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Kommentare zu:
"Dritte Option": Scharfe Kritik am Gesetzentwurf der Bundesregierung


#1 Ith__Ehemaliges Profil
  • 26.11.2018, 17:49h
  • Das Ding ist kurz davor, beschlossen zu werden, und dass eine verfassungsgemäße Variante nicht in Frage kommt, weil dazu die Zeit nicht reicht, war schon vor Monaten das Argument von Seehofer und allen, die ihm nicht von vornherein klar widersprochen haben.

    Ich nehme Lehmann zwar ab, dass ihm wirklich daran gelegen wäre, an dem Entwurf noch etwas zu ändern, und dass das nicht bloß die Art von Alibi-Politik ist, mit der man sich weitestgehend konsequenzenlos (denn abgefahren ist der Zug mEn eh) Stimmen aus dem LGBTI-Wählerkreis sichern will. Aber seien wir mal ehrlich: Das Jahr hat noch fünf Tage und einen Monat; wenn wir davon ausgehen, dass auch Politiker das Jahr zu Weihnachten abschließen, sogar noch zwei Tage weniger als einen Monat.
    Wenn das Argument schon vor Wochen und Monaten war, dass man mehr als ein Jahr braucht, um eine schikanierende und objektiv betrachtet vollkommen irrelevante Forderung aus dem bisherigen Entwurf zu streichen, werden vier bis fünf Wochen dazu wohl auch nicht genügen. Wieso auch immer ein Gesetz nun mehr Zeit benötigt, bloß weil man was rausstreicht. Wahrscheinlich, weil zu viele der Be-Stimmenden das "Gefühl" haben, dass ihnen was weggenommen wird, wenn andere Menschen einfach intersexuell sein dürfen, und zwar so richtig, mit Anerkennung auch auf dem Papier.
    Weil der heteronormative Durchschnittspolitiker offenbar mehr als ein Jahr braucht, um zu akzeptieren, dass das damalige Verfassungsgericht wirklich und tatsächlich fand, dass so ein Recht den Betroffenen zusteht.
    Ja, sowas ist halt nicht selbstverständlich, dass Leute sowas einfach dürfen - sie selbst sein dürfen, statt offiziell krank. Da braucht man schonmal mehr als zwölf Monate, um sich dran zu gewöhnen. Und da es leichter ist, sich besser nicht dran zu gewöhnen, wählt man ins Verfassungsgericht halt für die Zukunft Leute, die einem sowas nicht mehr zumuten werden, hält brav die Füße still und stimmt dafür, dass eigentlich am besten alles weitestgehend so bleibt, wie es ist. Denn darauf läuft es bei dem bisherigen Entwurf hinaus. Profitieren wird davon auch von den Leuten, für die das laut Verfassungsgericht gedacht gewesen wäre, nur ein marginaler Anteil.

    Sicherlich nett gemeint, die Kritik. Aber wenn man's ernst meint, hätte man sich das früher überlegen müssen. Und zumindest über die Landtage Druck ausüben, in denen man teilweise mitregiert.
    Wenn da nicht noch der kleine Punkt wäre, dass man davon ausgehen kann, dass bei Weitem nicht alle Grün-Anteile in Landtage dahinter stehen dürften. Wie sehr Grüne und SPD auf ihre Queer-Anteile generell hören, haben wir bei der Wahl dieses menschenfeindlichen Verfassungsrichters ja gerade erst serviert bekommen.

    Na, sie haben ja versprochen, dafür noch innerhalb dieser Legislatur-Periode das TSG zu reformieren. Wenn sie irgendwas davon ernst meinen, haben sie da dann noch die Chance, die Sache hinzubiegen.
    Abkaufen tu ich es ihnen ja nicht.
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#2 AnnoymAnonym
  • 26.11.2018, 19:12h
  • Dass man in Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, seitens der Bundesregierung... und seitens vieler Anderer Seiten nicht bereit war/ist und für den Schutz deutscher Babies, Kinder und Jugendliche ein zutreten, zeigt der Gesetzesentwurf.

    Seit vor 2006 wurde der Deutschen Bundestag immer wieder gebeten zu helfen, ohne dass die Gegebenheiten verbessert wurden obwohl Menschen es Intersex-Genitalverstümmelungen, Selbstverletzungen, Selbstverstümmelunge, medizinische Selbstversorgung, Selbstmordversuchen und finalen Suiziden kommt.

    In den letzten 10 Jahren wurden laut statistischen Zahlen >10.000 Kastrationen sowie weitere >16.000 Intersex Genitalverstümmelungen (IGM) an Babies, Kindern und Jugendlichen in Deutschland durchgeführt!

    Die Verweigerung medizinischer Leistungen (Trans, Intersex) ist Realität. Auch in der 19. Legislaturperiode ist man sich bewusst, dass die neuen Leitlinien (S2k, S3) nicht rechtsverbindlich sind, dennoch verweigert man eine Klarstellung im SGB!

    Tausende Menschen mussten und müssen sich TSG Begutachtungen unterziehen, seit 1981 gab es 50.000, allein >4.000 bei >2.000 TSG Verfahren 2017 (Kosten 2016 zwischen 126-8.300 pro Verfahren; Laut einer älteren Offenlegung in Berlin üblicherweise 3.000 in Ausnahmen 5.000)!

    In der letzten Legislaturperiode hat man auch international zuerst auf die Interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) verwiesen, später auf die vom BMFSJ Rechtsgutachten die Gesetzesentwürfe u.a. ein Mantelgesetzentwurf beinhalten. Dann hat man auf einen Abschlussbericht der IMAG verwiesen, der nicht zustande kam weil man sich innerhalb der Bundesregierung nicht einigen konnte. Vor der Bundestagswahl veröffentlichte dann das BMFSFJ eine eigene Stellungnahme und Verwies zum Verbot von Intersex-Genitalverstümmelungen auf eine BGB Klarstellung, ohne die Forderungen einer Anpassung im StGB zu unterstützen. In diesem Jahr wurde dann die S3 hinsichtlich der medizinischen Versorgung auch vor dem UN Menschenrechtsrat hochgehalten, obwohl klar war, dass Leitlinien nicht rechtsverbindlich sind.

    btw17 - 299 Wahlkreise weiterhin

    >1.000 Kastrationen,
    >1.600 Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM),
    >2.000 TSG-Verfahren
    pro Jahr

    STAND UP FOR HUMAN RIGHTS
    of all Trans Intersex Non-binary People
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#3 DominikAnonym
  • 26.11.2018, 19:34h
  • Nach der Anhörung dürfte klar sein, dass sich an dem Gesetzesentwurf nichts mehr ändern wird, insbesondere auch nichts an der Nachweispflicht durch ein ärztliches Attest.

    Für den Todesstoß sorgte am Ende die Frage des Abgeordneten Müller: Eine eidesstattliche Erklärung bezieht sich immer auf Tatsachen und nicht auf Gefühle. Tatsachen können aber nur anhand objektiver Kriterien, etwa anhand einer medizinischen Feststellung, beschrieben werden, nicht jedoch anhand von Gefühlen oder einer inneren subjektiven Verfasstheit, welche dann - warum auch immer - mind. drei Jahre verbindlich gelten soll. Das war der entscheidende Punkt in der Debatte, an dem die Verzichtforderung auf ein ärztliches Attest vom Tisch gefegt wurde.

    Außerdem war das Meinungsbild der Expert*innen bzgl. "ärztliches Attest ja oder nein" doch sehr gemischt. Offensiv gegen das ärztliche Attest hat sich eigentlich nur Frau Dr. Mangold positioniert.

    Deswegen glaube ich, dass der Gesetzesentwurf so auch, d.h. ohne wesentliche Änderungen, verabschiedet werden wird. Das kann man gut oder schlecht finden, aber jede Wette, so wird's kommen.
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#4 etetAnonym
  • 26.11.2018, 21:28h
  • ich bin intersexuell (medizinisch belegbar), lebe unauffällig als Mann im gehobenen Alter.

    Was mich an der ganzen Diskussion stört, die ja vornehmlich von nicht Intersexuellen geführt wird, ihr habt keine Ahnung wie wir damit umgehen müssen/könnten/dürften.
    Könnt ihr euch etwa vorstellen, dass ich mich im fortgeschrittenen Alter bei meinen Arbeitskollegen als intersexuell oute? Mir gar meinen Personalausweis umschreiben lasse?

    Das Gesetz dient meiner Meinung ausschliesslich dazu, dass kein Geschlechtseintrag nach der Geburt
    gemacht wird (was ja jetzt schon geht) und dass diese Kinder hoffentlich anders aufwachsen können, als bisher. Aber selbst das bezweifle ich sehr stark! Es wird sich ausser ein paar "Verrückten", die sich das neue Geschlecht eintragen lassen gar nichts tun. Ein Riesenaufwand für nichts!
    Aber mal sehen, vielleicht lasse ich das eintragen wenn ich in Rente bin, hm, wo ich dann wohl im Altersheim lande.....

    Im übrigen bin ich dagegen, dass die Transleute hier mit aufspringen, trans- und intersexuell ist etwas komplett verschiedenes.
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#5 TasachenAnonym
#6 DominikAnonym
  • 27.11.2018, 07:44h
  • Antwort auf #5 von Tasachen
  • Na, wenn du das meinst, dann muss es ja wohl so sein...

    Hast du gelesen, was der intersexuelle User vor dir geschrieben hat?

    "Es wird sich ausser ein paar "Verrückten", die sich das neue Geschlecht eintragen lassen gar nichts tun. Ein Riesenaufwand für nichts!" (Zitat)

    sowie:

    "Im übrigen bin ich dagegen, dass die Transleute hier mit aufspringen." (Zitat)

    - Derart kritisch sehe ja "selbst ich" (aus deiner Sicht) die Sache keineswegs. Wir sollten aber zur Kenntnis nehmen, dass es eben sehr unterschiedliche Sichtweisen gibt; und das natürlich auch stets innerhalb von Betroffenen-Gruppen selber. Nicht jeder LGBTI wählt im übrigen die Linken oder die Grünen, dazu gibt es auch keine Verpflichtung!

    Ich habe lediglich meinen Eindruck von der Ausschuss-Sitzung geschildert, die ich mir komplett angesehen habe. Bzgl. ärztliches Attest haben sich im Grunde genommen nur Frau Dr. Mangold, eine Juristin, und Frau Veith, eine Betroffene und Aktivistin, explizit dagegen ausgesprochen. Die beiden Ärztinnen plädierten eher dafür, ebenso der weitere Jurist in der Runde. Der Psychiater vertrat Auffassungen, die auch ich nicht teile; ich nehme an, dass der von der AfD eingeladen wurde. Es bleibt der Eindruck von einem sehr gemischten Meinungsbild, wo der entscheidende Stich aber war, dass einer eidesstattlichen Erklärung ohne Tatsachen-Grundlage wie einem Attest die nötige Substanz fehle und deshalb nicht ausreichend sein könne. Diesen Einwand konnte auch Frau Dr. Mangold nicht entkräften, obwohl sie sonst sehr überzeugend gesprochen hatte, und wirkte ausgerechnet an diesem entscheidenden Punkt ziemlich hilflos: "Gefühle sind auch Tatsachen." Jeder Jura-Student im zweiten Semester weiß, dass dies im juristischen Sinne überhaupt nicht haltbar ist. Deshalb meine Prognose: An dem Gesetzesentwurf wird sich nichts mehr ändern. Das ist lediglich eine Einschätzung.
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#7 TatsachenAnonym
  • 27.11.2018, 09:14h
  • Antwort auf #6 von Dominik
  • Dass deine Ignoranz auch von anderen geteilt wird, legitimiert sie nicht.

    Was du geflissentlich unterschlägst, ist, dass sich das Verfassungsgericht in der Frage "Tatsachen" vs. "Gefühle" in seiner Entscheidung zum "dritten Geschlecht" eindeutig positioniert hat. Das ist hier mehrfach dargestellt worden, und es ist auch schon mehrfach erklärt worden: An mangelnder Information liegt es nicht, wenn die Informationen einfach nicht zur Kenntnis genommen werden.

    Es geht jetzt eben nicht mehr darum, weitere Jahre lang "verschiedene Sichtweisen" zu diskutieren und schon gar nicht darum, dabei ignorante Positionen für ebenso legitim zu erklären wie menschenrechtliche Positionen. Es geht darum, die Vorgaben umzusetzen.
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#8 Ith__Ehemaliges Profil
  • 27.11.2018, 09:20h
  • Antwort auf #4 von etet
  • Klientel eben, das das größte Problem für all die Intersexuellen ist, die mit dem ihnen zwangsweise zugewiesenen Geschlecht nicht zurechtkommen: Diejenigen, die das Glück hatten, das jenige Geschlecht zwangsverordnet zu bekommen, mit dem sie kein Problem haben.

    Ja, Glück, ne.

    Die Intersexuellen, gegen die euresgleichen aus dem guten Grund Stimmung macht, mit solchen Auffälligkeiten nichts zu tun haben zu wollen, haben mit uns Trans*Volk mehr gemeinsam als mit euch.
    Und eben verständlicherweise auch eine gänzlich andere Agenda.

    Dass euresgleichen gemeinsam mit sich als "betroffen" präsentierenden Elternverbänden, die sich eigentlich bloß rechtfertigen und bei ihrer Vormachtstellung, zu bestimmen, bleiben wollen, zuweilen aktiv dagegen arbeitet, wie ich von einem diesbezüglich Betroffenen persönlich weiß, finde ich einigermaßen schäbig.

    Du hattest Glück, was das anging.
    Ganz einfach.
    So ähnlich wie Cissen halt auch.
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#9 Ith__Ehemaliges Profil
  • 27.11.2018, 09:40h
  • Antwort auf #6 von Dominik
  • Achja, von wegen:

    "Gefühle sind auch Tatsachen."

    Nicht haltbar? Na, dann sollten wir die Ehe wohl auf Zeugungs- und Fortpflanzugsfähigkeit beschränken, statt Leuten sowas zu gestatten, die ohnehin nicht in der Lage sind, Kinder in die Welt zu setzen.
    Bloß, weil jemand es für eine Tatsache hält, dauerhaft einen Menschen des eigenen Geschlechts zu lieben, brauchen wir echt kein Gesetz, das diese Leute aus dem Pool möglicher Paarungsfähiger entfernt. Kinder zeugen hat auch bei Leuten immer noch funktioniert, bei denen später ein Outing als schwul folgte.

    Im Zweifel mit Zwangsscheidung für alle Hetero-Paare, bei denen's mit dem Nachwuchs länger als 2-3 Jahre dauert. In der Zeit sollte das echt jeder hinkriegen. Und ansonsten halt trennen, um zumindest dem Partner eine Chance zu geben, der da draußen vielleicht noch jemanden finden könnte, mit dem das klappt.

    Aber ja, sicher, Homo-Ehe abschaffen - wärst du ja eh für.
    Wie konnt ich das vergessen.
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#10 Ith__Ehemaliges Profil
  • 27.11.2018, 09:46h
  • Antwort auf #6 von Dominik
  • Es gibt halt Leute, die aus ihrer Partei austreten, wenn jemand zum Verfassungsrichter bestimmt wird, der sich gegen Rechte für Angehörige von Minderheiten ausspricht, und dann gibt's Leute wie dich, die öffentlich auf einem queer-Portal posten können und dürfen, die inhaltlich soweit mit den Positionen der betreffenden Personalie übereinstimmen, dass echt fraglich ist, was an dem, was er an Sprüchen gelassen hat, überhaupt zu kritisieren sein soll. Grundlage ist ja, wie bei dir oben nachlesbar: "Das kann man gut oder schlecht finden".

    In anderen Worten, wenn man die Diskriminierung gut findet, wird man das jawohl dürfen, und vorzugsweise auch sagen dürfen, denn alles andere wäre Meinungsdiktatur.

    Maßstäbe halt, wie man sie in der deutschen Politik zunehmend hört und liest.
    Abgesehen davon, dass die Meinungsdiktatur in der Öffentlichkeit ja nun gar nicht ist, dass man auf die Fresse riskiert, weil ein Kuss im Zweifel ein Statement ist, das man ja nicht okay finden muss.
    Wirklich begeisternd.

    Braucht man sich über nix mehr wundern.
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#11 DominikAnonym
  • 27.11.2018, 10:03h
  • Antwort auf #9 von Ith_
  • Wie bitte?!? Zu viele Gefühle im Spiel, um nicht alles wild durcheinander schmeißen zu müssen?

    Selbstverständlich bin ich für die gleichgeschlechtliche Ehe. Möchte meinen Partner ja auch mal heiraten. Ist aber ein völlig anderes Thema und deine "Argumentation" bedarf echt keines weiteren Kommentars!
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#12 TheDadProfil
  • 27.11.2018, 12:25hHannover
  • Antwort auf #6 von Dominik
  • "" Wir sollten aber zur Kenntnis nehmen, dass es eben sehr unterschiedliche Sichtweisen gibt;""..

    Dir muß man auch hier erneut zu einem Blickwinkelwechsel raten, den es gibt keine ""unterschiedliche Sichtweisen"" was die Rechte Einzelner betrifft, es gibt nur "unterschiedliche Bedürfnisse"..

    Insofern ist die Aussage von ""etet"
    "Es wird sich ausser ein paar "Verrückten", die sich das neue Geschlecht eintragen lassen gar nichts tun. Ein Riesenaufwand für nichts!" (Zitat)"

    aus seiner Sicht vertretbar, denn sie sagt für ihn selbst aus, "ich brauche das nicht", vor allem aber "ich brauche das HEUTE nicht mehr", aus Deiner Sicht steht Dir eine solche Aussage aber gar nicht zu !
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#13 Ith__Ehemaliges Profil
  • 27.11.2018, 13:51h
  • Antwort auf #12 von TheDad
  • Ich weiß nicht... wenn ich zur Ehe für alle den Kommentar abgebe, dass das nur "Verrückte" machen (die Anführungszeichen habe ich übernommen, aber am Beleidigungscharakter ändern die mEn überhaupt nichts) und man es sich deswegen hätte sparen können, stellst du dich dann auch vor die LGBTI-Gemeinde und erklärst denen, dass diese Aussage jawohl nur mich persönlich betreffe und mir daher zustehe, weil es lediglich eine Aussage darüber sei, dass ICH das nicht brauche?

    Das ist doch Blödsinn.

    Leute als Verrückte zu bezeichnen, die gedenken, etwas in Anspruch zu nehmen, während man selbst das nicht zu tun gedenkt (aus welchen Gründen und bei welcher Grundlage auch immer!), betrifft eben gerade nicht die eigene Person. Sondern ist schlichtweg eine Abwertung all der "Anderen", und würde in Sachen Homo-Ehe wohl auch nicht ganz unbegründet als Beleidigung gegenüber sehr vielen Homosexuellen betrachtet werden.
    Selbst wenn der Kommentar von jemandem käme, der selbst homosexuell ist, aber vielleicht halt Single aus Überzeugung.
    Was ich übrigens auch bin, und vom Heiraten halte ich nicht viel, aber trotzdem käm's mir nie in den Sinn, deswegen andere Leute beleidigen zu müssen.

    Aber ich habe mich natürlich nicht betroffen zu fühlen - ist ja schließlich bloß eine Selbstaussage.

    Die Argumentation will ich von dir echt mal lesen, wenn sich mal wieder ein AfD-Heini hinstellt und der Welt erklärt, was er*sie von Homosexualität so hält.
    Sind ja schließlich dann auch bloß Ansichten, die diese eine Person vertritt. Selbstverständlich für sich selbst, ne?
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#14 TheDadProfil
  • 27.11.2018, 23:41hHannover
  • Antwort auf #13 von Ith_
  • ""Ich weiß nicht...""..

    Das stimmt..
    Du weißt nicht was in meinem Kopf so alles vor sich geht..

    Ich habe schon zu Anbeginn der Debatte um die Ehe-Öffnung, die sich sehr schnell durch äußere Zwänge zu einem "Kampf um die ELP" veränderte, die Frage gestellt :
    Wer braucht eigentlich diese Anbiederung an die heteronormative Gesellschaft, und welchen Zweck erfüllt es diese "Hetero-Familien-Klischees" zu kopieren ?

    Denkt ihr wirklich damit die Diskriminierung zu überwinden ?

    Beantwortet ist diese Frage immer noch nicht..

    Dennoch habe ich mich all die Jahre FÜR die Ehe-Öffnung eingesetzt, auch öffentlich Dutzendfach protestiert, CSD's organisiert und davon mehr als 200 besucht und mich an ihnen beteiligt, Stände organisiert, Aufklärungsarbeit betrieben, und immer in dem Wissen :
    Mit mir und meinem Leben hat das nichts zu tun, denn ich brauche das nicht..

    Denn es gibt einen Unterschied zwischen einer "persönlichen Haltung" die dann sagt, es muß möglich sein das alle Bürger die gleichen Rechte haben und nutzen KÖNNEN, und der persönlichen Lebensplanung, die dann entscheidet was man für sich selbst NUTZT..

    Bemerkenswert dann daß Du dich auf meinen Kommentar beziehst, und kein Wort über den bei "etet" laut gewordenen Vorwurf

    ""Im übrigen bin ich dagegen, dass die Transleute hier mit aufspringen, trans- und intersexuell ist etwas komplett verschiedenes.""

    verlierst..

    Eine diesbezügliche Frage von mir im erstem Thread zur "Dritten Option" wurde mit persönlichen Angriffen und vor alle dem "üblichem Cis-Bashing" goutiert, grad so wie Dein Resümee in Kommentar Nr.#8

    ""So ähnlich wie Cissen halt auch.""

    auch..

    Du kommst aus der Nummer nicht mehr raus, oder ?

    Bist nicht mehr in der Lage Deine eigene Identität zu formulieren, ohne in ein
    "auf jeden fall von cissen genervt"
    unterzubringen ?

    Und erwartest dann hier für enthaltenes Bashing und Beleidigungen unreflektiert zustimmenden Beifall ?

    Kuck an..

    ""Leute als Verrückte zu bezeichnen, die gedenken, etwas in Anspruch zu nehmen, während man selbst das nicht zu tun gedenkt""..

    ...ist LOGISCH..

    vor allem wenn man denen über Jahre hinweg versucht hat zu erklären das sie selbst dann wenn sie die Möglichkeit dazu erhalten IMMER NOCH KEINE Heteros, oder in Deinem Fall "Cissen" sein werden..

    Die Lebensplanung die sich als Kopie erweist, wird immer ein Abziehbild bleiben..

    Weil man sich am Ende dann doch irgendwie weigert etwas eigenes zu entwickeln..

    Das ist gar nicht "böse" oder "abfällig" gemeint..
    Aber es muß gesagt werden..
    So einfach ist das manchmal..

    ""Die Argumentation will ich von dir echt mal lesen, wenn sich mal wieder ein AfD-Heini hinstellt und der Welt erklärt, was er*sie von Homosexualität so hält.""..

    Du verstehst noch immer nicht die verschiedenen Dimensionen !

    Denn es bleibt der Unterschied ob DU oder ich etwas zu LGBTTIQ*-Lebens-Umstände sagen oder schreiben, oder ob sich irgendein Polit-Hansel einer Rechtsgerichteten Partei, ein ehemaliger Nachrichten-Sprecher, oder ein durchgeknallter Kardinal ein Urteil über das Leben anderer Menschen erlaubt, welche sein Leben keinen einzigen Zentimeter "kleiner" macht !

    ""Sind ja schließlich dann auch bloß Ansichten, die diese eine Person vertritt. Selbstverständlich für sich selbst, ne?""..

    Dimension !

    Dinge die ICH FÜR MICH ENTSCHEIDE betreffen auch nur MICH !

    Die haben keinen Einfluß auf Dein Leben !
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#15 Ith__Ehemaliges Profil
  • 28.11.2018, 08:43h
  • Antwort auf #14 von TheDad
  • Dein Resümee in Kommentar Nr.#8

    ""So ähnlich wie Cissen halt auch.""

    auch..

    Du kommst aus der Nummer nicht mehr raus, oder ?"

    Weil die Definition von Cis lautet: Mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht kein Problem zu haben.

    Genau dieser Beitrag war meine Antwort auf das, wovon du mir unterstellst, ich hätte nicht drauf reagiert.
    In dem Sinne war das tatsächlich von mir ungenau formuliert.

    Der betreffende Intersexuelle ist nämlich cis.
    Dass so jemand gegen Trans*-Rechte jeglicher Art auch immer ist, braucht von daher überhaupt nicht überraschen.
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#16 AmurPrideProfil
  • 28.11.2018, 10:44hKöln
  • Antwort auf #14 von TheDad
  • ""..Die Lebensplanung die sich als Kopie erweist, wird immer ein Abziehbild bleiben..
    Weil man sich am Ende dann doch irgendwie weigert etwas eigenes zu entwickeln..""

    Ich darf das Rad nicht benutzen, weil es ein Anderer schon erfunden und von vielen Anderen tagtäglich benutzt wird?????
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#17 AmurPrideProfil
  • 28.11.2018, 11:19hKöln
  • Antwort auf #15 von Ith_
  • Liebe Ith,

    Deine Diskussion mit The Dad habe ich wissensdurstig mitverfolgt. Leider scheint mir hier doch in den letzten Kommentaren, vielleicht im Eifer des Gefechts, gelegentlich etwas unscharf diskutiert zu werden...

    Trans und Inter sind zwar beides Fragen der sexuellen Identität, ABER:

    Trans zu sein ist, zumindest nach meinem Wissensstand, ein Zustand, in dem das körperliche Geschlecht (sex) mit dem sozialem Geschlecht (gender) einer Person nicht übereinstimmt.
    Damit besitzen Trans, sowohl vor wie nach einer evtl. vorgenommenen geschlechtsangleichenden OP, eindeutige Geschlechtsorgane.
    Trans sind, bezogen auf ihre körperlichen Geschlechtsorgane, entweder männlich oder weiblich. Sie stellen somit keine neue Form eines körperlichen Geschlechts dar.

    Inter zu sein bedeutet beide körperlichen Geschlechtsmerkmale, also weibliche und männliche, gleichzeitig zu besitzen. Sie besitzen eben nicht nur weibliche oder männliche Geschlechtsorgane, sondern beide GLEICHZEITIG! Daher auch Ihre vom BVerfG zu Recht bestätigte Forderung als drittes Geschlecht anerkannt zu werden.

    Vor diesem Unterschied kann ich den Einwand der intersexuellen Person, Trans sollen nicht ungefragt auf den Interzug aufspringen, nachvollziehen.

    Was mich verwirrt und bekümmert sind Deine pauschalisierenden Behauptungen, das cis-Personen, also Personen wie ich, bei denen sich sex und gender im Einklang befinden, die Trans-/Interproblematik nicht verstehen (cis-Logik) oder nachvollziehen (cis-Denke) könnten.

    Besonders verwirrend finde ich dies vor dem Hintergrund, das Trans zu sein ja völlig entkoppelt von der Frage der sexuellen Orientierung ist. Trans können ja auch cis sein.

    LG Amur
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#18 SchlüssigAnonym
#19 Anonyma
  • 28.11.2018, 12:33h
  • Antwort auf #17 von AmurPride
  • @AmurPride: >Trans und Inter sind zwar beides Fragen der sexuellen Identität, ABER: [...]<

    Zu dem "ABER" ein paar Fragen zum Nachdenken für Dich:

    Wer hat die Definitionen von "Intersexualität" und "Transsexualität", auf die Du Dich berufst, in die Welt gesetzt?

    Wer legt fest, ab welchem Grad von körperlicher "Normabweichung" ein Mensch intersexuell ist?

    Wer legt fest, ab welchem Grad von "geschlechtsatypischem Verhalten" ein Mensch transsexuell ist?

    Wer legt fest, wie mit intersexuellen und transsexuellen Menschen zu verfahren sei?

    Wer hat versucht (und versucht oft noch immer) das Geschlecht intersexueller Menschen ohne deren Einwilligung durch "geschlechtszuweisende" und "geschlechtsbestätigende" Operationen zu einem "Normgeschlecht" zu machen?

    Wer hat versucht (und versucht oft noch immer) das Geschlecht transsexueller Menschen ohne deren Einwilligung durch "Psychotherapien" zu einem "Normgeschlecht" zu machen?

    Die Antwort auf all diese Fragen lautet: Die Medizin.

    Und damit sind wir dann auch bei dem Punkt, der inter- und transsexuelle Menschen verbindet: Uns verbindet die Pathologisierung und Medikalisierung von Geschlecht, die Deutungshoheit der Medizin über unser Sein und unsere Körper und die aus all dem resultierende Macht und Fremdbestimmung mitsamt der damit verbundenen physischen und psychischen Gewalt.

    Weil es nun aber natürlich einfacher ist, Minderheiten zu kontrollieren, die lieber auf Unterschiedlichkeit beharren statt auf Gemeinsamkeiten, hat man bezogen auf Inter- und Transsexualität von Seiten der Medizin immer hübsch betont, dass das ja völlig verschiedene Dinge seien, die so rein gar nie nichts miteinander zu tun haben. Divide et impera.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#20 TheDadProfil
  • 28.11.2018, 13:03hHannover
  • Antwort auf #15 von Ith_
  • ""Weil die Definition von Cis lautet: Mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht kein Problem zu haben.""..

    Bei diesem Verwaltungsakt mit der Eintragung im Standesamt wird Dir auch eine Sexuelle Identität zugewiesen..

    Warum zum Henker denkst Du eigentlich Deine Geschlechts-Identität und Deine Sexuelle Identität von diesem Verwaltungsakt her ?

    Das ist "eingeimpftes" weil erlerntes Wissen, und hat absolut nichts mit dem zu tun, was man selbst von sich denkt..

    Und woher stammt eigentlich diese krude Auffassung, die anderen Menschen seien Dir in und mit der NICHT-Hinterfragung dieser aufgedrängten Sozialen Rolle irgendwie überlegen, und deshalb der originäre Feind an dem Du dich abarbeiten mußt ?

    Wann genau willst Du diese extrinsische Motivation ablegen, und zu einer intrinsischen Motivation kommen, die Dir erlaubt Dich selbst vom eigenem Kopf her zu denken ?

    ""Genau dieser Beitrag war meine Antwort auf das, wovon du mir unterstellst, ich hätte nicht drauf reagiert.""..

    ""Der betreffende Intersexuelle ist nämlich cis.""..

    Ist das so ?
    Hast Du das erfragt, oder interpretierst Du in die Aussage "als Mann zu leben" nur die Idee des "Cis" hinein, die niemals in seinem Leben eine Hinterfragung erfahren hätte ?

    Und was zum Henker hat das dann mit Deinem Leben zu tun ?

    Analog zum bayrischen Abgeordneten* der sich als Trans* outete, geht Dich doch die SELBSTBESCHREIBUNG die andere Menschen aus ihrer SELBSTBESTIMMUNG heraus vornehmen, gar nichts an, denn sie hat NICHTS mit dem zu tun wie Du dich beschreibst !

    Aus den Selbstbeschreibungen anderer Menschen ergibt sich KEINE "Norm" !

    Komm doch endlich mal von diesem Schubladen-Denken runter, was Dir nur suggeriert, es gäbe keine Schublade in die Du hineinpaßt, weil Du unbedingt in eine Schublade willst, um Dich dann am Ende auch als "suitable Human" zu beschreiben..

    ""Dass so jemand gegen Trans*-Rechte jeglicher Art auch immer ist, braucht von daher überhaupt nicht überraschen.""..

    Wer lesen kann ist dort klar im Vorteil..

    Wenn sich ein Intersexueller Mensch dagegen wendet das Trans*-Aktive* sich in die "Dritte Option" "einmischen", dann aus der Erfahrung heraus, das Trans*-Akitve* ANDERE Bedürfnisse formulieren, die mit der Gesetzesvorlage nichts zu tun haben..
    Was man daran erkennen könnte, das die Belange von Trans*-Menschen durch den Gesetzgeber dort gar nicht mitgedacht wurden..

    Es ist daher auch wahrscheinlich, daß eine Änderung der Vorlage für Trans*-Bedürfnisse nicht erfolgen wird, jede echte Änderung aber massive Auswirkungen für Intersexuelle nach sich ziehen würde..

    Mithin eine Art "Angriff" durch die Gruppe der Trans*-Menschen auf die Intersexuellen..

    Wieso sollten die sich das Wortlos gefallen lassen ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#21 TheDadProfil
  • 28.11.2018, 13:11hHannover
  • Antwort auf #16 von AmurPride
  • ""Ich darf das Rad nicht benutzen, weil es ein Anderer schon erfunden und von vielen Anderen tagtäglich benutzt wird?????""..

    Du willst die Definition Deiner Person und die damit verbundene Lebensplanung mit dem "Rad" vergleichen ?

    Fällt Dir wirklich nichts besseres ein ?

    Und nenn mir mal einen nachvollziehbaren Grund dafür, wieso ich mich als Schwuler Mann an DEINEM Traum von Ehe und Familie beteiligen soll ?

    Mein Job endet mit der Solidarität im Kampf um gleiche Rechte..

    Damit verbunden ist garantiert nicht die Übernahme von Ideen die sich aus einer heteronormativen Erziehung heraus in die Köpfe Anderer eingenistet hat..

    Denn woher kommt denn die Idee, man müsse in "stabilen Familien" leben, und sich der Kinder-Erziehung widmen ?

    Das sind nichts weiter als erlernte Denkmuster, und geht so weit beinahe folgerichtig zu "denken"
    "ja, wenn das alle machen, dann sterben wir ja aus"..

    Das ist doch Bullshit..

    Wieso sollten sich NICHT-Heteros-Menschen plötzlich Hetero verhalten ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#22 KinderzimmerAnonym
  • 28.11.2018, 13:34h
  • Antwort auf #17 von AmurPride
  • "Liebe" Ith_...trans und inter sind eine sexuelle Identität...trans können auch cis sein...es betrübt mich, daß Du mir als cis unterstellst, ich würde trans nicht verstehen..."

    Ich stimme dir zu. Diese maßlosen Übertreibungen nerven langsam. Als wenn wir cis alle blöd wären.
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#23 NachfrageAnonym
#24 HinweisAnonym
#25 AmurPrideProfil
  • 28.11.2018, 15:24hKöln
  • Antwort auf #21 von TheDad
  • ""..Und nenn mir mal einen nachvollziehbaren Grund dafür, wieso ich mich als Schwuler Mann an DEINEM Traum von Ehe und Familie beteiligen soll ?..""

    Uuups, wie kommst Du denn dadrauf, das ich Dich anbaggern wollte? (SCHERZ!!!!)

    Ernsthaft: Wie kommst Du denn darauf, das ich das von Dir verlange??? - Wo habe ich auch nur ansatzweise etwas ähnliches geschrieben? Ich habe Dir noch in keinster weise vorgeschrieben, wie Du zu leben hast... oder ob Deine Art zu leben auch "schwul" genug ist!
    Aber Du stellst meinen Lebensentwurf und den vieler anderer als "unschwul" hin! Aufgrund welcher Fakten und vor allem mit welchem Recht bist Du dermaßen anmassend?
    Und seit wann ist einander lieben, einander treu sein, für einander zu sorgen und Kinder groß ziehen zu wollen etwas "heteronormatives"?
    Und auch zu heiraten ist seit der Ehe für alle auch nichts heteronormatives mehr!
    Komm endlich in der Jetztzeit an, aber vor allem hör' endlich auf, unterschwellig alle, die darüber nicht so denken wie Du, als "unschwul" oder "nicht-schwulwürdig" darzustellen!

    Und ich habe ja verstanden, das Du die Heteronormativität (nebst Kirchen und Religionen) als Quelle allen schwulen Übels für Dich ausgemacht hast, das heißt aber weder das wir Dir darin alle Recht geben, noch das wir das alle genauso sehen würden!

    ""..Damit verbunden ist garantiert nicht die Übernahme von Ideen die sich aus einer heteronormativen Erziehung heraus in die Köpfe Anderer eingenistet hat. Denn woher kommt denn die Idee, man müsse in "stabilen Familien" leben, und sich der Kinder-Erziehung widmen ?..""
    WO habe ich gesagt das dies so sein MÜSSTE????
    UND was spricht dagegen, dass das AUCH so gemacht werden kann????

    ""..Das sind nichts weiter als erlernte Denkmuster, und geht so weit beinahe folgerichtig zu "denken"
    "ja, wenn das alle machen, dann sterben wir ja aus"..""
    Das ist doch Bullshit..""
    In der Tat: Riesiger Strohmann und unglaublich großer bullshit von Dir! :-(

    ""..Wieso sollten sich NICHT-Heteros-Menschen plötzlich Hetero verhalten ?..""
    WAS FÜR EINE PROPAGANDA-PHRASE!!!!
    Ich könnte nie im Leben so viel essen, wie ich da kotzen möchte! :-(
    WAS bitte ist denn Hetero- bzw. Nicht-Hetero-Verhalten für Dich????
    Außer bei der Wahl des Sexualpartners ist das einzige heteronormative-Verhalten, das ich auch heutzutage immer noch als solches bezeichnen würde, die auf Unkenntnis, Nicht-Nachdenken, Empathielosigkeit und Bequemlichkeit basierende Handlungsweise, seinem Gegenüber immer noch ungefragt Heterosexualität zu unterstellen, einzig und alleine auf der Tatsache basierend, das 90% der Bevölkerung heterosexuell sind.
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#26 AmurPrideProfil
  • 28.11.2018, 15:43hKöln
  • Antwort auf #18 von Schlüssig
  • ""..CIS können Trans nicht sein aber natürlich Homo-, Bi- oder Heterosexuell..""

    Okay, ich glaube zu verstehen, was Du sagen möchtest und ich stimme Dir inhaltlich zu, Deine Formulierung ist womöglich schärfer und genauer! Danke dafür!

    Meine Aussage "Trans können ja auch cis sein." bezieht sich darauf, das ich z. B. eine Transfrau, die eine geschlechtsangleichende Operation hinter sich hat, als cis bezeichnen würde. Bei ihr stimmen wieder gender und sex überein und so weit ich informiert bin, nennt man dies cis, oder?
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#27 AmurPrideProfil
  • 28.11.2018, 16:05hKöln
  • Antwort auf #19 von Anonyma
  • ""..Und damit sind wir dann auch bei dem Punkt, der inter- und transsexuelle Menschen verbindet: Uns verbindet die Pathologisierung und Medikalisierung von Geschlecht, die Deutungshoheit der Medizin über unser Sein und unsere Körper und die aus all dem resultierende Macht und Fremdbestimmung mitsamt der damit verbundenen physischen und psychischen Gewalt..""
    Ich stimme Dir inhaltlich voll zu! Es ist absolut unfassbar unmenschlich und schreiendes Unrecht, das dies in einer ach so aufgeklärten und liberalen Gesellschaft wie der Deutschen immer noch Uso ist und dass der neue Gesetzentwurf IMMER NOCH ein medizinisches Attest vorschreibt, ist einfach absolut unglaublich!!!!!

    ABER bei dem zu Grunde liegenden Artikel ging es um ein Urteil des BVerfG zum Thema drittes Geschlecht, also ein rechtlicher, kein medizinisches oder ethischer Kontext!
    Und im rechtlichen Kontext versteht man unter "Geschlecht" die körperlichen Merkmale (sex) einer Person, nicht die sozialen Merkmale (gender).
    Und im Bezug auf das Vorhandensein von körperlichen Geschlechtsmerkmale gibt es ja sehr wohl einen Unterschied zwischen Inter (beide) und Trans (eines) und vor DIESEM Hintergrund konnte "".. ich den Einwand der intersexuellen Person, Trans sollen nicht ungefragt auf den Interzug aufspringen, nachvollziehen..""
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#28 AmurPrideProfil
#29 KorrekturAnonym
  • 28.11.2018, 16:46h
  • Antwort auf #27 von AmurPride
  • "Und im rechtlichen Kontext versteht man unter "Geschlecht" die körperlichen Merkmale (sex) einer Person, nicht die sozialen Merkmale (gender).

    Das ist leider Unsinn. Die behördliche Erfassung und Behandlung des Geschlechts sind IN SICH Vorgänge auf der sozialen Ebene und nicht auf der körperlichen. Da werden keine Körper erfasst, sondern soziale Zuordnungen getroffen. Wäre "Geschlecht" im juristischen Sinne "nur Körper", dann hätte es nicht zur Durchlöcherung des Transsexuellengesetzes kommen können.

    Auch lesenswert in diesem Zusammenhang:

    verfassungsblog.de/die-dritte-option-fuer-wen/
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#30 Anonyma
  • 28.11.2018, 18:53h
  • Antwort auf #27 von AmurPride
  • @AmurPride: >ABER bei dem zu Grunde liegenden Artikel ging es um ein Urteil des BVerfG zum Thema drittes Geschlecht, also ein rechtlicher, kein medizinisches oder ethischer Kontext!<

    Wenn Du die enge Verstrickung der Bereiche "Recht" und "Medizin" beim Thema "Geschlecht" unter den Tisch fallen lässt, dann wirst Du die "Trans-/Interproblematik" in diesem Land aber weder nachvollziehen noch verstehen können. Und dass jemand behaupten könnte, Du würdest diese Problematik nicht nachvollziehen oder verstehen können, war es doch, was Dich in Deinem Kommentar Nr. 17 so verwirrt und bekümmert hat, oder nicht? Deshalb die paar Fragen von mir als Anregung zum Nachdenken - nicht zur Diskussion. Versuch's einfach mal...

    @AmurPride: >Und im rechtlichen Kontext versteht man unter "Geschlecht" die körperlichen Merkmale (sex) einer Person, nicht die sozialen Merkmale (gender).<

    Siehe dazu bitte den Kommentar Nr. 29 von "Korrektur" und den dort verlinkten Artikel im Verfassungsblog.
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#31 NachtragAnonym
  • 28.11.2018, 19:07h
  • Achja, und weil das Thema untergegangen ist:

    Der Vorwurf, dass T sich aus Gesetzgebungen für I raushalten soll. Auch das wurde schon öfters erklärt.

    Es ist deswegen, weil darauf verwiesen wird, dass es verfassungswidrig wäre, das Urteil des BVerfG außschließlich für intersexuelle Menschen umzusetzen. Warum?

    Geschlecht ausschließlich an medizinischen Kriterien festzumachen ist verfassungswidrig.

    Dinge, die bereits geklärt wurden in einem neuen Gesetz in anderer Form wieder einzuführen hätte nicht lange Bestand und Irrsinn. Deswegen wird darauf gepocht, den ganzen Themenkomplex richtig zu lösen.

    Welchen Sinn macht es:
    - Mann und Frau sind nicht-intersexuellen Cis- und Transmenschen zugänglich (via Geburt oder TSG)
    - Mann und Frau sind intersexuellen Menschen zugänglich falls es sich um eine Zuweisung bei Geburt handelte, sonst müssen sie das TSG in Anspruch nehmen
    - inter/divers ist intersexuellen Menschen zugänglich egal ob welcher Zuordnung bei Geburt (Attest)
    - Sind Mann und Frau intersexuellen Menschen zugänglich wenn sie seit Geburt inter/divers sind? Mit welcher Regelung?
    - inter/divers ist anderen ohne Attest nicht zugänglich.

    Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn. Es erzeugt eine Ungleichbehandlung (verfassungswidrig), Fremdzuschreibung bei Geschlecht mit teils unüberwindbaren Hürden (verfassungswidrig) und Notwendigkeit körperlichtr Merkmale für Geschlecht (verfassungswidrig).

    Die Klage war nicht für intersexuelle Menschen, sondern für eine nichtbinäre Option. Nur eben von einem intersexuellen Menschen. Dass dieses Gesetz binären Intersexuellen am Popo vorbeigeht, hat sich ja gezeigt.

    Genau das weiß auch die Dritte Option, siehe auch ihre Erklärungen. Und das Bverfg hat im Urteil nicht gefordert, dass eine Lösung für die verletzten Rechte des Klägers nur Intersexuellen offenstehen dürfe! Da hätte es sich selbst widersprochen.

    Es wurden leduglich in der Begründung Beispiele genannr, wieso Zweigeschlechtluchkeit in diesem konkreten Fall eine Grundrechtsverletzung ist.
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#32 TheDadProfil
  • 28.11.2018, 19:23hHannover
  • Antwort auf #19 von Anonyma
  • ""Weil es nun aber natürlich einfacher ist, Minderheiten zu kontrollieren, die lieber auf Unterschiedlichkeit beharren statt auf Gemeinsamkeiten,""..

    Gutes Stichwort..
    Wieso beharren hier dann Trans*-Aktive* allenthalben auf der Segregation aus der Community, lehnen entgegengebrachte Solidaritäten zuweilen brüsk ab, und bestehen darauf reale Grenzen zwischen den Geschlechts-Identitäten und den Sexuellen Identitäten zu verwischen, um sich argumentativ in diese "Intersexuellen-Gesetzgebung" als "Vergessene" ins Gespräch zu bringen ?

    Es wird eine Diskussion gekapert, und die Zielgruppe der Gesetzgebung wird dabei einfach "überfahren" und dann "Links liegen gelassen", denn sie kommt in den Formulierungen die genutzt werden schon gar nicht mehr vor..

    Von einer wie auch immer gearteten "gemeinsamen Linie" ist hier nichts zu sehen..

    ""Die Antwort auf all diese Fragen lautet: Die Medizin.""..

    Das halte ich für einfach verkürzt..

    Denn..
    ""Wer hat versucht (und versucht oft noch immer) das Geschlecht transsexueller Menschen ohne deren Einwilligung durch "Psychotherapien" zu einem "Normgeschlecht" zu machen?""..

    Wer richtet sich eigentlich in der Binär vorgegebenen Geschlechter-Typisierung ausschließlich Binär vorgegeben ein, und wettert bei jeder Gelegenheit gegen Menschen die diesem binärem Typus gar nicht entsprechen wollen ?

    Und als Intersexuelle oft auch gar nicht können..
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#33 TheDadProfil
  • 28.11.2018, 19:58hHannover
  • Antwort auf #25 von AmurPride
  • ""Uuups, wie kommst Du denn dadrauf, das ich Dich anbaggern wollte? (SCHERZ!!!!)""..

    Ich habe ja gar nichts gegen anbaggern..
    Aber ich behalte mir das Recht vor keine Beteiligung an einem erlernten Traum anzubieten, respektive mir das aufzwingen zu lassen, nur weil irgendwo irgendwer Mantra-artig das Hohe-Lied der "gelebten Regenbogenfamilie" trällert..
    Das gehört einfach nicht zu meinen Bedürfnissen..

    ""Aber Du stellst meinen Lebensentwurf und den vieler anderer als "unschwul" hin!""..

    Natürlich..
    Weil das "unschwul" ist, denn es widerspricht der politischen Dimension des Begriffes Schwul sich in "Ehe&Familie" zu verlieren..

    Daher noch einmal die Frage :
    Ist es der Sinn einer über Jahrzehnte hinweg betriebenen Emanzipations-Arbeit am Ende des Prozesses die Uniformität der Gesellschaft durch eine pseudo-Vielfalt diverser Familien-Entwürfe zu erreichen, wenn doch der Grund für die Emanzipation darin begründet liegt, die vorliegende Gesellschaft als Ergebnis einer fehlerhaften Entwicklung, ausgelöst durch eine Indoktrination von Staat gepaart mit "Religion" aufzulösen ?

    Wieso sich in ererbten Gesellschaftsformen einrichten, wenn man auch Neues schaffen kann ?

    ""Und seit wann ist einander lieben, einander treu sein, für einander zu sorgen und Kinder groß ziehen zu wollen etwas "heteronormatives"?""..

    Du verstehst den Begriff immer noch nicht ?
    Seit wann ?
    Schon immer..
    Denn das ist die Erfüllung der Vorgabe..

    Und dait ist dort gar kein "anderer Lebensentwurf" mehr vorhanden..
    Es lebe die Blaupause..

    ""Und ich habe ja verstanden, das Du die Heteronormativität (nebst Kirchen und Religionen) als Quelle allen schwulen Übels für Dich ausgemacht hast, das heißt aber weder das wir Dir darin alle Recht geben, noch das wir das alle genauso sehen würden!""..

    Exakt das ist hier eines der Probleme..

    Denn nicht ich habe das für mich als Auslöser erkannt, es wurde von vielen Menschen als solcher Auslöser identifiziert..
    Dennoch misslingt immer wieder die Erkenntnis, das ein negativer Auslöser für den Fall A dann der gleiche negative Auslöser für den Fall B sein MUSS !

    Beispiel gefällig ?
    Fundamentalismus im Islam..

    Als Auslöser für die Verwerfungen in so genannten "islamisch geprägten Gesellschaften" allseits anerkannt, wird der gleiche Auslöser, der Fundamentalismus der Evangelikalen als "nicht so wichtig" beschrieben, denn
    "die müsse man ja nicht so ernst nehmen"..

    Man bewertet die gleiche Sache jeweils unterschiedlich, je nachdem wie weit man davon betroffen SCHEINT, denn die erlernte, erworbene, indoktrinierte Angst vor dem
    "Überrennen der Republik durch islamistische Horden" die uns dann ja alle ganz sicher zwangsweise zu "Moslems machen wird, ohne auch nur im Ansatz eine Erklärung dafür nennen zu können durch welchen Zaubertrick das eigentlich geschehen soll,
    wirkt tausendfach mehr, als die reale Bedrohung durch Evangelikale Hetzer, bestens vernetzt bis in die Spitzen der Regierung..

    Leute wie Herr Hahne sind bestens vernetzt..
    Ein ehemaliger Ministerpräsident und Ex-Bundespräsident sitzt (oder saß) mit ihm zusammen im gleichem Kuratorium einer Evangelikalen Spitzen-Organisation, und nahm so direkten Einfluß auf die Politik..

    Und hier äußert man sich dann immer noch "nur ab und zu" etwas befremdlich über die direkten Verbindungen solcher Evangelikaler in der Administration Trump..

    Für diese Administration hat man wenigstens schon erkannt wie sie Einfluß auf die Entrechtung von Trans*-Menschen nehmen..

    Hier aber in dieser Republik will man das nicht wahrnehmen, denn hier gelten diese "Religiösen" nur als "Splitter-Gruppe" einer "durchaus mit Nachsicht zu betrachtenden Religion", die man ja nicht allzu ernst nehmen muß..

    ""WO habe ich gesagt""..

    Wieso denkst Du eigentlich Du müßtest zu allem etwas geschrieben haben ?
    wieso denkst Du eigentlich nur von Dir her, und nicht gesamtgesellschaftlich als Betrachtungs-Grundlage ?

    ""WAS bitte ist denn Hetero- bzw. Nicht-Hetero-Verhalten für Dich????""..

    Steht dort..
    Nachmachen.. Kopieren..
    Abziehbilder leben, Familien-Konzepte kopieren..
    Die Träume der Eltern verwirklichen, die sich bis heute auf die Idee verengen
    "als mein sohn sich outete dachte ich, ich würde niemals enkel haben"..
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#34 AmurPrideProfil
  • 28.11.2018, 23:27hKöln
  • Antwort auf #33 von TheDad
  • ""..Weil das "unschwul" ist, denn es widerspricht der politischen Dimension des Begriffes Schwul sich in "Ehe&Familie" zu verlieren..""

    So viel geballten und verquirlten Unsinn in einem einzigen Satz zeigt mir leider wieder einmal wie weit Du Dich inzwischen zumindest von mir entfernt hast!

    Ich bezeichne mich selbst als schwul, weil ich als Mann Männer liebe. [""..Das Wort schwul ist das weitestverbreitete deutsche Synonym für homosexuell und bezeichnet üblicherweise die männliche Homosexualität..""/Wikipedia]

    Schwul bedeutet also WEN ich liebe.
    Schwul hat aber keine Aussagekraft darüber WIE ich meine Liebe ausgestalte.
    Der Begriff schwul beinhaltet für mich aber auf keinen Fall eine von Dir unterstellte Vorschrift WIE meine Liebe nicht auszusehen hat!

    Wer also so wie Du alle heterosexuelle Arten des liebevollen Zusammenlebens rigoros und aus purem Prinzip ablehnt, eben weil es Heteros auch so machen, ist im besten Fall borniert und ideologisch vernagelt, in meinem Augen aber schlicht und einfach nur heterophob!

    Und Heterophobie finde ich genauso Scheiße wie Homophobie!
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#35 AmurPrideProfil
  • 28.11.2018, 23:28hKöln
  • Antwort auf #33 von TheDad
  • ""..wenn doch der Grund für eine über Jahrzehnte hinweg betriebenen Emanzipations-Arbeit darin begründet liegt, die vorliegende Gesellschaft [..] aufzulösen ?..""
    AHA!
    Du willst also die vorliegende Gesellschaft auflösen!
    Ich will das nicht!
    Ich will sie verändern, weiter entwickeln, auf ein höheres weil humaneres und gerechteres Niveau heben!
    Und so lange wie ich mich jetzt schon für LGBTIQ-Themen engagiere, was zugegebener weise aufgrund meines Lebensalters erst ein paar Jahre ist, ist mir zumindest noch NIE als "Kampfziel" die Forderung untergekommen, unsere vorliegende Gesellschaft auflösen zu wollen.
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#36 TheDadProfil
  • 29.11.2018, 10:51hHannover
  • Antwort auf #30 von Anonyma
  • Wenn Du die enge Verstrickung der Bereiche "Recht" und "Medizin" beim Thema "Geschlecht" unter den Tisch fallen lässt, dann wirst Du die "Trans-/Interproblematik" in diesem Land aber weder nachvollziehen noch verstehen können.""..

    Das stimmt nur zum Teil, denn Medizin FOLGT dem Recht, und steht unter dem Recht, dem es folgen muß..

    Logisch ist es daher das Recht zu ändern um Bereiche wie Zwangsbegutachtung und anderes abzuschaffen..

    In diesem Fall geht es mit dem Eintrag der "Dritten Option" originär NICHT um ein Gesetz welches sich an Trans*-Menschen richtet, denn es folgt einem Urteil des BVerfG welches Intersexuelle Menschen erstritten haben..

    Das hierbei der Gesetzgeber die Interessen Nicht-binärer Menschen unter den Tisch fallen läßt, ist ausreichend kritisiert worden..

    ""Siehe dazu bitte den Kommentar Nr. 29 von "Korrektur" und den dort verlinkten Artikel im Verfassungsblog.""..

    Die enthaltenen Informationen richten sich dann aber auch an Trans*-Aktive, die sich hier anschicken Unterschiede zu verwischen..
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#37 TheDadProfil
  • 29.11.2018, 11:04hHannover
  • Antwort auf #31 von Nachtrag
  • ""Es ist deswegen, weil darauf verwiesen wird, dass es verfassungswidrig wäre, das Urteil des BVerfG außschließlich für intersexuelle Menschen umzusetzen. Warum?

    Geschlecht ausschließlich an medizinischen Kriterien festzumachen ist verfassungswidrig.""..

    Ein super Argument..

    Blöd bloß das die "Dritte Option" dazu geschaffen werden soll um deutlich zu machen das man sich WEDER in die Eine noch die Andere zuvor festgelegte Kategorie einordnen kann..
    Und das nicht nur aus rein medizinischen Befunden heraus..

    ""Die Klage war nicht für intersexuelle Menschen, sondern für eine nichtbinäre Option.""..

    Zur Überprüfung dieser Auffassung würde ich mich mal mit der Klageschrift befassen..

    Vor allem auch deshalb, weil für die meisten oder wenigstens für sehr viele Trans*-Menschen eine solche "nicht-binäre Option" gar nicht zur Debatte steht..

    Die Möglichkeit diese "Dritte Option" dann als "Umweg" zu nutzen, um das verfassungswidrige Transsexuellen-Gesetz auszuhebeln ist hier aber gar nicht in Sicht..

    Es sei denn, man wartet das Gesetz ab, und führt dann über den Klageweg den Nachweis, daß man über dieses Gesetz Intersexuelle Menschen unter dieses Transsexuellen-Gesetz zwänge..
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#38 TheDadProfil
  • 29.11.2018, 11:22hHannover
  • Antwort auf #34 von AmurPride
  • ""So viel geballten und verquirlten Unsinn in einem einzigen Satz zeigt mir leider wieder einmal wie weit Du Dich inzwischen zumindest von mir entfernt hast!""..

    Ich würde den Artikel bei Wikipedia dann mal ganz lesen, um hinter die Dimension eines Begriffes zu kommen, die sich auf den POLITISCHEN KONTEXT bezieht, denn nur als Eigen-Bezeichnung man würde Männer lieben ist das absolut zu verengt betrachtet..
    Vor allem der Teil ist hier nämlich wichtig..

    de.wikipedia.org/wiki/Schwul#Beginn_der_zweiten_Welle_der_Sc
    hwulenbewegung,_Ungleichm%C3%A4%C3%9Figkeit


    Darauf hatte ich dann aber auch schon verwiesen, denn es geht nicht allein um die Idee Deiner oder meiner Lebensplanung, sondern um den emanzipatorischen Ansatz eine Gesellschaft von Zwängen zu befreien..

    Insofern ist dann "Schwul" auch in der Dimension zu begreifen, in dem man auch den Feminismus als Einfluß auf die Gesellschaft sehen muß..

    ""Wer also so wie Du alle heterosexuelle Arten des liebevollen Zusammenlebens rigoros und aus purem Prinzip ablehnt, eben weil es Heteros auch so machen, ist im besten Fall borniert und ideologisch vernagelt, in meinem Augen aber schlicht und einfach nur heterophob!""..

    Analog zu allen anderen Streitpunkten die sich immer mal wieder an den "Religionen" entfachen..

    Wenn man es ablehnt so zu sein wie diese Anderen, dann ist man weder Hetero-phob, noch Christo-phob, noch Islamo-phob oder sonstwie, denn weder Heten, noch "Christen", noch "Muslime" oder sontwer haben einen Anspruch darauf, das andere Menschen sich so verhalten, wie sie selbst..

    Wenn ich das für mich ablehne, dann ist dies meine von Anderen unbedingt zu akzeptierende Entscheidung..
    Dennoch ist es mein Recht solche Blaupausen auch als solche zu bezeichnen, denn es beinhaltet dann auch die notwendige Kritik an dem Konstrukt "Familie", die diese Gesellschaft ganz dringend nötig hat..
    Vor allem weil mit der Entscheidung eine solche Blaupause zu leben, auch eine Art des "weiter so" verbunden ist, was dann dazu führt die gesellschaftlichen Schieflagen in den Familien, wie Gewalt gegen Familien-Mitglieder, sexualisierte Gewalt gegen Familien-Mitglieder, Pariarchale Strukturen, und vieles andere mehr, einfach zu ignorieren..
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#39 TheDadProfil
  • 29.11.2018, 11:26hHannover
  • Antwort auf #35 von AmurPride
  • ""AHA!
    Du willst also die vorliegende Gesellschaft auflösen!
    Ich will das nicht!""..

    Das ist einfach Unfug..

    Denn mit jeder Veränderung einer Gesellschaft, die schon damit beginnt daß Du zusammen mit Deinem Freund euren Eltern eines Tages Enkelkinder schenkt, IST mit einer Auflösung der bisherigen Gesellschaft verbunden, in der das bislang nicht möglich war !

    ""Ich will sie verändern, weiter entwickeln, auf ein höheres weil humaneres und gerechteres Niveau heben!""..

    Exakt..
    Und genau das löst die bisherige Gesellschaft auf..

    Bloß sind dabei Deine Ziele ganz offensichtlich deutlich kleiner als meine, weil sie sich ganz offensichtlich eher "lokal" auswirken werden..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »

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