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  • 03. August 2005 16 2 Min.

Berlin Wie erst jetzt bekannt wurde, veröffentliche die türkische Tageszeitung "Cumhuriyet" am 30. Juli eine Anzeige, mit der sich mehr als 30 Organisationen sowie Abgeordnete aus über 15 Ländern für den türkischen Kriegsdienstverweigerer Mehmet Tarhan einsetzen, der derzeit in Sivas, Türkei, inhaftiert ist. Die Unterzeichnenden protestieren damit "schärfstens gegen die schikanöse Behandlung" des Mannes, der sofort freigelassen werden solle. Mehmet Tarhan hatte im Jahre 2001 seine Kriegsdienstverweigerung öffentlich erklärt. Dabei hatte er deutlich gemacht, dass er nicht wegen seiner Homosexualität ausgemustert werden möchte, da er dies als einen "faulen Kompromiss" ansieht. Die Türkei erkennt das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung nicht an. Am 8. April 2005 war Mehmet Tarhan festgenommen und einberufen worden. Da er jede Zusammenarbeit mit dem Militär verweigert, klagte ihn das Militär wegen "Ungehorsam vor versammelter Mannschaft" an. Am 9. Juni 2005, dem dritten Prozesstag, wurde Mehmet Tarhan aus der Haft entlassen, jedoch sofort den Militärbehörden überstellt und erneut einberufen. Damit begann eine zweite Runde von Einberufung, Verweigerung, Anklage wegen Befehlsverweigerung und Haft. Im Mai soll Tarhan zudem durch andere Gefangene misshandelt und mit dem Tode bedroht worden sein - offensichtlich mit Billigung der Gefängnisleitung. Als dies bekannt wurde, unterband die Gefängnisleitung die Übergriffe, verschärfte aber zugleich seine Haftbedingungen. Nach einem vierwöchigen Hungerstreik und internationalen Protesten befindet sich Mehmet Tarhan unter normalen Haftbedingungen weiter im Militärgefängnis in Sivas, der nächste Verhandlungstermin ist für den 4. August 2005 angesetzt. Zu den deutschen Unterzeichnern zählen unter anderem Aachener Friedenspreis, amnesty international, die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) sowie die Abgeordneten Cem Özdemir (MdEP), Claudia Roth (MdB), Uta Zapf (MdB), Tobias Pflüger (MdEP), Markus Meckel (MdB) und Winfried Nachtwei (MdB). (nb/pm)

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#1 siredevienne38Anonym
  • 03.08.2005, 18:12h
  • Ja, daran erkennt man wieder den engen Horizont dieses Landes und seiner Menschen...... wer braucht Kanakistian in der EU? Noch dazu wird Zypern nicht anerkannt - wo gibt es so etwas, dass man Mitglied in einem 25-er Klub werden möchte, aber davon nur 24 anerkennt?
    Von den Beschränkungen christl. Kirchen in der Tükei (Messelesen, Friedhöfe unterhalten, Vermögen erwerben) wollen wir hier gar nicht sprechen, aber wir bauen ihnen hier Moscheen zum Hasspredigen.

    Enough is enough!
    Türkei für mindestens 50 Jahre in den Wartesaal der EU !
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#2 DavidAnonym
  • 03.08.2005, 18:29h
  • "Enough is enough!
    Türkei für mindestens 50 Jahre in den Wartesaal der EU !"

    Tja, dann wäre es ja in 10 Jahren soweit. Dann hätte die Türkei nämlich 50 Jahre gewartet.
    Bei aller Kritik, ich frage mich WO denn der Aufschrei darüber bleibt, das 10 Länder auf einmal aufgenommen wurden und sogar Rumänien und Bulgarien dazu kommen!
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#3 esb963Anonym
  • 03.08.2005, 22:23h
  • also die türkei hat in der eu NICHTS zu suchen. und alle türken in deutschland ebensowenig (es sei denn, sie schwören sowohl vom islam als auch vom türkentum ab)
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