Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?32510

76. Verleihung

"Bohemian Rhapsody" für Golden Globe nominiert

Das Queen-Biopic und Hauptdarsteller Rami Malek können sich Hoffnungen auf die im Januar verliehene Trophäe machen – wie eine bemerkenswerte Vielzahl an Filmen und Serien mit LGBTI-Bezug.


Golden-Globes- und Oscar-würdig? Rami Malek in "Bohemian Rhapsody" (Bild: 20th Century Fox)

Die Hollywood Foreign Press Association hat am Donnerstag die Nominierungen für die Verleihung der 76. Golden Globes bekannt gegeben. Demnach kann sich "Bohemian Rhapsody", der Film über Queen und Freddy Mercury, Hoffnungen in der Kategorie "Bester Film" machen. Die Globes gelten als Indikator für ein gutes Abschneiden bei den Oscars, dessen Nominierungen noch ausstehen.

Rami Malek, der Darsteller des Sängers, wurde zugleich als bester Darsteller in einem Film nominiert, neben unter anderem Lucas Hedges im Homo-"Heiler"-Drama "Boy Erased". Der schwule australische Sänger Troye Sivan ist für seinen Soundtrack-Beitrag zu "Erased", "Revelation", im Bereich "Best Original Song – Motion Picture" nominert.

Als beste Film-Darstellerin ist unter anderem die Sängerin Lady Gaga in der Vorauswahl – ihr Film "A Star is Born" wurde ebenfalls in der Hauptkategorie nominiert. Ebenfalls als beste Hauptdarstellerin nominiert ist Melissa McCarthy für ihre Darstellung der lesbischen Autorin Lee Israel in "Can You Ever Forgive Me?"

Im Bereich Film erhielt letztlich "Vice", ein Doku-Comedy-Drama über den früheren US-Vizepräsidenten, die meisten Nominierungen – insgesamt acht. Der britische Historienfilm "The Favourite" erhielt fünf Nominierungen, u.a. "Bester Film" und mit Olivia Coleman "Beste Haupdarstellerin", und erzählt von Frauen-Affären der britischen Königin Anne – in entsprechenden Nebenrollen sind sowohl Rachel Weisz als auch Emma Stone nominiert.

In der Kategorie "Bester ausländischer Film" ist unter anderem das Netflix-Drama "Girl" nominiert – die belgische Produktion, die von Kritikern beim Filmfestival in Cannes hochgelobt wurde und die das Land zu den Oscars einreichte, erzählt von der 15-jährigen transsexuellen Lara, die vor der Aufnahmeprüfung an der staatlichen Ballettschule steht. Die Produktion erntete auch Kritik von Trans-Aktivisten.

Viele mörderische Plots Kopf an Kopf im TV-Bereich

Im Bereich Fernsehen wurde Debrah Messing erneut für "Will & Grace" als beste Hauptdarstellerin in einer Comedy-Serie nominiert. In der Kategorie "Beste Drama-Serie" tritt unter anderem der schwule, frisch mit einem Hollywood-Stern ausgezeichnete Produzent Ryan Murphy mit "Pose" an – die Serie über New Yorker Millieus in den 80ern machte mit über 50 Trans-Rollen und der größten Besetzung von trans Schauspielenden Schlagzeilen und ist mit dem schwulen Musical-Entertainer Billy Porter auch in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller" vertreten.

In der Kategorie "Beste Mini-Serie" konkurrieren u.a. die zweite, ebenfalls von Murphy mitproduzierte Staffel von "American Crime Story", die sich dem Mord an Gianni Versace annahm, und die BBC-/Amazon-Prime-Produktion "A Very English Scandal", die mit Hugh Grant und dem schwulen Schauspieler Ben Whishaw den Skandal um den Politiker Jeremy Thorpe aus den 70er Jahren nacherzählt: Der Parteichef der Liberalen hatte geplant, seinen früheren Lover ermorden zu lassen.

Hugh Grant ist für seine Rolle in dem von Russell T Davies ("Queer as Folk") verfassten Mehrteiler zudem als bester Hauptdarsteller nominiert, ebenso wie Darren Chris für die Rolle des Versace-Mörders Andrew Phillip Cunanan. Penélope Cruz kann sich für die Darstellung der Versace-Schwester Donatella Hoffnungen in der Kategorie der besten Nebenrolle machen; im männlichen Gegenpart sind Édgar Ramírez für die Rolle von Versaces Lover und Ben Whishaw für seine Leistung in "A Very English Scandal" nominiert.

Die Awards werden am 6. Januar in Beverly Hills vergeben. Die Show wird vom Komiker Andy Samberg und der Schauspielerin Sandra Oh moderiert. Letztere machte zuletzt mit der BBC-Miniserie "Killing Eve" von sich reden, die einige lesbische und schwule Momente bietet. Die Serie und sie als Hauptdarstellerin sind ebenfalls nominiert und konkurrieren u.a. noch mit "The Handmaid's Tale". (nb)

ergänzt um "The Favourite"