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Kommentare zu:
Syphilis-Zahlen in Deutschland steigen weiter an


#1 BetroffenerAnonym
  • 16.11.2018, 08:37h
  • Leute, regelmäßig testen lassen! Wer seinen Status kennt, verbreitet Syphilis nicht weiter.
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#2 GastAnonym
  • 16.11.2018, 09:11h
  • Die Leute wähnen sich in falscher Sicherheit. Durch die "vorbeugende Schutzwirkung vor HIV" von Truvada vergessen sie, dass dieses Medikament andere sexuell übertragbaren Krankheiten nicht verhindern kann.
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#3 Patroklos
#4 Zweiter GastAnonym
  • 16.11.2018, 09:48h
  • Naja, "selbst schuld", wenn man meint durch Möglichkeiten wie Prep und co. auf Kondome verzichten zu können und dadurch gerne das Risiko eingehen. Mir bleibt das ein Rätsel wie blöd man doch nur sein kann.
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#5 Ith__Ehemaliges Profil
  • 16.11.2018, 11:43h
  • Antwort auf #4 von Zweiter Gast
  • Würde ich mal zustimmen, und davon ausgehend finden: PrEP sollte man eher so als notwendigste Absicherung betrachten.
    Die Einstellung "alles andere ist heilbar, daher braucht man nicht drüber nachdenken" kann ggf. auch fatal sein, wenn man sich in falscher Sicherheit wiegt. Und Überträger für allen möglichen Mist kann man sehr wohl sein, ohne selbst je irgendwelche Symptome wahrgenommen zu haben.

    Sache ist halt ... wenn man mal nen Top erlebt hat, der lieber auf den Konsens verzichtet als dass er sich das Gummi antun würde, wär's schon gut, zumindest für den übelsten Fall vorgesorgt zu haben.
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#6 BewegungsschwesterAnonym
  • 16.11.2018, 12:11h
  • Antwort auf #5 von Ith_
  • Für mich spricht das eher dafür, routinemäßig einmal im Jahr die Testangebote für die gängigen Geschlechtskrankheiten in Anspruch zu nehmen, wenn ich Sex mit wechselnden Partnern habe. Dann wird das wenigstens rechtzeitig entdeckt und nicht verschleppt.

    Selbst wenn beim Ficken ein Gummi benutzt wird, kenne ich doch niemanden, der mit Kondom bläst. Und oral fängt man sich Sachen wie die Syphilis oder den Tripper eben auch ein. Deshalb sollte der Begriff "safer sex" uns nicht in einer falschen Sicherheit wiegen. Er bezog sich immer nur auf die Vermeidung von HIV.
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#7 SchlüssigAnonym
  • 16.11.2018, 12:20h
  • Es hat ja nicht lange gedauert, bis die PrEP wieder ins Fadenkreuz fadenscheiniger Argumente gerückt ist.
    Das der Gebrauch von Kondomen bei MSM wieder sinkt, ist nicht vor allem auf die PrEP zurückzuführen, deren Nutzung noch lange nicht so verbreitet ist, solche Anstiege zu erklären, als vielmehr auf die insgesamt gesunkene Angst vor einer HIV Infektion.
    Es ist auch im Bewusstsein der meisten MSM mittlerweile angekommen, dass eine HIV Infektion heute dank antiretroviraler Therapie im Großen und Ganzen gut zu behandeln ist und damit einen Teil ihres Schreckens verloren hat.

    Was die Verbreitung der klassischen STD's bei Teilnehmern der PrEP angeht, ist es ein immenser Vorteil, dass diese Teilnehmer, um das Rezept zu erhalten, in sehr regelmäßigen Abständen auf HIV und alle anderen STD's getestet werden und damit der Verbreitung eben dieser keinen Vorschub geleistet wird.

    Das wurde hier auch schon häufigst angemerkt,

    Kondome sind nicht der einzige Weg zu "Safer Sex" und auch nicht für jedermann geeignet.
    Für den passiven Partner kann die PrEP darüber hinaus eine große zusätzliche Sicherheit darstellen, die weit besser funktioniert, als lediglich dem aktiven Part, den korrekten Gebrauch des Kondomes anzuvertrauen.

    Der Kondomgebrauch ist nichtsdestotrotz jedem weiter anzuraten, der weder selbst noch seine potentiellen Partner, psychische oder physische Probleme mit dem Gebrauch von Kondomen hat.

    Die Verteufelung der PrEP selbst und/oder der MSM die den Gebrauch von Kondomen eher unangenehm oder sexuell beeinträchtigend empfinden und sich daher für eine Alternative wie PrEP oder Schutz durch Therapie entscheiden, ist weder zielführend im Sinne der Gesundheitsvorsorge ( auch nicht aus Kostengesichtspunkten ) noch angemessen im Umgang mit diesen Menschen ist.
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#8 TheDadProfil
  • 16.11.2018, 12:43hHannover
  • Antwort auf #2 von Gast
  • ""Die Leute wähnen sich in falscher Sicherheit. Durch die "vorbeugende Schutzwirkung vor HIV" von Truvada vergessen sie, dass dieses Medikament andere sexuell übertragbaren Krankheiten nicht verhindern kann.""..

    Der Satz aus dem Artikel
    ""Der Anstieg gehe aber in Teilen auch auf bessere Testangebote zurück.""
    umreißt die Krux nicht vollständig, denn Fakt ist, wenn bislang nicht bekannte Infizierte durch verbesserte Test-Angebote nun erfasst werden, dann steigt die Zahl der Infizierten insgesamt nicht wirklich..
    Durch die verbesserten Test-Angebote verschieben sich nur Infizierte aus der Gruppe der Dunkelziffer in die Gruppe der bekannt Infizierten..

    Das hat aber weder etwas mit einer unterstellten "Sorglosigkeit" in Punkto Einnahme von Präventiv-Medikationen zu tun, noch mit der Idee man könne mit einer Präventiv-Maßnahme gleich alle STI's bekämpfen, denn das ist durchaus im Bewußtsein der Menschen vorhanden..
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#9 mediagayAnonym
  • 16.11.2018, 19:02h
  • Heterosexuelle sind auch nicht besser ! Jedenfalls nicht was HIV /Aids betrifft ! Von den 12700 Menschen die nichts von Ihrer HIV-Infektion wissen sind vor allem Heterosexuelle betroffen !

    bit.ly/2DIut1Z

    Und das sind auch keine Unschuldslämmer , ganz einfach deshalb ,weil AO-Sex (Alles Ohne mit Prostituierten) meistens getrieben wird !
    Die AO-Sex -Szene bei Heterosexuellen ist ja schon riesig , gewisse Seiten wo man Prostituierte finden kann die ohne Kondom Sex mit einem machen, gibt es überall , in Österreich, Deutschland, Schweiz, England usw.

    Und auch in Österreich lassen sich Heterosexuelle zu spät testen :
    bit.ly/2OJLcmA
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#10 mediagayAnonym
#11 giliatt 2Anonym
  • 16.11.2018, 23:07h
  • Johann Wolfgang von Goethe soll betroffen gewesen sein, wie auch Heinrich Heine, der darob in seiner "Matratzengruft" bettlägerig vermoderte.

    Die SYPHILIS verläuft - so habe ich es vor gut 40 Jahren gelernt - in 3 Stadien: LUES 1 bis 3.

    Der Erreger ist sehr widerstandsfähig. Ist nicht vergleichbar mit HIV oder Tripper-Gonokokken. Wer das selbe Handtuch benutzt, wer aus dem selben Glas trinkt oder bereits anderweitig durch Kontakt sich in den Bereich der Schmierinfektion begibt, kann befallen werden.

    Man nennt die Syphilis nicht umsonst den "AFFEN UNTER DEN KRANKHEITEN". Denn die Symptome deuten auf alle möglichen Krankheiten hin, je nach Stadium.
    LUES 1 macht den Primäraffekt. Am Glied zeigt sich eine eitrige Eindellung. Das ist normal behandelbar mit Antibiotika. Wird nicht behandelt, geht im Körper die Syphilis in ihr zweites Stadium:
    LUES 2: Die Symptome sind weg, über Monate und Jahre fühlt man sich beschwerdenfrei. Auch jetzt noch wäre eine antibiotische Medikation bisweilen hilfreich. Lues 2 ist noch behandelbar.
    LUES 3: Im dritten Stadium - Endstadium - verschwinden die Symptome. Die Krankheit ruht entweder, oder wütet im Körper über viele Jahre. Typisch ist dann eine sogenannte "Sattelnase", weil der Erreger dann die Knochenbälkchen zersetzt. Oder spinale Nervenbahnen des Rückenmarks nach und nach auflöst. Der Patient torkelt dann mit schnipsenden Gehbewegungen, die man "tabes dorsales" nennt. Heilbar ist Lues 3 nicht mehr. Meines Wissens nicht, das vor 30 Jahren aktuell war. Das größere sexuell übertragbare Problem dürte meines Erachtens die Gelbsucht sein, die Hepatitis.
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#12 Rob KAnonym
  • 17.11.2018, 00:16h
  • Antwort auf #11 von giliatt 2
  • "Das größere sexuell übertragbare Problem dürte meines Erachtens die Gelbsucht sein, die Hepatitis."

    Es ist in jedem Fall ein großes Thema und ein leicht unterschätztes. Beim Thema "Geschlechtskrankheiten" denken die wenigsten an Hepatitis, nicht einmal Ärzte.

    Und zumindest gegen Hepatitis A und B kann man sich ganz leicht impfen lassen! Eine chronische Hepatitis B ist nicht heilbar und 50 % aller Leberkrebsfälle sind durch eine chronische Hepatitis B bedingt. Also lasst euch impfen. Die Kosten werden von der Kasse übernommen, wenn ihr angebt, dass ihr häufig wechselnde Sexualpartner habt.
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#13 la_passanteAnonym
  • 17.11.2018, 03:04h
  • Antwort auf #9 von mediagay
  • Professionelle Prostituierte sind nicht lebensmüde und legen Wert auf ihr Arbeitsgerät und ihr Einkommen. Sie praktizieren deshalb kein "alles ohne". Die "alles-ohne"-Szene setzt sich fast ausschließlich aus Swingern zusammen (worunter auch einige sichbezahlenlassende Ehefrauen, sogenannte "Hobbyhuren", sind, was aber nichts mit Profis zu tun hat). Im übrigen ist nach aktueller deutscher Gesetzeslage Sex gegen Geld ohne Kondom verboten.
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#14 andreAnonym
  • 17.11.2018, 09:55h
  • Ein Bekannter von mir, hatte Syphilis im Mund. So schnell gehts. War nur im ersten Augenblick, lustig. Dann nicht mehr.
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#15 SchlüssigAnonym
#16 HörnchenAnonym
#17 Homonklin44Profil
  • 18.11.2018, 09:58hTauroa Point
  • Wenn das weder an einer breiteren Sorglosigkeit, aufgrund Kondome-Muffel sein, und/oder falsch verstandener Sicherheit durch diverse PrEP- und PEP-Möglichkeiten liegt, kann es ja nur daran liegen, dass allgemein mehr Leute unterwegs sind, die Syphilis-Erreger bereits mit sich herum tragen. Woher auch immer sie die eingesammelt haben mögen. Vielleicht sind die Erreger heute mehr durabel und widerstandsfähig, als die von vor 20 Jahren. Die passen sich auch an mit der Zeit.

    Screenings sollten jedenfalls auch für Syphilis jederzeit einfach erreichbar sein, wie für andere STD's auch. Man sollte nicht zig Hürden in den Weg gestellt bekommen, so, wie im Krankenhaus, wo erfragte Tests wegen der Wirtschaftlichkeit nicht genehmigt werden. ( Fällt nicht ins vom Arzt gesichtete Interesse, lohnt nicht, selbst wenn der Patient den Test möchte )
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#18 TimonAnonym
  • 18.11.2018, 20:29h
  • Auch neben HIV gibt es noch viele weitere Geschlechtskrankheiten, die bestenfalls nur lästig sind, aber schlimmstenfalls auch dramatische Folgen haben können.

    Deshalb ist gerade außerhalb von rein monogamem Sex auch in Zeiten von Prep & Co geschützter Sex nach wie vor wichtig. Denn man will Hepatitis, etc. genauso wenig haben wie HIV.
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#19 SchlüssigAnonym

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