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Coca-Cola und Co.

USA: Großkonzerne kritisieren Trump für Trans-Diskriminierung

Die von der Trump-Regierung geplante Ausweitung der Diskriminierung von Transpersonen könne negative Auswirkungen auf die Wirtschaft haben, warnen dutzende Konzerne. Auch eine deutsche Firma unterzeichnete die Erklärung.


Auch das amerikanische Traditionsunternehmen Coca-Cola will verhindern, dass Transpersonen von der Trump-Regierung diskriminiert werden (Bild: slgckgc / flickr)

56 in den Vereinigten Staaten tätige Großunternehmen haben ein Dokument unterzeichnet, in dem sie die Trump-Regierung auffordern, Transpersonen gleich zu behandeln. Unter den Firmen befinden sich weltweit tätige Konzerne wie Coca-Cola, Pepsi, Nike, Levi Strauss, Apple, IBM, Airbnb, Uber, Microsoft, Facebook und Amazon. Als einziges deutsches Unternehmen schloss sich die Deutsche Bank der am Donnerstag veröffentlichten Erklärung an. Die Firmen beschäftigen allein in den USA rund fünf Millionen Menschen und haben einen Umsatz von insgesamt 2,4 Billionen Dollar.

Anlass für das Schreiben ist ein im vergangenen Monat bekannt gewordener Plan der Trump-Regierung, durch den künftig die Existenz von Transpersonen regelrecht geleugnet wird, indem das anerkannte Geschlecht nur noch von den Genitalien einer Person zur Geburt abhängig gemacht wird. Das könnte einschneidende Auswirkungen auf die Betroffenen haben, etwa beim Diskriminierungsschutz oder dem Zugang zur Krankenversicherung (queer.de berichtete). Trans-Organisationen warnten, aufgrund der geplanten Änderungen herrsche Panik bei Betroffenen. Der Telefonberatungsdienst Trans Lifeline meldete etwa am Tag nach der Bekanntgabe der geplanten neuen Richtlinien vier Mal so viele Anrufe wie üblich.

Twitter / TransLifeline

"Was Trans-Personen schadet, schadet unseren Unternehmen."

Die unterzeichnenden Unternehmen erklärten, sie stünden auf der Seite "der Millionen von Menschen in Amerika, die sich als transgender, nicht-binär oder intersexuell identifizieren". Diese Menschen müssten, wie alle anderen auch, "mit Respekt und Würde" behandelt werden.

"Wir lehnen jegliche Versuche durch die Verwaltung oder den Gesetzgeber ab, den Schutz von Transpersonen aufzuheben", heißt es in dem Papier. Auch die Privatsphäre dieser Menschen müsse geachtet werden. Die Unternehmen stellten ferner klar, dass Vielfalt "gut fürs Geschäft" sei und Diskriminierung "enorme Kosten" verursache. "Transpersonen sind geliebte Familienmitglieder, Freunde und Kollegen. Was Trans-Personen schadet, schadet unseren Unternehmen." (dk)

We're proud to sign this letter with over 50 other companies in support of transgender, gender non-binary and intersex…

Gepostet von LGBTQ@Facebook am Donnerstag, 1. November 2018
Facebook / LGBTQ@Facebook | Auch Facebook gehört zu den Unternehmen, die sich der Erklärung angeschlossen haben



#1 alter schwedeAnonym
  • 02.11.2018, 12:53h
  • OK, bestimmte amerikanische Produkte sind bei mir eh schon auf dem Index. (Kraft, Coca Cola, Kelloggs Wer gerne Fleisch ißt und boykottieren will sollte nachforschen ob hinter seinem Metzger des Vertrauens nicht Tyson Foods, eine der größten amerikanischen Fleischereiketten steckt. Zu Tyson Foods ist bezeichnendes im Web zu finden. Z.B.: (Besonders stark ist die christliche Firmenkultur im Konzern verankert. So werden Kunden aufgefordert, sich ein Gebetbuch auf der Website herunterzuladen und dies während des Essens zu lesen.)
    Auch italiensische Produkte meide ich seit der Regierungsübernahme durch die Populisten (Grundsätzlich jedes italienische Gemüse, Teigwaren, Öl, etc.).
    Ob das nun in der Wirtschaft wahrgenommen wird, wage ich zu bezweifeln. Boykott ist ne persönliche Sache und hat eigentlich mit dem eigenen Selbstwertgefühl zu tun. Ich bin auf jeden Fall dankbar für den Hashtag. Auf der Liste stehen zwar auch Kandidaten bei denen sich mir die Zehennägel umkrempeln, es ist aber trotzdem gut zu wissen, wer Donald ein wenig auf die Finger sieht.
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#2 Simon HAnonym
  • 02.11.2018, 16:04h
  • "Was Trans-Personen schadet, schadet unseren Unternehmen."

    Da sieht man wieder mal, dass Homophobie und Transphobie auch der Wirtschaft schaden.

    Das erkennen immer mehr Unternehmen.

    Nur die Politik scheint das nicht zu kapieren. In den USA genauso wie in Deutschland. Für ihren Hass sind die sogar bereit der Wirtschaft und damit der ganzen Gesellschaft zu schaden.
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#3 Patroklos
#4 la_passanteAnonym
  • 03.11.2018, 21:31h
  • Es ist mir schietegal, was dem Kapital nutzt oder schadet, ich sähe gerne meine Grundrechte respektiert und angewandt, unabhängig von der Wirtschaftslage. So wie das in den einschlägigien Texten und Vertragswerken auch vorgesehen ist.
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#5 CanadianSarahAnonym
  • 04.11.2018, 02:57h
  • Antwort auf #2 von Simon H
  • Wer aber, wie Amazon, keinen richtiges Gehalt zahlt und keine Healthbenefits anbietet, zerstört auch das Leben von Transpersonen finanziell. Das ist viel mehr Augenwischerei und ist eher bei der Teppichetage anzuwenden. Im generellen achten Unternehmen nur ums Geldmachen und nicht um das Wohl ihrer Mitarbeiter. Und trans wird immernoch unter dem Tisch fallengelassen, ausgegrenzt oder Gatekeeping veranstaltet.
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#6 TheDadProfil
  • 04.11.2018, 14:25hHannover
  • Antwort auf #5 von CanadianSarah
  • ""Wer aber, wie Amazon, keinen richtiges Gehalt zahlt und keine Healthbenefits anbietet, zerstört auch das Leben von Transpersonen finanziell.""..

    Das ist sicher ein wichtiger Aspekt..
    Den man hier aber mMn nicht so plakativ als "anti-trans*" darstellen kann, denn auch Konzerne wie Amazon machen nur, was die US-Amerikanische Wirtschaft vorgibt, weil sich die US-Amerikanische Bevölkerung dazu entschieden hat dieses System nicht zu verändern, und wendet Arbeitsrecht vor dem "US-Amerikanischem Traum des vom Tellerwäscher zum Millionär" konsequent an..

    Das sehr viele US-Konzerne ihren Arbeitskräften keine Krankenversicherung als Teil des Einkommens bezahlen, oder man diese Versicherung verliert wenn man den Job wechselt oder verliert ist eine generelle Schieflage der US-Amerikanischen Gesellschaft, und steht damit generell gegen Menschenrechte..
    Und das dann gegen die Menschenrechte ALLER Bürger und Bevölkerungsschichten..
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#7 MarkKerzmanProfil
  • 05.11.2018, 01:16hVenice Beach
  • Antwort auf #6 von TheDad
  • >> Das sehr viele US-Konzerne ihren Arbeitskräften keine Krankenversicherung als Teil des Einkommens bezahlen, oder man diese Versicherung verliert wenn man den Job wechselt oder verliert ist eine generelle Schieflage der US-Amerikanischen Gesellschaft, und steht damit generell gegen Menschenrechte.. <<

    Anders herum wird ein Schuh draus: seit der Verbindung von Gehalt und Krankenversicherung unter F.D.R. haben sich Arbeitgeber den Zugriff zu Informationen über den Gesundheitszustand ihrer Mitarbeiter verschafft; erst durch diesen schäbigen Trick sind sie in der Lage, herumzuschnüffeln und Arbeiter und Angestellte vor die Tür zu setzen. Ich bin seit Mitte Oktober teaching assistant an der Uni und habe es wie die meisten meiner Kollegen explizit abgelehnt, mich in den Krakengriff der Universitäts-Versicherungen zu begeben. So erhalte ich $87 pro Monat mehr Gehalt und kann (ziemlich) sicher sein, mein Arbeitgeber bleibt auf Abstand von meinen Krankheits/Gesundheits-Infos. Meine private Versicherung kostet z.Z. mit Unterstützung durch Obamacare $103 pro Monat, da ich noch unter 21 Jahre alt bin. Die Verbindung von Gehalt und Krankenversicherung basiert von Anfang an auf einer üblen Mauschelei zwischen Regierung und Versicherungs-Konzernen mit dem (von der F.D.R-Regierung womöglich nicht vorhergesehenen und nicht gewollten) Resultat, daß sich Arbeitgeber jederzeit Einsicht in die Krankengeschichte ihrer Arbeitnehmer verschaffen können: bad, bad!
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#8 TheDadProfil
  • 05.11.2018, 10:49hHannover
  • Antwort auf #7 von MarkKerzman
  • ""Anders herum wird ein Schuh draus: seit der Verbindung von Gehalt und Krankenversicherung unter F.D.R. haben sich Arbeitgeber den Zugriff zu Informationen über den Gesundheitszustand ihrer Mitarbeiter verschafft; erst durch diesen schäbigen Trick sind sie in der Lage, herumzuschnüffeln und Arbeiter und Angestellte vor die Tür zu setzen.""..

    Dieser Nebenaspekt hat mit der Antwort auf "CanadianSarah" genau was zu tun ?

    Natürlich spionieren Arbeitgeber ihre Angestellten aus..
    Exakt dazu haben andere Länder wie die BRD es vermieden den Arbeitgebern Zugriff auf Gesundheitsdaten zu verschaffen..

    Dessen ungeachtet ist dies aber immer noch kein singulär Trans*-Menschen betreffendes Problem..
    Es betrifft alle Angestellten..
    Exakt deshalb ist die geäußerte Empörung

    ""Wer aber, wie Amazon, keinen richtiges Gehalt zahlt und keine Healthbenefits anbietet, zerstört auch das Leben von Transpersonen finanziell.""

    einfach unvollständig..
    Und sie betrifft nur die Konzern-Teile die in den USA wirtschaften, denn in Europa gelten auch für Amazon andere Gesetze für Arbeitsverträge..

    Hier lautet dann die Kritik
    "es muß denen verboten werden sich mit einer gesetzeslücke ein heer aus geringfügig beschäftigten zu halten, die immer nur bei bedarf arbeiten"..

    Insgesamt ist Dein Aspekt selbstverständlich wichtig, denn der Umgang von Arbeitgebern mit den persönlichen Daten von Angestellten ist generell ein Problem das dringend gelöst werden muß..
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#9 AnonymAnonym
#10 RyluriAnonym