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Nächstes Projekt für "Love, Simon"-Regisseur

Greg Berlanti inszeniert Rock-Hudson-Biografiefilm

Jahrzehntelang war Rock Hudson ein Hollywood-Star, der seine Homosexualität versteckte, bis er 1985 an Aids starb. Sein Leben wird nun von einem der bekanntesten schwulen Hollywood-Regisseure verfilmt.


Rock Hudson (li.) war mit Präsident Ronald Reagan befreundet – gut ein Jahr vor Bekanntwerden seiner HIV-Infektion ist er in dem Bild dem Reagan und seiner Frau Nancy im Weißen Haus zu sehen (Bild: White House photo office / wikipedia)

Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Greg Berlanti ("Dawson's Creek", "Supergirl", "The Flash", "Arrow") soll nach einem Bericht des Branchenmagazins "Deadline" einen Biografiefilm über Schauspielikone Rock Hudson drehen. Nach dem Willen von Universal Pictures soll Berlanti demnach Regie führen und den Film gemeinsam mit Sarah Schechter und Sherry Marsh produzieren. Ein Drehbuchautor werde noch gesucht, auch über die Besetzung ist bislang noch nichts bekannt. Universal hält die Rechte an der Biografie "All That Heaven Allows: A Biography of Rock Hudson", die Anfang Dezember in den Buchhandel kommen soll.

Der 1925 geborene Schauspieler war 1985 an den Folge einer Aids-Erkrankung gestorben. Hudson war einer der ersten Prominenten, die an Aids starben – und sorgte mit seinem Tod dafür, dass in den US-Medien weit mehr und weit mitfühlender über HIV und Aids berichtet wurde. Auch die Regierung des homophoben Präsidenten Ronald Reagan, die jahrelang die Aids-Krise ignorierte und daher laut LGBTI-Aktivisten für zehntausende Tote mitverantwortlich sei, unternahm nach dem Tod erste Schritte, um HIV zu bekämpfen. Die zögerliche Reaktion Reagans wird auch dafür mitverantwortlich gemacht, dass die HIV-Infektionsraten in den USA noch heute höher als in den meisten anderen westlichen Ländern sind.

Hudson war zwar jahrelang mit dem Präsidenten befreundet gewesen. Reagan stützte sich aber damals insbesondere auf die religiöse Rechte, die Homosexualität als unmoralisch und Aids als "Strafe Gottes" ansah.

Hudson galt als Frauenschwarm

In den Fünfziger- und Sechzigerjahren war Hudson einer der größten Hollywood-Stars und gab in Filmen wie "Bettgeflüster" den Frauenschwarm. Erst ganz am Ende seines Lebens wurde seine Homosexualität publik. Auch als er 1984 positiv getestet wurde, hielt er die Diagnose noch geheim und machte in seiner Schauspielkarriere weiter, als sei nichts passiert. Ein Jahr später kollabierte er in Paris, wodurch seine Erkrankung und seine sexuelle Orientierung öffentlich bekannt wurden. Wenige Wochen später starb er in einem Krankenhaus in Los Angeles.

In dem geplanten Film wird voraussichtlich die Homosexualität Hudsons und das jahrzehntelange Versteckspiel ausführlich behandelt werden. Greg Berlanti ist dafür prädestiniert: In seinen von ihn produzierten TV-Serien wie "Supergirl" wird Homosexualität immer wieder angesprochen. Außerdem drehte er mit "Der Club der gebrochenen Herzen" und "Love, Simon" zwei erfolgreiche Schwulenfilme.

Auch privat sorgte Berlanti für Schlagzeilen: Er hat Ende 2017 den 15 Jahre jüngeren Robbie Rogers geheiratet, den ersten offen schwulen Fußballer in der amerikanischen Profiliga (queer.de berichtete). Die beiden ziehen einen Sohn groß, den eine Leihmutter 2016 auf die Welt gebracht hatte (queer.de berichtete). (dk)


Greg Berlanti (re.) mit seinem Ehemann Robbie Rogers



#1 AvatarAnonym
  • 12.11.2018, 18:54h
  • Und wer wird Hudson verkörpern?

    John Travolta?
    George Clooney?
    Charlie Sheen? (Der passt doch eigentlich super!)

    Es wäre wegen der Authentizität ;-)
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#2 PeerAnonym
  • 12.11.2018, 20:50h
  • Ich habe mal vor ein paar Jahren eine ausgezeichnete Biographie von Rock Hudson im Fernsehen gesehen.

    Aber wieso nicht noch eine... Ist sicher ein Thema, das genug Material bietet. Und ich habe Rock Hudson auch als Schauspieler immer sehr gerne gesehen.

    Ich mochte ihn in den ganzen romantischen Komödien mit Doris Day & Co. Aber auch im Denver-Clan, wo er schon schwer von der Krankheit gezeichnet war.
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