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Aufruf der Pride-Veranstalter
Kämpferisches CSD-Motto gesucht
München feiert im kommenden Jahr sowohl 50 Jahre Stonewall als auch den 40. CSD in der bayerischen Landeshauptstadt. Noch bis 10. Januar können Motto-Vorschläge online eingereicht werden.
- 2. Dezember 2018, 07:17h 2 Min.
Die Münchner CSD-Veranstalter von Rosa Liste, LeTRa, Sub und Aids-Hilfe bitten die queere Community um Motto-Vorschläge für das kommenden Jahr. Beim CSD 2019 sollen sowohl 50 Jahre Stonewall als auch das 40. Pride-Jubiläum in der bayerischen Landeshauptstadt gefeiert werden.
"Stonewall ist der Auftakt zu einer der weltweit wohl erfolgreichsten Menschenrechtsbewegungen der vergangenen Jahrzehnte", erklärte Thomas Niederbühl, politischer Sprecher des Christopher Street Days. "Mit dem Münchner CSD 2019 schauen wir auf unsere beeindruckende Protestbewegung zurück. Dabei richten wir unseren Blick aber auch weiterhin nach vorn, um selbstbewusst für Akzeptanz und unsere Rechte einzustehen."
"Alle Ideen sind herzlich willkommen!"
Thematisch sind bei den Motto-Vorschlägen keine Grenzen gesetzt: "Ob man die Erfolge der queeren Community feiert, die Menschen würdigt, die diese Bewegung groß gemacht haben oder mögliche Rückschläge und die Gefahr von rechts thematisiert, mit oder ohne einem speziellen 'Münchner Blick' – alle Ideen sind herzlich willkommen!", heißt es im Aufruf der CSD-Veranstalter.
Motto-Vorschläge können ab sofort über ein Webformular auf der CSD-Homepage mit einer kurzen Erläuterung eingereicht werden. Aus allen bis einschließlich 10. Januar eingegangenen Ideen werden die Veranstalter eine Vorauswahl treffen. Über das finale Motto entscheidet der Münchner Szenestammtisch, ein Zusammenschluss der mehr als 50 Vereine, Gruppen und Einrichtungen der Münchner LGBTI-Community, am 22. Januar. Die Münchner CSD-Parade findet im kommenden Jahr am 13. Juli statt.
Bei den Stonewall-Aufständen in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969 wehrten sich queere Menschen in der New Yorker Bar "Stonewall Inn" erstmals gegen polizeiliche Willkürmaßnahmen. Dieses Ereignis gilt weltweit als Geburtsstunde der modernen LGBTI-Bewegung. Die deutschen Feier-Tage sind sogar nach der Christopher Street, der Straße, in der diese Aufstände stattfanden, benannt. (cw)















