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Kyrsten Sinema

Erstmals offen bisexuelle Politikerin in den US-Senat gewählt

Eine Woche nach den Midterm-Wahlen kann Kyrsten Sinema feiern – sie besiegte knapp ihre republikanische Gegenkandidatin.


Kyrsten Sinema ist auf sechs Jahre in den US-Senat gewählt worden (Bild: Gage Skidmore / flickr)

Kyrsten Sinema wurde am Montagabend zur Siegerin der Wahlen zum US-Senat in ihrem Heimatstaat Arizona erklärt. Die 42-Jährige ist damit die erste offen bisexuelle Person, die einen Sitz in der 100 Mitglieder umfassenden Parlamentskammer erringen konnte. Sie erreichte laut neuesten Zahlen 49,7 Prozent der Stimmen, ihre republikanische Gegenkandidatin Martha McSally kam auf lediglich 48,0 Prozent und hat ihre Niederlage bereits eingestanden. In Arizona reicht die relative Mehrheit für einen Sieg bei Kongresswahlen. Der Sieg ist historisch für die Demokraten im traditionell eher konservativen Bundesstaat, da sie erstmals seit den Sechzigerjahren mehr Abgeordnete ins US-Kapitol schicken als die Republikaner.

Zunächst hatte es so ausgesehen, als ob McSally die Wahlen vom letzten Dienstag gewonnen hätte (queer.de berichtete). Im Laufe der Auszählung, die wegen regionalen Richtlinien in Arizona stets länger dauert, konnte Sinema aber immer weiter aufholen und McSally schließlich überholen. Derzeit führt sie mit rund 38.000 Stimmen bei rund 2,2 Millionen ausgezählten Stimmzetteln.

Twitter / kyrstensinema | Kyrsten Sinema verspricht, im US-Senat eine "unabhängige Stimme" alle Bewohner von Arizona zu sein

Der Senatssitz war bislang in der Hand der Republikaner. Der bisherige Senator Jeff Flake, ein scharfer Kritiker von Präsident Donald Trump, hatte sich jedoch dafür entschieden, den Sitz in diesem Jahr nicht zu verteidigen.

Konservative Demokratin wurde von LGBTI-Aktivisten unterstützt

Sinema, eine frühere Sozialarbeiterin, war bereits vier Jahre lang eines von 435 Mitgliedern des US-Repräsentantenhauses, der anderen Parlamentskammer im US-Kapitol. Auch in dieser Kammer war sie die erste offen bisexuelle Angeordnete. Politisch gilt sie als gemäßigte Demokratin. So war sie im Repräsentantenhaus Mitglied der "Blue Dog Democrats", der konservativsten Vereinigung innerhalb der Fraktion. Unterstützung erhielt die 42-Jährige von LGBTI-Aktivisten: Unter anderem sprachen sich die Human Rights Campaign und der LGBTQ Victory Fund für die Kandidatin aus.

Mit dem Sieg Sinemas sind nun 47 der 100 Mitglieder des Senats Angehörige der demokratischen Fraktion. Die Republikaner haben bereits eine sichere Mehrheit von 51 Sitzen. Zwei Sitze sind bislang noch nicht vergeben worden: In Florida gibt es eine Neuauszählung, da der Republikaner Rick Scott nur äußerst knapp gegen den Demokraten Bill Nelson führt (50,1 zu 49,9 Prozent). Im tief konservativen Mississippi kommt es zu einer Stichwahl, weil keiner der Kandidaten mehr als 50 Prozent der Stimmen erzielen konnte. Im Repräsentantenhaus haben die Demokraten den Republikanern erstmals seit den Wahlen 2010 die Mehrheit abgenommen – diese Kammer beinhaltet viele Kontrollfunktionen gegenüber dem Präsidenten, gegen den die Demokraten bereits Ermittlungsausschüsse angekündigt haben.

Präsident Donald Trump hatte via Twitter die Wahlleitung in Arizona kritisiert, als Sinema die Führung bei der Auszählung übernommen hatte. Der 72-Jährige behauptete, dass es im Bundesstaat Wahlbetrug gegeben habe, legte aber keine Beweise für seine Behauptung vor. Vertreter der republikanischen Partei wiesen die Kritik ihres De-facto-Parteichefs zurück. (dk)



#1 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 13.11.2018, 09:26h
  • Herzlichen Glückwunsch, Frau Senatorin!
    So kennen und "lieben" wir unser TRUMPeltier! Erst was raushauen, dann die Beweise schuldig bleiben. Trump, der König der FAKE NEWS!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Patroklos
#3 Gerlinde24Ehemaliges Profil