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Kommentare zu:
Literarische Maskierung von Homosexualität par excellence


#1 Danny387Profil
#2 Ith__Ehemaliges Profil
  • 07.12.2018, 10:18h
  • Das mit dem schwer lesbar kann ich leider auch diesem Beitrag attestieren..

    Es mag ja sein, dass als Zielpublikum Studenten von Literatur und/oder Sprachwissenschaften angedacht sind.. aber selbst dann finde ich den Ansatz im ersten Teil des Beitrags schwierig. Einfach mal davon ausgehen, dass der Leser alle referenzierten Werke und Biographien hinreichend auswendig und detailliert kennt, damit ein kleiner Nebensatz zum Verständnis ausreicht?
    Wenn als einziges "greifbares" Beispiel eine Nord-Süd-Polarität erwähnt wird, die Bertram zugeschrieben wird, mit der Überschrift aber auf Nietsche verweist, hätte ich außerdem gerne irgendeinen Tipp, welcher der drei in Frage kommenden Autoren (Bertram, Nietzsche, Steinhaußen) damit jetzt nun wie genau arbeitet, und wer sich da wie auf wen bezieht.
    Abgesehen davon, dass ich als Nicht-Fachidiot auch gerne wüsste, wie und wo genau diese Polarität hier denn nun konstruiert wurde, und inwiefern sich dabei Unterschiede zur heteronormativen Masse ergeben, da ja nunmal angedeutet wird, dass das Motiv auch dort nicht unüblich war. Bleibt alles sehr schwammig.
    Mal ein einziges, klares Beispiel, bei dem man die Bücher nicht alle selbst gelesen haben muss, um sich bezüglich des Beitragstitels aufgeklärt zu fühlen, wäre schon nett gewesen.

    Im unteren, biographischen Anteil bin ich erstmal nicht dahinter gekommen, was auch das für mich schwer lesbar macht, bis mir zumindest aufgefallen ist, dass alle drei Absätze die Perspektive gewechselt wird, wobei man aber auch hier mit den Biographien wohl sehr viel sebstverständlicher sehr viel vertrauter sein müsste als ich es bin, um mit diesen referentiellen Hinweisen viel anfangen zu können.

    An der Länge und am Thema, würde ich behaupten, liegt's nun nicht, ich lese eure Literaturkritiken hier grundsätzlich gerne, und über längere Texte freue ich mich ebenfalls. Nur... der deutliche Eindruck, der hier entsteht, ist "von Fachidioten für Fachidioten", oder, was vielleicht noch näher dran ist: Viel direkte Wiedergabe bzw. Übernommenes aus einem Buch für Fachidioten, ohne selbst in der Lage, vielleicht aber auch einfach nicht willens gewesen zu sein, das Gelesene abschließend und umfassend einzuordnen.
    Aka, wenn eine Buchbeschreibung derart ohne verständnisfördernden Lesefluss auskommt, drängt sich der Eindruck auf, dass vom Beitragsautor teilweise selbst nicht verstanden wurde, was und worüber da geschrieben wird.

    Also... möglicherweise bin ich bloß nicht die angedachte Zielgruppe, was ggf. in Ordnung ist, wenn nunmal ein Werk für Fachpublikum vorgestellt wird, und das aus einem Fach, das davon lebt, sich möglichst unverständlich auszudrücken, um für Pöbel wie mich unerreichbar zu sein.
    Vielleicht wurde allerdings auch der Mangel an Verstehen und der Unfähigkeit der z.B. historischen Einordnung bereits übernommen, und in dem Fall braucht sich dann niemand wundern, wieso das "Wiederentdecken" so schwer fällt.

    Eine Dissertation muss jetzt nicht schön und gut zu lesen sein. Aber naja. Wenn man sie als Anstoßpunkt nehmen und aufgreifen möchte, um Interesse zu wecken, wäre ein Ticken mehr Zugänglichkeit ja nun nicht verkehrt.
    Erster Vorschlag meinerseits wäre, es beim Beitrag einfach mal damit zu versuchen, die Reihenfolge der Absätze umzukehren. Also, oben den Überblick über das geben, worüber man hier schreibt (Dissertation über Briefwechsel), über wen man schreibt (Biographie), und dann abschließend zum Verfassten/Werk zu kommen, und zwar als kritisch wertender Rezipient.
    Und wenn der Leser des Beitrags dann halt bis zur Besprechung des Werks nicht kommt, weil die in der Biographie auftauchende Begeisterung für Hitler abschreckend wirken könnte (die einzige klare Begründung, die sich mir für die gewählte Reihenfolge aufdrängt), dann ist das halt so.

    Schreckt mit dieser Herangehensweise und diesem Textaufbau leider eher davon ab, die erwähnte Maske abzunehmen und dahinter zu blicken.
    Mag Absicht sein - im Sinne vom Titel als Arbeitsauftrag. Müsste man dann mit leben. Sehr nett wär's aber nicht. Und irgendwie auch nicht einladend.
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#3 QwertzuiopüAnonym
  • 07.12.2018, 10:29h
  • Der ganze Artikel beschäftigt sich mit dem Mann als schwulem Literaturwissenschaftler, man kann die Begeisterung des Autoren durchaus spüren. Dann wird in einem kurzen Absatz über seine Anhängerschaft zu den Nazis lediglich informiert. Mit fehlt da eine Problematisierung und genauere Information, wie er zum Nationalsozialismus stand. Alles in allem habe ich den Eindruck, der Artikel würde völlig anders damit umgehen, wenn der Mann nicht schwul gewesen wäre, und das hinterlässt in mir einen ziemlich faden Beigeschmack.
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#4 Ralph
  • 07.12.2018, 12:09h
  • Ich halte es für überflüssig und völlig fehl am Platze, hier einen Nazi zu würdigen. Habt Ihr vergessen, was der Nationalsozialismus war und was er gerade schwulen Männern angetan hat? Dieser Mann hat in glühenden Worten, die der Wikipedia-Eintrag zu ihm zitiert, die Bücherverbrennung gefeiert. Seinen eigenen Büchern sollte man schon allein deshalb nur eines angedeihen lassen: das ewige Vergessen.

    Wegweisung für die Zukunft: Auf dieser Website bitte nie wieder eine Hommage an einen Nazi.
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#5 goddamn liberalAnonym
  • 07.12.2018, 12:30h
  • Antwort auf #4 von Ralph
  • Für mich ist er nur noch etwas wichtig als Briefpartner von Thomas Mann, der halt die Nazis so treffend beurteilen konnte, weil er sie vom Nahen kannte.

    Ich denke, dass Bertram und Glöckner das Glück hatten, dass Glöckner vor der Verschärfung des Par. 175 1935 noch gestorben ist. Sonst hätte es für beide tödlich enden können.
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