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Grindr-Date

Wiener Arzt vergewaltigt: Dreieinhalb Jahre Haft

Ein wegen Vergewaltigung angeklagter 26-Jähriger behauptet, aus Versehen auf sein Opfer gefallen und in ihn eingedrungen zu sein. Die Richterin schenkte dieser Version keinen Glauben.


Das Urteil gegen den Angeklagten ist noch nicht rechtskräftig (Bild: James Burke / flickr)

Ein 26-jähriger syrischer Asylbewerber ist am Dienstag in Wien zu einer dreieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt worden, weil er einen jungen schwulen Arzt brutal vergewaltigt haben soll. Der mutmaßliche Täter, der laut österreichischen Medienberichten eine Ehefrau in Syrien haben soll, legte Rechtsmittel gegen seine Verurteilung ein. Er befindet sich bis zur nächsten Berufungsverhandlung auf freiem Fuß.

Die beiden Männer hatten sich über die Dating-App Grindr kennengelernt. Der Arzt, ein Mittzwanziger, habe laut eigener Aussage den Syrer zunächst in seine Wohnung eingeladen, aber dann nach dem Vorspiel doch keinen Lust auf Sex mehr gehabt. "Ich wollte dann nicht mehr. Ich habe es mir anders vorgestellt", sagte er als Zeuge bei der Verhandlung im Landesgericht für Strafsachen. Obwohl der Arzt "Nein" gesagt habe und seinen Besucher wegdrückte, habe dieser nicht abgelassen. "Ich habe versucht, mich zu wehren", erklärte er. Doch sein Gegenüber habe ihm am Nacken gepackt und sei bareback in ihn eingedrungen, obgleich die beiden zuvor die Nutzung von Kondomen vereinbart hätten. Nach der Vergewaltigung habe der Täter den Arzt "nur angegrinst" und dann schnell die Wohnung verlassen.

Der Arzt habe dann eine Postexpositionsprophylaxe (PEP) eingenommen, die das Risiko einer HIV-Infektion minimiert. Zwei Tage nach dem Vorfall erstattete er Anzeige bei der Polizei.

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Angeklagter: Arzt näherte sich mir "feminin" an

Der Angeklagte präsentierte dagegen eine andere Version der Ereignisse und erklärte, er sei unschuldig. Er behauptete laut Medienberichten vor Gericht, er nutze Grindr nur "an Feiertagen, um Personen zu treffen, die das gleiche wollen wie ich". Der Arzt habe sich ihm in der Wohnung "feminin angenähert". Auf einem Hochbett habe der Arzt dann ruckartige Bewegungen gemacht, woraufhin der Syrer das Gleichgewicht verloren und auf den Mann gefallen sei. "Dabei bin ich in ihm eingedrungen. Das hat mir überhaupt nicht gefallen", wird die Aussage des Angeklagten zitiert. Jetzt fühle er sich "ausgetrickst".

Richterin Elisabeth Reich glaubte dieser abenteuerlichen Erklärung nicht. In ihrer Urteilsbegründung argumentierte sie, dass der Angeklagte, obgleich er nicht gut Deutsch könne, das Wort "Nein" verstehen würde. Sie attestierte dem Arzt, dass er natürlich das Recht habe, "sich umzuentscheiden". (cw)



#1 schwarzerkater
  • 01.11.2018, 08:01h
  • unglaublich die begründung des syrers. aus versehen in ihn eingedrungen. das erinnert mich stark an "little britain", wenn der politiker mit frau und kindern vor die kameras tritt und immer wieder erklärt, wie es zu den sexuellen handlungen kam.
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#2 NiklsAnonym
#3 PietruchaAnonym
#4 Ralph
#5 VladimirAnonym
  • 01.11.2018, 16:59h
  • Es hört sich an wie eine Seifenoper. Hier ist alles: Ein guter deutscher Arzt, ein böser Flüchtling aus Syrien und ein Geschlechtsakt ohne Kondom.
    Da ist "Little Britain" im Arsch! Sorry ,-)
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#6 Der DeutscheAnonym
  • 02.11.2018, 08:56h
  • Daß nach einmaliger Benennung des "syrischen Asylbewerbers" nur noch vom "Syrer", statt vom "Täter" die Rede ist - im Artikel wie in den Kommentaren - , ist doch alarmierend. Girls, get a grip!

    Natürlich ist die Tat selbst schrecklich und zu verurteilen.
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