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The Walking Dead

Tom Payne: Jesus nicht schwul genug

Der Jesus-Darsteller aus "The Walking Dead" übt Kritik, weil die sexuelle Orientierung seiner Figur in der Zombieserie etwas zu zurückhaltend dargestellt worden sei. Vorsicht: enthält Spoiler.


Jesus (Tom Payne, links) flirtet mit seinem Kumpel Aaron (Ross Marquand) in Folge 122 (Bild: Sky FOX)

Der britische Schauspieler Tom Payne hat in einem Interview mit dem Branchenmagazin "The Hollywood Reporter" beklagt, dass die Homosexualität der von ihm gespielte Figur Jesus aus "The Walking Dead" zu zurückhaltend dargestellt worden sei.

Jesus hatte vergangenes Jahr in Folge 97 über seine sexuelle Orientierung gesprochen (queer.de berichtete). In der am Sonntag in den USA und am Montag im deutschen Pay-TV-Sender Sky FOX erstmals ausgestrahlte Folge 123 wurde Jesus von einem Mitglied der Whisperers umgebracht. Bei den Whisperers (Flüsterern) handelt es sich um einen neu eingeführten Gegner im Walking-Dead-Universum, der bereits in den Comicvorlagen eine große Rolle gespielt hat. Bei der Folge handelte es sich um das Mid-Season-Finale, also die letzte Episode bis Februar 2019.

Payne sagte, es sei "toll" gewesen, eine schwule Figur in "einer der größten TV-Serien aller Zeiten" darzustellen. "Aber ich war enttäuscht, dass da nicht mehr war. [Die sexuelle Orientierung von Jesus] wurde nicht einmal ausdrücklich erwähnt, es war bloß eine Szene mit Lauren in Staffel sieben", so Payne. Vielen Fans hätten das nicht einmal bemerkt. "Ich denke, man hätte das ein bisschen offensiver zeigen können." Es gebe aber noch immer einige queere Figuren in der Zombieserie – der 35-Jährige nannte Aaron (Ross Marquand), Tara (Alanna Masterson), Magna (Nadia Hilker) und Yumiko (Eleanor Matsuura). "Aber es ist schade. Er war so eine tolle Figur. Man hätte mehr draus machen können."

Andeutungen über Aaron-Jesus-Beziehung "unfair" zu Zuschauern

In den letzten Folgen wurden Jesus und die ebenfalls schwule Figur Aaron, die seit 2015 in der Zombieserie dabei ist, oft zusammen gezeigt. Payne kritisierte, dass damit Erwartungen beim Zuschauer geweckt worden seien, die jetzt unerfüllt bleiben werden: "Es ist unfair den Zuschauern gegenüber, eine Beziehung zwischen Aaron und Jesus anzudeuten." Aber es sei auch großartig gewesen, dass diese Thematik vorgekommen sei. Er habe aber die Szenen mit Ross Marquand genossen. In der Comicvorlage war eine Beziehung zwischen Jesus und Aaron ausdrücklich erwähnt worden (queer.de berichtete).

In der Vergangenheit hatte Payne bereits gesagt, dass eine Beziehung zwischen Aaron und Jesus eigentlich etwas zu offensichtlich wäre, da man das von den einzigen bekannten schwulen Figuren erwarte. Im neuen Interview deutete er aber an, dass die beiden bereits eine Beziehung hinter sich haben könnten. Payne verwies dabei auf Folge 120, in der es einen Zeitsprung von sechs Jahren gab – in dieser Zeit könne viel passiert sein. Er könne sich aber höchstens Affäre zwischen den beiden vorstellen und keine Langzeitbeziehung, da beide sehr unterschiedlich seien. (dk)



#1 Toni StarkAnonym
  • 27.11.2018, 23:21h
  • Jesus war einer der beliebtesten Figuren der letzten Jahren in TWD. Schade das er in der gestrigen Episode gestorben ist, ohne das jemals eine Beziehung zu irgend einem anderen Charakter der Serie thematisiert wurde.
    Falls also jemand auf eine schwule Romanze gehofft hat, wird hier enttäuscht werden. Tom Payne ist aus der Serie ausgestiegen.
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