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"Homosapien"

Buzzcocks-Sänger Pete Shelley gestorben

Der bisexuelle Punkrock-Musiker starb im Alter von 63 Jahren an einem Herzinfarkt.


Shelley bei einem Konzert 2009 (Bild: grahams cyber-world / wikipedia)

  • 7. Dezember 2018, 11:34h, noch kein Kommentar

Der Gründer und Sänger der einflussreichen britischen Punkrock-Band The Buzzcocks, Pete Shelley, ist tot. Nach Angaben seines Bruders starb der 63-Jährige am Donnerstag an einem Herzinfarkt in der estländischen Hauptstadt Tallinn, wo er zuletzt lebte.

Zusammen mit dem Songwriter Howard Devoto hatte er die Band 1976 in Manchester nach einem Besuch eines Konzerts der Sex Pistols gegründet, als deren Vorband bei einigen Konzerten man später erste Bekanntschaft erlangte. Der größte Erfolg gelang 1978 mit der Single "Ever Fallen in Love (With Someone You Shouldn't Have)". Der Song, der sich auch als Lied über gleichgeschlechtliche Liebe interpretieren ließ, erreichte Platz 12 in den britischen Charts.

Mehrere Alben der Buzzcocks erschienen bis zur Trennung 1981, seit 1989 ging es in unterschiedlichen Besetzungen weiter, 2016 folgte eine große Tour.

Shelley, bürgerlich Peter Campbell McNeish, begann 1980 eine Solokarriere, die teilweise auch Akzente im Bereich elektronischer Musik setzte. 1981 wurde die erste Single, "Homosapien", wegen "expliziten Verweisen auf schwulen Sex" von der BBC auf den eigenen Sender-Verbannungs-Index gesetzt – in den USA schaffte es die Single auf Platz 14 der Dance-Charts. Im Zuge der Veröffentlichung sprach Shelley erstmals öffentlich über seine Bisexualität, die in seinen Lyrics deutlich angedeutet wurde.

Der Sänger lebte bei seinem Tod in zweiter Ehe zu einer Frau und war mehrfacher Vater. Shelley, der 2016 sein letztes von sechs Solo-Alben veröffentlichte, betonte zugleich auch in späteren Jahren seine Bisexualität.

Twitter / PiccadillyRecs

Das von den Buzzcocks im Juni 1976 in Manchesters Lesser Free Trade Hall organisierte Konzert der Sex Pistols gilt als Initialzündung der Musikszene der Stadt und als eines der wichtigsten Events in der Musikgeschichte, es wurde im Kinofilm "24 Hour Party People" für immer verewigt. Die "Manchester Evening News" haben am Donnerstag Nachrufe von Freunden und Kollegen Shelleys gesammelt. (nb)