil ich den so toll finde, sondern weil dann wider richtige Unterschiede zwischen den Parteien bestehen.""..

    Das ist kein wirkliches Argument..
    Vor allem deshalb nicht, weil alle Kandidaten die ihren Hut in den Ring geworfen haben aus der "katholischen Fraktion" der Partei kommen, selbst diejenigen, die wie Laschet ihre Kandidatur nicht betätigen, oder wie Daniel Günther sich gar nicht erst zu Wort gemeldet haben..

    Die CDU wird sich also Re-Katholisieren, komme da, wer da wolle..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#49 TheDadProfil
  • 31.10.2018, 23:04hHannover
  • Antwort auf #36 von Sukram712
  • ""Weil Merz nicht für eine soziale Politik bekannt ist, sondern als eher konservativ und schneidig-eloquent, besteht mit ihm die Hoffnung, dass AfD-Wähler wieder CDU wählen und sozial einsgestellte Menschen wieder SPD wählen, wenn die sich auch etwas ändert.""..

    Äh ?
    Du plädierst also dafür die Wähler der AFD über die A-soziale Politik der UNION zurückzugewinnen ?
    Und dazu muß man dann den Lobbyisten einer Heuschrecke zum Partei-Vorsitzenden und Kanzler-Kandidaten küren ?

    Kuck an..

    Dazu dann mal einen Ausblick..
    Denn im Gegensatz zu einigen Anderen hier denke ich nicht daß Friedrich Merz nur weil er mal das Hartz-IV-System begrüßt hat (das hat die Mutti damals auch !) es auch als Kanzler beibehalten wollte und würde..
    Es abzuschaffen nach einer Ägide Merz würde aber bedeuten es ersatzlos zu streichen, die Bezieher von Transfer-Leistungen wieder in die Sozialhilfe zu drängen, und damit dann auch die Kosten vom Bund auf die Länder zu schieben..

    Die Möglichkeiten die das Hartz-IV-System bietet, ob man sie nutzt ist hier eine andere Frage für eine andere Diskussion, entfallen ebenso ersatzlos, denn die Zukunft bietet die Aussicht nach einer immensen Nachfrage auf den Arbeitsmärkten, die man ja auch über andere Instrumente wird befriedigen können..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#50 TheDadProfil
  • 31.10.2018, 23:12hHannover
  • Antwort auf #40 von None
  • ""Das lässt sich so im Voraus gar nicht sagen. Wenn bei den nächsten Bundestagswahlen die Union wieder stärkste Kraft sein sollte, dann wäre es denkbar schlecht, eine noch mehr konservative CDU zu haben als es bereits der Fall war.""..

    Der Automatismus mit dem hier immer noch gedacht wird, die stärkste Fraktion führt unabdingbar die Regierung und stellt den Kanzler, ist schon ein Treppenwitz..

    Die demokratischen Möglichkeiten die unsere Verfassung bietet, wurde noch zu keiner Zeit des Bestehens der BRD wirklich vollkommen ausgenutzt..
    Es gibt nämlich tatsächlich noch andere Lösungen als dauerzuständige GroKo´s, Schwarz/Gelbe oder Rot/Grüne Zweierbündnisse..

    Vierer-Bündnisse sind je wahrscheinlicher je mehr Parteien im Bundestag vertreten sind, und die Möglichkeit das eine Person einer kleineren Partei dieses Vierer-Bündnisses die Kanzlerschaft übernimmt, oder sich die Parteien in der Kanzlerschaft zeitlich begrenzt ablösen, wurde noch gar nicht probiert..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #40 springen »
#51 TheDadProfil
  • 31.10.2018, 23:18hHannover
  • Antwort auf #41 von Sukram712
  • ""Die CDU soll konservativ sein, damit sie NICHT stärkste Kraft wird, aber der AfD Stimmen wegnimmt. ;)""..

    Wie hübsch..
    Doch rechnet man die Stimmen die die "AFD" erhalten hat der UNION hinzu meandert sie nahe der Alleinherrschaft im Bundestag herum..

    Die Aufgabe der "AFD" die Stimmen streitig zu machen, vor allem indem man ordentliche Politik macht, ist die Aufgabe ALLER anderen Parteien die im Bundestag vertreten sind, und kein "singulärer Auftrag" an die CDU..

    ""Merz ist zehn mal sympathischer als Spahn. Dem Spahn traut man sogar zu, dass er mit der AfD koaliert.""..

    Wen Du persönlich sympathischer findest ist Deine persönliche Entscheidung, die auf Deinen Gefühlen basiert..

    Mit der Kern-Kompetenz der UNION im Zweifel mit der "AFD" zu koalieren hat das allerdings überhaupt nichts zu tun..
    Denn diese Kern-Kompetenz ist nicht an Personen in der UNION gebunden, die basiert auf Programmatischen Fakten..
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#52 TheDadProfil
#53 NoneAnonym
  • 01.11.2018, 00:05h
  • Antwort auf #41 von Sukram712
  • Sympathie ist eine denkbar schlechte Entscheidung beim Wählen. Es geht gerade jetzt um Inhalte. Vielleicht verstehst du es ja noch irgendwann.
    Und deine These, dass die CDU durch konservative Politik nicht stärkste Kraft wird, wird wohl, wie es politisch nun aussieht, eher nicht funktionieren. Konservativ war sie schließlich schon immer. Auch unter Merkel.
    Wenn die Wähler jetzt nicht aufpassen und die Wahl zu locker betrachten wie du gerade, dann kann der "Schuss" nach hinten losgehen. Damit meine ich: es wird nicht viel fehlen zur Erstarkung der AfD.
    Deshalb sollte man mit inhaltlichen Argumenten zur Wahlurne gehen.

    Weder Spahn, noch AKK, noch Merz sind Politiker, die das repräsentieren, was sich zur Zeit die Bürger wünschen. Was die Bürger überwiegend wollen, findest du in zwei Sammlungsbewegungen in unserem Land wieder. Lese mal die Ziele dieser Bewegungen durch und dann weißt du, was das Volk wünscht.
    Die drei Kandidaten werden mit den Forderungen der Bürger nicht zurecht kommen. Und alle drei würden weiterhin für ihre Partei Politik machen und nicht für die Bürger.

    Da die CDU sowieso konservativ ist, hat sich die Stimmung in Deutschland jetzt schon aufgeheizt. Eine noch konservativere Politik wie gerade wäre alles andere als förderlich. Solch eine Rechnung ging schon in den USA schief.

    Also versuche dich mal gedanklich von der CDU zu verabschieden und konzentriere dich doch bitte mal auf andere Parteien.
    Es ist entscheidend, dass die anderen Parteien gut aufgestellt sind und jeweils passende Programme haben, sowie auch entsprechend kompetente Vorsitzende. Und das aller wichtigste: die besten Lösungen für unsere Defizite in Deutschland.
    Und die Voraussetzung dafür: reflektierte und bedachte Wähler, die verstehen, dass es vor allem jetzt wichtig ist, die Wahlstimme bei der nächsten Bundestagswahl einer Partei zu geben, die unsere soziale Situation endlich auf vordermann bringen.

    Was die CDU macht oder nicht, ist in den Hintergrund geraten. Und ich hoffe, dass das bis zur nächsten Wahl so bleiben wird.
    Die deutsche Politik ist mehr als nur CDU.
    Das müssen leider noch viele Leute verstehen lernen.
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#54 Sukram712Anonym
  • 01.11.2018, 08:39h
  • Antwort auf #53 von None
  • Der Spahn ist nicht nur mit dem Trump-Intimus Grenell befreundet, sondern auch ein dicker Kumpel von Alexander Dobrindt. Das ist der mit der "Ausländer-Maut" und der "konservativen Revolution".

    Spahn kündigt an, die Flüchtlingspolitik schon wieder (!) zum Thema zu machen, obwohl die Politik seit Jahren von nichts anderem redet.

    Friedrich Merz ist sicher konservativ, extrem neoliberal und eng mit der Finanzindustrie verbandelt. Aber besser der als das duo Spahn/Dobrindt. Dann Gnade uns Gott!
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#55 KaktusAnonym
  • 01.11.2018, 11:13h
  • Ob J. Spahn sich gegen F. Merz durchsetzen kann, glaube ich nicht. A. Laschet war schlau der wusste bestimmt das er gegen F. Merz keine Chance hat und tritt gar nicht erst an. Und bei A.K.K
    das wäre ja eine 2te A. Merkel ob das die cdu will. Egal wär der neue wird, es wird auf jeden Fall der nächste Bundeskanzler und da wäre mir ein Jens Spahn lieber, obwohl ich kein cdu Wähler bin.
  • Antworten » | Direktlink »
#56 NoneAnonym
  • 01.11.2018, 11:40h
  • Antwort auf #54 von Sukram712
  • Dobrindt gehört zur CSU und der Vorsitz der CSU ist aktuell Söder.
    Sowohl die Grünen als auch die LINKE haben gute Chancen, bis 2021 einen geeigneten Vorsitz zu finden und die Wähler eine ebenso gute Chance, eine/n Bundeskanzler/in aus diesen zwei Parteien zu wählen.
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#57 NoneAnonym
  • 01.11.2018, 11:46h
  • Antwort auf #55 von Kaktus
  • Spahn, der von einem "modernen" Konservativismus spricht? Du möchtest ihn als Bundeskanzler, weil er schwul ist, stimmt's? Dass er schwul ist, beeinflusst gar nichts, zumindest nicht bei ihm. Er steht für das Konservative und wird für uns genauso wenig tun wie alle anderen bisher.
    Und dass Konservativismus modern sei, das ist CDU-Verdummbibelung.
    Die Bürger haben längst deutlich gemacht, was modern ist. Das zeigen vor allem die Wahlsiege in Hessen und Bayern mit den Grünen.
    Ich denke, die CDU wird bei den nächsten Bundestagswahlen mächtig Stimmen verlieren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #55 springen »
#58 Ralph
  • 01.11.2018, 12:16h
  • Um die Frage unter Konzentration auf das eigentliche Thema des Artikels (Was bringt uns welcher/welche etwaige neue Vorsitzende?) und unter Orientierung an der AfD zusammenzufassen: Kramp-Karrenbauer fährt strammen AfD-Kurs, Spahn steht links und Merz rechts von der AfD. Alle ihre anderen politischen Positionen der drei kann man recht differenziert betrachten. Einen gewissen Rechtsruck brächten alle drei, den stärksten zweifellos Merz.
  • Antworten » | Direktlink »
#59 TheDadProfil
#60 Sukram712Anonym
  • 01.11.2018, 12:45h
  • Antwort auf #58 von Ralph
  • Jens Spahn gehört zu dem rechts-konservativen Kreis mit Alexander Dobrindt. Deren beste Kumpels sind Viktor Orban, Sebastian Kurtz und der neue Trump-Botschafter Grenell.

    Spahn, Dobrindt & Co. war schon die alte BRD unter Helmut Kohl zu links und zu 68er. Die wollen eine Republik nach dem ungarischen Vorbild Victor Orban oder wie in Polen. Lasst euch nicht von dessen Schwul-sein täuschen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #58 springen »
#61 NoneAnonym
#62 KaktusAnonym
  • 01.11.2018, 15:43h
  • Antwort auf #57 von None
  • Nein; ich würde keinen der 3 Wählen, da ich kein CDU Wähler bin. Eine Frau A.K.K. die Homophobe Sprüche äußert und gegen die Ehe für alle gestimmt hat ist für mich als Bundeskanzlerin untragbar und eine 2te Merkel, wer will das? Das gilt auch für F. Merz. Ein Bundeskanzler muss sein Land auch nach außen gut vertreten können, Dieses könnte ich mir bei J. Spahn gut vorstellen.
    Frau AK.K. kann ich mir als Kanzlerin überhaupt nicht vorstellen. Das fände ich ganz Grausam wenn die unser Land im Ausland vertreten würde. Wenn der nächste Kanzler gewählt wird ist F. Merz fast 66 Jahre. Das geht überhaupt nicht. Ein Kanzler der noch jung und voller Elan ist täte uns allen, so glaube ich ganz gut. Dabei ist mir absolut egal ob der / die nächste Kanzler/in Homosexuell oder Heterosexuell ist.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #57 springen »
#63 NoneAnonym
  • 01.11.2018, 16:16h
  • Antwort auf #62 von Kaktus
  • Und was haben die Bürger davon, wenn Spahn Deutschland nach außen hin gut vertritt, aber die Politik innerhalb Deutschlands völlig verhunzt? Dann geht der CDU-Einheitsbrei wieder von vorne los.
    Ne, das ist wirklich ein no-go.

    Von der Union möchte ich keine/n Bundeskanzler/in mehr
  • Antworten » | Direktlink » | zu #62 springen »
#64 NoneAnonym
#65 KaktusAnonym
#66 KaktusAnonym
#67 NoneAnonym
#68 Ralph
  • 01.11.2018, 17:46h
  • Antwort auf #59 von TheDad
  • Lesen, The Dad, lesen! Ich hab ausdrücklich zu den homopolitischen Ansichten gesprochen und darauf hingewiesen, dass man die Ziele auf allen anderen politischen Gebieten differenziert sehen muss. Dass Jens Spahn umstrittene Meinungen zur Migration vertritt, ändert nichts daran, dass er als einziger der drei homopolitisch links von der AfD steht. Merz hingegen lehnt sogar die ursprüngliche, d.h. fast rechtlose, Lebenspartnerschaft ab. So weit rechts steht nicht mal die AfD. AKK schließlich bewegt sich insoweit zwischen den beiden anderen Kandidaten: weiter diskriminieren, aber nicht gar so schlimm wie Merz.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #59 springen »
#69 CoWiAnonym
  • 01.11.2018, 19:02h
  • Bei so viel Spahn-Euphorie im Forum empfehle ich den aktuellen Zeit Artikel von Thomas Assheuer. Möchte man so etwas tatsächlich?

    Union im Wandel: Endlich ganz und national

    www.zeit.de/kultur/2018-10/union-im-wandel-konservative-revo
    lution-alexander-dobrindt-csu-debatte-angela-merkel-cdu


    ,,, Und heute? Heute sind es die linken Eliten, die aus diesem Liberalismus Honig saugen, denn überall seien sie mit dem Herzen zu Hause, nur nicht in Deutschland. Für Dobrindt schlürfen sie ihren postnationalen Cappuccino im Hedonistenviertel Prenzlauer Berg, wo nicht einmal so klagt Jens Spahn noch anständig Deutsch gesprochen wird. Die "liberalen Eliten", so klingt es, haben eine Gesellschaft hinterlassen, die vom Moralismus zerfressen und deren Machtwille gebrochen ist. Deutschland ist weder wehrhaft, noch besitzt es eine nationale Identität. Deutschland ist nicht mehr deutsch....
  • Antworten » | Direktlink »
#70 NoneAnonym
#71 CoWiAnonym
#72 TheDadProfil
  • 01.11.2018, 20:30hHannover
  • Antwort auf #61 von None
  • ""Sagen kann man es so:
    Spahn wird es nicht schaffen, die AfD schach matt zu machen. Sie könnten durch ihn sogar wieder stärker werden.""..

    Das ist wahrscheinlich..
    Es ist aber auch nicht der Job einzelner Politiker andere Parteien "Schachmatt" zu setzen..

    Es ist die Aufgabe demokratischer Parteien den undemokratischen und extremen Parteien nicht auch noch die Wähler in die Arme zu treiben, und deshalb ist es deren Aufgabe vernünftige Politik für ALLE Bürger zu machen..

    Klientel-Politik, egal ob von Seiten der FDP für Unternehmer oder so genannte "Besser-Verdienende", oder Seitens der UNION für "Christen" haben in einer demokratischen Bundesrepublik nichts zu suchen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #61 springen »
#73 Patroklos
#74 TheDadProfil
  • 01.11.2018, 20:39hHannover
  • Antwort auf #62 von Kaktus
  • ""Wenn der nächste Kanzler gewählt wird ist F. Merz fast 66 Jahre.""..

    Als Konrad Adenauer zum ersten Mal Kanzler wurde war er 73..
    Es blieb es bis zu seinem Rücktritt am 15.Oktober 1963 mit 87 Jahren..

    Alter ist KEIN Kriterium für eine solche Position..
    Im Gegenteil..
    Denn bei einem Kanzler Spahn kann man damit rechnen den wieder wenigstens 16 Jahre lang an der Backe zu haben..

    Schwul-Sein ist dann auch KEIN Kriterium, denn wie man weiß ist das keine Garantie für LGBTTIQ*-freundliche Politik, und der Job des Kanzlers ist es Politik für ALLE Bürger zu machen..
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#75 TheDadProfil
  • 01.11.2018, 20:41hHannover
  • Antwort auf #64 von None
  • ""Bei Merz ist nicht das Alter problematisch, sondern eher seine politischen Inhalte.""..

    Ich wiederhole mich dort gerne..

    Ich sehe nicht wo dort der Unterschied zu den anderen Kandidat*innen liegen soll, denn die "politischen Inhalte" unterscheiden sich nur in winzigen Nuancen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #64 springen »
#76 TheDadProfil
  • 01.11.2018, 21:07hHannover
  • Antwort auf #68 von Ralph
  • ""Lesen, The Dad, lesen! Ich hab ausdrücklich zu den homopolitischen Ansichten gesprochen und darauf hingewiesen, dass man die Ziele auf allen anderen politischen Gebieten differenziert sehen muss.""..

    Ich denke ich habe hier mehrfach deutlich gemacht, daß ich KEINE Klientel-Politik wünsche..
    Weder für "Homos" noch für andere gesellschaftliche Gruppen !

    Denn es ist nicht der Job der Regierung solche Klientel-Politik zu gestalten..

    Vor allem denke ich aber, daß die Idee ein Schwuler Kanzler würde sich den Belangen von LGBTTIQ*-Menschen in besonderem Maße widmen in den Bereich der Wunschträume anzusiedeln ist, denn genau das wird ihm seine Partei gar nicht durchgehen lassen..
    Auch ein Schwuler Kanzler macht eine Rechtskonservative Partei wie die CDU nicht automatisch zu einer Partei die plötzlich die Menschenrechte und das Grundgesetz für sich entdeckt und freudestrahlend umsetzt..

    ""Um die Frage unter Konzentration auf das eigentliche Thema des Artikels (Was bringt uns welcher/welche etwaige neue Vorsitzende?)""..

    Eine einfache Antwort auf eine einfache Frage :
    Ein*n Parteivorsitzende*n der CDU, und damit den/die nächste/n Kanzlerkandidat*in..

    Damit beantwortet sich aber weder die Frage nach einer künftigen Politik einer künftigen Regierung, denn hier spielen noch viele andere Faktoren wie Koalitionspartner eine entscheidende Rolle, noch die Frage ob ein möglicher Schwuler Kanzler überhaupt einen Vorteil in der Erledigung von Diskriminierungen sei, denn zunächst verschiebt man die Probleme bis nach der Kanzlerwahl, und damit um weitere 3 Jahre..

    Was passiert in der Zwischenzeit während man auf den Sankt-Nimmerleins-Tag wartet ?
    Verbringen wir die Tage in stiller Hoffnung auf Besserung, oder arbeiten wir endlich mal an einem Politik-Wechsel, der nicht einmal mit einem Politiker-Wechsel korrespondieren muß ?

    Und erneut an dieser Stelle die offensichtlich schon wieder überlesene Frage :

    Wieso gehen hier eigentlich so viele davon aus daß die UNION die Führung der nächsten Bundesregierung übernehmen wird und den/die Kanzler/in stellt ?

    Es gibt in diesem Land ein erhebliches Demokratie-Defizit, welches darin besteht in festgefahrenen Koalitions-Schemata zu denken, und zusätzlich darin besteht daß die UNION ein "Übergewicht" an Regierungsverantwortung mit sich herumschleppt..

    Demokratie muß aber jeden Tag verteidigt, und vor allem immer wieder neu gedacht werden..

    Ich hätte nichts gegen eine Regierung aus 4 Parteien mit einer*m Kanzler*in von den Grünen, oder sogar der Linken..

    Wieso eigentlich nicht den Lindner zum Kanzler einer solchen Koalition machen, mit einem Gegengewicht aus vernünftigem Personal in den Ministerien ?

    ""und darauf hingewiesen, dass man die Ziele auf allen anderen politischen Gebieten differenziert sehen muss.""..

    Ich muß Politik die sich in den vergangenen fast 7 Jahrzehnten nicht bewährt hat nicht "differenziert sehen"..

    ""Merz hingegen lehnt sogar die ursprüngliche, d.h. fast rechtlose, Lebenspartnerschaft ab. So weit rechts steht nicht mal die AfD.""..

    Wenn Du schon "differenziert" denken willst, dann vergleiche doch bitte die HEUTIGE Position des Herrn Merz, die wir gar nicht kennen, weil er sie noch gar nicht geäußert hat, mit der Position der "AFD"..
    Die sich als Verfassungsfeind geriert, und in den Schutz von "Ehe und Familie" in Artikel 6 GG eingreifen will, weil sie die Ehe für Alle wieder abschaffen will..

    Ich denke, so weit geht nicht einmal ein sehr konservativer Friedrich Merz..
    Der AKK dagegen traue ich dort allerdings gar nicht über den Weg..
    Denn die ist Mitgliedin im "Zentralkomitee der Katholiken", tritt zuweilen verschleiert in Erscheinung, und ist den Bischöfen hörig..
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#77 NoneAnonym
  • 01.11.2018, 21:11h
  • Antwort auf #72 von TheDad
  • Kann fast allem zustimmen, das sehe ich auch so.
    Nur mit dem schach matt, da denke ich, ist das bei der AfD durchaus angebracht. Rechtspolitisches hat in unserem Bundestag nichts zu suchen - Seidenhandschuhe muss man da nicht anziehen, denn das tun sie auch nicht.

    Das Wort "Klientel" gefällt mir grundsätzlich nicht. Egal ob in Bezug zur Politik oder in Bezug zur Pädagogik. Es gibt auch gewisse Erzieherinnen, die sich ein bestimmtes "Klientel" aussuchen und dann nur dort arbeiten wollen. Das löst bei mir dann etwas aus, was ich als "allergisch" bezeichnen kann. Sozialpädagogik ist für alle da.
    Dasselbe dann in der Politik. Politik nur für die oberen Zehntausend zu machen, ist fatal für unser Land. Deswegen spreche ich immer wieder von sozialer Politik, weil das alle einschließt, zumindest so wie ich es mir vorstelle. Die SPD macht da ja Unterschiede, ich nicht. Die Grünen zum Glück auch nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #72 springen »
#78 TheDadProfil
  • 01.11.2018, 21:13hHannover
  • Antwort auf #70 von None
  • ""Ich plädiere für die Grünen - sie sollen nen guten Vorsitz schaffen und dann wird er/sie Bundeskanzler/in""..

    Es ist immer gut wenn man etwas über die Kandidaten weiß..

    Oder auch über die Parteien..
    Denn die Grünen haben eine stringente Trennung von Parteiamt und politischem Amt, und das schon seit den Zeiten als sich die Realos noch mit den Fundis gestritten haben, und Joschka Fischer Umweltminister in Hessen wurde..

    Robert Habeck mußte aus der Position des Ministers in S.-H. austreten um die Parteiführung zu übernehmen, und eine Parteileitung der Grünen als Doppelspitze wird dann auch nicht Kanzler*innen-Kandidat*innen..
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#79 NoneAnonym
  • 01.11.2018, 21:20h
  • Antwort auf #75 von TheDad
  • Bei Merz kenne ich einige Standpunkte und kann mich daran erinnern, als er im Bundestag war. Deshalb meine Sichtweise zu ihm.

    Was AKK betrifft: da weiß ich etwas weniger wie sie regieren würde, auch wenn ich einige Äußerungen kenne. Dass sie aber ebenfalls konservativ ist, das ist mir klar.

    Und Jens Spahn: ist bekannt. Der "moderne" Konservative per excellence. Der Mahgreb Staaten für sicher hält und sich wundert, dass arabische Männer in Unterhose duschen... etc, etc, etc.

    Auch ich bin der Überzeugung, dass alle drei ungeeignet sind - muss ich ja nicht 10 mal schreiben, kannst du nachlesen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #75 springen »
#80 TheDadProfil
  • 01.11.2018, 21:24hHannover
  • Antwort auf #71 von CoWi
  • Ich würde mir hier den Link einmal genau durchlesen..
    Schon der Link selbst sagt hier aus, diese
    ""Arbeiter, Männer und der Wähler mit geringerer Bildung.""
    haben vorher SPD und CDU gewählt..

    Haben sich hier also nur Kern-Kompetenzen der Parteien verschoben um den anderen Parteien überhaupt Wähler abjagen zu können, oder wird hier mit der Lupe vorgegangen um der "AFD" ein Wähler-Klientel nachzusagen, daß es bei der Bundestagswahl noch gar nicht hatte ?

    Inzwischen sitzt die "AFD" in allen 16 Landtagen und Bürgerschaften der Bundesländer, und die Vorurteile der "dummen Ossis" die aus Kalkül die "AFD" in Magdeburg ins Parlament gewählt hätten um den anderen Parteien einen "Denkzettel" zu verpassen hat sich längst als Trugschluß herausgestellt..

    "Denkzettel" bedürfen des Nachdenkens..
    Dazu sind ""Wähler mit geringerer Bildung"" nicht unbedingt die Erste Adresse..

    Es gibt hier in der Republik neben einer großen gesellschaftlichen Schicht von Antisemiten eine ebenso große Schicht von Rechtskonservativen Wählern, die sich quer durch die Gesamtbevölkerung zieht, und damit auch durch alle Bildungs-Bereiche hindurch..
    Das kann man natürlich negieren, und weiterhin behaupten, was sich bei genauer Betrachtung nicht wirklich nachweisen läßt..

    Kleines Gegenbeispiel gefällig ?

    www.merkur.de/politik/landtagswahl-hessen-ere855992/landtags
    wahl-hessen-afd-bei-waehlern-mit-migrationshintergrund-staer
    ker-waehlerwanderungen-lassen-cdu-und-spd-ausbluten-zr-10398
    084.html
  • Antworten » | Direktlink » | zu #71 springen »
#81 NoneAnonym
  • 01.11.2018, 21:26h
  • Antwort auf #78 von TheDad
  • ... deshalb spreche ich von schaffen.
    Bis 2021 hat es genug Zeit, sich so zu positionieren und die Partei so zu organisieren, dass ein Kanzleramt möglich sein kann.
    Und die Grünen werden nicht alleine regieren, sondern da ist dann mindestens die LINKE dabei.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #78 springen »
#82 KaktusAnonym
  • 01.11.2018, 22:33h
  • Antwort auf #74 von TheDad
  • Und wieviel Parteien gab es früher?
    Und wieviel Parteien gibt es heute?
    Eigentlich ist es mir auch egal wer Kanzler/in wird außer afd, mein Leben leb ich sowieso wie ich es für richtig halte. Und das Alter finde ich schon wichtig. Das ist aber meine ganz persönliche Meinung. Bei A. Merkel hatte ich oft das Gefühl sie ist Amtsmüde, leer und ausgepowert.
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#83 Patroklos
#84 IronikerAnonym
  • 02.11.2018, 01:23h
  • Antwort auf #82 von Kaktus
  • "Eigentlich ist es mir auch egal wer Kanzler/in wird außer afd, mein Leben leb ich sowieso wie ich es für richtig halte."

    Genau. Politik hat ja auch schließlich nichts mit den Lebensbedingungen für die Menschen zu tun. Ist also eh' alles wurscht.

    Und jeder kann sein Leben zu 100% selbst steuern. Schönen Gruß auch an die FDP!
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#85 MariposaAnonym
#86 MariposaAnonym
#87 MariposaAnonym
  • 02.11.2018, 09:47h
  • Antwort auf #17 von Simon H
  • Glaubst Du denn wirklich, es wäre mit der Jamaika-Koalition bei "unseren" Themen anders gewesen ?
    Die Grünen laufen ja derzeit mit geschwellter Brust herum, auch sie würden Merkel zur Kanzlerin wählen (es wäre dann wenn schon die Linke die einzige richtige Alternative), dabei wird vergessen, daß sie letztes Jahr auch nur etwa acht Prozent gekriegt haben und ihr derzeitiges Hoch dem miesen Zustand der GroKo zu verdanken haben und weil sie als Anti-AfD wahrgenommen werden.
    Die kochen auch nur mit Wasser und haben stark neoliberale Tendenzen (wenngleich schön verpackt).
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#88 MariposaAnonym
#89 TheDadProfil
  • 02.11.2018, 11:20hHannover
  • Antwort auf #82 von Kaktus
  • ""Und wieviel Parteien gab es früher?
    Und wieviel Parteien gibt es heute?""..

    Wann früher ?

    Inzwischen haben sich dann Parteien aufgelöst, oder sind in der Bedeutungslosigkeit verschwunden, siehe "Die Republikaner", und es gab Neugründungen wie die "AFD" und deren zwischenzeitlichen Abspaltungen, die sich aber im Kern gar nicht unterscheiden lassen..

    Es ist hier auch gar nicht die Frage wie viele Parteien es gibt, sondern warum der Wähler seit Jahrzehnten den so genannten Volksparteien anhängt, und bei einem Nicht-Einverstanden-sein eine Vielzahl dieser Wähler das Wahlrecht nicht wahrnimmt, anstatt einen deutlichen Wechsel herbeizuführen ?

    1982 hätte man Kohl auch verhindern können indem man Grüne so stark macht, daß schon damals neue Koalitionen unabdingbar geworden wären..
    Derlei Protest-Möglichkeiten hat man aus reiner Bequemlichkeit ignoriert..

    ""Eigentlich ist es mir auch egal wer Kanzler/in wird außer afd, mein Leben leb ich sowieso wie ich es für richtig halte.""..

    Vor dem Hintergrund daß eine Bundesregierung die Gesetze erläßt die die Grundlagen dieser Selbstbestimmtheit umrahmen, ist das schon mehr als bloßer Fatalismus..

    Der beinhaltete Protest des
    "ich mach sowieso was ich will"
    wird von der Realität ad absurdum geführt..

    ""Und das Alter finde ich schon wichtig. Das ist aber meine ganz persönliche Meinung. Bei A. Merkel hatte ich oft das Gefühl sie ist Amtsmüde, leer und ausgepowert.""..

    Das Alter ist irrelevant..
    Vor allem wenn die Diskussion um die Begrenzung der Amtszeit auf 2 Legislaturperioden endlich Fahrt aufnimmt..
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#90 TheDadProfil
  • 02.11.2018, 11:22hHannover
  • Antwort auf #83 von Patroklos
  • ""Jens Spahn wird definitiv nicht 16 Jahre wie Merkel oder Kohl an der Macht bleiben; es sei denn, das Durchschnittsalter der Bundestagsabgeordneten geht zurück!""..

    Was genau hätte das Eine mit dem Andrem zu tun ?

    NICHTS..
    Vor allem nicht, weil der Kanzler oder die Kanzlerin nicht vom Bundestag gewählt wird, sondern von den Fraktionen im Bundestag die die Bundesregierung stellen..
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#91 TheDadProfil
#92 NoneAnonym
  • 02.11.2018, 11:38h
  • Antwort auf #88 von Mariposa
  • Du beschäftigst dich auch gar nicht damit und bist politisch eh auf nem anderen Gleis. Insofern wundert mich deine Aussage nicht. Bin immer noch ganz gechillt :-)

    Wie kann denn auch viel "grünes" in Hessen durchdringen, wenn sie von der CDU "kontrolliert" werden?? Was meinst du, wieviel "grünes" in Hessen wäre, wenn die LINKE anstatt der CDU mitregieren würde? Na, ist eigentlich schon klar, oder etwa nicht?

    Ich lebe in Baden-Württemberg und da kommt definitiv was grünes durch, auch wenn hier leider ebenfalls die CDU mitmischt und den Steuerhebel in der Hand hält.

    Ich wiederhole es gerne nochmal:
    solange die Grünen nicht gewählt werden, können sie nicht so handeln wie sie sich das wünschen. Die Wähler haben das in der Hand. Das Argument mit Agenda 2010 ist übrigens kein überzeugendes mehr. Das hat vor allem Schröder vorangetrieben und er war SPDler.
    Und wenn ich was gegen die SPD schreiben möchte, tue ich das, das kann mir niemand verbieten, auch du nicht.

    Merz ist ein Lobbyist, der die Merkel-Ära höchstens verstärken wird, aber niemals abschwächen. Er muss sich jetzt bereits über vergangene Äußerungen rechtfertigen. Mit Merkel ist er im Klinsch. Er ist als nicht teamfähig bekannt geworden, zumindest damals im Bundestag, und dass er soziale Politik umsetzen wird, darüber kann ich höchstens lachen. Er wird die Lobby-Politik fördern und Politik für Konzerne machen.

    Wer da wieder die Loser-Karte ziehen wird, das muss ich nicht erwähnen, das kann man sich ausrechnen.

    Wenn Deutschland etwas nicht nötig hat, dann Merz. Spahn übrigens auch nicht. Sie werden die AfD erstarken lassen und das werde ich nicht mitansehen und auch nicht mitverantworten.

    Auch genügend Bürger haben sich klar gegen die CDU-Politik gestellt. Nun kommt es darauf an, das auch mit der Wahlen zu zeigen.
    Hessen und Bayern haben sich vorbildlich gezeigt und nun dürfen weitere Länder gerne folgen. Und spätestens bei den Bundestagswahlen wird sich zeigen wie sehr die Union und die SPD ankommt.
    Dieses Mal erlaube ich mir eine Prognose: die GroKo hat extrem schlechte Karten und das haben sie sich selbst eingebrockt. Wer nicht hören will, muss spüren.
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#93 DefinitionssacheAnonym
  • 02.11.2018, 12:14h
  • Antwort auf #92 von None
  • Seltsam, seltsam, dass Grünen in Koalitionen der Vorwurf der übermäßigen Biegsamkeit nicht gemacht wird, während der Sozialdemokratie stante pede Verrat entgegengeschleudert wird.
    Die Grünen haben mit Sozialpolitik im Grunde nichts zu schaffen.
    Sie sind die Postmaterialisten par excellence.
    Eine zutiefst bürgerlich gewordene ( waren sie das nicht eigentlich schon immer? ) Gruppierung, der natürliche Koalitionspartner der von Merkel ins liberale Milieu geschobenen CDU.
    Die Energiepolitik, die ökologischen Forderungen bezüglich der Ernährung und Mobilität, so richtig sie auch für unser aller Umwelt sind:
    Ein schlüssiges Konzept der Bezahlbarkeit für Menschen mit niedrigem Einkommen geht den Grünen völlig ab.
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#94 NoneAnonym
#95 DefinitionssacheAnonym
  • 02.11.2018, 13:43h
  • Antwort auf #94 von None
  • Von welcher persönlichen Ebene sprichst Du?
    Ausspielen?
    Was geht Dir durchs bunte und schöne Köpfchen gerade?

    Wo Du Recht hast:
    Ja die LINKE ist viel zu wenig kritisch gegenüber Russland.
    Aber ist das ein schlüssiges Gegenargument, welches die mangelnde soziale Verantwortung der Grünen unbedeutend macht?
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#96 NoneAnonym
  • 02.11.2018, 14:28h
  • Antwort auf #95 von Definitionssache
  • Danke fürs Fragen.
    Ja, mir geht immer was durchs schöne bunte Köpfchen ;-)

    Ich möchte vermeiden, dass wir hier genauso debattieren wie die Politiker. Wenn die LINKEN sagen: die Grünen verbiegen sich an der CDU, und die Grünen sagen: die LINKE verbiegt sich an Russland, dann ist ne Koalition hinfällig. Und das wäre zur Zeit für Deutschland mehr als übel.
    Deshalb bin ich für eine Koalition: also: die LINKE achtet darauf, dass die Grünen nicht wieder zur CDU rutschen, und die Grünen achten darauf, dass die LINKE bei Russland nicht zu weich wird.
    Das wäre bei der Diskussion hier gut und wenn das die Politiker der beiden Parteien auch so hinbekommen, dann wäre das schon mal ne gute Basis.

    Das schlechteste, was passieren kann, ist, dass sich alle anderen Parteien sich nun die Zähne an der CDU ausbeißen und... am Ende wieder scheitern :-/

    Deshalb hier lieber vorbildlich schreiben, um den Parteien zu zeigen, wie es funktionieren kann.
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#97 DefinitionssacheAnonym
  • 02.11.2018, 15:16h
  • Antwort auf #96 von None
  • Meine Liebe,
    die Koalition Grün-Links steht NULL zur Debatte.
    Vor Allem nicht ohne die SPD!
    Da ist keine Mehrheit in Sicht.
    In keinem Land und erst Recht nicht im Bund.
    Was zur Debatte steht ist Jamaika.
    Und da fehlt eben, auch Dank der Grünen, eine sozialpolitische Komponente gänzlich.
    Ich gebe Dir ja recht in soweit, dass eine Grün-Rot-Rote Regierung eine nette Option wäre.
    Aber wir sind von einer solchen Option weit entfernt. Und von Grün-Rot sogar meilenweit.

    Und da kommen tatsächlich die Herren Merz oder Spahn ins Spiel.
    Der Wunsch dieser Herren, ihre gesellschaftspolitisch rechte und/oder marktradikale Gesinnung zu verwirklichen, dürfte den Grünen viel Lust und Laune auf Jamaika nehmen.

    Aber auch da geht wohl nichts Anderes ohne die SPD.
    Bis auf Schwarz-Gelb, das wieder wahrscheinlicher wird.
    Soll man darauf hoffen.
    Nein Danke.
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#98 NoneAnonym
  • 02.11.2018, 15:31h
  • Antwort auf #97 von Definitionssache
  • Mein lieber, ich weiß, dass das nicht so einfach ist, aber wenn man so denkt, dann gibt es Wege dahin. Bei mir steht es zur Debatte. Ich denke bezüglich Politik immer etwas freier und nicht nur in gegebenen Situationen. Manches muss man schaffen und möglich machen.
    Was Jamaika betrifft: da sehe ich keine Möglichkeit wegen der FDP.
    Und was Rot, Rot, Grün betrifft: da müsste sich erstmal die SPD von der aktuellen GroKo erholen - im wahrsten Sinne des Wortes.
    Ja, es ist nicht so einfach, das hab ich auch nicht behauptet.
    Aber alle haben bis 2021 Zeit, also darf man dann bis dahin vernünftige Lösungen von den Parteien erwarten.
    Und dazu gehört sicherlich auch, neue Wege zu gehen und kreativ zu denken, damit diese ewige CDU-Leier aufhört.
    Es ist doch katastrophal, immer nur diese einseitige Politik zu haben, die null Nutzen für die Bürger hat.
    Deshalb muss nun etwas Neues entwickelt werden.

    Ich werde mir dazu Gedanken machen und dann den Grünen schreiben.
    Nichts ist unmöglich - Toyota ;-)
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#99 DefinitionssacheAnonym
#100 NoneAnonym
#101 DefinitionssacheAnonym
  • 02.11.2018, 16:52h
  • Antwort auf #98 von None
  • Eines noch hierzu:

    "Es ist doch katastrophal, immer nur diese einseitige Politik zu haben, die null Nutzen für die Bürger hat."

    Ich bin mit sicher, dass es durchaus Bürger gibt, denen diese einseitige Politik sehr nützt.
    Nur ist das weder die Mehrheit, noch sind es Leute die Unterstützung dieser Art nötig haben.
    Im Gegenteil, absurde Klientelpolitik für eine privilegierte Elite ist das.
    Aber das ist alles Andere als neu.
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#102 MitleserinAnonym
  • 02.11.2018, 19:51h
  • Antwort auf #96 von None
  • "Deshalb hier lieber vorbildlich schreiben, um den Parteien zu zeigen, wie es funktionieren kann."

    Ich höre in Gedanken schon die nächste Regierungserklärung:
    "Sie wissen ja, wie schrecklich verfahren die politische Situation in den letzten Jahren war. Aber dann haben wir den vorbildlichen Kommentarbereich auf queer.de entdeckt und uns einfach alle daran orientiert. Ab da lief's wie am Schnürchen mit dem Koalieren. Jetzt wird hier alles bunt und schön!"
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#103 NoneAnonym
#104 NoneAnonym
  • 02.11.2018, 20:04h
  • Antwort auf #102 von Mitleserin
  • :'-D
    Das wäre doch die beste Regierungserklärung überhaupt. Besser als eine negative.

    Ich meinte damit nicht nur der Umgang im Koalieren, sondern auch der Umgang mit den politischen Inhalten. Bei der GroKo funktionierte das nämlich nicht, deshalb muss es bei den anderen Parteien funktionieren. Nicht dass sie sich gegenseitig die Defizite um die Ohren hauen, sondern auf gemeinsame Ziele achten und gemeinsame Ziele ausarbeiten.

    Und bunte-schöne Atmosphäre schadet der Politik jedenfalls nicht ;-) Bunt = divers, schön = friedlich.

    #we-can-make-a-change
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#105 So SoAnonym
#106 Homonklin44Profil
  • 03.11.2018, 06:09hTauroa Point
  • Wenn ich dran denke, dass Friedrich Merz in die bestimmende Ebene der Politik zurückkehrt, wird mir polygonal schlecht.

    Der war doch mal der Ansicht, dass die unterste Menschenwertklasse auch mit etwa 2,50 Euro am Tag auskommen könne, oder sowas.

    Ein asoziales Loch der A-Klasse. Abzocker-Mentalität, ist auch Mitglied beim Kreis der kühlen Rechner. ( Nennt sich anders, der Kreis, aber kommt etwa hin)
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#107 TheDadProfil
  • 03.11.2018, 11:38hHannover
  • Antwort auf #93 von Definitionssache
  • ""Seltsam, seltsam, dass Grünen in Koalitionen der Vorwurf der übermäßigen Biegsamkeit nicht gemacht wird, während der Sozialdemokratie stante pede Verrat entgegengeschleudert wird.""..

    ""Wie kann denn auch viel "grünes" in Hessen durchdringen, wenn sie von der CDU "kontrolliert" werden?? ""..

    Wie viel "Biegsamkeit" kann man denn hier noch unterstellen ?

    ""Die Grünen haben mit Sozialpolitik im Grunde nichts zu schaffen.
    Sie sind die Postmaterialisten par excellence.
    Eine zutiefst bürgerlich gewordene ( waren sie das nicht eigentlich schon immer? ) Gruppierung, der natürliche Koalitionspartner der von Merkel ins liberale Milieu geschobenen CDU.""..

    Für eine solche Einschätzung fehlt Dir offensichtlich der Überblick der Historie, aus denen die Grünen hervorgegangen sind..

    ""Die Energiepolitik, die ökologischen Forderungen bezüglich der Ernährung und Mobilität, so richtig sie auch für unser aller Umwelt sind:
    Ein schlüssiges Konzept der Bezahlbarkeit für Menschen mit niedrigem Einkommen geht den Grünen völlig ab.""..

    Da zeigt sich dann auch der Trugschluß, denn mit dem Argument der "Bezahlbarkeit" wird in Grüner Politik gar nicht Zuvorderst argumentiert, da muß man sich schon mal mit dem Gesamtkonzept näher befassen, um den Überblick auf eine veränderte Gesellschaft zu erlangen..
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#108 TheDadProfil
  • 03.11.2018, 11:53hHannover
  • Antwort auf #97 von Definitionssache
  • ""Meine Liebe,
    die Koalition Grün-Links steht NULL zur Debatte.
    Vor Allem nicht ohne die SPD!""..

    Was genau hält den Wähler eigentlich davon ab in einem Akt der "Revolution" eine solche Regierung zu wählen ?

    Und was genau hält den Wähler dabei davon ab dazu nicht auch noch die "alten Kader" der guten alten Tante SPD zu bemühen ?

    Was genau macht diesem Wähler so große Angst vor einer Sozialen und Ökologischen Ausrichtung von Politik ?

    Spielen wir doch mal das damit verbundene "Horror-Szenario" durch, welches offensichtlich durch die köpfe von Vielen meandert..

    Denkt hier eigentlich wirklich Jemand Konzerne wie Daimler, Bosch, Siemens, VW oder auch die Deutsche Bank, die längst bis zu 90 Prozent ihrer Umsätze in anderen Ländern generieren, und an denen "deutsche Arbeitsplätze" gar nicht mehr beteiligt sind, oder wenn dann nur rudimentär, würden angewidert die Sachen packen, und hier den Laden dicht machen ?

    Die Idee das nur die "großen Volksparteien" in der Lage wären eine Bundesregierung zu bilden ist nichts weiter als eine Wunschvorstellung die von Lobbyisten erzeugt und am Leben erhalten wird, und diese Illusion ist untrennbar damit verbunden, Wirtschaft würde in dieser Republik nur dann "vernünftig" funktionieren, wenn man dazu auch noch eine "konservative Regierung unter der Führung der UNION" am Ruder hält..

    Und der Wähler läuft diesen Ideen bereitwillig hinterher..
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#109 DefinitionssacheAnonym
  • 03.11.2018, 12:45h
  • Antwort auf #108 von TheDad
  • Du beantwortest eigentlich die Frage warum eine von Dir m.E. zurecht als KEIN Horrorszenario verdeutlichte Grün-LINKE-Regierung vom Wähler nicht legitimiert wird, am Ende Deiner Ausführungen selbst:

    "Und der Wähler läuft diesen Ideen bereitwillig hinterher.."

    Warum tut er das?
    Warum erschließen sich Deine Folgerungen dem Wähler in der Mehrheit nicht?
    Ist er ungebildet?
    Dumm?
    Glaubt er der "Lügenpresse"?
    Den Lobbyisten?
    Den etablierten Volksparteien?

    Ich glaube wir sollten ohne größere Wählerschelte zu der Erkenntnis kommen, dass viele Wähler sich weder die Muße nehmen, noch die Arbeit machen (können?), die Gesamtkonzepte der Parteien wirklich zu durchdringen.
    Darum bleiben Bauchgefühle, oberflächliche Informationen, Eindrücke von Personen und oktroyierte Meinungsbilder die Grundlage der Wahlentscheidung und auch die Grundlage dafür
    Nichtwähler zu sein.

    Demokratie ist immer ein Vabanquespiel.
    Und konservative Ansichten sind tendenziell häufig in der Mehrheit, vor allem aber in Ländern wie D, wo die Demographie ein Hinweis darauf ist, dass eher auf Erhalt des Status Quo als auf Veränderung gesetzt wird.
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#110 DefinitionssacheAnonym
  • 03.11.2018, 13:17h
  • Antwort auf #107 von TheDad
  • Herr Habeck hat gestern in der Heute Show sehr schön bezüglich des "sich Leisten Könnens" von ökologischen Konzepten geantwortet.
    Er verwies auf gefordert höhere Steuern für Benzin/Flugbenzin und andere umweltschädliche Güter.
    Und wieder fiel ihm nicht dabei auf/ein, dass es der Gutverdiener geflissentlich ignorieren kann ob die Reise nach Dubai dadurch 20% teurer wird oder das Fahren des SUVs ein wenig kostspieliger.
    Der Normalverdiener aber wird jede Erhöhung bitter in der knappen Kasse für den Spanienurlaub spüren und das neue E- Auto ist auch irgendwie noch zu teuer.
    Abgesehen von der fehlenden Lade-Wallbox an der Mietskaserne.
    Das Biogemüse von Alnatura ist leider auch ein bisschen wenig preisgünstig.
    Was kann man da empfehlen?
    Hmm.
    Ich ahne schon was kommt.
    Konsumverzicht für den wenig Betuchten, oder?
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#111 NoneAnonym
#112 NoneAnonym
  • 03.11.2018, 14:14h
  • Antwort auf #109 von Definitionssache
  • Mein Lieber,
    Das kann sich aber durchaus ändern/verbessern, indem man die aktuelle Lage ernst nimmt und sich eben doch mal mit Parteien und Politik beschäftigt. Am besten immer wieder mal den Bundestag anschauen, anstatt einen Film und schwupps, wirst du informiert - live und unzensiert.
    Ich hab gestern mal die Parteiprogramme einiger Parteien durchforstet und das herausgeschrieben, was diese miteinander gemeinsam haben. So wenig ist das gar nicht.

    So wie es gerade aussieht, sind vor allem die Wähler gefordert, aktiv zu werden und mit Bedacht zu wählen, nicht aus Protest.

    Es lässt sich nach meiner Durchforstung schon was finden, was man verbessern kann - da gibt es Wege, man muss sich dann halt mit den Parteien auseinandersetzen und sie kontaktieren.
    Werde ich machen.
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#113 DefinitionssacheAnonym
#114 NoneAnonym
  • 03.11.2018, 14:50h
  • Antwort auf #110 von Definitionssache
  • Da sprichst du nun halt das negative an. Es wird ja grundsätzlich alles teurer, das wäre auch bei anderen Parteien der Fall. Und spezielle Produkte musst du ja nicht kaufen. Zum Beispiel kaufe ich nicht im Reformhaus ein, nur evtl. mal nen Tee. Es gibt ja genügend Läden, wo man gut einkaufen kann, ohne viel Geld auszugeben.

    Und das mit dem Kerosinpreis kann ich schon nachvollziehen und finde es ganz ok. So ganz umweltfreundlich ist das auf Dauer nicht. Wenn man nicht gerade beruflicher Vielflieger ist, kann man schon günstige Flüge für den Urlaub buchen.

    Die Günen haben aber schon sehr positive Programmpunkte. Zum Beispiel wenn es um Rente geht, oder eben alles bezüglich sozialer Politik. Zwar ist manches noch nicht so konkret ausgearbeitet, aber das liegt eben daran, dass sie nur selten mit in der Regierung waren. Sie müssen schon koalieren mit anderen, und wie ich gesehen habe, kann das durchaus funktionieren. Einige Parteien ergänzen sich gegenseitig sehr gut.
    Die einzige Partei, die da etwas quer liegen könnte, wäre die FDP. Sie haben zu einigen Themen entweder gar kein Angebot, oder sind auf Profit aus: schneller, besser, höher. Sie sind aber nicht ganz so vergraut und verstaubt wie die Union.

    Es kommt also darauf an, dass die Wähler die Chance nutzen und was Gutes wählen, und dann kommt es darauf an, dass die Abgeordneten entsprechend konstruktiv mit den Parteien zusammen arbeiten.
    Das kann schon funktionieren, ich werde weiter überlegen.
    Das mit der "Revolution" ist gar nicht so weit weg, im Prinzip haben wir die Chance dazu. Muss ja nicht mit Ausschreitungen verbunden sein, aber mit Beharrlichkeit, Kreativität, und dem Schutz der Demokratie.
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#115 NoneAnonym
  • 03.11.2018, 14:59h
  • Antwort auf #113 von Definitionssache
  • Allen Wählern, grundsätzlich. Ich hoffe doch, dass manche Artikel auch außerhalb der Community gelesen werden.
    Und ich schreibe das, weil ich selbst aktiv werde. Hier wird geschrieben und debattiert und daraus ergeben sich Gedanken und Ideen, die ich ins reale Leben übertrage und schaue, wie ich es nutzen kann. Bei bestimmten Themen zumindest, wo ich weiß, dass ich was tun kann :-)
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#116 Homonklin44Profil
  • 03.11.2018, 18:20hTauroa Point
  • Antwort auf #109 von Definitionssache
  • ""Ich glaube wir sollten ohne größere Wählerschelte zu der Erkenntnis kommen, dass viele Wähler sich weder die Muße nehmen, noch die Arbeit machen (können?), die Gesamtkonzepte der Parteien wirklich zu durchdringen.""

    Das dürfte für eine gewisse Schicht so sein, und die Unverständlichkeit der Rhetorik. oder des politischen Fachchinesisch anvisieren.

    Aber Politiker hätten die Möglichkeit, sich einfacher auszudrücken. So, dass das fast jeder Mensch versteht. Das müsste bloß konsequent Umsetzung erfahren, Dann verliert sich auch die Politikverdrossenheit etwas,
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#117 nomercyAnonym
#118 EkelAnonym
#119 Patroklos
#120 EkelAnonym
#121 TheDadProfil
  • 04.11.2018, 16:38hHannover
  • Antwort auf #110 von Definitionssache
  • Zunächst..
    ""Den etablierten Volksparteien?""..

    Das ist so ziemlich der "konservativste Begriff" den die Republik erfunden hat, um dem Bürger zu suggerieren, daß sich hier bloß nichts verändern darf..
    Und auch wenn hier einige denken mögen, er wäre eine Erfindung der Wahlforscher der letzten Jahrzehnte, er ist schon "Umgangssprache" gewesen als noch Adenauer im Kanzleramt residierte..

    ""Herr Habeck hat gestern in der Heute Show sehr schön bezüglich des "sich Leisten Könnens" von ökologischen Konzepten geantwortet.
    Er verwies auf gefordert höhere Steuern für Benzin/Flugbenzin und andere umweltschädliche Güter.""..

    Habe ich noch nicht gesehen..
    Die Flugbenzin-Steuer ist aber nichts wirklich Neues, denn diesen "Streit" hat schon Franz-Josef Strauss mit dem Argument vom Tisch gewischt,
    "auch der kleine mann auf der straße müsse sich sein flugzeug noch leisten können"..

    Das diese Republik sich als "Exportweltmeister" ein Steuer-System leistet, welches Umweltfreundliche Produktion nicht fördert, und Umwelt-belastende Produktion nicht bestraft, ist ein Treppenwitz der Geschichte..
    Was dann "Dubai" und "Normalverdienende" betrifft, so sind das Strohmann-Argumente, die dazu dienen den prosperierenden Konzernen nicht in die Tasche zu greifen..
    Doch niemand verbietet es diesen Konzernen sich in der Produktion nicht so auszurichten, daß sie mit Umweltgerechter Produktion und vernünftiger Preis-Politik die gleichen Gewinne erzielen, wie sie sie jetzt mit Umwelt-und Ressourcen-Verschwendender Produktion auch schon machen..

    Was dann noch dazu kommt :
    Niemand MUSS einen SUV fahren oder auch nur besitzen um jeden Tag 50 Kilometer zu seinem Job zu fahren in dem er das Geld verdient, welches er mit dem Kauf des SUV und dem Herumfahren mit diesem dann wieder aus dem Fenster wirft..

    Denn rechnet man die Kosten für diesen Arbeitsweg mit dem SUV gegen die Kosten mit dem ÖPNV auf, dann spart der Verbraucher in jedem Fall wenigstens 50 Prozent seiner Ressourcen gegenüber dem SUV ein..

    Diese "Luxus-Variante" des Arbeitsweges muß diesem Verbraucher dann auch erklärt werden, denn die Idee des "Individualverkehrs" geht IMMER zu Lasten derjenigen, die ihn subventionieren, und das sind die Steuerzahler als Bürger des Staates, die auf die Einnahmen über die unterschiedliche Besteuerung von Diesel gegenüber Benzin verzichten..

    Und dort stellt sich dann die Frage ob der Spanien-Urlaub nicht damit aus eigenen Ressourcen erwirtschaftet werden kann, wenn man anstatt mit dem SUV für 4.000 Euro Diesel im Jahr mit der S-Bahn für 1.200 Euro im Jahr zur Arbeit fährt, dadurch genügend Zeit findet mit dem Smartphone im Netz herumzusurfen, und ebenfalls dadurch zu hause die Zeit findet sich um den Nachwuchs zu kümmern, weil mit dem vernünftigem Nutzen von vorhandenen Ressourcen auch ein Gewinn im Zeit-Management untrennbar verbunden ist..

    Das Schlagwort vom "Konsumverzicht" ist dann auch keines, denn es ist ein Begriff der sich inzwischen zu einer "Klassenkampf-Argumentation" gewandelt hat, in der suggeriert werden soll, dem Staat müsse daran gelegen sein das sich "der kleine mann" am Ende genauso viel leisten können müsse, wie andere Menschen die sich in anderen Einkommensschichten bewegen..

    An diesem Punkt kommen wir dann zurück zu den Subventionen für Verschiedenes..
    Ob nun Diesel für die SUV's oder den Flug nach Dubai..
    Alle Subventionen werden aus Steuergeldern finanziert..
    Das Kieler Weltwirtschaft-Institut hat schon vor Jahren ausgerechnet, würde man konsequent alle Subventionen in der BRD abschaffen, dann müßte niemand mehr Lohnsteuern zahlen..

    Schon mal drüber nachgedacht was die Bürger mit diesem mindestens Ein Fünftel des Einkommens alles Konsumieren könnten, was dann wieder der Wirtschaft durch Umsätze zur Verfügung steht ?

    "Konsumverzicht" ist dann auch keine Lösung, weder für die "wenig Betuchten" noch für diejenigen, die dann ihr Einkommen auf irgendwelchen Bankkonten zwischenlagern..

    Die Bürger müssen endlich lernen Ressourcen-orientiert und vor allem vernünftig zu konsumieren, denn nur durch den vernünftigen Einsatz der vorhandenen Ressourcen ist es dann auch möglich sich all das "zu leisten" was man so vermeintlich zu Leben braucht wie Flugreisen nach Dubai, oder den Urlaub in Spanien..

    Mal so als kleines Beispiel am Rande..
    Nächstes Jahr geht die Zeit der Steinkohleförderung in der BRD zu Ende..
    Die letzten beiden Zechen werden schließen..
    Doch damit wird die Steinkohle für die verbliebenen Steinkohlekraftwerke nicht etwa teurer, weil sie nun importiert werden muß, denn jeder Arbeitsplatz im Steinkohlebergbau ist mit 80 Euro PRO Stunde subventioniert..
    Die Kohle aus beispielsweise Australien per Schiff angekarrt ist sogar noch billiger als die heimische Kohle, und sogar noch Umwelt-schonender, weil mit weniger Schwefel behaftet, wodurch die Kraftwerke an Kosten für die Entschwefelung sparen..

    Der Beschluß zur Aufgabe heimischer Förderung stammt aus dem Jahr 1998..
    Doch man hat in diesen Jahren keine entsprechende Anzahl an umweltschonenden Gaskraftwerken gebaut um die Steinkohlekraftwerke zu ersetzen..
    Man hat gedacht, es ginge schon irgendwie weiter..

    Doch man hätte auch anders handeln können :
    Anstatt Gasleitungen massiv auszubauen um den Bürgern mit kleinen Gasbrennern die Hütte zu wärmen hätte man auch Blockheizkraftwerke bauen können, die neben Fernwärme auch Strom erzeugen, und damit bei gleichem Verbrauch von Gas im Volumen die Nutzung der vorhandenen Ressourcen auf einen Nutzungsgrad von knapp über 60 & auf 95 Prozent zu bringen, bei gleichzeitiger erhöhter Sicherheit vor Stromausfällen, denn der Ausfall eines kleinen Blockheizkraftwerkes bringt das Netz nicht zum kollabieren, der Ausfall eines Steinkohlekraftwerkes oder gar eines Atomkraftwerkes kann das aber in 7 von 10 Fällen..
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