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England

Um ihn hetero zu machen: Mann zwang elfjährigen Sohn zu Sex mit Stiefmutter

Ein Vater erhält in England fünf Jahre Haft, weil er aus Homophobie sexuellen Missbrauch an seinem Sohn zuließ.


Ein unglaublicher Fall von Kindesmissbrauch aus Homophobie wurde vom Crown Court in Reading verhandelt (Bild: Blogtrepreneur / flickr)

Ein Strafgericht in Reading bei London hat ein inzwischen getrennt lebendes Hetero-Paar zu Haftstrafen verurteilt, weil der Vater vor über zwei Jahrzehnten seinen damals elfjährigen Sohn dazu zwang, mehrfach mit dessen Stiefmutter Sex zu haben – nach Angaben des leiblichen Vaters um zu "verhindern", dass der Junge schwul wird. Der Vater des heute 36-jährigen Daniel erhielt nach einem Bericht des Boulevardblatts "Mirror" eine Haftstrafe von fünf Jahren, die Stiefmutter, die sich mindestens zehn Mal an dem Kind vergangen hatte, muss für acht Jahre hinter Gitter.

Daniel, der heute offen schwul lebt, erklärte gegenüber dem "Mirror", dass sein Vater "feminine Eigenschaften" an ihm kritisiert hatte, bevor der Missbrauch begann. Er habe den Sohn dann an einem Sonntag aufgefordert, sich vor seiner Stiefmutter zu entkleiden und ihre Brüste zu berühren und zu küssen. "Papa hat mich ermutigt, das zu tun, also dachte ich, das wäre so okay. Ich denke, diese Nacht war ein Testlauf, bei dem die beiden sehen wollten, wie ich reagiere, weil danach der Sex begonnen hat." Mindestens zehn Mal habe die Stiefmutter Daniel vergewaltigt – teilweise in Anwesenheit seines Vaters. Die sexuelle Gewalt habe erst aufgehört, als sich der Vater und die Stiefmutter 1996 trennten.

Polizei schenkte missbrauchtem Teenager in Neunzigern keinen Glauben

Zu diesem Zeitpunkt hatte es ein weiterer Sextäter auf den inzwischen 16-jährigen Daniel abgesehen. Die Polizei kam zu diesem Zeitpunkt sogar dahinter und führte eine Razzia bei dem Mann durch, bei der sie Nackfotos von Daniel fanden. Einem Kinderpsychologen vertraute sich Daniel daraufhin an und erzählte vom Missbrauch zu Hause – dieser schenkte ihm aber keinen Glauben. Polizisten hätten sich, so hieß es jetzt im Gerichtsverfahren, gegenüber dem missbrauchten Jugendlichen damals "schäbig" verhalten; ein Polizeibeamter habe den Jungen sogar verhöhnt.

Die sexuelle Gewalt habe ihn damals völlig aus der Bahn geworfen, so Daniel heute. Er habe damals auch versucht, sich das Leben zu nehmen. "Es war die Aufgabe meines Vaters, mich zu schützen. Die haben mir meine Unschuld genommen und meine Kindheit ruiniert. Ich kann das nie hinter mir lassen."

Ans Tageslicht kam der Vorfall erst, weil das Opfer 2015 heimlich ein Telefongespräch mit seinem Vater aufnahm, in dem dieser die Misshandlung zugab. Daraufhin ging er zur Polizei, die ihm jetzt glaubte. Später gaben die beiden Täter den Missbrauch zu. Vor Gericht führte der Vater als Grund eine "nicht diagnostizierte Depression" an. Er habe nur versucht, seinen Sohn "in die richtige Richtung zu leiten und nicht schwul zu werden, weil es Anzeichen dafür gab". (cw)



#1 AmurPrideProfil
  • 26.11.2018, 15:45hKöln
  • Konnte man 1993 wirklich noch so blöd sein zu glauben Sex mit einer Frau würde verhindern das jemand schwul ist?

    Wie der Artikel belegt konnte man das ganz offensichtlich!

    Und wie z. B. die Demonstrationen aufrechter schwäbischer Bürger gegen den Bildungsplan der Landesregierung zum Thema sexuelle Vielfalt 2016 zeigte: Viel zu viele sind auch heute noch keinen Schritt weiter! :-(
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#2 RainerWAnonym
  • 26.11.2018, 15:45h
  • Ein 11jähriger steckt noch voll in der Pubertät. Da kann man gar nicht sagen, welche Orientierung er entwickeln wird. Die Traumatisierung durch den Vater hat wohl mehr dazu beigetragen, als das es verhindert haben sollte nach seiner Auffassung.
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#3 MedaillenseitenAnonym
  • 26.11.2018, 16:31h
  • Antwort auf #1 von AmurPride
  • "Konnte man 1993 wirklich noch so blöd sein zu glauben Sex mit einer Frau würde verhindern das jemand schwul ist?"

    Offenbar (siehe Kommentar #2) kann man 2018 noch glauben, dass Sex mit einer Frau jemanden schwul MACHT.
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#4 Ith__Ehemaliges Profil
  • 26.11.2018, 16:34h
  • Meine Rede... ich soll psychiatrische Gutachten vorlegen, um im Perso den Namen führen zu dürfen, unter dem ich seit Jahren im gesamten Alltag lebe (ausgenommen die Familie, aber nicht, weil ich das da nicht wollen würde, sondern weil die mein Trans*-Sein nicht akzeptieren), aber Kinder großziehen darf jeder.

    Glück im Unglück, dass ihm die Gesetzeslage in GB zugute kommt. In Deutschland hätte die Tat vermutlich als verjährt gegolten, besonders da der Kläger bereits die Altersmarke von 30 Jahren überschritten hat.
    Gibt übrigens auf change.org eine Petition, um diese unzumutbare Verjährungsfrist abzuschaffen. Könnte man bei der Gelegenheit ja vllt einen Link drauf setzen.

    Zu der Reaktion von Polizei und dem Psychologen da gibt's ja nicht viel zu sagen. Leider typisch. Kinder haben de facto immer nur die Rechte, die ihnen von denjenigen zugestanden werden, unter dessen Tisch sie ihre Füße stellen. Und wer von den eigenen Eltern schon zum Sexobjekt dressiert wird, wird sich immer schwertun, mit entsprechenden Anforderungen in der Folge angemessen aka ablehnend umzugehen.
    In beiden Fällen weniger als zehn Jahre, und abgesessen wird davon wahrscheinlich nichtmal die Hälfte. Viel zu wenig für das Maß an Zerstörung in einem jungen Leben.
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#5 JadugharProfil
  • 26.11.2018, 17:07hHamburg
  • Antwort auf #1 von AmurPride
  • Auch heute glauben viele Menschen noch an Märchen! Sogar Homo- und Bisexuelle. So hörte ich oft von ihnen, daß eine dominante Mutter den Sohn schwul macht. Nun ich habe einen zweieiigen Zwillingsbruder, der die gleiche brutale Erziehung wie ich genoß. In den meisten Familien ist die Mutter dominant, weil die Kinder ihren berufstätigen Vater nie zu Gesicht bekommen. Mein Zwillingsbruder und ich sind extrem verschieden, wo ich mich oft frage, was hat eigentlich die Erziehung außer Hemmungen eigentlich bewirkt, da wir von unseren Eltern sehr heftig begrenzt und unterdrückt wurden?!
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#6 schwulenaktivist
  • 26.11.2018, 19:16h
  • Ich kenne einen bisexuellen (Vater), der mit seinem Sohn nach Amsterdam gereist ist, um ihn die Heterosexualität bei "Fachfrauen" lernen zu lassen...
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#7 JulimanAnonym
  • 26.11.2018, 20:03h
  • Die Überschrift suggeriert dass der Vater den Sohn zum Sex zwang und die Stiefmutter eine eher untergeordnete Rolle spielte. Dem ist aber nicht so wie aus dem Text hervorgeht. Die Stiefmutter hat den Sohn mehrmals vergewaltigt und auch eine höhere Strafe erhalten als der Vater.
    Die Stiefmutter hat sich also ( mindestens) genauso schuldig gemacht.

    Aber wahrscheinlich ist das für den Sohn noch schlimmer was der Vater gemacht hat, da er sein eigen Fleisch und Blut nicht geschützt, sondern im Gegenteil seinem Sohn seelisches und körperliches Leid zugefügt hat.

    Mal wieder ist das ein Fall der erst so viele Jahre später ans Tageslicht kam, weil dem kindlichen Opfer damals nicht geglaubt wurde.
    Der Graubereich an Tätern, die niemals in ihrem Leben zur Rechenschaft gezogen werden, könnte erschreckend groß sein.
    Daher ist es enorm wichtig den Kindern so früh wie es geht, altersgerecht in Kindergärten und Schule zu vermitteln was Erwachsene und Eltern dürfen und was nicht. Zu häufig liest man dass Opfer dachten das wäre doch ganz normal was mit Ihnen gemacht wird oder das sie selber schuld wären, weil es ihnen die Täter einreden.
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#8 TheDadProfil
  • 26.11.2018, 22:14hHannover
  • Antwort auf #2 von RainerW
  • ""Ein 11jähriger steckt noch voll in der Pubertät.""..

    Stimmt..

    ""Da kann man gar nicht sagen, welche Orientierung er entwickeln wird.""..

    Stimmt nicht..

    Es gibt keine solche "Orientierung" !

    Der 11-Jährige ist sich vielleicht seiner sexuellen Identität noch nicht vollends bewußt, das hat nichts mit einer "Orientierung" oder einer "Phase" zu tun !

    ""Die Traumatisierung durch den Vater hat wohl mehr dazu beigetragen, als das es verhindert haben sollte nach seiner Auffassung.""..

    Welch hanebüchener Unfug !

    Ich finde die Haftstrafen zu gering, denn es handelt sich um Vergewaltigung..

    Angemessen wären diese Strafen für die damaligen Polizisten (5 Jahre) und für den "Kinder-Psychologen" (8 Jahre)..
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#9 daVinci6667
  • 27.11.2018, 12:26h
  • Der Junge war elf als die mehrfachen Vergewaltigungen begannen. Wer sowas extrem barbarisches und Abscheuliches tut, sollte nicht mehr als Eltern, als Vater oder als Mutter bezeichnet werden auch wenn sie es rein biologisch sind. Diesen Titel haben sie sich für immer verwirkt.

    Ich bin mit TheDad vollkommen einverstanden, die die ihm damals so fahrlässig nicht glaubten, gehören ebenfalls hart bestraft. Die pädophile Täterin und der Mittäter und Homoheiler, sein Erzeuger, der glaubte seinen Sohn durch sexuellen Kindesmissbrauch von Homosexualität zu heilen, sollten ihren gesamten Lebensabend hinter Gittern verbringen müssen. Pädokriminelle hinter Gittern stehen in der brutalen Hackordnung in Gefängnissen immer zuunterst.

    Was mich sehr positiv stimmt ist dieser Lebens- und Überlebenswille und diese immense Kraft dieses Sohnes. Auch wenn der letzte Halt eines Menschen zerbricht, das Urvertrauen des Jungen aufs Schlimmste missbraucht wurde, trotz all diesen schlimmsten Traumen und tiefsten Kränkungen lebt er noch und er lebt es ganz offen schwul und hat die beiden dorthin gebracht wo sie hingehören.

    Ihm in Gedanken eine liebe Umarmung wenn er es zulässt und herzlich alles Gute.
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#10 TimonAnonym
  • 27.11.2018, 14:31h
  • Da sieht man wieder mal, wer wirklich die Perversen sind: nicht LGBTI, sondern LGBTI-Hasser, die Kinder missbrauchen und zu Inzest zwingen, um sie "hetero" zu machen.

    Aber in Wirklichkeit ruinieren sie die Leben dieser Kinder und töten ihre Seelen.
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