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Prävention soll verbessert werden

Bundesweite Studie zu Gesundheit und Sexualität gestartet

5.000 Frauen und Männer werden gebeten, Angaben zu ihren bisherigen Erfahrungen mit Liebe, Sexualität, Partnerschaft und Geschlechtskrankheiten zu machen.


Professoren der Uniklinik in Eppendorf leiten das Forschungsprojekt (Bild: Adams A / wikipedia)

  • 5. November 2018, 16:07h, noch kein Kommentar

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Emnid eine Befragung zur "Gesundheit und Sexualität in Deutschland – GeSiD" gestartet. Das dreijährige Forschungsprojekt wird gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die die Initiative am Montag in Köln vorstellte.

Die GeSiD-Studie soll erstmals bundesweit umfassende Basisdaten zu Beziehungen, Erfahrungen und sexuellen Einstellungen erheben und so eine Einschätzung der sexuellen Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland ermöglichen. Ein Schwerpunkt sind Verbreitung und Wissen über sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV, Chlamydien oder Syphilis. 5.000 Frauen und Männer im Alter von 18 bis 75 Jahren werden dazu in den kommenden Monaten befragt. Geleitet wird die Studie von Prof. Dr. Peer Briken und Prof. Dr. Arne Dekker vom Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie des UKE.

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Forscher fragen: Warum nehmen manche Geschlechtskrankheiten zu?

"Studien weisen darauf hin, dass in den letzten Jahren das Risiko, sich in Deutschland mit bestimmten sexuell übertragbaren Infektionen zu infizieren, wieder zugenommen hat", erklärte Professor Dekker. "Allerdings ist über den Zusammenhang zwischen der Häufigkeit bestimmter Infektionen und Merkmalen sexueller Gesundheit oder sexuellem Verhalten bislang wenig bekannt. Dies möchten wir durch die GeSiD-Studie ändern".

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hofft, mit der neuen Untersuchung eine "passgenaue und gelingende Prävention" leisten zu können, erklärte BzgA-Chefin Dr. Heidrun Thaiss. "Gerade im Bereich der sexuell übertragbaren Infektionen und der sexuellen Gesundheit fehlte es in Deutschland bisher an den entsprechenden Erkenntnissen. Deshalb begrüße ich es, dass wir mit dem UKE einen kompetenten Partner für diese Studie gefunden haben."

Die Teilnehmenden der Umfrage wurden zufällig aus den Registern der Einwohnermeldeämter gezogen. Die Teilnahme ist freiwillig. Alle Antworten werden vertraulich behandelt und in anonymisierter Form ausschließlich zu statistischen Zwecken ausgewertet. Erste Ergebnisse sollen Ende 2019 vorliegen. (pm/dk)