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- 04. August 2005 1 Min.
London Der britische Terrence Higgins Trust hat erstmals eine Kampagne gegen LGV begonnen, ein Bakterium, das sich neuerdings in der schwulen Szene ausbreitet. Die bereits online erhältlichen Flyer mit Infos sollen demnächst auch in der Szene verteilt werden. In Großbritannien sind mittlerweile 140 Fälle bekannt, zwei Drittel davon aus London. Die seltene Geschlechtskrankheit wird hervorgerufen durch eine Infektion mit Chlamydia trachomatis, ein Bakterienstamm, der auch für die Bildung von Chlamydien verantwortlich ist. LGV kam bisher nur in Gebieten von Afrika, Asien, Südamerika und der Karibik vor, betrifft neuerdings aber auch schwule Männer unter anderem in London, San Francisco, Antwerpen, Paris und Stockholm, das Robert-Koch-Institut in Berlin befasste sich 2003 mit vier Infektionen bei schwulen Männern in Hamburg, eine Meldepflicht besteht derzeit nicht. Eine Übertragung ist durch ungeschützten Sexualkontakt inklusive Fisten möglich, in seltenen Fällen reicht auch ein Handkontakt. Es kommt zu Bläschen, später Geschwüren am Infektionsort und schmerzhaften Schwellungen der regionären Lymphknoten, die aufbrechen können. Bleibt die Krankheit unbehandelt, breiten sich die Bazillen weiter aus und können zu weiteren Folgekrankheiten, auch der Augen, führen. Treten Symtopme auf, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. (nb)
Links zum Thema:
» LGV-Kampagne online (engl.)
» Mehr queer.de-Berichte zum Thema LGV














