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Katholische Kirche
Kardinal Müller: "LGBT-Ideologie" ist atheistisch
Der ehemalige Chef der mächtigen Glaubenskongregation beklagt die "mafiaartige Weise" von "homosexuellen Netzwerken" und spricht sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten einen Platz in der Kirche ab.

Gerhard Ludwig Kardinal Müller will "atheistische" Homosexualität aus der Kirche drängen (Bild: wikipedia)
- 23. November 2018, 10:25h 3 Min.
Gerhard Ludwig Kardinal Müller hat in einem Interview mit dem christlich-konservativen Nachrichtenportal LifeSiteNews.com erklärt, dass die Kirche mehr gegen den Einfluss von Homo- und Transsexualität in der katholischen Kirche unternehmen müsse. Die "LGBT-Ideologie" innerhalb der Kirche sei "atheistisch", so Müller.
Daher habe die Terminologie LGBT "in Kirchendokumenten keinen Platz". Bereits vor wenigen Wochen hatte der amerikanische Erzbischof Charles Chaput gefordert, Worte wie "Transgender" oder "LGBT" aus der Kirche zu verbannen (queer.de berichtete).
Attacke auf Ansgar Wucherpfennig
Konkret ging Müller auf Ansgar Wucherpfennig ein, den liberalen Rektor der Jesuitenhochschule Sankt Georgen in Frankfurt; er war wegen homofreundlicher Äußerungen zunächst gefeuert worden, nach einem Aufschrei lenkte der Vatikan sechs Wochen später doch noch ein und erteilte ihm eine Lehrerlaubnis (queer.de berichtete).
"Das ist ein Beispiel, wie die Autorität der römischen Kirche untergraben wird", so Müller in dem Interview. Wenn Wucherpfennig homosexuelle Beziehungen segnen wolle, bedeute das "die Anwesenheit von Atheismus im Christentum". Der Rektor leugne zwar nicht die Existenz Gottes, aber erkenne ihn nicht als Quell aller Moral an, so Müller. Er stelle vielmehr "das, was vor Gott eine Sünde ist, als Segen dar".
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Müller beklagt "mafiaartige" homosexuelle Netzwerke
Homosexualität rückte er auch in die Nähe von sexuellem Missbrauch und der Mafia. Dabei nahm er Bezug auf den ehemaligen US-Erzbischof Theodore Edgar McCarrick, der wegen sexuellen Übergriffen auf Seminaristen von Papst Franziskus entlassen worden war. "Diesem McCarrick war es möglich, zusammen mit seinem Clan und einem homosexuellen Netzwerk in mafiaartiger Weise in der Kirche Verwüstungen anzurichten." Er sprach auch von der "moralischen Verwerflichkeit von homosexuellen Akten unter Erwachsenen", die in der Kirche unterschätzt worden sei.
Müller war von 2012 bis 2017 Chef der katholischen Glaubenskongregation – und gehörte damit zu den mächtigsten Männern in der katholischen Hierarchie. Seine Aufgabe war es, die Glaubens- und Sittenlehre in der Kirche festzulegen. Zuvor war Müller zehn Jahre lang Bischof in Regensburg gewesen. In dieser Zeit hatte er laut einem Untersuchungsbericht Aufklärung über Kindesmissbrauch innerhalb der Kirche verschleppt (queer.de berichtete).
Immer wieder hatte Müller mit LGBTI-feindlichen Äußerungen für Aufregung gesorgt. So bewertete er 2014 ausgelebte Homosexualität als "nicht akzeptabel" (queer.de berichtete). In einem Buch bezeichnete er die "sündigen Verhältnisse" von Lesben und Schwulen gar als "pervers" (queer.de berichtete). Die Ehe für alle ist für ihn zudem eine "Diskriminierung des Ehebundes von Mann und Frau" (queer.de berichtete).
Menschen, die sich für Minderheitenrechte einsetzen, sind für Müller wie Massenmörder: Erst im Mai verglich er LGBTI-Aktivisten mit dem sowjetischen Kommunismus und den Nazis (queer.de berichtete). (dk)
















Herr Müller ist gottseidank ein massiv homophober 'Ex'.
Harbarth und Karliczek haben leider den Höhepunkt ihrer homophoben Karrieren noch vor sich!