Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?32415

Katholische Kirche

Kardinal Müller: "LGBT-Ideologie" ist atheistisch

Der ehemalige Chef der mächtigen Glaubenskongregation beklagt die "mafiaartige Weise" von "homosexuellen Netzwerken" und spricht sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten einen Platz in der Kirche ab.


Gerhard Ludwig Kardinal Müller will "atheistische" Homosexualität aus der Kirche drängen (Bild: wikipedia)

Gerhard Ludwig Kardinal Müller hat in einem Interview mit dem christlich-konservativen Nachrichtenportal LifeSiteNews.com erklärt, dass die Kirche mehr gegen den Einfluss von Homo- und Transsexualität in der katholischen Kirche unternehmen müsse. Die "LGBT-Ideologie" innerhalb der Kirche sei "atheistisch", so Müller.

Daher habe die Terminologie LGBT "in Kirchendokumenten keinen Platz". Bereits vor wenigen Wochen hatte der amerikanische Erzbischof Charles Chaput gefordert, Worte wie "Transgender" oder "LGBT" aus der Kirche zu verbannen (queer.de berichtete).

Attacke auf Ansgar Wucherpfennig

Konkret ging Müller auf Ansgar Wucherpfennig ein, den liberalen Rektor der Jesuitenhochschule Sankt Georgen in Frankfurt; er war wegen homofreundlicher Äußerungen zunächst gefeuert worden, nach einem Aufschrei lenkte der Vatikan sechs Wochen später doch noch ein und erteilte ihm eine Lehrerlaubnis (queer.de berichtete).

"Das ist ein Beispiel, wie die Autorität der römischen Kirche untergraben wird", so Müller in dem Interview. Wenn Wucherpfennig homosexuelle Beziehungen segnen wolle, bedeute das "die Anwesenheit von Atheismus im Christentum". Der Rektor leugne zwar nicht die Existenz Gottes, aber erkenne ihn nicht als Quell aller Moral an, so Müller. Er stelle vielmehr "das, was vor Gott eine Sünde ist, als Segen dar".

Müller beklagt "mafiaartige" homosexuelle Netzwerke

Homosexualität rückte er auch in die Nähe von sexuellem Missbrauch und der Mafia. Dabei nahm er Bezug auf den ehemaligen US-Erzbischof Theodore Edgar McCarrick, der wegen sexuellen Übergriffen auf Seminaristen von Papst Franziskus entlassen worden war. "Diesem McCarrick war es möglich, zusammen mit seinem Clan und einem homosexuellen Netzwerk in mafiaartiger Weise in der Kirche Verwüstungen anzurichten." Er sprach auch von der "moralischen Verwerflichkeit von homosexuellen Akten unter Erwachsenen", die in der Kirche unterschätzt worden sei.

Müller war von 2012 bis 2017 Chef der katholischen Glaubenskongregation – und gehörte damit zu den mächtigsten Männern in der katholischen Hierarchie. Seine Aufgabe war es, die Glaubens- und Sittenlehre in der Kirche festzulegen. Zuvor war Müller zehn Jahre lang Bischof in Regensburg gewesen. In dieser Zeit hatte er laut einem Untersuchungsbericht Aufklärung über Kindesmissbrauch innerhalb der Kirche verschleppt (queer.de berichtete).

Immer wieder hatte Müller mit LGBTI-feindlichen Äußerungen für Aufregung gesorgt. So bewertete er 2014 ausgelebte Homosexualität als "nicht akzeptabel" (queer.de berichtete). In einem Buch bezeichnete er die "sündigen Verhältnisse" von Lesben und Schwulen gar als "pervers" (queer.de berichtete). Die Ehe für alle ist für ihn zudem eine "Diskriminierung des Ehebundes von Mann und Frau" (queer.de berichtete).

Menschen, die sich für Minderheitenrechte einsetzen, sind für Müller wie Massenmörder: Erst im Mai verglich er LGBTI-Aktivisten mit dem sowjetischen Kommunismus und den Nazis (queer.de berichtete). (dk)

Ein Wort in eigener Sache
Hinter gutem Journalismus stecken viel Zeit und harte Arbeit – doch allein aus den Werbeeinnahmen lässt sich ein Onlineportal wie queer.de nicht finanzieren. Mit einer Spende, u.a. per Paypal oder Überweisung, kannst Du unsere wichtige Arbeit für die LGBTI-Community sichern und stärken. Abonnenten bieten wir ein werbefreies Angebot. Jetzt queer.de unterstützen!


#1 goddmn liberalAnonym
  • 23.11.2018, 11:35h
  • Liebe queer.de-Redaktion,

    Herr Müller ist gottseidank ein massiv homophober 'Ex'.

    Harbarth und Karliczek haben leider den Höhepunkt ihrer homophoben Karrieren noch vor sich!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Carsten ACAnonym
  • 23.11.2018, 11:36h
  • Die sexuelle Orientierung und Identität ist zwar keine Ideologie und das Wort "mafiaartig" passt wohl eher auf die Machenschaften der katholischen Kirche. Aber ansonsten hoffe ich doch, dass möglichst viele LGBTI (und alle anderen freiheitlich-demokratischen Menschen) atheistisch sind und nichts mit religiöser Verdummung und Bevormundung zu tun haben...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 hugoAnonym
  • 23.11.2018, 12:04h
  • DAuf guat Boarisch:
    Dea is guat weida!
    Da Papst ho recht g`hobt, das an aussig´schmissn hod!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 SokratesAnonym
  • 23.11.2018, 12:39h
  • In einer besseren Welt müßte auf Müllers Einlassung nicht reagiert werden, weil sie sich von selbst disqualifiziert, doch da nach Einstein die menschliche Dummheit unendlich ist, muß laut und deutlich Widerspruch eingelegt werden gegen solche bösartig verbohrten Versuche des Gewissensterrors eines verderbten Seelenhirten gegenüber seiner Herde.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Sven100Anonym
#6 JadugharProfil
  • 23.11.2018, 13:18hHamburg
  • Kardinal Müller wird hoffentlich in der Hölle in Ewigkeit schmoren, gemäß katholischer Auffassung, da er doch stets eines der zehn Gebote mißachtet und verstößt, nämlich "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden"! Wenn es einen Gott gibt, dann soll er mit diesen gnadenlosen Kardinal ebenso gnadenlos umgehen! Leider wird dieses nur ein frommer Wunsch sein, da Gott gemäß der extrem widersprüchlichen heiligen Schriften sich selbst als absurd bzw. als nichtexistent erweist.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Roman BolligerAnonym
  • 23.11.2018, 13:23h
  • Antwort auf #2 von Carsten AC
  • Super auf den Punkt getroffen. Atheismus ist viel besser als jede Religion. Ich möchte unter keinen Umständen der katholischen Mafia-Organisation zugehören, für welche Herr Müller mit perverser Vehemenz eintritt.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 AmurPrideProfil
  • 23.11.2018, 13:23hKöln
  • Ich finde:

    Solche Typen wie Gerhard Ludwig Kardinal Müller sind die perfekte "Werbemaschine" für unsere LGBTIQ-Belange!

    Das war jetzt KEINE Ironie von mir, denn mal ganz ehrlich:
    Wer, außer seinen vergreisten Mitbrüdern, die alle so kurz bevor sie vor Gottes Anlitz treten müssen, unbedingt sich selbst noch hartnäckig ihr gesamtes Lebenswerk schön reden müssen, da sie andernfalls tiefsitzende Panik erfüllen würde, und den i. d. R. ohnehin schon rettungslos homophoben Nutzer von dem christlich-konservativen Nachrichtenportal LifeSiteNews.com, glaubt denn noch so einen Scheiß?^^

    Jemand, der ""..Homosexualität [..] in die Nähe von sexuellem Missbrauch und der Mafia [rückt]..", der heutzutage ""..Homosexualität als "nicht akzeptabel [bewertet].."", ""..die "sündigen Verhältnisse" von Lesben und Schwulen gar als "pervers" [bezeichnet].."", ""..Die Ehe für alle [..] eine "Diskriminierung des Ehebundes von Mann und Frau" ist.."", für den ""..Menschen, die sich für Minderheitenrechte einsetzen, [..] wie Massenmörder [sind].."" und "".. LGBTI-Aktivisten mit dem sowjetischen Kommunismus und den Nazis [vergleicht].."" ruft bei aufgeschlossenen Menschen des 21. Jahrhunderts - und dafür halte ich die aller überwiegende Mehrheit unserer Bundesbürger - bestenfalls nur Unverständnis, Kopfschütteln und Abkehr hervor! Und auf diese Weise sensibilisiert die alte Giftspritze ungewollt die große Mehrheit unserer Gesellschaft für unsere Belange. :-)

    Wir müssen den Homohassern unbedingt öffentlich entgegentreten, sollten dabei aber nie aus den Augen verlieren, um wen wir eigentlich kämpfen: Um die aufgeklärte und aufgeschlossene Mitte unserer Gesellschaft!
    Denn diese aufgeschlossene und aufgeklärte Mitte sichert uns als Minderheit die Mehrheit, der wir bedürfen, um unsere Ziele zu erreichen und um geschützt zu sein!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 stromboliProfil
  • 23.11.2018, 13:39hberlin
  • gäbe es nicht die, hirnverbrannt auf zugehörigkeit zu diesen sie verfolgendne religionsklitschen beharrenden homochristen.
    Mit der feststellung , Glbt* ideologische hätten sich von religiöser bevormundung gelößt, ( hierbei ideologie, des teufels anagramm für : emanzipation! ), hätte man die erstaunliche nachricht mit einem freudigen < NA ENDLICH> , aufnehmen können!

    So folgt nur der schrei der nunmehr wiederholt ausgegrenzt..., sich um ihr seelenheil betrogen fühlenden.

    Na wenigstens bekommen katholiken fürs schwanzlutschen die beichte auferlegt. Noch was in den klingelbeutel gelegt und sonntäglich die dreiviertel leeren kirchen mit seiner beständigkeit im glauben füllen... das muss doch zugang ins paradies verheißen.
    Auch wenn es für schwanzlutsche einen umweg über die kleine hölle zu gehen gilt, aber dafür will man auf den spaß beim schwänze lutschen nicht verzichten.
    Das macht das leben einfacher.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Religioten-WatchAnonym
  • 23.11.2018, 13:48h
  • Nicht etwa LGBT*IQ ist eine Ideologie, sondern "Gläubigkeit", bei diesem Subjekt also das Christentum.

    Nicht LGBT*IQ-Organisationen weisen mafiöse Strukturen auf, sondern die katholische "Kirche" samt kinderfickender Priester, die mithilfe ihres Führers dem rechtsstaatlichen Zugriff entzogen werden.

    Gegen genau diese Realitätsumkehr und Verleumdung muss endlich auch rechtlich vorgegangen werden. Aber der LSVD betreibt mit solchen Tätern lieber Kaffeeklatsch, anstatt für das zu kämpfen, was er immer mehr zu Unrecht in seiner Satzung für sich reklamiert.
  • Antworten » | Direktlink »