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Appell

Macron: Homophobe Gewalt ist "Frankreichs unwürdig"

Der Staatschef zeigt sich beunruhigt, dass Homophobie zu Gewalt gegen sexuelle Minderheiten führe.


Präsident Emmanuel Macron kündigt an, gegen homophobe Gewalt vorgehen zu wollen (Bild: OFFICIAL LEWEB PHOTOS / flickr)

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich am Montag auf Twitter besorgt über homosexuellenfeindliche Übergriffe gezeigt. "Die homophoben Gewalttaten müssen unsere gesamte Gesellschaft beunruhigen. Sie sind Frankreichs unwürdig", erklärte der 40-jährige Staatschef.

Macron kündigte in dem Tweet auch "konkrete Maßnahmen" an, die allerdings kein Ersatz für "Menschlichkeit und Toleranz sind, die im Herzen unserer Kultur liegen". Um welche Maßnahmen es sich dabei konkret handle, gab der Präsident nicht bekannt.

Twitter / EmmanuelMacron

Anlass für den Tweet waren offenbar mehrere Meldungen französischer Medien über homosexuellenfeindliche Übergriffe in den vergangenen Monaten und speziell den letzten Wochen. Erst vor wenigen Tagen wurde etwa ein schwuler Mann in der nordfranzösischen Hafenstadt Rouen von zwei Unbekannten zusammengeschlagen und homophob beleidigt. Die Behörden ermitteln wegen eines durch Hass motivierten Übergriffs.

?Effroyable agression #homophobe à Rouen contre un jeune homme gay insulté, séquestré, roué de coups rapportée par…

Gepostet von SOS homophobie am Sonntag, 28. Oktober 2018
Facebook / SOS homophobie | Die LGBTI-Organisation SOS Homophobie zeigt sich erschüttert über den Übergriff auf einen schwulen Mann in Rouen

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Pariser demonstrierten gegen homophobe Gewalt

Am 21. Oktober demonstrierten 3.000 Menschen in der Hauptstadt Paris gegen homophobe Gewalt. Zur Demonstration kam auch Franck Riester, der erst wenige Tage zuvor zum französischen Kulturminister ernannt worden war (queer.de berichtete).

Twitter / franckriester | Kulturminister Franck Riester bei einer Protestaktion gegen homophobe Gewalt in Paris

Joël Deumier, der Chef der LGBTI-Organisation SOS Homophobie, fordert bereits seit längerem eine "nationale Kampagne" im Kampf gegen homophobe Gewalt. Dazu müsse gegen homosexuellenfeindliche Rhetorik angegegangen werden, die für diesen Hass verantwortlich sei, "egal, ob sie vom Papst, von der 'Demo für alle' oder [dem homophoben Geschäftsmann] Marcel Campion" komme, so Deumier vergangene Woche.

Erst Anfang des Monats forderte die Staatsanwaltschaft von Paris eine Geldstrafe gegen Jean-Marie Le Pen, den Gründer und ehemaligen Chef der rechtsextremen Partei "Front National", weil dieser sich homophob geäußert habe. In ihrem Strafantrag erklärte die Anklägerin, der 90-Jährige habe "klar zur Ächtung von Homosexuellen aufgerufen" (queer.de berichtete). (dk)



#1 Simon HAnonym
  • 30.10.2018, 15:00h
  • So deutliche Worte würde ich mir auch mal von unserer schwarz-roten Bundesregierung wünschen.

    Aber Union und SPD schwurbeln immer rum und versuchen so wenig konkret wie möglich zu werden, um es sich mit niemandem zu verscherzen.

    Aber Politiker müssen auch mal klar Position beziehen und können es nicht allen recht machen. Wo dieses Verbleiben im Ungefähren hin führt, sehen wir ja momentan: nicht nur zum Abstürzen von Union und SPD (was mir noch egal wäre, weil die eh nichts auf die Reihe kriegen), sondern vor allem auch zum Erstarken der Rechten, was niemandem egal sein kann.
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#2 EternityDreamAnonym
  • 30.10.2018, 15:31h
  • Antwort auf #1 von Simon H
  • Auch du solltest mittlerweile verstanden haben, dass dein Wunsch weder von der CDU noch von der CSU, noch von der SPD erfüllt wird. Oder hast du jemals etwas diesbezüglich von diesen Parteien mitbekommen? Ich jedenfalls nicht.
    Solange die GroKo regiert, musst du diesen Traum an andere Parteien schicken:
    die Grünen, die LINKE.
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#3 Patroklos
#4 Simon HAnonym
  • 30.10.2018, 17:27h
  • Antwort auf #2 von EternityDream
  • Ja, das ist mir auch klar. Wie gesagt, wollen Union und SPD es allen recht machen und es sich mit niemandem verscherzen und gerade deshalb verlieren sie dann immer mehr Leute.

    Und machen nebenbei auch die Rechten stark. Und letzteres ist etwas, was ich Union und SPD echt übel nehme, weil es für uns alle und viele weitere Menschen massive, negative Folgen hat, die wir alle jeden Tag spüren.

    Wir brauchen also offenbar einen kompletten Regierungswechsel und einen Politikwechsel.
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#5 dellbronx51069Anonym
  • 30.10.2018, 19:37h
  • Antwort auf #4 von Simon H
  • Dein Wunsch nach Politik wechsel wird wohl in Erfüllung gehen. Leider vermutlich anders als uns recht sein kann. Eher a la Putin. Trump.Orban . Katczynski. Duterte. Bolsonaro....
    Hab ich einen vergessen? Wer wird wohl das Vacuum auffüllen das die Etablierten hinterlassen haben?
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#6 Ach wasAnonym
#7 Alexander_FAnonym
  • 30.10.2018, 23:43h
  • Man muss dazu sagen, dass es in ganz Frankreich Demos wie in Paris gegeben hat, auch dort, wo ich wohne. Es ist doch beruhigend, zu merken, dass mein Montagnachmittag nicht verloren war und der Präsident endlich reagiert hat.
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#8 sanscapote
#9 Ith_Anonym
  • 31.10.2018, 08:07h
  • Ich find's hochgradig sympathisch, dass ein Staatschef sich so deutlich und selbstverständlich ausdrückt.
    Steckt ein Denken dahinter, bei dem man sich fragen muss, ob es das in Deutschland je geben könnte.
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#10 la_passanteAnonym