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Die "Ehefrau" von Friedrich Schlegel

Klare Kante für die Männerliebe

Vor 250 Jahren wurde Friedrich Schleiermacher geboren. Der wichtigste Platon-Übersetzer geriet im 19. Jahrhundert in die Kritik, weil er Homosexualität in seinen Werken zu positiv darstellte.


Zeichnung von Friedrich Schleiermacher aus dem Buch "Zweihundert deutsche Männer", herausgegeben 1984 von Ludwig Bechstein
  • Von Erwin In het Panhuis
    21. November 2018, 00:05h, 5 Kommentare

Heute vor genau 250 Jahren wurde Friedrich Schleiermacher (21. November 1768 bis 12. Februar 1834) geboren. Er war Theologe, Altphilologe, Philosoph sowie Publizist und wird in mehreren Wissenschaftsfächern zu den wichtigsten Autoren seiner Zeit gerechnet.

Es gab bisher zwei Gründe, warum sich die schwule Geschichtsforschung für Schleiermacher interessierte: Zum einen seine enge Freundschaft mit Friedrich Schlegel, die sich jedoch als nicht sehr ergiebig erweist. Zum anderen werden oft seine Übersetzungen des antiken Philosophen Platon (ca. 428 – ca. 348 v. Chr.) zitiert, wobei es dabei aber immer nur um Platon und nicht um Schleiermacher selbst ging. Dieser Aufsatz schiebt nun den großen Platon etwas zur Seite und stellt dafür Schleiermacher in den Fokus. Kann man aus seinen Einleitungen, Kommentaren und den Deutungsspielräumen seiner Übersetzung Rückschlüsse auf seine Einstellung zur Homosexualität ableiten?

Schleiermachers Platon-Übersetzungen

Schleiermachers Übersetzungen erzielten schon früh eine nachhaltige Wirkung. Die Online-Angebote von Wikisource.org und vom Projekt Gutenberg-DE spiegeln wider, dass er auch heute noch als wichtigster Übersetzer von Platons Schriften ins Deutsche gilt. Bei Zeno.org ist Schleiermacher der zweithäufigste zitierte Übersetzer.

Bei den Schriften von Platon handelt es sich meistens um fiktive, literarisch gestaltete Gespräche. Dabei geht es oft um Sokrates, den Lehrer von Platon, der mit seinen Gesprächspartnern philosophische Debatten führt und dabei manchmal auch auf die mann-männliche Liebe zu sprechen kommt. Bis heute wirkt der große Philosoph Platon fort, wenn wir uns z.B. über platonische Freundschaften austauschen. Die nachfolgenden Schriften und ihre Übersetzer habe ich ausführlich auch in meiner Online-Bibliographie dargestellt.

Über Platons "Phaidros"

"Phaidros" ist ein Gespräch von Sokrates mit seinem Freund Phaidros über eine von Phaidros kurz zuvor gehörte Rede über homoerotische Liebesbeziehungen (1804, S. 83-170).

Von Schleiermacher sind 1804 (S. 56-57, 375, 380) mehrere wertneutrale Kommentierungen zur Männerliebe zu finden. Dabei stolpert man ein wenig über Schleiermachers ungewohnt derbe Übersetzung "auf thierische Art zu vermischen" (S. 122). Später verteidigt er ausdrücklich diese Wortwahl, weil das griechische Wort halt nicht mit "Knabenliebe" übersetzbar war und er aus diesem Grund diese Formulierung "ohne Furcht vor Tadel" gewählt hat (S. 379).


Zwei Bände von Platon bzw. "Plato" in der Übersetzung von Friedrich Schleiermacher

Solche sexuell derben Formulierungen zu verwenden, war für Übersetzer nicht selbstverständlich. Johann F. Kleuker 1783 (S. 209) blendet mit "handelt bloß wie ein Vieh" das sexuelle Element aus. Am einfachsten machte es sich Friedrich Ast 1817 (S. 43), der einen Passus von rund zehn Zeilen über die "widernatürliche Lust" einfach wegließ, was dem Anspruch an eine Übersetzung nicht gerecht wird. Erst die späteren Übersetzungen von Hieronymus Müller 1854 (S. 123) und Ludwig von Georgii 1853 (S. 441) waren ähnlich deutlich wie die von Schleiermacher.

Über Platons "Lysis"

Beim Dialog in "Lysis" geht es um gleichgeschlechtliche Anziehung, Bedürfnisse und Begierden in einem homoerotisch geprägten Umfeld.

Schleiermacher vergleicht das Werk 1804 (S. 181-214) in seinen Kommentaren (S. 171-180) mit Platons "Phaidros", weil es in beiden bei der Männerliebe nicht nur um die "philosophische" Liebe zur Seele, sondern auch um die "sinnliche" Liebe zum Körper geht (S. 175). Durch seine Formulierung über Platons "scheinbare" Unentschiedenheit zwischen Seele und Körper (S. 177), verdeutlicht er aber auch, dass es in der Antike diese Unterscheidung gar nicht gab und bezeichnet die Schrift als eine "Anweisung zur sittlichen erotischen Behandlung des Lieblings" (S. 178).

Wie anders und vor allem kritisch man diese Schrift auch sehen kann, zeigt Hieronymus Müller, der 1850 (S. 215-272) davon schreibt, dass in der Antike "in der Zeit seines Verfalls das ursprünglich rein und edel aufgefaßte Verhältnis der Freundschaft zwischen Männern am tieffsten ausgeartet" sei (S. 217), Platons geistreiche Schrift weiß Müller zu schätzen – trotz "verkehrter Liebelei" (S. 219).

Über Platons "Gorgias"


Schleiermacher-Briefmarke der Deutschen Bundespost von 1957 (Bild: scanned by NobbiP / wikipedia)

"Gorgias" ist ein Dialog zwischen Sokrates und dem Redner Gorgias, wobei mit dem vornehmen Athener Kallikles auch kurz gleichgeschlechtliche Sexualität angesprochen wird.

Nach Schleiermacher 1805 (S. 109) sagt Sokrates: "Das Leben der Knabenschänder [ist] nicht abscheulich und schändlich und elend". Bei einem Vergleich mit drei anderen Übersetzungen fällt auf, dass Schleiermacher der einzige bleibt, der so deutlich von "Knabenschänder[n]" schreibt. Johann Georg Schulthess schreibt 1775 (S. 110) von "Weichlingen" und Hieronymus Müller 1851 (S. 460) von "Wollüstlingen". Der größte Unterschied besteht aber darin, dass diese drei Übersetzer am Satzende ein Fragezeichen verwenden, wie Julius Deuschle 1859 (S. 347-348), der Sokrates mit den Worten zitiert: "Und ist nicht […] das Leben der Wüstlinge schmählich, häßlich und jammervoll?" Ein Satzzeichen, dass die Bedeutung des Satzes fast ins Gegenteil verdreht.

Über Platons "Symposion"

Im Werk "Symposion" bzw. "Das Gastmahl" tauschen sich im Verlauf eines Gastmahls die Teilnehmer über Erotik aus (1807, S. 371-452), bei dem Phaidros (S. 381-383), Pausanias (S. 384-391) und Alkibiades (S. 438-450) die gleichgeschlechtliche Liebe aufgreifen. Am berühmtesten sind die Äußerungen von Aristophanes (S. 398-404), der von dem Mythos der doppelgeschlechtlichen Kugelmenschen berichtet (und ihn damit begründet!), die von den Göttern in zwei Teile geteilt wurden und seitdem nach ihrer verlorenen Hälfte suchen. Dies lässt sich auch als erste Theorie zur Entwicklung homo- und heterosexueller Orientierung interpretieren. Platons Begriff "Drittes Geschlecht" wurde mehr als 2.400 Jahre später von der homosexuellen Emanzipationsbewegung wieder aufgegriffen.


Gemälde von Anselm Feuerbach "Das Gastmahl des Plato" (1869, Auszug)

In seiner Einleitung (S. 357-370) schreibt Schleiermacher sehr positiv von diesem Werk, weil Platon, dessen "ganze Ansicht von der Liebe doch auf der hellenischen Natur beruhte", hier "besonnener" und "männlicher" als in "Phaidros" die gleichgeschlechtliche Liebe behandelt (S. 368-369). Schleiermacher lässt zwar in der Übersetzung einen Satz über Achilles als Liebhaber des Patroklos weg, liefert ihn jedoch im Kommentar nach und begründet dies, weil der Satz nicht von Platon stammen kann (S. 514).

Andere Übersetzer kommentieren die Liebe zwischen Männern in diesem Text wesentlich kritischer. Der Theologe Johann F. Kleuker hält sich 1783 (S. 30) noch zurück, wenn er es als "merkwürdig" beschreibt, dass die mann-männliche Liebe "edler" als die zu Frauen angesehen wurde, aber Friedrich Leopold Graf zu Stolberg schreibt 1796 (S. 295) von einem "Laster" und der "Irre der Empfindung" bzw. der "Ursache verderbter Sitten".

Die Kommentare im 19. Jahrhundert sind nicht besser: Der Theologe Ludwig von Georgii schreibt 1853 (S. 257) von einer "schauderhaften Ausartung", und Hieronymus Müller bezeichnet 1854 (S. 222) die "Sinnenlust" bei Pausanias als eine "widerliche Heuchelei und Selbsttäuschung".

Über Platons "Alcibiades"

"Alcibiades" ist ein Dialog zwischen Sokrates und dem noch nicht zwanzigjährigen Alkibiades. Es ist heute umstritten, ob der erste Teil von Platon stammt, der zweite Teil gilt heute als unecht.


Gemälde "Socrates and Alcibiades" von Kristian Zahrtmann (1911)

Es macht Schleiermacher erkennbar stutzig, dass in dem Gespräch zwischen Sokrates und Alkibiades im ersten Teil gar keine gleichgeschlechtliche Anziehung erkennbar ist. Er schreibt 1809 (S. 296-297): "In der Darstellung seines [Sokrates] Verhältnisses zu Alkibiades ist übrigens so pedantisch als möglich jeder Schein der Knabenliebe vermieden, und rechter Wert darauf gelegt, daß Sokrates den Alkibiades auch nicht einmal angeredet habe, bis die Zeit seiner Blüthe so gut als ganz vorüber war". Für Schleiermacher lässt sich diese Darstellung nicht mit Platons "Protagoras" und dem "Gastmahl" in Übereinstimmung bringen, was sich als Hinweis für einen Dialog deuten lässt, der nicht von Platon stammt.

Über Platons "Charmides"

In "Charmides" unterhalten sich Sokrates und Kritias über Besonnenheit. Kritias ist mit dem jugendlichen Charmides verwandt, über dessen Attraktivität und Anziehungskraft sich die beiden Männer ebenfalls austauschen. Als der attraktive Charmides erscheint, ist Sokrates sofort von ihm angetan, sieht Charmides "unter das Gewand und entbrannte" (1818, S. 10-13, hier 12).

Der Übersetzer Friedrich Ast konnte sich 1816 (S. 426) Sokrates nicht als einen solchen Päderasten vorstellen und betonte daher einfach, dass diese Stelle nicht von Platon stamme. Schleiermacher kritisierte diese Vorgehensweise 1818 (S. 393) und bekam dafür sogar Rückendeckung von Hieronymus Müller 1850 (S. 279, 300), der die Szene – wenn auch etwas weniger deutlich als Schleiermacher – übersetzte. Das Weglassen dieser Passage hat leider schon Tradition: Nach James Hankins ließ schon der Philosoph Ficino (1433-1499) in seiner italienischen Ausgabe (1484) die "explizit sexuelle Passage weg, da er seinen Zeitgenossen die Fähigkeit nicht zutraute, solche Stellen – wie er es für richtig hielt – allegorisch zu deuten".

Über Platons "Der Staat"

"Der Staat" handelt von der Verwirklichung von Gerechtigkeit in einem idealen Staat und behandelt an mindestens fünf Textstellen auch gleichgeschlechtliche Paare bzw. Zärtlichkeiten.

Dazu findet Schleiermacher in seinem hundertseitigen Kommentar 1828 (S. 527-626) mehrere wertneutrale bis positive Formulierungen, dass z.B. beim Turnen die "Geschlechtslust" "geduldet und entschuldiget" wurde (S. 545). Es wirkt unscheinbar, wenn er in seiner Einleitung auch davon schreibt, dass sich aus dem "Reiz der Schönheit […] auch Neigungen in Männern zu Jünglingen entwickeln können" und dass Platon diese Neigungen sogar begünstige (S. 35). Das "Intelligenzblatt der Allgemeinen Literatur-Zeitung" (1833) war darüber verwundert, dass ausgerechnet der ansonsten so "scharfsinnige[n] Schleiermacher" eine solche Ansicht vertrat und brachte im Oktober 1833 die Titelschlagzeile "Zur Vertheidigung Platons" heraus.

Die "Ehe" zwischen Schleiermacher und Schlegel

An dieser Stelle möchte ich doch noch einige Worte über die Männerfreundschaft von Friedrich Schleiermacher und Friedrich Schlegel (1772-1829) äußern: Die beiden Männer freundeten sich 1797 an und lebten danach zwei Jahre lang als Wohngemeinschaft zusammen.

Andreas Arndt geht in seinem Buch "Friedrich Schleiermacher als Philosoph" (2013, S. 31-41) in dem Kapitel "Eine literarische Ehe" ausführlich auf diese Freundschaft ein: "Ihre Begegnung hatte etwas Erotisches – im Sinne des platonischen Eros." Und: "Es war […] intellektuell so etwas wie Liebe auf den ersten Blick", die bei beiden Männern einen großen Einfluss auf Leben und Werk hatten. In einem Brief an seine Schwester teilte Schleiermacher sogar mit, dass Freunde im "Scherz und Ernst" ihre Freundschaft als eine "Ehe" bezeichneten, bei dem Schleiermacher "die Frau seyn müßte" (S. 35).

Für mich hat der Umgang der beiden Männer zwar viel mit "Romantik" zu tun, allerdings nicht im Sinne eines intimen Verhältnisses, sondern im Sinne von "Romantik" als kulturgeschichtliche Epoche.

Ist die Männerliebe "unplatonisch"?

Bei der Frage, welche Texte "unplatonisch" sind und damit nicht von Platon stammen, verläuft die Zuschreibung entgegengesetzt. Für Schleiermacher scheint "Alcibiades I" unplatonisch, weil hier im deutlichen Gegensatz zu anderen Schriften jeder Anschein von gleichgeschlechtlicher Liebe vermieden wurde.

Zu Recht kritisierte er jedoch auch Friedrich Ast, der die Schrift "Charmides" (1816) nur deshalb als unplatonisch ansah, weil er sich einen solchen männerliebenden Sokrates nicht vorstellen konnte. Ein Jahr später ließ dieser Friedrich Ast in "Phaidros" eine Stelle über die "widernatürliche Unzucht" einfach aus, was bei Übersetzern kein Einzelfall ist. Es zeigt, wie auch moralische Vorstellungen eine Übersetzungsarbeit beeinflussen können.


Grab Friedrich Schleiermachers auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof in Berlin-Kreuzberg (Bild: Jörg Zägel / wikipedia)

Schleiermachers Verdienst: Klare Kante zur Männerliebe

Es ist möglich, Schleiermacher in seiner Einstellung zur Homosexualität nach seinen Übersetzungen und seinen mehreren hundert Seiten umfassenden Einleitungen und Kommentaren vorsichtig zu bewerten. Seine Texte waren stets von einer großen Sachlichkeit und klaren Sprache geprägt – sie zeigten dabei stets klare Kante zur Männerliebe.

Im Gegensatz zu anderen war Schleiermacher dabei nie moralisch verurteilend. Wer versucht zwischen seinen Zeilen zu lesen, wird höchstens positive, aber keine ablehnenden Formulierungen finden. Die einzige gefundene Kritik an ihm bezieht sich nicht auf eine Übersetzung, sondern auf die Einleitung von "Der Staat", weil er in der Wahrnehmung von anderen zu positiv von der Männerliebe schrieb.

Über die Bedeutung von Schleiermacher als einflussreichsten Platon-Übersetzer kann man sich daher gleich mehrfach freuen: Über seinen sprachlichen Sachverstand, den Mut, alle Texte zu übersetzen, und über seine Moral, die dazu führte, auch im Bereich der Männerliebe nichts zu verurteilen. All dies macht seine Texte aus, die in der Platon-Forschung bis heute verwendet werden und nach wie vor überzeugend sind.

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#1 lindener1966Profil
  • 21.11.2018, 02:21hHannover
  • Ich hatte sieben Jahre Altgriechisch auf dem Gymnasium. Im Schulbuch gab es sogar eine ganze Seite, die sich mit der "Knabenliebe" befasste. 1983 !!!!! Leider weiß ich nicht mehr, was genau da drin stand. Ich erinnere mich aber an eine Klausur in der Oberstufe, wo wir ein Gerichtsprotokoll ins Deutsche übersetzen mussten. Darin ging es um einen Streit von zwei Männern um ein Mädchen. Der eine soll sie dem anderen mit Geschenken ausgespannt haben. Als wir die Klausur zurück bekamen, gestand uns unsere Lehrerin, dass sie den Text verändert hatte, um uns nicht zu verwirren; denn es ging dabei tatsächlich um einen jungen Mann. Ich kann gar nicht sagen, wie aufregend ich das damals fand und bin meiner Lehrerin noch heute unendlich dankbar, dass sie diesen Text gewählt hatte. Die nächste Klausur war dann die Fortsetzung desselben Protokolls, diesmal mit den richtigen Wörtern. Es kam ein Kosewort vor, dass wir dann mit "Jüngelchen" übersetzt haben. Man kann den Einfluss der griechischen Texte, wie auch der oben genannten, gar nicht hoch genug einschätzen. Immer wieder mussten sich Philosophen und Gelehrte darin mit gleichgeschlechtlicher Anziehung auseinandersetzen. Ich wage zu behaupten, dass ohne diese sich niemals eine Emanzipationsbewegung hätte bilden können, weil diese Gedanken halt nun mal in der Welt waren und selbst vom Christentum nicht getilgt werden konnten.
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#2 FüchsleinAnonym
  • 21.11.2018, 09:01h
  • Antwort auf #1 von lindener1966
  • Dem widerspreche ich. Im Mittelalter waren lange Zeit die meisten, die lesen konnten katholische Geistliche. Und die haben es sehr wohl verstanden homoerotische Fantasien nicht nur zu verdrängen, sondern zum Sakrileg zu erklären.
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#3 HardiAnonym
#4 RealrahAnonym
  • 21.11.2018, 11:01h
  • Lieber Erwin In het Panhuis,
    vielen Dank für diesen erstaunlichen Text und erneuten Blick in die Geschichte der deutschen Sprache und Kultur.
    In grauen und groben Zeiten sind es die kleinen und feinen Dinge, die Freude, Entspannung und Gewissheit schaffen können. Das macht Mut dem gegenwärtigen Wahn der verführten Verwirrten gewissenhaft zu widerstehen. Bitte machen Sie weiter damit kleine Lichtlein der Aufklärung in dieser deutschen Dunkelheit auszubreiten.
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#5 TheDadProfil
  • 22.11.2018, 22:40hHannover
  • Antwort auf #2 von Füchslein
  • ""Dem widerspreche ich. Im Mittelalter waren lange Zeit die meisten, die lesen konnten katholische Geistliche.""..

    Ich dann aber auch..
    Denn bezogen auf die Anzahl dieser "katholischen Geistlichen" im Mittelalter, zu denen man dann gerne auch noch die führenden Mönche in den Klöstern rechnen kann, waren "die meisten, die lesen konnten" die Jüdischen Familien in den Ländern Europas, denn die lernten nicht nur Hebräisch, sondern auch die jeweiligen Landessprachen, und auch Latein..
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