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Queen-Film

"Bohemian Rhapsody" spielt weltweit 141 Millionen Dollar ein

Die Queen-Biografie ist an den Kinokassen ein Erfolg: Der Film mit Rami Malek als Freddie Mercury spielte schon am ersten Wochenende die Produktionskosten locker ein.


Rami Malek begeistert Publikum und Kritiker als Freddie Mercury (Bild: 20th Century Fox)

"Bohemian Rhapsody" ist weltweit ein Erfolg an den Kinokassen: Der Film um Sänger Freddie Mercury und seine Kultband Queen spielte laut "Forbes" am vergangenen Wochenende rund 141 Millionen Dollar ein. Die Produktionskosten lagen um die 50 Millionen Dollar.

Allein in den Vereinigten Staaten und Kanada gaben Kinobesucher bereits 50 Millionen Dollar aus und katapultierten die britisch-amerikanische Produktion damit deutlich an die erste Stelle. Auf den Plätzen zwei und drei folgten der ebenfalls neu eingestiegene Fantasyfilm "Der Nussknacker und die vier Reiche", der rund 20 Millionen Dollar einspielte, sowie die romantische Komödie "Nobody's Fool", die 14 Millionen Dollar an Einnahmen generieren konnte.

Kritiker gespalten

Kritiker waren über den Film gespalten: Einhellig Lob erhielt der amerikanische Schauspieler Rami Malek für seine Darstellung des bisexuellen Frontmanns Freddie Mercury. Auch die Darstellung der musikalischen Auftritte der Band begeisterten die Kritiker. Geteilte Meinungen gab es über die Qualität der Filmhandlung; so wurde mehrfach kritisiert, dass die Geschichte zu oberflächlich erzählt werde. Außerdem komme der LGBTI-Bezug ein wenig zu kurz – das könnte insbesondere am Ziel der Filmemacher gelegen haben, dass "Bohemian Rhapsody" in den USA als jugendfrei (PG-13) eingestuft wird.

"Bohemian Rhapsody" könnte auch bei den Oscars eine Rolle spielen, insbesondere Rami Malek werden gute Chancen eingeräumt, die Trophäe als bester Hauptdarsteller zu gewinnen. Laut Wettbüros gehört er neben Bradley Cooper ("A Star Is Born") Christian Bale und ("Vice") zu den Favoriten.

Lange Enstehungsgeschichte

Der Queen-Film hat eine lange Entstehungsgeschichte: Bereits 2010 wurde bekannt gegeben, dass Sacha Baron Cohen ("Borat", "Brüno", "Who Is America") die Rolle des Freddie Mercury übernehmen werde (queer.de berichtete). Nach jahrelangen Debatten warf der britische Komiker schließlich 2013 das Handtuch – angeblich wegen "kreativen Differenzen" mit Mercurys ehemaligen Bandkollegen. Gitarrist Brian May bezeichnete Cohen später in einem Interview als "Arsch". Nach dem Abgang Cohens war eine Weile lang auch der schwule Schauspieler Ben Whishaw ("A Very English Scandal") für die Rolle des Queen-Sängers im Gespräch.

Ebenso chaotisch verlief die Auswahl des Regisseurs: So übernahm der bisexuelle Amerikaner Bryan Singer die Regie, als der Film im Herbst letzten Jahres gedreht wurde. Als fast alle Dreharbeiten beendet waren, wurde er Anfang Dezember gefeuert – angeblich, weil er bei den Dreharbeiten in London wiederholt ohne Begründung nicht erschienen sei (queer.de berichtete). Ein möglicher weiterer Grund könnten die Vorwürfe mehrere Männer gewesen sein, die den Regisseur im Rahmen der damals beginnenden #MeToo-Debatte beschuldigten, sie sexuell missbraucht zu haben. Die Vorwürfe waren zwar bereits mehrere Jahre alt, allerdings gerieten sie in der Berichterstattung um Harvey Weinstein und Kevin Spacey erneut in die Schlagzeilen. Im Oktober verteidigte sich Singer erneut gegen neue Missbrauchsvorwürfe (queer.de berichtete).

Am Ende wurde Singer vom englischen Schauspieler Dexter Fletcher ersetzt, der zuletzt bei mehreren Filmen Regie führte, etwa bei "Eddie the Eagle – Alles ist möglich". Fletcher dreht mit "Rocketman" auch noch einen weiteren Biografie-Film über einen bekannten schwulen Sänger – über Elton John. Die Hauptrolle hat der Waliser Taron Egerton ("Kingsman") übernommen (queer.de berichtete). Bei "Bohemian Rhapsody" ist Singer offiziell als Regisseur des Films angegeben, während Fletcher als ausführender Produzent im Vorspann aufgeführt wird. (dk)



#1 SchleicheRAnonym
  • 05.11.2018, 12:57h
  • Oh Ha! Das freut mich, denn die letzte Kritik die ich über diesen Film gesehen habe war eher verhalten. Der Grund war, dass Freddy Mercury einfach so Aids bekam "Plötzlich war er krank". Dem Kritiker fehlte es wohl am Bezug zu seiner Homosexualität.
    Wo ich jetzt gerade darüber schreibe, könnte es auch sein, dass dieser Kritiker gerne einen expliziten Zusammenhang im Film gesehen hätte.

    Wie auch immer, ich habe viele CD´s von Queen hier zu Hause und höre immer wieder mal rein. Sogar meine Mutter mag die Musik *g*
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#2 andreAnonym
  • 05.11.2018, 16:53h
  • Antwort auf #1 von SchleicheR
  • Stimmt. Seine Krankheit soll fast keine Rolle spielen, weil die Handlung des Films, 6 Jahre vor seinem Tod aufhört. Hab ich in einer Kritik gelesen.
    Dann schaue ich mir lieber und noch einmal die 2 Stunden Reportage über Ihn "Freddy Mercury-The Great Pretender" an, die wieder am kommenden Freitag um 21:45 auf Arte läuft. Dort kommt das Thema vor, nach dem Kapitel mit Monsserat Caballe. Neben vielen Aussagen von Freunden. Ich gehe auch nur ungern ins Kino, zugegeben.
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#3 Alexander_FAnonym
  • 05.11.2018, 17:08h
  • Ich, der ich kaum einmal pro Jahr ins Kino gehe, habe das für diesen Film doch einmal getan, und ich muss sagen, dass ich es nicht bereut habe.
    Ich fand es vor allem sehr gelungen, dass sowohl die Problematik seines Schwulseins als auch seiner Betroffenheit von Rassismus und die einhergehende Verleugnung seiner Herkunft sehr subtil und natürlich, aber doch deutlich genug zur Sprache kommen. Definitiv einer der besten Streifen, die dieses Jahr rausgekommen sind, und von meinen Seiten eine definitive Empfehlung.
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