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Musikwettbewerb in Tel Aviv

42 Länder nehmen am ESC teil

Im kommenden Jahr werden 42 Länder um die Eurovision-Krone trällern. Ein Boykottaufruf von israelkritischen Künstlern lief damit ins Leere.


Alle 20 Jahre ist Israel dran: Nach 1979 und 1999 findet der Grand Prix nächstes Jahr zum dritten Mal im jüdischen Staat statt

Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hat am Dienstag bekannt gegeben, dass 42 Länder beim 64. Eurovision Song Contest kommendes Jahr in Tel Aviv teilnehmen werden. Das ist ein Teilnehmer weniger als im vergangenen Jahr.

Einzige Veränderung im Vergleich zum Vorjahr ist die Absage Bulgariens. Vergangenen Monat kündigte der austragende Sender BNT an, aus finanziellen Gründen nicht mehr anzutreten. Bulgarien war 2005 erstmals beim ESC dabei gewesen. Bereits 2014 und 2015 nahm das Land aus finanziellen Gründen nicht am Gesangswettbewerb teil. In den letzten drei Jahren schnitten die bulgarischen Beiträge recht gut ab: Drei Mal qualifizierte man sich für das Finale und konnte dort den 4. Platz (Poli Genowa mit "If Love Was A Crime"), den 2. Platz (Kristian Kostow mit "Beautiful Mess") und den 14. Platz (Equinox mit "Bones") erringen.

Der ESC findet nächsten Jahr in Israel statt, nachdem Netta Barzilai in Lissabon mit ihrem Song "Toy" den Sieg davontragen konnte. Die Sängerin ist eine aktive Unterstützerin der LGBTI-Community (queer.de berichtete).

Die beiden Halbfinals werden am 14. und 16. Mai stattfinden, das Finale dann am 18. Mai. Das Motto des Wettbewerbs wird "Dare to Dream" (Wage zu träumen) lauten. Der letzte ESC in Portugal stand noch unter dem Slogan "All Aboard!" (Allen an Bord).

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Kein Erfolg für Boykottaufruf

Mit der Teilnahme fast aller Länder aus dem vergangenen Jahr lief Boykottaufruf gegen den ESC ins Leere, den 140 Kulturschaffende aus Europa, Nordamerika und Australien im Spätsommer unterzeichnet hatten (aber kein einziger deutscher oder österreichischer Künstler). Zu den Unterstützern gehören der britische Musiker Roger Waters (Pink Floyd), der schweizerische Künstler Michel Bühler sowie der in Deutschland populäre belgische Sänger Helmut Lotti. Auch ehemalige ESC-Teilnehmer schlossen sich an, etwa Charlie McGettigan (ESC-Sieger 1994), Kaija Kärkinen (für Finnland beim ESC 1991) und Kyösti Laihi von der finnischen Band Boulevard (ESC 1988).

In dem Aufruf kritisieren die Künstler, dass der ESC in Israel stattfindet, weil dieses Land eine schlechte Menschenrechtspolitik betreibe. Spezifisch wird die israelische Politiker gegenüber Palästinensern kritisiert. Die Aktion ist Teil der BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen), die einen Komplettboykott des jüdischen Staates anstrebt. Viele Politikwissenschaftler stufen diese Bewegung als antisemitisch ein; in Deutschland wird sie wegen Parallelen zur Nazi-Politik ("Deutsche, wehrt euch, kauft nicht bei Juden") kritisiert.

ARD sucht deutschen Teilnehmer mit Casting

Der deutsche Beitrag wird nach dem erfolgreichen vierten Platz von Michael Schulte im vergangenen Jahr wie im letzten Jahr abgehalten: Den Eurovision-Hit 2019 soll unter anderem eine aus 100 Mitgliedern bestehende Eurovisions-Jury finden, die bereits ihre Arbeit aufgenommen hat. Von ursprünglich 965 infrage kommenden Kandidaten aus Bewerbungen und internen Empfehlungen mussten die Mitglieder laut NDR 198 auf ihre ESC-Tauglichkeit bewerten. Die 50 Acts mit den höchsten Bewertungen kamen weiter und wurden in einer zweiten Runde den 20 Experten der internationalen Fachjury vorgelegt, die eine weitere Auswahl vornahm. 15 ausgewählte Kandidaten durchliefen vor einem Monat einen ersten Workshop in Köln. Jetzt wird erneut eine Auswahl vorgenommen.

Im kommenden Frühjahr soll dann in einer live im Fernsehen übertragenen Show aus voraussichtlich sechs Bewerberinnen und Bewerbern der beste Song herausgefiltert werden. Als Moderatorin der Sendung steht bereits jetzt Barbara Schöneberger fest (queer.de berichtete). (dk)



#1 Bonifatius 49Anonym
  • 07.11.2018, 15:14h
  • Israel ist im gesamten Nahen Osten mit Abstand das LSBTI freundlichste Land und hat seit 1949 als einziges Land eine durchgehend funktionierende Demokratie.

    Klar kann der Esc in Tel-Aviv stattfinden.

    Kritiker sollten sich besser um die Zustände in Iran, in Pakistan, in Saudi-Arabien oder Jemen kümmern, wo homosexuelle Menschen im Gefängnis landen, wenn sie Sex haben.
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#2 remixbeb
#3 Patroklos
  • 07.11.2018, 19:47h
  • ich hatte gehofft, daß Bulgarien doch noch mit ins Boot geholt wird, aber anscheinend war die Petition des bulgarischen OGAE und der Fans erfolglos, hat also leider nicht die erforderlichen Unterschriften erhalten.
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#4 MalGuckenAnonym
#5 TheDadProfil
  • 07.11.2018, 22:11hHannover
  • Antwort auf #1 von Bonifatius 49
  • ""Kritiker sollten sich besser um die Zustände in Iran, in Pakistan, in Saudi-Arabien oder Jemen kümmern, wo homosexuelle Menschen im Gefängnis landen, wenn sie Sex haben.""..

    Du solltest dich mal lieber mit den Inhalten der Artikel befassen..
    Machst Du auch nicht..
    Was wahrscheinlich an den gleichen Gründen liegt..
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#6 Lux1211Anonym
#7 schwarzerkater
  • 09.11.2018, 04:59h
  • falls ich die möglichkeite habe, werde ich wiederum alle "kultur"schaffenden boykottieren, die sich öfffenlich für diese unsägliche BDS-Bewegung einsetzen.
    israel ist weit und breit die einzige demokratie im nahen osten. und dass sich "künstler" für korrupte länder einsetzen, die mit EU-Gelder für Soziales lieber Waffen kaufen ... wer kann in solche köpfe blicken und das verstehen?
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