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Kommentare zu:
Regierungschef von Daressalam erstellt Rosa Liste


#1 Religioten-WatchAnonym
  • 31.10.2018, 13:46h
  • "Ich weiß, dass diese Aktion einigen Ländern nicht gefallen wird"

    Stimmt. Darunter Länder, die Tansania Geld schenken. Deutschland z.B. 158,5 Millionen Euro (2015-2017). Also: Geldgeschenke streichen und nachdenken lassen!
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#2 TimonAnonym
#3 ursus
  • 31.10.2018, 14:37h
  • Antwort auf #2 von Timon
  • "entwicklungshilfe" ist genau genommen kein "geschenk", sondern ganz offiziell eine investition, von der man sich profite für die deutsche wirtschaft erhofft - und oft auch bekommt.

    statt diese ersatzlos zu streichen, wäre ich eher dafür, sie zumindest teilweise in gezielte hilfen für lgbttiq*-projekte vor ort umzuwandeln.

    wäre diese idee hier einigermaßen konsensfähig? oder ist der paternalistische bestrafungsgedanke einfach zu verlockend, um mal einen schritt weiterzudenken?
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#4 CureAnonym
  • 31.10.2018, 17:22h
  • Guten Tag Herr Makonda,
    Überlegen Sie sich das nochmal. Die rosa Winkel Zeit hat Deutschland nicht gut getan. Laut Ihrem Glauben sollten Sie den Menschen dienen, anstatt eine Sünde zu begehen.
    Aber wer schlechtes sät, wird schlechtes ernten.

    Und was "rosa" betrifft:
    Da ist eine ganz normale Farbe wie jede andere auch. Erst gestern sah ich einen Zuckerbäckerin einem Einkaufszentrum mit einem pinken Hemd, und: er ist hetero.
    Soviel zum Thema rosa und Homosexualität.
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#5 michael008
  • 31.10.2018, 17:52h
  • Antwort auf #3 von ursus
  • Das erscheint mir prinzipiell eine sehr gute Idee.
    Wenngleich es einer Regierung bedürfte, die Entwicklungshilfe überhaupt von Menschenrechtsfragen, hier speziell von LGBTTI-Rechten abhängig zu machen bereit wäre und zusätzlich Willens und in der Lage diese und die Verwendung der Gelder zu kontrollieren.
    Eine solche Regierung haben wir leider nicht.
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#6 CureAnonym
  • 31.10.2018, 23:30h
  • Antwort auf #3 von ursus
  • Und das soll ausgerechnet die GroKo tun, die noch nicht mal die Rechte der LSBTTIQ in Deutschland verbessern wollen, weil es "wichtigeres" gibt?
    Das könnten, wenn, dann nur Hilfsorganisationen leisten, solange die Grünen nicht regieren.

    Willkommen in der Realität.
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#7 Religioten-WatchAnonym
#8 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 01.11.2018, 04:21h
  • Das Land hat wahrlich andere Probleme! Man braucht wohl wieder mal einen Sündenbock, um von Korruption, Vetternwirtschaft und anderen Schweinereien der Regierung abzulenken.
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#9 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 01.11.2018, 08:03h
  • auch tansania ist seit jahren unabhängig und hätte, wenn es gewollt hätte, ihre gesetze verändern können. und nun deutschland als schuldigen für die schwulenverfolgung in tansania zu brandmarken - sorry - aber mit dem kaiserreich fühle ich mich null verbunden.
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#10 ursus
  • 01.11.2018, 14:54h
  • Antwort auf #7 von Religioten-Watch
  • "Selbstverständlich stimme ich dir vollen Herzens zu, allerdings gibt es dafür momentan - oder in absehbarer Zukunft - keine deutsche Regierung, die das so handhaben würde. Insofern ..."

    stimmt schon. aber solange sogar in der queeren community nicht über "alle gelder streichen" hinausgedacht wird - wo sollte denn der politische wille irgendwann mal herkommen?
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#11 ursus
  • 01.11.2018, 14:57h
  • Antwort auf #6 von Cure
  • "Und das soll ausgerechnet die GroKo tun, die noch nicht mal die Rechte der LSBTTIQ in Deutschland verbessern wollen, weil es "wichtigeres" gibt?
    Das könnten, wenn, dann nur Hilfsorganisationen leisten, solange die Grünen nicht regieren.
    Willkommen in der Realität."

    du hast natürlich recht, liebe buntundschön. wir sollten hier alle nur noch über dinge nachdenken, von denen wir annehmen, dass die groko sie umsetzen wird. willkommen in der totalen depression.
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#12 CureAnonym
  • 01.11.2018, 15:25h
  • Antwort auf #11 von ursus
  • Freut mich, dass du mich kennst. Ich bin übrigens auch "von-hinten-genommen."
    Die totale Depression? Sorry, kenne ich nicht.
    Ich bin weder für die CDU, noch für die Union, noch für die SPD, noch für die GroKo. Die Depressionsthese darfst du Leuten erklären, die die GroKo wählten.
    Und Geldhahn zudrehen schrieb ich hier nicht - auch da verweise ich auf diejenigen, auf die es zutrifft.

    Sonst noch Seifenblasen, die platzen wollen?
    Lernfähigkeit ist eine Tugend(!)
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#13 CureAnonym
#14 ursus
  • 01.11.2018, 15:47h
  • Antwort auf #13 von Cure
  • "Wo der politische Wille herkommen soll? Von jedem/jeder einzelnen Bürger/in selbst."

    da ist es vielleicht aber nicht besonders hilfreich, denjenigen, die irgendwelche ideen vortragen, vorzuerfen, dass sie unrealistisch denken, weil ausgerechnet die groko diese ideen nicht umsetzen wird. ich hatte übrigens nirgendwo behauptet, dass ich erwarte, dass die groko das tut.

    aber wie politischer realismus funktioniert, hast du ja in #4 schon so toll vorgeführt. keine weiteren fragen.
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#15 KaktusAnonym
#16 ursus
#17 Religioten-WatchAnonym
  • 01.11.2018, 17:13h
  • Antwort auf #10 von ursus
  • Woher der politische Wille kommen soll?
    Vielleicht von den Christen, die immer die andere Wange hinhalten sollen ... Sarkasmus beiseite.

    Ich meine, dass in diesen Fällen andere der queeren Community vorausgehen müssen. Wenn solche Duldsamkeit von uns allein kommt, wird das lediglich als Schwäche verstanden und auf die LGBT*IQs in solchen Ländern noch brutaler draufgehauen. Ein erster Schritt wäre m. E. die Anerkennung von LGBT*IQ-Zugehörigkeit als Asylgrund. Dann könnte ich mich auch für ein zukunftsweisendes Modell wie das von dir skizzierte einsetzen.

    Sicher sehe ich auch die dadurch entstehende Crux von Handlungsdefiziten im Inneren, die Handlungsdefizite im Äußeren nach sich ziehen.
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#18 Religioten-WatchAnonym
  • 01.11.2018, 17:23h
  • Antwort auf #15 von Kaktus
  • Ich attestiere uns allen einen äußerst kurzen Geduldsfaden. Vermutlich ist das nur logisch angesichts nicht enden wollender bzw. sich intensivierender Drohungen, Diskriminierungen, Herabwürdigungen und Angriffe, die LGBT*IQ weltweit, auch in Deutschland, ertragen müssen.

    Solch ein Bombardement reduziert den eigenen Horizont verständlicherweise und individuell unterschiedlich schnell auf Flucht oder Angriff. Auch ich tendiere zu Angriff, bin dabei aber nicht immer strategisch klug.
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#19 CureAnonym
#20 TheDadProfil
  • 01.11.2018, 21:49hHannover
  • Antwort auf #10 von ursus
  • ""stimmt schon. aber solange sogar in der queeren community nicht über "alle gelder streichen" hinausgedacht wird - wo sollte denn der politische wille irgendwann mal herkommen?""..

    Der Ursprung dieses Kommentars ist mir den ganzen Tag nicht aus dem Kopf gegangen, und so will ich dazu etwas einwenden..

    Nicht selten wenden wir uns hier gegen das Hartz-IV-System, in dem Bedingungen erfüllt werden müssen um die Grundsicherung zu erhalten, und bei Verstoß erfolgen Sanktionen..
    Es gibt berechtigte Gründe das abzuschaffen..

    Kaum wenden wir den Blick nach Tansania und die Entwicklungshilfe, dann stellen wir Bedingungen die zu erfüllen sind..
    Transferierte Gelder sollen zielgerichtet eingesetzt werden..

    Diese "Wohlverhaltens-Anforderung" wird sich aber so einfach nicht umsetzen lassen befürchte ich..

    Und daran ist nicht nur die Politik Schuld, die sich seit Jahrzehnten weigert über die Ansprüche an Gewinn-Orientierung für die Wirtschaft hinaus Bedingungen zu setzen, die zu echten Verbesserungen in den Ländern führen würden..

    Und das hat dann auch Einfluß auf die Migrations-Politik..
    Denn ändert sich nichts in den Ländern, werden weiterhin Menschen flüchten müssen, und die treffen dann auf Behörden-Mitarbeitende die ihnen "raten" sich doch einfach "wohl zu verhalten"..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#21 ursus
  • 01.11.2018, 23:23h
  • Antwort auf #20 von TheDad
  • wenn ich das richtig sehe, beschränkt sich die angebliche "bekämpfung von fluchtursachen" derzeit vor allem darauf, die grenzen der länder, aus denen die menschen fliehen wollen, besser zu sichern. also nicht die ursachen zu bekämpfen, sondern die flucht zu verhindern.

    aktuelles beispiel merkel: "Insofern ist Ägypten ein wichtiger Partner, auch im Bereich der Migration. Wir haben hier darüber gesprochen, dass Ägypten seine Seegrenze exzellent absichert, sodass es, von Ägypten ausgehend, de facto keine Migration nach Europa gibt, obwohl in Ägypten sehr viele Flüchtlinge leben."

    www.bundeskanzlerin.de/bkin-de/aktuelles/pressekonferenz-von
    -bundeskanzlerin-merkel-und-dem-aegyptischen-praesidenten-ab
    delfattah-al-sisi-1543870



    das ist einfach nur zynisch. wenn wir die politik beim wort nehmen wollen, müssen völlig andere maßnahmen entwickelt und eingefordert werden, wie z.b. die stärkung demokratischer und menschenrechtlich aktiver organisationen vor ort.

    deinen vergleich von menschenunwürdigen schikanen bei alg-ii und menschenrechtsstandards bei der "entwicklungshilfe" finde ich leider nicht besonders passend.
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#22 Homonklin44Profil
  • 02.11.2018, 00:27hTauroa Point
  • Antwort auf #3 von ursus
  • Wenn man das entsprechend überschaubar und kontrolliert managen kann, und sich das nicht zu einem Hilfen-Exploit entwickelt, wo diese Gelder dann über irgendwelche düsteren Kanäle abgezweigt werden, halte ich es durchaus für konsensfähig. Man könnte etwa von Verfolgung Bedrohten so helfen, aus diesem Land zu entkommen.

    Um denen da eine vernünftige humanistische Betrachtungsweise zu vermitteln, müssten wohl erst mal ihre kolonialzeitlichen und religioten Altlasten weg, es könnte evtl. ein Wiederidentifizieren mit ihren ursprünglichen Kulturen befördert werden. Wenn das natürlich auch Homophobie fördert, kann man Pech haben. Möglich ist aber, dass die vor-missionarische Kultur gar kein Problem mit LGBTIQ*-Menschen hatte. Weiß da jemand was darüber?
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#23 MariposaAnonym
  • 02.11.2018, 09:25h
  • Immer die gleiche menschenverachtende Grütze von sogenannten "Christen". In kann mir nicht vorstellen, daß die Denunziation und Verfolgung von Schwulen in irgendweiser Weise mit Jesus Christus vereinbar ist - sofern man an ihn glaubt.

    Jedenfalls braucht mir hier keiner mehr zu kommen und sich über Christenverfolgung zu beschweren., wenn man im Prinzip die gleiche Weltanschauung wie Islamisten hat.
    Entwicklungshilfe ist konsequent zu streichen.
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#24 TheDadProfil
  • 02.11.2018, 11:46hHannover
  • Antwort auf #21 von ursus
  • ""deinen vergleich von menschenunwürdigen schikanen bei alg-ii und menschenrechtsstandards bei der "entwicklungshilfe" finde ich leider nicht besonders passend.""..

    Ich habe auch nicht behauptet daß der passend wäre..
    Nur angemerkt daß wir Funktionen nutzen und übertragen wollen, die wir selbst für uns in unserem Land nicht angewendet wissen wollen..

    Was dazu führen kann, daß sich andere Staaten dann genauso wie wir entscheiden, so weit sie das dann können, und auf Projekte die nur Menschenrechtliche Verbesserungen schaffen und fördern würden, einfach verzichten..
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#25 TheDadProfil
  • 02.11.2018, 11:53hHannover
  • Antwort auf #23 von Mariposa
  • ""Entwicklungshilfe ist konsequent zu streichen.""..

    Was genau veranlasst Dich jetzt an dieser Stelle die Idee des
    "konsquent steichens"
    unbeirrt von den vorhergehenden Kommentaren weiter zu verfolgen ?

    Ignoranz ?

    Weil es einfach schwer fällt "Entwicklungshilfe" endlich mal als das zu sehen, was sie sein soll ?
    HILFE zur Entwicklung ?
    Die sich NICHT allein auf wirtschaftliche Prozesse in Zwischenstaatlichen Beziehungen reduzieren darf, sondern vor allem auch einen Einfluß auf die Entwicklung der Gesellschaften vor Ort ausüben muß..

    Streicht man mit der Entwicklungshilfe gleichzeitig diese Einfluß-Möglichkeit, auch weil man einfach zu faul ist diese Möglichkeiten des Einflußes auf Erwünschtes und unerwünschtes hin auszuwählen, dann entwickelt sich dort auch nichts, und die Gesellschaften bleiben so wie sie sind..

    Mit allen Konsequenzen für Unterdrückte und Diskriminierte !
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#26 DommkupfAnonym
#27 TheDadProfil
  • 03.11.2018, 12:05hHannover
  • Antwort auf #26 von Dommkupf
  • ""Geldzuwendungen an die Führer haben für die Unterdrückten aber noch härtere Konsequenzen.""..

    Wie kommst Du nun auf die Idee, ich würde solche "Geldzuwendungen" irgendwie unterstützen ?

    Ich finde es einfach absurd daß man von anderen Menschen erwartet, was man für sich selbst ablehnt..

    Damit verbunden ist hier auf der politischen Ebene die vollständige Gleichberechtigung&Gleichstellung der Gesellschaft auf allen Ebenen..

    Wer das in seiner Gesellschaft nicht gewährleistet, kann das auch nicht von anderen Staaten verbunden mit "Entwicklungshilfe" erwarten..

    Und hier gibt es dann auch keinen "verzögernden Faktor" den man einbeziehen könnte, denn es geht bei der "Entwicklungshilfe" nicht singulär um Menschenrechte für LGBTTIQ*-Menschen, sondern immer um alle Menschen in diesen Staaten..
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