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"Schwuchteln, haut ab!"

Regenbogen-Fans aus Leipzig klagen über homophobe Schalker

Die Rainbowbulls werfen Schalke-Fans vor, sich beim letzten Bundesliga-Spiel daneben benommen zu haben.


Die Fußballer von RB Leipzig kicken seit 2016 in der ersten Fußball-Bundesliga – und sind wegen ihrer Nähe zum Sponsor Red Bull unter Fans konkurrierender Vereine umstritten

Der schwul-lesbische Fußball-Fanclub Rainbowbulls hat Fans des FC Schalke 04 wegen angeblich homophober Sprechchöre beim letzten Aufeinandertreffen kritisiert. Anlass war das Spiel der Bundesliga-Konkurrenten Rasenballsport Leipzig und des Teams aus dem nordrhein-westfälischen Gelsenkirchen, das am Sonntag in der Red-Bull-Arena torlos zu Ende ging.

Die Rainbowbulls erklärten am Montag auf Facebook: "Bei diesem Heimspiel sahen sich unsere Mitglieder zum ersten Mal gravierenden homophoben Anfeindungen im eigenen Stadion aus dem Schalker Gästeblock ausgesetzt." So seien diffamierende Sprechchöre wie "Schwuchteln, haut ab!" oder "schwule Sau" zu hören gewesen. "Niemand schritt ein, kein Ordner, und auch kein Fan sonst", so der Fanclub. Da die "Rainbowbulls" nicht auf Eskalation aus seien, hätten sie zunächst nicht reagiert. Man dürfe derartige Homophobie aber "nicht einfach so hinnehmen". Gleichzeitig betonten die schwul-lesbischen Fans des derzeitigen Tabellen-Fünften, dass man davon ausgehe, dass die Mehrheit der Schalke-Anhänger nicht homophob sei.

Stellungnahme der rainbowBULLS Leipzig zu Vorgängen vor dem Spiel RB Leipzig gegen den FC Schalke 04 am 28.10.2018 Das…

Gepostet von RainbowBulls Leipzig am Montag, 29. Oktober 2018
Facebook / RainbowBulls Leipzig

Auch Vorwürfe gegen Dortmund-Fans

Immer wieder gibt es Berichte über homophobe Sprechchöre in der Bundesliga. Bereits im März beschuldigten Fans des RB Leipzig, dass Anhänger von Borussia Dortmund durch homosexuellenfeindliche Sprechchöre aufgefallen seien (queer.de berichtete). Einen Monat später wurde sogar ein französischer Fernsehkommentator suspendiert, weil er Leipziger Spieler bei einem Auswärtsspiel gegen Olympique Marseille in der Europa League als "Schwuchteln" bezeichnet hatte (queer.de berichtete).

In der Vergangenheit haben sich auch Fans des Red-Bull-Clubs daneben benommen: 2014 ging der Verein gegen eigene Fans wegen antiziganistischer und homophober Ausbrüche vor (queer.de berichtete). (cw)



#1 Simon HAnonym
  • 30.10.2018, 17:29h
  • Wieso schreitet da niemand ein?

    Egal ob Rassismus, Sexismus, Homophobie, Transphobie, Antisemitismus, etc. Das alles hat im Sport und auch überall sonst nichts zu suchen. Punkt. Und wenn einzelne Sportarten diesbezüglich immer wieder negativ auffallen und das Problem selbst nicht in den Griff bekommen, dann muss es eben rechtliche Regelungen inkl. Sanktionen geben.
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#2 glberAnonym