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RTL-Seifenoper

"Unter uns"-Schauspieler sprechen über Männerküsse

Seit Anfang des Jahres gibt es in der Soap die Liebesgeschichte zwischen Easy und Ringo, die beiden werden dargestellt von einem schwulen und einem heterosexuellen Schauspieler.


Easy (Lars Steinhöfel) macht in Folge 5.975 ein paar Schnappschüsse von seinem Ringo (Timothy Boldt), um auf die Verschmutzung durch Plastik hinzuweisen (Bild: MG RTL D)

Der brave Ingo "Easy" Winter (Lars Steinhöfel, 32) und sein leicht krimineller Freund Richard "Ringo" Beckmann (Timothy Boldt, 27) sind in der RTL-Dauerserie "Unter uns" bereits seit einem Vierteljahr liiert. Anlässlich der 6.000. Folge der Seifenoper, die Anfang Dezember ausgestrahlt wird, sprachen sie gegenüber RTL über ihre Rollen – und darüber, wie es ist, den langjährigen Kumpel vor der Kamera zu küssen. Steinhöfel ist seit 2005 in der Kölner Soap dabei, Beckmann seit 2012.

"Ein bisschen schwierig" sei es anfangs gewesen, erklärte Steinhöfel, der auch privat offen schwul lebt. Aber nicht lange: "Timo ist schon ein idealer Spielpartner!" Auch der heterosexuelle Schauspieler Timothy Boldt hatte keine allzu großen Berührungsängste: "Wenn man einen Menschen kennt und ihm vertraut, dann ist das etwas, worauf man aufbauen kann." Freilich sei das zunächst eine Umstellung gewesen: "Für jemanden, der das aus dem privaten Umfeld nicht kennt, Männer zu küssen, ist das nicht so, dass man sagt: 'Übrigens morgen fährst du mit dem Fahrrad von a nach b.' Es ist schon etwas anderes."

Gleichgeschlechtliche Liebe etwas "ganz Normales"


Easy und Ringo haben sich Anfang des Jahres bei "Unter uns" gefunden (Bild: RTL)

Steinhöfel begrüßte es außerdem, dass die schwule Liebe in der deutschen Seifenopfer inzwischen immer häufiger vorkommt: "Ich find's immer gut, wenn solche Geschichten angesprochen und gespielt werden." Das zeige den Zuschauern, dass es sich dabei um etwas "ganz Normales" handle. "Wenn man es in einer täglichen Serie sieht, dann sieht man es eben täglich. Auch die Leute, die nicht so viel Berührung haben mit diesem Thema", so Steinhöfel.

Der Schauspieler erklärte auch, welchen Handlungsverlauf er sich und seinem Filmpartner wünscht: "Ich würde gerne weiter das homosexuelle Paar spielen und dann irgendwann zur Adoptionsgeschichte kommen", sagte der 32-Jährige. Ob es dazu kommt, müssen aber die Autoren entscheiden.

Die Dreharbeiten zur Serie zeigten, dass es in Deutschland noch immer problematisch ist, offen homosexuell zu leben: Als das Paar Anfang des Jahres eine Kussszene am Kölner Hauptbahnhof drehte, wurden die Schauspieler laut RTL "wüst beschimpft" (queer.de berichtete).

"Unter uns" läuft bereits seit 1994 montags bis freitags um 17.30 Uhr bei RTL. Die 6.000. Folge wird am 4. Dezember ausgestrahlt. (cw)



#1 IronikerAnonym
  • 19.11.2018, 16:21h
  • Eine berechtigte Fragestellung. Man liest schließlich auch ständig Fragen an queere Schauspieler_innen dahingehend, wie unglaublich schwer es für sie sein muss, jemanden vom "anderen" Geschlecht zu küssen.
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#2 qwertzuiopüAnonym
  • 19.11.2018, 17:32h
  • Antwort auf #1 von Ironiker
  • Es ist eine berechtigte Fragestellung, weil es eine Abweichung von der Heteronormativität ist, wenn zwei Personen gleichen Geschlechts sich küssen.

    Man muss nich überall krampfhaft nach Gegnern suchen.
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#3 So issesAnonym