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Kandidatin für CDU-Vorsitz

Ehe für alle: Eigene Kinder widersprechen AKK

Im Interview mit der "Bild"-Zeitung räumte CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer ein, dass sie wegen ihrer homophoben Positionen von ihrer Familie kritisiert wird.


Annegret Kramp-Karrenbauer begann 2015 als saarländische Ministerpräsidentin ihre Attacke gegen die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben (Bild: Sandro Halank, Wikimedia Commons / wikipedia)

Die CDU-Generalsekretärin und Kandidatin für den Parteivorsitz, Annegret Kramp-Karrenbauer, wird von ihren Kindern für ihre homophoben Positionen kritisiert. Dies räumte die 56-Jährige in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung ein.

Auf die Frage, was ihre Kinder am meisten an der Haltung der Mama störe, antwortete Kramp-Karrenbauer: "Beim Thema 'Ehe für alle', die ich sehr traditionell sehe, haben meine Kinder eine andere, entspanntere Sichtweise. Das ist zum Teil sicher auch eine Generationenfrage." Die gläubige Katholikin ist seit 1984 mit dem Bergbauingenieur Helmut Karrenbauer verheiratet. Die beiden haben eine Tochter und zwei Söhne, einer ist Mitglied der Jungen Union.

Ehe für alle erster Schritt zu Vielehen und legaler Inzucht

Die kurz "AKK" genannte CDU-Generalsekretärin ist eine strikte Gegnerin der Gleichstellung homosexueller Paare. Erst im vergangenen Monat wiederholte sie in der Talkshow "Maybrit Illner" ihre beleidigende These, dass die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben zur Legalisierung von Vielehen und Inzucht führen könne. Wer die Ehe-Öffnung unterstütze, nehme auch "weitere Möglichkeiten in Kauf", so die Saarländerin während der live im ZDF ausgestrahlten Sendung (queer.de berichtete).

Im Gespräch mit "Bild" erzählte Kramp-Karrenbauer auch, dass sie noch nie gekifft habe. "Das hat mich nie gereizt." Dagegen sei das Lesen für sie immer "die Tür in die Fantasiewelt" gewesen. "Deswegen brauchte ich nichts anderes, um mein Bewusstsein zu erweitern." (cw)

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#1 WindheimerAnonym
  • 02.12.2018, 06:40h
  • Das ist zum Teil sicher auch eine Generationenfrage."

    Mit 56 Jahren gehört man sicher nicht einer Generation an, die nicht offen aufgewachsen ist....

    Meine Eltern waren auch 56 als ich mich geoutet habe und sie haben keine Pribleme gehabt........aber das vor über 15 Jahren...
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#2 Alexander_FAnonym
  • 02.12.2018, 09:03h
  • "Im Gespräch mit "Bild" erzählte Kramp-Karrenbauer auch, dass sie noch nie gekifft habe. "Das hat mich nie gereizt." Dagegen sei das Lesen für sie immer "die Tür in die Fantasiewelt" gewesen. "Deswegen brauchte ich nichts anderes, um mein Bewusstsein zu erweitern."

    Fragt sich nur, auf welchem Trip sie da hängengeblieben ist. Es soll da so alte Legendensammlungen geben, deren Leser die dort beschriebenen Geschichten für wahr gehalten und daraufhin sogar Leute umgebracht haben sollen.

    Merke: wer sowas unterstützt, nimmt auch andere Möglichkeiten in Kauf.
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#3 AFD-WatchAnonym
  • 02.12.2018, 09:24h
  • Antwort auf #1 von Windheimer
  • "Mit 56 Jahren gehört man sicher nicht einer Generation an, die nicht offen aufgewachsen ist...."

    Bei der CDU ist das sicherlich anders, da gehört das zum Programm. Und dabei will die CDU sich doch gerade nach dem Abgang "erneuern". Erneuerung sieht anders aus. In der Union ist selbst der Nachwuchs zum Teil so eingestellt, man muss sich nur die Positionen der Schüler(!)-Union Niedersachsen anschauen...
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#4 LedErich
  • 02.12.2018, 09:27h
  • ...Meine Elter, Jahrgänge 1933 und 1936, haben mein Coming-Out ziemlich gut aufgenommen vor über 30 Jahren und meinen damaligen Freund und heutigen Ehemann sofort akzeptiert. Das ist keine Generationsfrage sondetn eine der eigenen Persönlichkeit.
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#5 habemus_plemplem
  • 02.12.2018, 09:37h
  • Es ist doch mehrheitlich ihre Generation, die am Drücker sitzt und die Ehe für Alle beschlossen hat! Sie sieht es nicht traditionell, sie sieht es reaktionär. Und ignorant.

    Ich gehe mal davon aus, dass ihre drei Kinder alle cis und hetero sind - sonst würde auch sie das vermutlich "entspannter" sehen (wie sie es nennt). Ansonsten: die armen Kinder!

    Es stimmt außerdem etwas mit ihrer Wahrnehmung nicht, wenn sie Homosexualität und Gleichberechtigung einseitig als ein Thema jüngerer Menschen ansieht. Was ist mit all den LGBT*IQ in ihrem Alter, die ebenfalls gleichberechtigt leben wollen?

    Hach, wäre das schön, wenn Menschen ab 55 jetzt eine "Not in my name"-Kampagne starten würden!
    #ImBestenAlterGegenHomophobie
    #SeniorsAHOBIT
    #MyAdultGayKidsAreAlrightAnnegret
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#6 Ralph
  • 02.12.2018, 10:37h
  • Die einen vernebeln sich den Verstand durch Drogen, die anderen durch Religion.

    Mit dem Alter hat das nichts zu tun. Bei meinem Coming-out in der Familie vor über 30 Jahren stellte sich eine mehr als 80 Jahre alte Großtante auf meine Seite, während jüngere Verwandte sich z.T. sehr dämlich anstellten. Und es dürften kaum Greise sein, die heute in Schulen "schwule Sau" plärren. Nein, das ist eine Frage des Anstandes, der Erziehung, der Grundeinstellung. Deshalb agitieren Homofeinde ja so vehement gegen Aufklärung über sexuelle Minderheiten in der Schule. - Die sämtlichen Leute, mit denen ich mich in meiner Ausbildung (FH-Studium) angefreundet hatte, brachen den Kontakt mit mir ab, als sie merkten, dass ich schwul bin. Alle! Ausnahmslos! Lauter Menschen mit Abitur und einem gewissen Bildungsstand. Alle in meinem Alter (Gereration AKK) oder jünger. Seither stelle ich von Anfang an bei jeder neuen Bekanntschaft klar, was Sache ist, und lasse mich mit Heten ohnehin nur noch näher ein, wenn es unbedingt sein muss oder nachdem ich sie auf das Thema hin geprüft habe.
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#7 stephan
  • 02.12.2018, 11:22h
  • Toleranz, Akzeptanz, eine positive Einstellung zu gleichen Rechte für andere Menschen, Anstand und vieles andere sind keine Frage der Generation. Und selbst wenn AKK tatsächlich der Meinung wäre, es ginge um Generation-, Alters- undErziehungsfragen, so müsste sie zumindest erkennen, dass ihre Religion sie zur Unmenschlichkeit verblödet hat Sie will einfach die Realität nicht sehen, das ist das Problem und da kann sie sich mit der Bundesbildungsministerin zusammen tun.
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#8 myysteryAnonym
  • 02.12.2018, 11:26h
  • Besonders erbärmlich ist es doch, wenn sich diese Person in ihrer schamlosen Scheinheiligkeit dann als "Kämpferin für Frauenrechte" profiliert. Wo ist denn da ihre "christliche Überzeugung"?

    Selbst möchte sie dann wohl doch kein Mensch zweiter Klasse sein.
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#9 TheDadProfil
  • 02.12.2018, 11:41hHannover
  • Antwort auf #1 von Windheimer
  • ""Mit 56 Jahren gehört man sicher nicht einer Generation an, die nicht offen aufgewachsen ist....""..

    Es sei denn man muß im Saarland aufwachsen und stammt aus einer "tief katholischen Familie"..
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#10 TheDadProfil
  • 02.12.2018, 11:52hHannover
  • "" "Beim Thema 'Ehe für alle', die ich sehr traditionell sehe, haben meine Kinder eine andere, entspanntere Sichtweise. Das ist zum Teil sicher auch eine Generationenfrage." ""..

    ""sehr traditionell""..
    Das Bullshit-Argument einer Fundamentalistin die nicht gelernt hat Indoktriniertes zu hinterfragen, denn diese ""traditionelle"" Sichtweise beinhaltet die Aussage in der Schule nicht hingehört zu haben, und sich den Erkenntnissen die die Wissenschaft in den vergangenen 30 Jahren veröffentlicht hat, einfach zu verweigern..
    Wahrscheinlich war ihre beste Note dort dann auch folgerichtig immer die in "Religion"..

    Erstaunlich das es wenigstens 2 ihrer Kinder unter diesen Bedingungen geschafft haben sich von der Denkweise der Mutter zu emanzipieren, und nicht den Weg in die "Junge Union" beschritten haben..

    Doch wenn sich jetzt noch eines ihrer Kinder als Schwul/Lesbisch oder Bisexuell outete kann man wohl ein "Familien-Drama" erleben, die Heile Welt der Mutter bräche in sich zusammen, und das Kind würde in die Ferne "zum Studium" verbannt, vielleicht an eine italienische Hochschule..

    Wie obskur..
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