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Verleihung im Tate-Museum

Turner-Preis für queere Filmcollage

Die lesbische Künstlerin Charlotte Prodger wurde für ihren mit dem iPhone gedrehten Kurzfilm "Bridgit" mit dem bedeutendsten britischen Kunstpreis ausgezeichnet.


Aufführung des Kurzfilms "Bridgit" in der Londoner Galerie Hollybush Gardens (Bild: Hollybush Gardens)
  • 5. Dezember 2018, 08:11h, noch kein Kommentar

Für ein mit einem iPhone gedrehten queeren Kurzfilm ist die schottische Künstlerin Charlotte Prodger mit dem renommierten Turner-Preis ausgezeichnet worden. Die 44-Jährige wurde am Dienstagabend bei einer Zeremonie im Londoner Tate-Museum für ihre 33-minütige Filmkollage "Bridgit" geehrt. Die Jury erklärte, mit ihrem Werk erforsche Prodger Themen rund um "Queer-Identität, Landschaft, Sprache, Technologie und Zeit".

Vimeo / Film London | Auszüge aus "Bridgit"

Die in Glasgow offen lesbisch lebende Künstlerin äußerte sich bei der Preisverleihung "ziemlich überwältigt" über die Auszeichnung. Der BBC sagte Prodger später, die von ihr erzählten Geschichten seien zwar "meine und persönlich". "Aber es sind Geschichten, die viele Menschen – ich denke, Leute, die queer sind – erlebt haben."

25.000 Pfund für die Preisträgerin

Die mit 25.000 Pfund (etwa 28.000 Euro) dotierte Auszeichnung ist der bedeutendste britische Kunst-Preis und wird seit 1984 vergeben. Ursprünglich wurden nur Künstler unter 50 Jahren nominiert, die aus Großbritannien stammen oder dort arbeiten, inzwischen wurden die Kriterien gelockert. Benannt ist der Preis nach dem britischen Maler William Turner (1775-1851).

Im vergangenen Jahr hatte Lubaina Himid als erste schwarze Künstlerin den Turner-Preis bekommen. Unter den Preisträgern sind bislang erst zwei Deutsche: der Fotograf Wolfgang Tillmans (2000) und die Malerin Tomma Abts (2006). (AFP/dpa/cw)

Direktlink | Charlotte Prodger im Porträt