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Coca-Cola und Co.

USA: Großkonzerne kritisieren Trump für Trans-Diskriminierung

Die von der Trump-Regierung geplante Ausweitung der Diskriminierung von Transpersonen könne negative Auswirkungen auf die Wirtschaft haben, warnen dutzende Konzerne. Auch eine deutsche Firma unterzeichnete die Erklärung.


Auch das amerikanische Traditionsunternehmen Coca-Cola will verhindern, dass Transpersonen von der Trump-Regierung diskriminiert werden (Bild: slgckgc / flickr)

  • 2. November 2018, 11:03h 11 2 Min.

56 in den Vereinigten Staaten tätige Großunternehmen haben ein Dokument unterzeichnet, in dem sie die Trump-Regierung auffordern, Transpersonen gleich zu behandeln. Unter den Firmen befinden sich weltweit tätige Konzerne wie Coca-Cola, Pepsi, Nike, Levi Strauss, Apple, IBM, Airbnb, Uber, Microsoft, Facebook und Amazon. Als einziges deutsches Unternehmen schloss sich die Deutsche Bank der am Donnerstag veröffentlichten Erklärung an. Die Firmen beschäftigen allein in den USA rund fünf Millionen Menschen und haben einen Umsatz von insgesamt 2,4 Billionen Dollar.

Anlass für das Schreiben ist ein im vergangenen Monat bekannt gewordener Plan der Trump-Regierung, durch den künftig die Existenz von Transpersonen regelrecht geleugnet wird, indem das anerkannte Geschlecht nur noch von den Genitalien einer Person zur Geburt abhängig gemacht wird. Das könnte einschneidende Auswirkungen auf die Betroffenen haben, etwa beim Diskriminierungsschutz oder dem Zugang zur Krankenversicherung (queer.de berichtete). Trans-Organisationen warnten, aufgrund der geplanten Änderungen herrsche Panik bei Betroffenen. Der Telefonberatungsdienst Trans Lifeline meldete etwa am Tag nach der Bekanntgabe der geplanten neuen Richtlinien vier Mal so viele Anrufe wie üblich.

/ TransLifeline

"Was Trans-Personen schadet, schadet unseren Unternehmen."

Die unterzeichnenden Unternehmen erklärten, sie stünden auf der Seite "der Millionen von Menschen in Amerika, die sich als transgender, nicht-binär oder intersexuell identifizieren". Diese Menschen müssten, wie alle anderen auch, "mit Respekt und Würde" behandelt werden.

"Wir lehnen jegliche Versuche durch die Verwaltung oder den Gesetzgeber ab, den Schutz von Transpersonen aufzuheben", heißt es in dem Papier. Auch die Privatsphäre dieser Menschen müsse geachtet werden. Die Unternehmen stellten ferner klar, dass Vielfalt "gut fürs Geschäft" sei und Diskriminierung "enorme Kosten" verursache. "Transpersonen sind geliebte Familienmitglieder, Freunde und Kollegen. Was Trans-Personen schadet, schadet unseren Unternehmen." (dk)

We're proud to sign this letter with over 50 other companies in support of transgender, gender non-binary and intersex…

Gepostet von LGBTQ@Facebook am Donnerstag, 1. November 2018
Facebook / LGBTQ@Facebook | Auch Facebook gehört zu den Unternehmen, die sich der Erklärung angeschlossen haben
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#1 alter schwedeAnonym
  • 02.11.2018, 12:53h
  • OK, bestimmte amerikanische Produkte sind bei mir eh schon auf dem Index. (Kraft, Coca Cola, Kelloggs Wer gerne Fleisch ißt und boykottieren will sollte nachforschen ob hinter seinem Metzger des Vertrauens nicht Tyson Foods, eine der größten amerikanischen Fleischereiketten steckt. Zu Tyson Foods ist bezeichnendes im Web zu finden. Z.B.: (Besonders stark ist die christliche Firmenkultur im Konzern verankert. So werden Kunden aufgefordert, sich ein Gebetbuch auf der Website herunterzuladen und dies während des Essens zu lesen.)
    Auch italiensische Produkte meide ich seit der Regierungsübernahme durch die Populisten (Grundsätzlich jedes italienische Gemüse, Teigwaren, Öl, etc.).
    Ob das nun in der Wirtschaft wahrgenommen wird, wage ich zu bezweifeln. Boykott ist ne persönliche Sache und hat eigentlich mit dem eigenen Selbstwertgefühl zu tun. Ich bin auf jeden Fall dankbar für den Hashtag. Auf der Liste stehen zwar auch Kandidaten bei denen sich mir die Zehennägel umkrempeln, es ist aber trotzdem gut zu wissen, wer Donald ein wenig auf die Finger sieht.
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#2 Simon HAnonym
  • 02.11.2018, 16:04h
  • "Was Trans-Personen schadet, schadet unseren Unternehmen."

    Da sieht man wieder mal, dass Homophobie und Transphobie auch der Wirtschaft schaden.

    Das erkennen immer mehr Unternehmen.

    Nur die Politik scheint das nicht zu kapieren. In den USA genauso wie in Deutschland. Für ihren Hass sind die sogar bereit der Wirtschaft und damit der ganzen Gesellschaft zu schaden.
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#3 PatroklosEhemaliges Profil