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Drei Jahre Haft

Pornoproduzent drehte heimlich Schwulenpornos mit Hetero-Männern

Er versprach mindestens 80 Männern, dass sie mit einer gelangweilten Hausfrau Sex haben können. Dann setzte er ihnen eine Augenbinde auf und legte selbst Hand und Mund an. Die nächsten Jahre wird der 33-Jährige deshalb hinter Gittern verbringen.


Der "Mugshot" von Bryan D., der jetzt zu drei Jahren Haft verurteilt wurde (Bild: Miami-Dade Police)

Ein 33-jähriger schwuler Mann ist am Montag von einem Bundesgericht in Miami zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt worden, weil er mindestens 80 heterosexuelle Männer durch einen Trick zu Pornodarstellern gemacht hatte. Bryan D. war im Sommer verhaftet worden und saß seither in Untersuchungshaft.

Der Peruaner hatte sich im Prozess schuldig bekannt, gegen ein Gesetz zum Online-Datenschutz verstoßen zu haben. Wegen des Schuldeingeständnisses verzichtete die Staatsanwaltschaft auf eine Anklage wegen Vergewaltigung.

Die von dem Mann betriebene Pornoseite "Straightboyz" war vier Jahre lang aktiv, ist aber inzwischen nicht mehr erreichbar. Sie versprach – wahrheitsgetreu – Pornovideos von echten Hetero-Männern, die durch einen Trick zum schwulen Sex bewegt werden würden. Auf der Seite waren hunderte Videos erhältlich.


Szene aus einem "Straightboyz"-Video

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Die Sexfantasie vom verwirrten Hetero

Derartige Pornovideos, in denen stockheterosexuelle Typen mal auf die schwule Seite wechseln, sind in den USA sehr populär; die seit vielen Jahren produzierte Porno-Seite "Bait Bus" (Köder-Bus) lockt etwa angeblich heterosexuelle Männer seit Jahren in einen Kleinbus, in dem sie während einer Fahrt über die Autobahn von einer großbusigen Frau heißgemacht werden.

Als einzige Bedingung für Sex nennt die "Bait Bus"-Frau, dass der erregt dreinblickende "Hetero-Mann" mit ihrem schwulen Freund herummachen soll. Nach dem schwulen Sexakt wird das "Opfer" dann schnell am Straßenrand zurückgelassen. All diese Videos sind freilich gescriptet.

Der Hausfrauen-Trick

Bryan D. wollte offenbar Realismus in diese Fantasie bringen: Laut der Anklageschrift hatte D. die heterosexuellen Männer durch eine Anzeige auf der Website Craigslist in ein Haus in der Nähe von Miami gelockt, das angeblich einer gelangweilten Hausfrau gehört, die gerne schnellen Sex hat. Die Männer stimmten dann zu, eine Augenbinde oder eine Brille mit schwarz gefärbten Gläsern zu tragen, da die Frau nicht erkannt werden wolle. Dann befriedigte D. seine Opfer nicht nur selbst, sondern zeichnete den Akt mit einer Kamera auf und lud das Video auf "StraightBoyz" hoch.

Laut der Anklageschrift gab sich D. als "echte heterosexuelle Frau" aus, um seine Opfer hinters Licht zu führen. "Wenn die Männer sich versichern lassen wollten, dass keine Kameras anwesend waren, beteuerte er, dass 'die Frau' mit jemandem in der US-Armee verheiratet sei und sich deshalb nie fotografieren lassen oder ein Video aufnehmen würde", heißt es in der Anklageschrift. Insgesamt führte D. laut Staatsanwaltschaft auf diese Weise 80 heterosexuelle Männer hinters Licht, darunter auch mindestens einen erst 16-jährigen Jungen. Obwohl "Straightboyz" nicht mehr existiert, geistern diese Videos noch immer auf verschiedenen Websites oder via Filesharing durchs Internet. (cw)



#1 TomDarkProfil
  • 04.12.2018, 20:43hHamburg
  • Da ist er mit 3 Jahren Haft in dem Ausmaß seiner Gier noch ganz gut weg gekommen, trotz Schuldeingeständnis.

    Amüsant und traurig zugleich, dass jemand in seiner Not- und Geldgeilheit sein Leben für so eine perfide Masche riskiert, die eh aufliegen würde.

    Dass bei über 80 Männern offenbar keiner dabei war, der den Schuft in flagranti erwischt hat, wundert mich schon etwas...
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#2 Sukram712Anonym
  • 04.12.2018, 22:44h
  • Ich kann mich erinnern auf diversen Seiten auch schon diese Videos gesehen zu haben. :)

    Männer unfreiwillig und nur leicht maskiert zu Pornodarstellern zu machen, ist nun wirklich sehr mies.
    Die drei Jahre Haft sind aus Abschreckungsgründen sicher nötig und geboten.
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