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Homophobie im n-tv-Interview

Bundes-Bildungsministerin: Einführung der Ehe für alle war "so nicht richtig"

Anja Karliczek hielt die Debatte für überstürzt – und warnt immer noch verzweifelt vor einer "Verschiebung der Strukturen" der Gesellschaft und will weiter eine "Langzeitstudie" zu Kindern in Regenbogenfamilien.


Anja Karliczek im Gespräch mit Louis Klamroth

Anja Karliczek, die Bundesministerin für Bildung und Forschung, hat sich in einem am Dienstag bei n-tv ausgestrahlten Interview (Video) erneut negativ über die Ehe für alle und ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare geäußert.

In dem Gespräch mit Moderator Louis Klamroth im Schaltraum des Kraftwerks Berlin sagte die CDU-Abgeordnete aus Steinfurt auf die Frage, ob die Einführung der Ehe im Sommer 2017 für alle richtig gewesen wäre: "Ich glaube, so wie wir es gemacht haben, war es nicht richtig." Grundsätzlich hätte sie sich gewünscht, das Thema "breit" zu diskutieren, womit man "Akzeptanz und Zusammenführung von Gesellschaft von verschiedenen Polen" organisiere. Das hätte zur "Befriedung der Gesellschaft geführt" – "so wie wir's jetzt gemacht haben, hat es eher für Polarisierung gesorgt." Wie die Abstimmung gelaufen sei, halte sie "für verkehrt".

Karliczek hatte damals, noch als einfache Abgeordnete, gegen die Ehe für alle gestimmt und das damit begründet, dass es "keine Langzeitstudien zu den Auswirkungen auf Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften" gebe und Kinder das "emotionale Spannungsfeld zwischen Vater und Mutter" bräuchten. Im Zuge ihrer Nominierung zur Bildungsministerin hatte Ina Spanier-Oppermann, SPD-Landtagsabgeordnete in NRW, die Äußerung kritisiert und Karliczek auf "mehr als 75 eindeutige und anderslautende Studien zu dem Thema Regenbogenfamilien" verwiesen (queer.de berichtete). Selbst ein Faktenfinder der "Tagesschau" widersprach der Politikerin.

Ministerin von bisherigen Studien nicht überzeugt

Auch Klamroth sprach die Ministerin auf die Äußerung zu angeblich fehlenden Langzeitstudien an: "Jetzt klopft das Jahr 2018 an. Brauchen Sie wirklich noch Studien, die ihnen beweisen, dass Kinder bei gleichgeschlechtlichen Paaren genau so glücklich werden und gut erzogen werden wie bei heterosexuellen?"

Es gehe nicht um glücklich oder gut erzogen, so Karliczek – sie sei "zutiefst überzeugt", dass dies auf viele Familien, wo Kinder gewünscht sind, zutreffe. Sondern es gehe um etwas "grundsätzlich anderes": "Solange Kinder diskriminiert werden in Schulen oder in irgendeiner Weise gemobbt werden, solange haben wir ein Problem."

Twitter / Queerspiegel

Nach einer Nachfrage, ob Äußerungen wie ihre nicht eher zur Diskriminierung beitragen, wich sie zunächst allgemein aus mit dem Hinweis, dass sie glaube, dass Männer und Frauen einen unterschiedlichen Einfluss auf Kinder hätten und dass dies eine "spannende Forschungsfrage" sei. Im Rahmen mehrerer Nachfragen fokussierte sich das Thema auf ihre konkrete Äußerung zum Adoptionsrecht homosexueller Paare. "Wir verändern grundsätzliche Strukturen in unserer Gesellschaft mal eben so im Federstrich, und das ärgert mich und das stört mich auch", meinte sie.

Wenn man "grundsätzlich Strukturen verändert", müsse man Fragen wie die nach dem Spannungsfeld zwischen Vater und Mutter "grundsätzlich klären" – "Wir verschieben eine ganze Gesellschaft und reden gar nicht richtig drüber!", so Karliczek im Tonfall der Verzweiflung.

Das sei kein "Generalverdacht" gegenüber homosexuelle Paaren, wie vom Moderator beklagt, sondern eine "offene Frage" und eine "Wahrnehmungsfrage", die sie habe und "gerne mal unter Forschungsgesichtspunkten erörtert hätte, und zwar in einer Langfrist-Studie". Deshalb könne man "nicht mal eben diese Entscheidung treffen".

Was, wenn ihr Parteikollege Jens Spahn mit seinem Partner ein Kind adoptieren wolle? Sie glaube, "dass es gut aufgehoben wäre, weil ich den Kollegen Jens Spahn schätze". Aber das sei "nicht die Frage", so Karliczek. Es gehe darum, dass "Gesellschaft grundsätzlich, vollständig verändert wird. Und da sind wir immer sehr schnell unterwegs, ohne über diese Fragen wirklich langfristige Erkenntnisse zu haben." Man könne nicht wie der Moderator aus Sicht von Gleichstellung und "Erwachsenen" schauen, sondern müsse das "aus Sicht der Kinder" machen: "Solange wir nicht wissen, ob es was verändert oder nicht, solange muss man doch diese Entscheidung noch nicht treffen, oder?"

Kritik von der FDP

In einer ersten Stellungnahme von sicher mehreren aus dem Politikbetrieb folgenden nannte der LSBTI-politische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Jens Brandenburg, die Forderung nach einer Langzeitstudie "absurd" und gab der Ministerin Nachhilfe: "Kinder in Regenbogenfamilien leiden nicht unter ihren Eltern, sondern unter den Vorurteilen anderer. Seit Jahrzehnten kommt die Forschung immer wieder zum selben Ergebnis: Die Kinder mögen etwas toleranter sein, unterscheiden sich aber sonst nicht von anderen." Diese Ergebnisse sollte die Forschungsministerin endlich zur Kenntnis nehmen und sich um die "großen Baustellen in ihrem Hause kümmern", so Brandenburg. "Lassen Sie die Familien in Ruhe und sorgen sie lieber für weltbeste Bildungschancen. Damit wäre den Kindern mehr geholfen."

Das Bildungsministerium war erst im Sommer in Kritik geraten, nachdem sich der dort beschäftigte Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel (CDU) mit LGBTI-feindlichen Untertönen und heftigen Vorwürfen gegen SPD, Grüne und Linke gegen die Aufklärung über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Kita ausgesprochen hatte. Auf eine Kleine Anfrage der Grünen antwortete der ebenfalls im Haus tätige Parlamentarische Staatssekretär Michael Meister (CDU), dies sei die "persönliche Meinung" Rachels (queer.de berichtete). (nb)

 Update  21.11., 10.45h: Kahrs fordert öffentliche Entschuldigung

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs verwies am Mittwoch in einer Pressemitteilung darauf, dass die Ehe für alle zwölf Jahre lang debattiert worden sei. "Da frage ich mich, wo war Anja Karliczek die letzten Jahrzehnte?" All die Zeit hätten die CDU/CSU-Fraktion und "Frau Merkel persönlich" die Gleichstellung "aktiv verhindert".

"Wenn zwölf Jahre der Ministerin Karliczek nicht reichen, um zwei Paragraphen im BGB zu ändern, möchte ich nicht wissen, wie lange sie für ein Gesetzesvorhaben in ihrem eigenen Ressort brauchen wird", so der Beauftragte der SPD-Bundestagsfraktion für die Belange von Lesben und Schwulen. "Die Gesellschaft, um die sich Frau Karliczek vorgibt zu sorgen, war jedenfalls weiter als sie selbst. Laut einer Studie der Antidiskriminierungsstelle befürworten 83 Prozent der Deutschen die rechtliche Gleichstellung der Ehe für Schwule und Lesben. Als Wissenschaftsministerin fundierte Studien zu ignorieren, ist ihrem Ressort mehr als unwürdig und beschämend." Bewusst gegen Homosexuelle Stimmung zu machen und sich auf deren Kosten profilieren zu wollen, sei zudem "höchst unanständig", so Kahrs. "Ich fordere daher Frau Karliczek auf, sich bei den Betroffenen zu entschuldigen. Ihre Äußerungen waren eine sechs, setzen!"

Von den Grünen hatte am Dienstag bereits Sven Lehmann kurz auf Twitter reagiert. "Ich fordere (…) eine Langzeitstudie, inwieweit sich eine hinterwäldlerische und diskriminierende Haltung auf die Amtsausübung auswirkt!", schrieb der Sprecher für Queerpolitik der Grünen Bundestagsfraktion. Der forschungspolitische Sprecher Kai Gehring twitterte: "Bildungspolitisch ahnungslos, gesellschaftspolitisch rückwärtsgewandt, homophob bei #EheFürAlle & Kindererziehung. Absolut abenteuerlich, wer für die #CDU heutzutage Schlüsselressorts für Zukunftsgestaltung besetzt!"

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#1 FOX NewsAnonym
  • 20.11.2018, 19:55h
  • Na da kann ja AKK die Ehe für alle wieder rückgängig machen. Sie wird auch die Wahl gewinnen und dann wird alles rückabwickelt.

    Wer wenigstens kurz verheiratet sein will, sollte schnell handeln.
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#2 stephan
  • 20.11.2018, 19:58h
  • "gerne mal unter Forschungsgesichtspunkten" diskutieren ...

    "spannende Forschungsfrage"

    Für mich stellt sich nur die Frage, wer denn mit einer Hotelfachfrau und BWLerin über spannende Forschungsfragen sprechen möchte ... Sicher kein renommierter Wissenschaftler ... außer für viel Geld, dass die Dame verteilen darf und kann.

    Für einer Bildungsministerin sind ihre Einlassungen und ihre Expertise erbärmlich!
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#3 w4terhfdhfAnonym
  • 20.11.2018, 20:10h
  • Karliczek ist so ultra-homophob wie Kramp-Karrenbauer, nur sagt sie es nicht so laut.

    Sie hat im Bundestag immer gegen gleiche Rechte für gleichgeschlechtliche Paare gestimmt.

    Sie ist katholisch und behauptet das Menschen in dieser Welt weniger Freiheiten und stattdessen eine Leitlinie bräuchten, womit sie ihre Leitlinie und ihre Vorstellung der Gesellschaft meint, nämlich die einer konservativen Katholikin. Allein die Tatsache, dass sie Menschen am liebsten ihr Gesellschaftsbild aufzwingen will lässt schon tief blicken.

    Außerdem ist Karliczek für den Job als Bundesbildungsministerin völlig unqualifiziert. Sie ist weder Professorin noch hat sie einen Doktortitel. Außerdem war sie zuvor im Finanzbereich tätig, was mit Bildung kaum was zu tun hat. Dass sie für den Job keine inhaltliche Qualifikation mitbringt, hat sich auch in dem Interview gezeigt. Bei einfachen inhatlichen Fragen, die von einer Bildungsministerin eigentlich routiniert hätten beantwortet müssen, weicht sie auf Allgemeinplätze aus und schwurbelt herum, antwortet nicht auf die Fragen.

    Überhaupt ist sie in dem Interview Fragen häufiger ausgewichen als sie zu beantworten. Vor allem beim letzten Teil, wo es darum ging Fragen mit "Ja" oder "Nein" zu beantworten, hat sie keine einzige Frage mit Ja oder Nein beantwortet. Peinlich.

    Fazit:

    Karliczek ist homophob, inkompetent und weicht inhaltlichen Fragen meist aus.

    Karliczek ist unqualifiziert für den Job einer Bildungsministerin und somit eine schlechte Bildungsministerin.
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#4 JohannbAnonym
  • 20.11.2018, 20:36h
  • und Kinder das "emotionale Spannungsfeld zwischen Vater und Mutter" bräuchten. .....

    Frau Ministerin, endlich jemand der das Problem beim Namen nennt: Alleinerziehenden sollten die Kinder weggenommen werden, genau. So erzogene Kinder..... das ist doch gegen die Natur, sowas.......
    .
    ....und Kinder das "emotionale Spannungsfeld zwischen Vater und Mutter" bräuchten. .....
    Quatsch Ende
  • Antworten » | Direktlink »
#5 SarahAnonym
  • 20.11.2018, 20:45h
  • Antwort auf #1 von FOX News
  • "Wer wenigstens kurz verheiratet sein will, sollte schnell handeln."

    Das Thema wurde erörtert. Bitte nicht erneut die neurotische Hysterie über den Verlust der "Ehe für Alle" lostreten.
    Die Ehe ist Gesetz und in Deinem Land durch Art. 6 GG geschützt.

    www.gesetze-im-internet.de/gg/art_6.html

    Stattdessen wäre es in Deutschland endlich angebracht kompetenter zu argumentieren. Es geht um Grundrechte und um den Gleichheitsgrundsatz.

    ...nicht um "Wahrnehmungsfragen", "Langzeit-Studien" oder "dass man ja nichts hätte ändern müssen, solange man nichts weiß", oder "eine längere Diskussion", die man selber verhindert hat, oder "Spannungsfeld zwischen Vater und Mutter" (womit sie schlicht vermittelte "Heteronormativität" meint), etc.

    Auch der Moderator kommt während des gesamten Interviews nie auf "Rechte" zu sprechen. Wieso nicht-? Wieso läßt er eine Bildungsministerin einfach so entkommen-?

    Ich erinnere an das Zitat aus der New York Times, dass ich bereits in einem Thread zum Thema Trans zitiert habe:

    "Die Diskussion zu trans in Deutschland wird mit einem Maximum an Irrationalität und Hysterie und einem Minimum an Wissen und Information geführt."

    Das gilt auch in diesem Interview mit eurer (ungebildeten) Bildungsministerin.

    In Deutschland wird nie über Fakten und Tatsachen geredet - sondern immer nur über "Befindlichkeiten".

    Auch in diesem Interview wird wieder nur über die "Befindlichkeiten", die das Thema auslöst, geredet - und zwar die "Befindlichkeiten" beider Seiten.

    Es wird über die "Befindlichkeiten", die das Thema auslöst geredet - nicht über das Thema.

    Das Übliche bei "gesellschaftlichen Diskussionen" in Deutschland.

    Das Thema lautet:
    Aus rechtlicher Sicht war die Einführung der "Ehe für Alle" überfällig und unvermeidbar. Es gilt der Gleichheitsgrundsatz.

    Recht basiert nicht auf "Langzeit-Studien" oder "Wahrnehmungsfragen" oder "dass man ja nichts hätte ändern müssen, solange man noch nichts weiß", oder "Spannungsfeld zwischen Vater und Mutter", etc.

    Es ist mir ein Rätsel, wie ein Journalist das einfach außen vor lassen kann.
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#6 FOX NewsAnonym
#7 tw4egdgsgAnonym
  • 20.11.2018, 21:14h
  • Immerhin kann sie sich mit ihrem fetten Doppelgehalt von mehr als 25.000 EUR im MONAT als Bundesministerin und Bundestagsabgeordnete teure, spießige Fashion aus der Oberschicht leisten, um sich wie die Chefin vom Dienst zu kleiden.

    Als Hotelfachfrau zur Bundesministerin für Forschung und Bildung ernannt.

    ROFL

    Die hat ja überhaupt keine Ahnung von Forschung und Bildung.

    Naja, manche Menschen wären schon froh, wenn sie als Hotelfachfrau 25.000 EUR im Jahr verdienen würden, statt 25.000 EUR im Monat.

    Warum bekommen eigentlich Inkompetente und Unqualifizierte Spitzenjobs in der Bundesregierung?
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#8 zorniger GastAnonym
  • 20.11.2018, 21:19h
  • Oh mein Gott....

    die Debatte wird spätestens seit Beginn des Jahrtausends geführt, das Lebenspartnerschaftsgesetzt gab es ja schon seit 2001.

    Ist das nicht Zeit genug?

    Aber ja...die Ehe für alle polarisiert, der eine Pol wird von der gesellschaftlichen Mehrheit gebildet, die sich irgendwo zwischen links und "mittig-liberal" verortet...das heisst dort befinden sich, angefangen bei der Linkspartei über die Grünen, FDP auch weite Teile der CDU. Diese Mehrheit gibt es, diese nicht zu berücksichtigen wäre schlicht antidemokratisch, wobei es ohnehin übel ist, wenn per Mehrheitsbeschluss Rechte einer Minderheit verhandelt werden sollen.

    Der andere Pol reicht vom rechten Rand der CDU bis zur Neonaziszene....und ist in der Minderheit.

    Ich denke 10-20 % alle Menschen sind unterschwellig sexistisch, rassistsich und oder homphob- und ich fürchte das wird so bleiben.

    aber 80% sind es halt eben nicht (mehr).
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#9 PfoteAnonym
  • 20.11.2018, 21:42h
  • Antwort auf #6 von FOX News
  • Deine Hysterie in allen Ehren, aber ich habe eine vom Standesamt ausgestellte Eheurkunde.
    Und jetzt nochmal Artikel 6 lesen. Da steht nichts von Ehe von Mann und Frau.
    Da kannst Du nicht mal eben geschlossene Ehen wieder auflösen.
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#10 Table-IssueAnonym
  • 20.11.2018, 21:45h
  • Sehr geehrte Frau Bundesbildungsministerin,

    Ich bin überrascht wie wenig aufgeklärt Sie bezüglich dieses Themas sind. Als Bundes"bildungs"ministerin müssten Sie es besser wissen, stimmt's? Ist ja schon erstaunlich, dass noch die Gesellschaft zu Ihrer Bildung beitragen muss.

    Es ist ganz einfach wie Sie zu den Informationen kommen, die Sie brauchen. Nehmen Sie Kontakt zur LSBTTIQ auf und reden Sie mit den Regenbogenfamilien, die es in Deutschland gibt. Rufen Sie den LSVD an oder lassen Sie sich von einem der vielen CSDs, die es in ganz Deutschland gibt, informieren. Auch einige Erzieherinnen können Ihnen bestätigen, dass es aus
    pädagogischer Sicht keinerlei Probleme gibt. Da ich selbst pädagogisch ausgebildet bin, kann ich das hier gleich bestätigen!
    Selbst die ehemalige Opposition im Bundestag hat schon ausgesprochen, was wichtig ist und dass Homosexualität nichts anderes ist als Heterosexualität - bei beidem geht es um Liebe zu einem Erwachsenen.

    Es mangelt nicht an Möglichkeiten sich zu informieren, sondern ich frage mich, weshalb Sie das bisher nicht gemacht haben, wenn Sie an der Eheöffnung so zweifeln?!? Eine Annahme lässt sich überprüfen, indem man sich Informationen einholt und sich dann anschaut, ob die eigene Annahme zutrifft oder ein update benötigt. So läuft das üblicherweise wenn es um Lernen und Bildung geht.
    Also Sie sitzen im Ministerium für Bildung. Dann nutzen Sie doch bitte Ihre Umgebung und lassen Sie sich davon überzeugen, dass weder die Eheöffnung noch die Kinder in Regenbogenfamilien ein Problem darstellt!

    Und das Argument Sie seien christlich, das nutzt Ihnen nichts, das sage ich Ihnen gleich, falls Sie vorhaben, das zu äußern. Christlich sein bedeutet nicht, dass man nicht dazulernen oder sich nicht weiter entwickeln könnte.

    Also halten Sie bitte die Bürger in Deutschland nicht für dumm und ersparen Sie uns Ihr peinliches Interview.
    Peinlich deshalb, weil die Überzahl der Bürger schon verstanden hat, dass bezüglich der LSBTTIQ alles in Ordnung ist. Und stülpen Sie uns Ihre komischen unfundierten Thesen nicht über, die Sie gar nicht belegen können!
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