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Kommunalwahl in Kentucky

Homo-Hasserin Kim Davis als Chefin des Standesamts abgewählt

Kim Davis hatte mit ihrer Weigerung, gleichgeschlechtlichen Paaren Ehescheine auszugeben, für Empörung unter Schwulen und Lesben gesorgt. Jetzt haben ihr die Wähler ihres Heimatbezirks das Vertrauen entzogen.


Der Mugshot von Kim Davis, die 2015 in Beugehaft genommen wurde, nachdem sie sich geweigert hatte, Schwulen und Lesben Ehe-Scheine auszugeben

Bei den amerikanischen Midterm-Wahlen wurde nicht nur die Mitglieder des US-Kongresses neu gewählt und Gouverneursposten vergeben, viele kommunale Ämter standen ebenfalls zur Wahl. Auch die wegen ihrer Homophobie berüchtigte Republikanerin Kim Davis musste sich in ihrem ländlichen Heimatbezirk Rowan County in Kentucky der Wiederwahl als "City Clerk" (Stadtschreiberin) stellen – und unterlag dem demokratischen Gegenkandidaten deutlich. Als "City Clerk" war Davis auch Chefin des regionalen Standesamtes.

Laut lokalen Medien erreichte Kim Davis 3.566 Stimmen, den Demokraten Elwood Caudill Jr. wählten 4.210 Personen. Der Stimmenanteil für Davis lag damit bei lediglich 46 Prozent.

2014 war Davis als Demokratin in das Amt gewählt worden. Ein Jahr später trat sie aus der Partei aus und wurde Mitglied der Republikaner. Sie begründete den Schritt mit der ihrer Ansicht nach zu LGBTI-freundlichen Politik der Obama-Partei.

Davis ist Symbolfigur für Homo-Hasser

Die jetzt 53-jährige Kim Davis war 2015 zur Symbolfigur für homophobe Aktivisten geworden, als sie sich wegen ihres christlichen Glauben weigerte, in ihrem Bezirk gleichgeschlechtlichen Paaren Ehescheine auszustellen (queer.de berichtete). Für ihre Überzeugung verbrachte sie sogar fünf Tage in Beugehaft, nachdem sie eine gerichtliche Anordnung ignorierte (queer.de berichtete). Später erlaubte sie, dass ihre Mitarbeiter Ehe-Zertifikate auch an schwule und lesbische Paare abgeben dürfen, wollte diese aber nicht selbst unterzeichnen.

Twitter / LogoTV | Der schwul-lesbische Pay-TV-Kanal Logo machte sich auf Twitter über die Niederlage von Kim Davis lustig. Gezeigt wird ein Kurzvideo der Abschiedsformel für ausgeschiedene Kandidatinnen in der Realityshow "RuPaul's Drag Race"

Inzwischen kämpft Davis auch international gegen Homo-Rechte. So reiste sie letztes Jahr nach Rumänien, um für ein Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe zu werben (queer.de berichtete).

Bei den demokratischen Vorwahlen für den Posten des "City Clerk" hatte sich auch ein schwuler Mann beworben, dem Davis wegen seiner sexuellen Orientierung keinen Eheschein aushändigen wollte (queer.de berichtete). Dieser unterlag aber dem jetzigen Sieger Elwood Caudill Jr. (dk)



#1 matsAnonym
  • 07.11.2018, 16:46h
  • Zum Glück verstehen immer noch genug Amerikaner, dass Hass und pseudoreligiöse Überheblichkeit kein Programm sind - weder ein christliches noch ein demokratisch-politisches.
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#2 Patroklos
  • 07.11.2018, 19:44h
  • Das wurde endlich Zeit, daß diese Schreckschraube einen vor den Bug bekommen hat!
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#3 Gerlinde24Profil
#4 alter schwedeAnonym
  • 08.11.2018, 08:20h
  • Die guten und schönen Nachrichten aus den Staaten steigern sich diese Woche wirklich sprunghaft. Nun darf sich auch endlich Miss Davis von ihrem Posten als Stadtschreiberin verabschieden und eine neue Arbeit suchen. Bei ihren bis jetzt bekannt gewordenen Kompetenzwerten würde ich vorschlagen: Rheumadeckenverkäuferin! Es würde mich aber auch nicht wundern wenn man die Dame irgendwann in den kommenden Wochen in der Entourage vom dicken Donald als Stehlampe herumrumlungern sieht.
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#5 Homonklin44Profil
  • 08.11.2018, 09:50hTauroa Point
  • Eigentlich hätte die Saftkluntsche schon längst wegen Inkompetenz am Arbeitsplatz das Gebäude verlassen sollen, aber in den USA wo Religionsüberzeugung und Amt anscheinend zusammen gehören, braucht es dann andere Mittel und Wege.
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#6 Gerlinde24Profil
  • 08.11.2018, 11:10hBerlin
  • Antwort auf #4 von alter schwede
  • Da Mirs Davis schon genug Erfahrungen im Bereich Falschinformation und Propaganda hat, könnte sie doch für Donald "ich grabsche jede Pussy" Trump die Botschafterin für Homophobie und Transphobie abgeben, weil das etwas wäre, was sie als EINZIFSTES gut kann!
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#7 Gerlinde24Profil
#8 Bonifatius 49Anonym
#9 alter schwedeAnonym
  • 09.11.2018, 08:42h
  • Antwort auf #6 von Gerlinde24
  • Dazu müsste sie sich dann aber beim Einstellungsgespräch vom dicken Donald an den bestimmten Stellen begrapschen lassen und ich befürchte, daß sie das als urologische Untersuchung betrachtet, bei der ihre Kompetenz in gesundheitlichen Fragen überprüft wird. Als Folge davon würde sie dann vielleicht darauf bestehen als Gesundheitsinspektorin bei den Vereinten Nationen eingetzt zu werden und neben Homo- und Transphobie auch noch für Grippewellen, Diabetes mellitus, und Frauengeschichten zuständig zu sein.
    Hört sich abstrus an, wenn man aber bedenkt, daß erst vor zwei drei Wochen ein unter Vergewaltigungsverdacht stehender Herr (Brett Kavanaugh) oberster Richter geworden ist, scheint mir das nicht abwegig zu sein, sondern durchaus im Bereich der neuen unbegrenzten amerikanisch trumpesken Möglichkeiten zu liegen.
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#10 MariposaAnonym