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Absturz nach Casting-Höhenflug

Schwuler DSDS-Dritter Manuel Hoffmann muss ins Gefängnis

Der DSDS-Kandidat von 2010 wird die nächsten Jahre wegen versuchten Mordes hinter Gittern verbringen. Der 27-Jährige hatte seinen ebenfalls homosexuellen Mitbewohner töten wollen.


2010 strahlte Hoffmann noch unbekümmert in PR-Fotos für "Deutschland sucht den Superstar" (Bild: RTL)

Die Verurteilung von Manuel Hoffmann zu neun Jahren Haft ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe lehnte in einer am Dienstag bekannt gegebenen Entscheidung eine Revision des 27-Jährigen gegen ein Urteil des Limburger Landgerichts ab. Der Sänger, der 2010 in der siebten Staffel der Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" Dritter wurde, war im März wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit Körperverletzung schuldig gesprochen worden.

Die zweite Strafkammer des Landgerichts hatte es als erwiesen angesehen, dass Hoffmann seinen ebenfalls homosexuellen Mitbewohner in der gemeinsamen Wohnung im hessischen Luftkurort Braunfels (Lahn-Dill-Kreis) im Mai 2017 umbringen wollte. Der Sänger befindet sich bereits seit dem Vorfall in Untersuchungshaft.

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Opfer erlitt Schädelhirntrauma und Schädeldachfraktur

Hoffmann hatte demnach den 30-jährigen Peter W. unter einem Vorwand in sein Schlafzimmer geführt und dort mit einem Pokal mit Steinsockel auf ihn eingeschlagen. Dabei traf er elf Mal den Kopf seines Opfers. W. zog sich ein Schädelhirntrauma, eine Schädeldachfraktur und Kopfplatzwunden zu. Zudem schlug der Angeklagte 22 Mal auf Hände und Arme von W. ein.

Laut dem Gericht war der Mordversuch eine Beziehungstat: Hoffmann habe sich von seinem Mitbewohner erdrückt gefühlt – der Angeklagte behauptete, dass der 30-Jährige ein sexuelles Interesse an ihm gehabt habe. "Eines Abends kam er zu mir ins Zimmer, wollte mit mir reden. Da Sex so wichtig für mich sei, könne er es mir auch oral machen. Das könne man ja machen unter Freunden. Ich habe abgelehnt", sagte Hoffmann laut "Bild" während des Prozesses.

W. beschrieb vor Gericht die Tat unter Tränen: "Ich dachte: Er ist der beste Mensch auf Erden, das kann nicht sein. Er hat weiter geschlagen, weiter geschlagen." Dann habe er gesehen, dass der Angeklagte mit einem Pokal auf ihn eingeprügelt habe, der anschließend zerbrach. "Dann schlug er mit dem steinernen Sockel weiter. Das Blut hat gespritzt, überallhin." Er sei überzeugt gewesen, dass ihn sein Mitbewohner habe töten wollen.

Bei seiner DSDS-Teilnahme war die Homosexualität des damals 19-jährigen Hoffmann ein Thema: Nachdem er ins Finale einzog, sagte er in der "Bild"-Zeitung, dass er Männern nicht ganz abgeneigt sei (queer.de berichtete). Später berichtete das Boulevardblatt über einen angeblichen Lover, den der DSDS-Halbfinalist aber als Stalker bezeichnete (queer.de berichtete). Eine Musikkarriere blieb für Hoffmann trotz seines 3. Platzes bei DSDS aus. (cw)



#1 Danny387Profil
  • 07.11.2018, 16:20hMannheim
  • Da bleibt mir die Spucke weg bei so einer Geschichte. Einfach nur schlimm. Wie kann das nur sein? :-(
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#2 Patroklos
#3 TomDarkProfil
  • 07.11.2018, 20:18hHamburg
  • Wenn man sich erdrückt fühlt und sich von jemanden befreien will, greift man besser auf legale Mittel zurück.

    Vielleicht Flucht, Umzug, Trennung..?

    Muss wohl eine echte Hass-Liebe gewesen sein, sonst setzt man nicht sein ganzes Leben aufs Spiel wegen eines Streits.
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#4 UrBayerAnonym
#5 LuxxAnonym
  • 08.11.2018, 00:06h
  • Mir fehlt in dem Beitrag wie sich der Verurteilte zur Tat selbst geäußert hat.

    Zudem wurde bei der Berufung versäumt zu bemängeln, dass es gar kein psychologisches Gutachten über den Angeklagten, wie es bei solch schweren Straftaten üblich ist, erstellt wurde. Oder blieb auch dieser Aspekt bisher unerwähnt?
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#6 Homonklin44Profil
  • 08.11.2018, 09:59hTauroa Point
  • Ob da mal nicht neben einer ggf. narzisstischen Persönlichkeit noch mehr verkehrt war.

    Man liest unterschiedliche Betrachtungsweisen im Netz. wenn aber einer so ausrastet, dass er trotz kaputt gehendem Gegenstand weiter zu drischt, war das keine momentane Wut.
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#7 schwarzerkater
  • 08.11.2018, 11:38h
  • "Eine Musikkarriere blieb für Hoffmann trotz seines 3. Platzes bei DSDS aus."
    bei den gefühlt 100 castingshows im deutschen fernsehen, bei denen nicht mal immer die ersten eine langfristige musikkarriere starten können, wohin dann mit den "gescheiterten"???
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#8 AFD-WatchAnonym
  • 08.11.2018, 12:12h
  • Antwort auf #7 von schwarzerkater
  • Vor allen Dingen scheint die Suche ja erfolgslos zu sein, wenn Deutschland nach gefühlt 100 Jahren NOCH IMMER (!) den Superstar sucht. Ja, wo isser denn?!? Anscheinend nicht zu finden!
    Die Sendung sollte sich in DSNIDS umbenannt werden.
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#9 PatroclownAnonym
#10 IgorAnonym
  • 08.11.2018, 15:50h
  • Es gibt immer noch einen Unterschied zwischen schwul und bisexuell und das ist Hoffmann wohl.
    Was einem zu so einer Tat treibt ist mir unverständlich. Wenn man mit jemanden zusammen in einer WG wohnt muss man wohl Kompromisse eingehen. Wenn man merkt der Mitbewohner will mehr und man möchte das nicht dann sollte man ausziehen und nicht versuchen dem Typen den Kopf einzuschlagen. Traurig wie ein talentierter, junger Mensch sein Leben wegwirft.
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