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Katholische Kirche

Vatikan gibt nach: Wucherpfennig erhält Lehrerlaubnis

Der homofreundliche Rektor der katholischen Hochschule Sankt Georgen, Ansgar Wucherpfennig, hat nach wochenlangen Diskussionen nun doch die Unbedenklichkeitserklärung aus Rom bekommen.


Nachdem er eine Erklärung unterschrieb, darf der zurzeit beurlaubte Rektor Ansgar Wucherpfenning an seinen Arbeitsplatz zurückkehren (Bild: Hochschule St. Georgen)

Happy-end im Fall Ansgar Wucherpfennig: Der liberale und homofreundliche Rektor der Jesuitenhochschule Sankt Georgen in Frankfurt hat nach wochenlangen Diskussionen nun doch die Unbedenklichkeitserklärung des Vatikans für eine dritte Amtszeit bekommen.

Diese sogenannte "Nihil obstat" habe die Bildungskongregation in Rom jetzt erteilt, teilte die Deutsche Provinz der Jesuiten am Donnerstag in München mit. Wucherpfennig habe demnach eine Erklärung abgegeben, in der er betonte, dass er "als Ordensmann und Priester dem authentischen Lehramt der Kirche verpflichtet sei".

Wucherpfennig segnete auch homosexuelle Paare

Der Fall hatte in Deutschland für Empörung gesorgt: Wegen liberaler Äußerungen in einem Interview zu Frauen sowie Lesben und Schwulen in der Kirche hatte der Vatikan Wucherpfennig bisher die notwendige Lehrerlaubnis nicht ausgestellt (queer.de berichtete). So hatte der Rektor 2016 die biblischen Verurteilungen der Homosexualität in einem Interview mit der "Frankfurter Neuen Presse" als "tiefsitzende, zum Teil missverständlich formulierte Stellen" bezeichnet. Der Geistliche, der im katholischen Stadtdekanat Frankfurt auch als Homosexuellen-Seelsorger wirkt, sprach sich darin für eine stärkere kirchliche Anerkennung von gleichgeschlechtlich Liebenden aus. Zuvor hatte er eingeräumt, schon selbst homosexuelle Paare gesegnet zu haben.

Wucherpfennig war bereits im Februar für eine dritte Amtszeit an der Spitze der Theologisch-Philosophischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main wiedergewählt worden. Selbst hochrangige Vertreter deutschen Bistümer äußerten Unverständnis für die seitdem vom Vatikan verweigerte Lehrerlaubnis (queer.de berichtete). Wucherpfennig kritisierte im ZDF, dass die katholische Kirche mit der Ablehnung seiner Person die Annäherung an Homosexuelle torpediere (queer.de berichtete). (cw/dpa)



#1 GeorgB
  • 15.11.2018, 19:32h
  • "Wucherpfennig kritisierte im ZDF, dass die katholische Kirche mit der Ablehnung seiner Person die Annäherung an Homosexuelle torpediere"
    Ich will auch gar nicht, dass sich die katholische Kirche mir annähert. Das kann sie bei homosexuellen Christen machen, die das aus welchen Gründen auch immer wollen. Dieses ständige übergriffige Einbeziehen von Nichtchristen in allen möglichen Bereichen jedoch nervt immer mehr.
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#2 Patroklos
#3 Danny387Profil
  • 16.11.2018, 16:11hMannheim
  • Ich finde das ja ein absolutes Affentheater. Dennoch: Gratulation an Herrn Wucherpfennig!
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#4 Patroklos
#5 Gerlinde24Profil
  • 17.11.2018, 04:53hBerlin
  • Bei miserabler Presse geben diese Religioten gerne mal klein bei, in der Hoffnung, wenn niemand hinsieht, ihren Willen durchzusetzen!
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