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Angriff in der Innenstadt

Gareth Thomas wird Opfer eines Hassverbrechens

Ein 16-Jähriger attackierte den offen schwulen Rugby-Star in seiner Heimatstadt Cardiff.


Gareth Thomas war 2009 der erste Rugbyprofi, der sich als schwul geoutet hat (Bild: Will Sawney / flickr)

Der ehemalige Rugbyspieler Gareth Thomas ist nach Polizeiangaben am Freitagabend Opfer eines homophoben Übergriffs im Stadtzentrum der walisischen Hauptstadt Cardiff geworden. Der Täter, ein 16-jähriger Junge, konnte sofort ermittelt werden. Thomas stimmte daraufhin einem Wiedergutmachungsverfahren zu (Restorative Justice) – dabei handelt es sich um einen Opfer-Täter-Dialog, mit dem ein Strafprozess umgangen werden kann. Voraussetzung ist, dass beide Parteien dem Verfahren zustimmen. Laut Polizei habe der Teenager "die Tätlichkeit zugegeben und sich entschuldigt".

Thomas selbst machte den Vorfall in sozialen Netzwerken publik. Am Sonntag veröffentlichte er ein kurzes Video, in dem sein von Verletzungen gezeichnetes Gesicht zu sehen ist. Er wolle aber ein "positives Video" machen, so der Sportler. So dankte er der Polizei dafür, dass sie das Wiedergutmachungsverfahren ermöglicht habe. Mit diesem Dialog könnten "Täter mehr lernen". Außerdem dankte der Sportler den Stadtbewohnern, "die mir geholfen haben, weil es eine Menge Leute da draußen gibt, die uns wehtun wollen." Zum Glück gebe es aber mehr Menschen, "die uns beim Heilen helfen wollen".

Für die Bereitschaft zum Dialog mit dem Täter erhielt der 44-Jährige viel Lob in Medien und sozialen Netzwerken.

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Gareth Thomas spielte von 1995 bis 2007 insgesamt 100 Mal für die walisische Nationalmannschaft, für die er über Jahre auch den Kapitänsposten inne hatte. Bis 2011 war er für das Rugbyteam "Crusaders" aktiv. Geschichte schrieb er aber 2009 mit seinem Coming-out als schwuler Mann – ein Novum im Profi-Rugbysport (queer.de berichtete). Seine Homosexualität habe er zuvor versteckt, um im Machosport bestehen zu können, sagte er damals. 2002 hatte er deshalb sogar seine Jugendfreundin Jemma geheiratet. Das Paar ließ sich 2007 scheiden.

Seit seinem Coming-out engagiert sich der Waliser für LGBTI-Rechte in Großbritannien – und wurde so auch unter Menschen bekannt, die sich nicht für Rugby interessieren. Seither outeten sich mehrere andere Rugby-Spieler auf der Insel (queer.de berichtete). (dk)



#1 TomDarkProfil
  • 19.11.2018, 20:21hHamburg
  • Leider erfährt man nicht, ob der Angreifer eine Waffe hatte, oder wie er vorgegangen ist.

    Denn wenn man sich den Rugby-Star mal auf Bildern anschaut, denkt man, dass der doch eigentlich nur einmal pusten braucht, um einen 16-Jährigen zu Fall zu bringen.

    Vielleicht jemand, der es nicht ertragen konnte, dass ein Spieler einer so männlichen Sportart wie Rugby sich als schwul geoutet hat.

    Oder er fand den Spieler heimlich so geil, dass er auf diese Weise seine latente Homosexualität bekämpfen musste.
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#2 lindener1966Profil
  • 19.11.2018, 20:32hHannover
  • Hass scheint ungeahnte Kräfte freizusetzten. Ein 16 Jähriger gegen einen Rugby-Spieler. Unfassbar.
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#3 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 20.11.2018, 01:06h
  • Ich weiß nicht, ob dieser Täter-Opfer-Ausgleich immer der richtige Weg ist, aber ich finde es großartig, dass Gareth Thomas als Opfer auch an den Jungen denkt. Vielleicht erinnert er sich an seine eigene Jugend, und wie homophob er damals war, weil er sich nicht traute, sich zu outen?
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#4 realitischAnonym
  • 21.11.2018, 00:00h
  • Eine Moderation ist nichts weiter als eine Einladung weiterzumachen. Hier hilft nur hartes, kompromissloses freiheitsbeschneidendes Vorgehen.
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