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Kommentare zu:
Bundestag stellt gleichgeschlechtliche Eheleute rückwirkend gleich


#11 Ralph
  • 16.11.2018, 11:36h
  • Antwort auf #10 von achja
  • Deine Annahme ist nicht richtig. Mein Mann und ich wählen alljährlich Einzelveranlagung und sparen damit gegenüber der Zusammenveranlagung (Ehegattensplitting) erheblich Steuern. Ließen wir uns zusammen veranlagen, bekämen wir nach der Steuererklärung deutlich geringere Erstattung, weil nämlich im Rahmen des Ehegattensplittings eine wesentlich höhere Steuer festgesetzt würde. Das liegt daran, dass mein und meines Mannes Erwerbseinkünfte nur um etwa 1 000 mtl. differieren. Politischer Zweck des Ehegattensplittings ist es, Frauen vom Arbeitsmarkt fernzuhalten, um sie den Haushalt führen und die Kinder erziehen zu lassen. Der Vorteil des Splittings ist desto größer, je höher das Erwerbseinkommen des einen und je geringer das Erwerbseinkommen des anderen Ehegatten ist. Gesetzgeberisches Ideal war die sog. Hausfrauenehe mit dem Mann als Alleinverdiener und der nicht erwerbstätigen Frau ("der Mann muss hinaus ins feindliche Leben und drinnen waltet die züchtige Hausfrau", schwärmt Friedrich Schiller). Der Vorteil wird immer geringer, je mehr die Erwerbseinkünfte beider sich einander annähern. Irgendwann ist dann der Punkt erreicht, an dem der Vor- in einen Nachteil umschlägt. Gleichgeschlechtliche Partner(innen) sind in der Regel beide erwerbstätig. Das Ehegattensplitting lohnt sich nur bei großem Einkommensunterschied, z.B. bei einem Universitätsprofessor und einem Krankenpfleger. Bei etwa gleich großen Einkünften ist es ein Verlustgeschäft. Nach meinem Eindruck wissen das die meisten Betroffenen gar nicht und zahlen deshalb mehr Steuern, als sie müssten, weil sie irrig glauben, das Ehegattensplitting bringe immer einen finanziellen Vorteil. Das liegt sicher auch an dem unsinnigen Hype, den der LSVD und die Homo-Medien um das Thema machen, ohne auf die Notwendigkeit hinzuweisen, jeden Einzelfall zu prüfen, ehe man des Splitting wählt (oder auf das Wahlrecht verzichtet und sich automatisch zusammen veranlagen lässt). Gleichberechtigung kostet dann bares Geld. Das muss nicht sein. Man kaufe sich ein EDV-Programm für die Anfertigung der Steuererklärung, das die Alternativen ausrechnet, und wähle dem Finanzamt gegenüber die günstigere. Das kann die Zusammenveranlagung sein, aber eher im Ausnahmefall. Bei Einzelveranlagung kriegen wir beide alljährlich ein paar hundert Euro mehr zurück als bei Zusammenveranlagung, d.h. ohne Ehegattensplitting zahlen wir weniger Steuern als mit.
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