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US-Eiskunstlaufstar

Adam Rippon beendet sportliche Karriere

Bei den Olympischen Winterspielen drehte Adam Rippon Anfang des Jahres noch einmal voll auf. Jetzt gibt der 29-Jährige seinen Rücktritt vom Wettkampfsport bekannt.


Wintersportler Adam Rippon lässt sich auch gerne im Sommerdress ablichten (Bild: Instagram / adaripp)

Der offen schwule Eiskunstläufer Adam Rippon hat am Montag seinen Abschied vom Profisport bekannt gegeben. Der 29-jährige Amerikaner ließ aber offen, ob er auf Schlittschuhen für Eislaufshows auf Tour gehen wird. Viele Eiskunstläufer verdienen mit Shows wie "Holiday On Ice" nach der sportlichen Laufbahn ihre nicht kleinen Brötchen.

Rippon hatte sich 2015 als schwul geoutet (queer.de berichtete). Für Schlagzeilen über sein Heimatland hinaus sorgte er Anfang des Jahres im Vorfeld der Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang, als er Vizepräsident Mike Pence, der auch Chef der US-Olympiadelegation war, wegen dessen homophober Haltung verbal attackierte (queer.de berichtete). Bei der Olympiade konnte der aus Pennsylvania stammende Sportler mit dem US-Team Bronze gewinnen (queer.de berichtete).

In den USA wurde Rippon zusätzlich bekannt, weil er im Mai die amerikanische Version von "Let's Dance" gewinnen konnte – er tanzte allerdings mit einer Frau (queer.de berichtete). Er versuchte sich danach auch als Schauspieler: In der NBC-Sitcom "Will & Grace" übernahm er im August eine Gastrolle.

Twitter / WillAndGrace | Adam Rippon (hinten rechts) am Set von "Will and Grace"

Gerne erlaubt Rippon auch einen Einblick in sein Privatleben: Im Frühjahr stellte er seinen Freund vor, den aus Finnland stammenden Immobilienhändler Jussi-Pekka Kajaala (queer.de berichtete).

Rippon schreibt Brief an sein jüngeres Ich

Seinen Rücktritt garnierte Rippon mit einem emotionsgeladenen Brief an sein jüngeres, ungeoutetes Ich aus dem Jahr 2014, der von CBS News veröffentlicht wurde. Der Brief beginnt mit den Worten: "Ich bin's – Adam aus der Zukunft. Du gehst gerade durch eine schwierige Phase. Du hast die Olympia-Teamqualifikation zum zweiten Mal verpasst, du bist verwirrt und fühlst dich wie ein Versager. Es mag für dich heute noch keinen Sinn ergeben, aber dies ist einer der wichtigsten Augenblicke deines Lebens. Nimm dir einen Augenblick und sei stolz auf dich."

In dem Brief beschrieb der 29-Jährige, dass er als Teenager gedacht habe, "dass das Schwulsein etwas ist, das du keiner Seele je erzählen würdest". Sein Coming-out schilderte er mit den Worten: "Es hat sich so frei angefühlt, als ob einem Flügel wachsen."

Weiter riet er seinem jüngeren Ich: "Wenn du nächstes Jahr dein Coming-out hast, wird dir egal sein, was andere von dir denken. Du wirst hoffen, anderen das zu geben, was du in deiner Jugend nie hattest: die Erlaubnis, du selbst zu sein. Du wirst sagen: 'Du bist wertvoll'." Er lobte sein jüngeres Ich, weil es ein Vorbild für andere sein würde. (dk)

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Instagram / adaripp | Adam Rippon mit seinem finnischen Partner



#1 Simon HAnonym
  • 20.11.2018, 14:23h
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    Sein Coming-out schilderte er mit den Worten: "Es hat sich so frei angefühlt, als ob einem Flügel wachsen."
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    Das kann ich nur bestätigen. Diese Freiheit, die man nach dem Coming-out verspürt, ist so unbeschreiblich. Als wäre man neu geboren.

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    Weiter riet er seinem jüngeren Ich: "Wenn du nächstes Jahr dein Coming-out hast, wird dir egal sein, was andere von dir denken. Du wirst hoffen, anderen das zu geben, was du in deiner Jugend nie hattest: die Erlaubnis, du selbst zu sein. Du wirst sagen: 'Du bist wertvoll'."
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    Eine sehr gute Einstellung. Genau so und nicht anders, muss man das sehen...
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#2 Patroklos
  • 20.11.2018, 20:06h
  • Ich hatte gehofft, er macht noch bis Peking in 2022 weiter. Schade, aber muß man leider hinnehmen.
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