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Orlando

Richter weist Sammelklage von "Pulse"-Opfern ab

Opfer des gravierendsten Gewaltakts gegen LGBTI in den USA sind mit einer Klage gegen die städtischen Behörden von Orlando gescheitert.


Der Anschlag auf den LGBTI-Club rüttelte die Szene in den Vereinigten Staaten auf (Bild: Walter / flickr)
  • 15. November 2018, 15:37h, noch kein Kommentar

Ein Bundesgericht in Orlando hat am Mittwoch die Klage von 59 Opfern des Massakers im queeren Club "Pulse" bzw. von deren Angehörigen abgewiesen. In der Sammelklage wurden die Stadt Orlando, die Polizei sowie einzelne Polizisten zivilrechtlich für die Tat mitverantwortlich gemacht (queer.de berichtete). Richter Paul Byron räumte den Klägern aber keine Erfolgsaussichten ein.

Der islamistisch motivierte Täter Omar Mateen hatte am 12. Juni 2016 in dem queeren Club in Orlando 49 Menschen erschossen, über 50 weitere verletzt und Geiseln genommen, bevor er selbst nach drei Stunden von Polizeibeamten getötet wurde (queer.de berichtete). Der Anschlag war nicht nur eines der verheerendsten Massaker in der Geschichte der Vereinigten Staaten, sondern auch der gravierendste einzelne Gewaltakt gegen LGBTI.

Die Kläger hatten den städtischen Behörden vorgeworfen, nicht richtig auf den Attentäter reagiert zu haben. Laut Richter Byron gebe es aber keine Beweise dafür, dass die Behörden falsch oder fahrlässig gehandelt hätten.

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Einspruch gegen Abweisung angekündigt

Solomon Radner, ein Anwalt der Kläger, kündigte bereits an, dass man prüfen werde, ob man Rechtsmittel gegen die Abweisung einlegen werde. Die Kläger seien unverschuldet Opfer eines schlimmen Verbrechens geworden, dabei seien ihre Grundrechte verletzt worden.

Bislang gab es noch keine Verurteilung wegen des Verbrechens. Der Täter wurde getötet, eine Klage gegen seine Ehefrau endete im März diesen Jahres mit einem Freispruch (queer.de berichtete). Die Staatsanwaltschaft hatten der Frau unter anderem vorgeworfen, ihren Mann Wochen vor dem Attentat mindestens einmal ins "Pulse" begleitet und mit ihm gemeinsam Munition gekauft zu haben. Eine zwölfköpfige Geschworenenjury befand die Angeklagte aber als "nicht schuldig". (dk)