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Opfer auf Datingseiten kennengelernt

Istanbuler Gericht: Deutsch-türkischer Sänger erpresste Schwule

Der in Hamburg geborene Bulut Duman muss in der Türkei ins Gefängnis, weil er dutzende schwule Männer, die er auf Datingseiten kennengelernt hatte, erpresst haben soll. Der Sänger weist alle Vorwürfe zurück.


Auf seinen Seiten in Online-Netzwerken zeigt sich Bulut Duman gerne in sexy Posen (Bild: Instagram / bulutduman)

Ein Gericht in Istanbul hat nach einem Bericht der Zeitung "Hürriyet" den deutsch-türkischen Sänger Bulut Duman wegen der Erpressung schwuler Männer zu mindestens 15 Monaten Haft verurteilt. Allerdings sind noch weitere Klagen gegen den prominenten Künstler, der allein auf Instagram über 100.000 Abonnenten hat, anhängig – der 28-Jährige soll laut Gerichtsdokumenten mehr als 50 Männer in den Provinzen Istanbul, Bursa and Giresun erpresst haben.

Die Vorwürfe ähneln sich: Duman soll die Männer auf Datingseiten kennengelernt haben. Danach soll er den Männern gedroht haben, Bilder, die sie in eindeutigen Posen zeigen, zu veröffentlichen. Zu den Opfern gehörte laut türkischen Medien auch der Neffe eines ehemaligen Ministers der Regierung in Ankara. Allein einem Polizisten soll Duman 80.000 Lira (13.000 Euro) abgenommen haben.

Direktlink | Eines der türkischsprachigen Schlager, die Duman bislang auf zwei Alben veröffentlicht hat

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Tragische Folgen der Erpressung

In einem weiteren in Gerichtspapieren dokumentierten Fall soll sich ein Geschäftsmann geweigert haben, auf die Erpressung einzugehen. Duman soll dann eine gefälschte Facebook-Seite für den Mann erstellt haben, auf der er schlüpfrige Bilder veröffentlichte. Diese habe er gezielt an Kollegen des Opfers geschickt. Das habe dazu geführt, dass der Mann seinen Job kündigen musste.

Ein anderes Opfer soll nach dem Erpressungsversuch sogar versucht haben, sich durch einen Sprung von einer Brücke das Leben zu nehmen. Er sei aber von einem Fischer gerettet worden.

Duman sieht sich als Opfer

Duman wies gegenüber der "Hürriyet" alle Vorwürfe zurück und kündigte Rechtsmittel gegen seine Verurteilung an. "Die meisten Anzeigen kommen von Männern, die sich gekannt haben", behauptete der 28-Jährige. Nicht er habe die Männer erpresst, sondern er sei Opfer einer Erpressung geworden. "Ich bin kein Mitglied von schwulen Datingseiten. Die Vorwürfe gegen mich sind böse." Daher habe er eine Gegenklage angestrengt. (cw)



#1 TomDarkProfil
  • 13.11.2018, 18:22hHamburg
  • Natürlich weißt er alles von sich, sonst müsste er ja eingestehen, dass er schwule Kontakte gesucht hat.

    Das sind dann immer die ganz miesen Typen, die in Selbstmitleid ergehen und sich als Opfer sehen, wenn sie mit ihren Taten konfrontiert werden.

    Fragt sich nur, warum ein Künstler so etwas nötig hat.
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#2 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 13.11.2018, 19:59h
  • für 13.000 euro muss der sänger schon ziemlich viele cd's verkaufen oder clicks bekommen ... da war sein geschäft mit den erpressungen wohl erfolgreicher. hoffe er muss mehr als nur 15 monate in den türkischen knast.
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#3 remixbeb
#4 WurzelAnonym
  • 13.11.2018, 21:52h
  • Türkischer Knast ist echt nicht schön! Muss der Hammer sein.... und dann noch als verkappter schwuler...der Kerl muss einem eigentlich leid tun!
    Selber schuld.
    Als schwuler in der Türkei zu leben ist schon schwer genug, dann kommt da noch so ein Schönling daher, macht ihnen schöne Versprechungen und erpresst die junx.
    Wie gierig kann ein Mensch doch werden!???
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#5 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 14.11.2018, 02:33h
  • So lange Homosexualität in der Türkei ein gesellschaftliches Tabu ist, wird es immer Menschen geben, die ihren Profit daraus ziehen. Verknackt den Typen zu ner langen Strafe, aber wählt das nächste Mal nicht so ein A*** wie Erdowahn!
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#6 vulkansturmAnonym
  • 14.11.2018, 08:27h
  • In dem homophoben gesellschaftlichen Klima in der Türkei gehört schon viel Mut dazu, eine derartige Erpressung bei der Polizei anzuzeigen. Toll, dass 50 Männer aus verschiedenen Provinzen so mutig waren, diesen miesen Typen anzuzeigen. Wenn man sich das Video ansieht, so ist der Typ durchaus ein talentierter Sänger, der es eigentlich nicht nötig haben sollte, auf derartige Weise zu versuchen, an Geld zu bekommen. Vielleicht wollte er schwule Männer erniedrigen und demütigen. Dass er in Deutschland geboren ist, macht diese Geschichte noch schlimmer.
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#7 KaReTAnonym
  • 16.11.2018, 16:26h
  • Oh je...
    ... scheint wieder so ein selbstverliebter Möchtegern-Mann zu sein, der noch grün hinter den Ohren ist. Vielleicht bekommt er im Gefängnis die Gelegenheit, erwachsen zu werden und von seiner Selbst-Überhöhung runter zu kommen. Und wenn alles gut für ihn läuft, schafft er es am Ende sogar, sich aufrichtig zu entschuldigen. Wenn nicht: ein unverbesserlicher Narziss mehr, den die Welt nicht braucht.... .
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